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Veröffentlicht am 08.11.2019

Bis auf ein paar Längen perfekt

Die Krone der Dunkelheit
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Inhalt

Während Elroy in einer Wanne mit Pferdedung sitzt dämmert ihm allmählich, dass er von Larkin angeschwindelt wurde, was das Erlangen der Unsterblichkeit angeht. Aber schnell hat er einen Plan, wie ...

Inhalt

Während Elroy in einer Wanne mit Pferdedung sitzt dämmert ihm allmählich, dass er von Larkin angeschwindelt wurde, was das Erlangen der Unsterblichkeit angeht. Aber schnell hat er einen Plan, wie er sich an Larkin rächen kann. Unter dem Namen Prinz Deèglan reist er nach Amaranué um Freya zur Frau zu nehmen und über ihren Vater an das Wissen über die Unsterblichkeit zu gelangen.

Freya und Larkin gehen währenddessen getrennte Wege. Während Freya im goldenen Käfig ihres Schlosses sitzt zieht Larkin auf der Suche nach Verbrechern durch die Lande. Beide vermissen den anderen schmerzlich, aber es scheint aussichtslos, dass sie sich jemals wieder in die Arme schließen können. Vor allem seitdem Freya mit Elroy verlobt ist.

Ceylan sitzt weiterhin wegen des Mordes an Königin Zarina im Kerker und wartet auf ihre Hinrichtung. Blutsklave Weylin im Kerker gegenüber, der nach Ceylans Ansicht der wahre Mörder der Königin ist, schweigt behaglich und hält so an seinem Blutschwur gegenüber Königin Valeska fest. Leigh versucht verzweifelt Ceylan aus ihrer Lage zu befreien und Weylin zum Reden zu bringen. Denn nur wenn er zugibt den Mord begangen zu haben kommt Ceylan frei.

Meine Meinung

Da man die Charaktere und die Welt nun schon aus Band 1 kennt findet man in diesen Band viel schneller rein. Und während Band 1 im 1. Teil nur um Ceylan und Freya ging lernt man hier direkt noch viele andere Charaktere besser kennen. Vor allem von Elroys Entwicklung war ich sehr erfreut. Hinter seine Fassade zu blicken und herauszufinden warum er Pirat ist war eine überraschende und sehr schöne Geschichte.

Spannend ist diese Geschichte eigentlich immer. Die vielen Handlungsstränge bieten für sich eine besondere Atmosphäre und dies zusammen mit der Handlung an sich hält dieses Buch am Leben und den Spannungsbogen durchgehend hoch.

Ich mag auch die Art, wie liebevoll und mit wie viel Fantasie viele Details beschrieben werden. Aber oft war es dann doch zu viel, so dass es sich manchmal etwas zog. Man hätte so eine gute Geschichte nicht zu sehr auffüllen müssen. Das ist aber auch schon das einzige, was ich auszusetzen habe.

Fazit

Nach einem sehr guten 1. Band setzt Laura Kneidl hier noch mal einen drauf. Mir hat dieser Band etwas besser gefallen, da ich viel leichter reingefunden habe. Nach wie vor stören mich die Längen ein wenig, aber darüber sehe ich gerne hinweg, weil ich diese sehr perfekt konstruierte Geschichte einfach liebe. Es ist alles sehr gut durchdacht und die Charaktere passen alle perfekt hinein. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und lege diese Reihe jedem Fantasy-Fan gerne ans Herz.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Etwas skurril, aber trotzdem sehr gut

Das Geschenk
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Cover

Das Buch in der Limited Edition ist wie immer ein Hingucker. Es ist in einem schicken Karton verpackt, wie auf dem Bild zu sehen, und darin befindet sich das knallrote Buch. Eine tolle und sehr ...

Cover

Das Buch in der Limited Edition ist wie immer ein Hingucker. Es ist in einem schicken Karton verpackt, wie auf dem Bild zu sehen, und darin befindet sich das knallrote Buch. Eine tolle und sehr gelungene Idee wie ich finde. Wenn man ein bisschen tiefer in die Geschichte eingetaucht ist, dann ergibt auch der Name des Buches Sinn.

Inhalt

Das Buch beginnt mit Milan, der im Gefängnis sitzt und gezwungen wird, seine Geschichte zu erzählen. Denn Milan wurde wegen Mordes an einem Mädchen angeklagt. Seine Geschichte begann vor zwei Jahren. Mit einem geschickten Trick schaffte er es ohne großes Aufsehen immer wieder kleine Raubüberfälle zu begehen. So lernt er auf ziemlich verrückte Weise seine Freundin Andra kennen. Sie führen anscheinend eine eher unglückliche Beziehung, denn zwei Jahre später sitzen sie bei der Paartherapie. Ein Grund hierfür ist Milans Unaufgeschlossenheit, er hat Andra noch immer nicht verraten, dass er Analphabet ist.

Als Milan dann auf dem Fahrrad sitzend an einer Ampel auf ein Mädchen trifft, das auf dem Rücksitz eines Autos sitzt und ihm verzweifelt einen Zettel ans Fenster drückt, beginnt eine aufregende Verfolgungsjagd, die das Leben von Milan und Andra völlig auf den Kopf stellt. Denn Andra möchte Milan nicht aufgeben, sie glaubt ihm seine Geschichte von dem Mädchen und hilft ihm dabei, sie ausfindig zu machen. Milans Analphabetismus, den er nach wie vor verschweigt, erschwert die Suche zusätzlich. Und so werden Milan und auch Andra innerhalb von 24 Stunden in eine gefährliche Hetzjagd verwickelt, in der Milan nach und nach Parallelen zu seiner Kindheit feststellt, diese sind gefährlich und für Milan sehr verwirrend...

Meine Meinung

Was direkt am Anfang klar wird. Fitzek geht hier erst mal sehr sozialkritisch auf das Thema Analphabetismus in unserer Gesellschaft ein. Die Stellung von Analphabeten in Deutschland ist sehr schwer und mit einem solchen Bestseller lässt sich dies natürlich auch gut verbreiten. Mir war selbst nicht klar, wie schwer man es als Analphabet hat. Dieses Buch öffnet dem Leser da schon ein wenig die Augen, auch wenn es natürlich teilweise ein bisschen übertrieben ist. Aber letztendlich ist vor allem der Anfang von Milans Geschichte sehr authentisch, denn Milan wird kriminell, weil er nicht lesen und schreiben kann und wann immer das zugegeben hat, wurde er für dumm erklärt. Dabei ist er alles andere als dumm.

Dann wird es teilweise etwas skurril, aber auch das ist eben Sebastian Fitzek. Er schafft es wieder mal so zu schreiben, dass man einfach von dem Buch angezogen wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ständig gibt es unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse. Aber ich muss sagen, ich fand das in diesem Buch recht überschaubar, so dass es zwar hier und da ein bisschen übertrieben war, aber grade zum Schluss hin wurde es sehr einfach und es gab kein ständiges hin und her, wie man es bei ihm oft erlebt.

Die Spannung und die "Sogwirkung" werden vor allem durch die gewohnt kurzen Kapitel aufgebaut. Die Überschriften der Kapitel sind größtenteils mit den Protagonisten versehen, um die es im betreffenden Kapitel geht, sind sehr kurz und enden oft mit Cliffhanger. Da kann man gar nicht anders als weiter zu lesen.

Fazit

Das Buch greift ein interessantes Thema auf, nämlich die Stellung der Analphabeten in unserer Gesellschaft. Ich fand es gut, dass dies so angesprochen wurde. Der Verlauf der Geschichte ist dann oft sehr abgefahren, aber das macht einen guten Psychothriller auch manchmal aus. Wäre es normal, dann wäre es ja auch langweilig, ein bisschen Übertreibung gehört eben manchmal dazu. Mich hat das Buch überzeugt und ich empfehle es daher sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Spannend und mitreißend von Anfang bis Ende

No Exit
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Ein tolles Cover, das mich direkt angesprochen hat und das auch sehr gut zum Buch passt. Den Klappentext dagegen fand ich nicht so gut, er schildert zwar den Inhalt, aber Darby strandet in einer Raststätte ...

Ein tolles Cover, das mich direkt angesprochen hat und das auch sehr gut zum Buch passt. Den Klappentext dagegen fand ich nicht so gut, er schildert zwar den Inhalt, aber Darby strandet in einer Raststätte und nicht in einem Motel. Ein recht großer Unterschied wie ich finde.

Es ist der 23. Dezember, Studentin Darby Thorne fährt von der Universität nach Hause um ihre todkranke Mutter zu besuchen. Der Heimweg führt sie durch die Berge Colorados. Es tobt ein Schneesturm, der immer schlimmer wird, noch dazu versagen die Scheibenwischer ihres Hondas. Darby ist irgendwann dankbar in einer kleinen Raststätte mitten im Nirgendwo unterzukommen um dort den Sturm auszusitzen. Abgeschnitten von der Außenwelt, ohne Handynetz und ohne W-LAN, sitzt Darby zusammen mit 4 weiteren Leuten in der Raststätte fest.


Auf der Suche nach Handyempfang läuft sie vor der Raststätte herum und geht dabei eher beiläufig an den parkenden Autos vorbei. Aber in einem der Fahrzeuge entdeckt sie etwas, was sie zunächst für eine Halluzination hält, denn sie ist übermüdet und hat schon einige Dosen Red Bull getrunken. Nach einiger Zeit geht sie noch einmal raus um sich zu vergewissern und dann wird klar: In einem der Fahrzeuge ist ein kleines Mädchen, es ist gefesselt, geknebelt und in einen Hundekäfig eingesperrt. Für Darby ist klar, sie muss dieses Mädchen retten. Vier Menschen sitzen in der Raststätte und einer von ihnen muss der Entführer der Kleinen sein. Für Darby beginnt daraufhin eine Nacht voller Grauen.


Der Einstieg ins Buch gelingt wirklich sehr leicht, neben einer kurzen E-Mail beginnt die Geschichte mit Darby, die auf der Straße mit dem Schneesturm zu kämpfen hat. In der Erzählperspektive ist das Buch dann hauptsächlich über Darby, aber auch mal über die anderen Protagonisten, geschrieben. Die Kapitel sind unterschiedlich lange und beginnen immer mit einer Uhrzeit, die wichtig ist, da im Morgengrauen die Schneeflüge, und somit Hilfe, anrücken sollen.


Was mir hier wirklich sehr gut gefällt ist, dass keinerlei Längen entstehen. Es passiert immer wieder was, dabei wird es sehr spannend und diese Spannung hält bis zur letzten Seite an. Es gibt viele interessante Wendungen, von denen man nur wenige vorhersehen kann.



Die Charaktere sind teilweise etwas speziell, aber sie passen einfach in die Geschichte. So wird zum Beispiel Darbys manchmal übertrieben taffes Verhalten mit dem Verhältnis zu ihrer Mutter erklärt. Das wird nicht genau so geschrieben, aber es lässt sich ganz einfach schlussfolgern und ich denke, dass der Autor das damit bezwecken wollte. Der Schreibstil des Autors ist dabei wirklich sehr einfach und sehr schnell lesbar. Es gibt keine verschachtelten Sätze oder komplizierten Redewendungen. Es ist ein einfach gestrickter Handlungsstrang, der alles hat, was ein guter Thriller braucht.


Fazit


Für mich war dieser rasante Thriller eine richtige Überraschung. Ich habe ihn durch Zufall entdeckt und bin froh ihn gelesen zu haben. Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans, die auch mal ein Auge zudrücken können. Denn ja, manchmal ist es ein bisschen "to much", aber dafür absolut kurzweilig und spannend. Mich hat das Buch so gefesselt, dass ich es innerhalb von 2 Tagen gelesen habe und genau das will man doch, wenn man ein Buch liest, dass es einen von Anfang bis Ende mitreißen kann.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Verwirrend und anstrengend

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Ein Mann erwacht im Wald, er weiß weder wer noch wo er ist. Er beobachtet eine verwirrende Szene ehe er von einer unheimlichen und unbekannten Person einen Kompass überreicht bekommt, der ihn nach Hause ...

Ein Mann erwacht im Wald, er weiß weder wer noch wo er ist. Er beobachtet eine verwirrende Szene ehe er von einer unheimlichen und unbekannten Person einen Kompass überreicht bekommt, der ihn nach Hause führt. Dort begibt er sich erst einmal auf die Suche nach seiner Identität, doch kaum hat er herausgefunden wer er ist, erwacht er tags darauf in einem anderen Körper und das Spiel beginnt von neuem. Und so geht es Tag für Tag und täglich findet er neue Informationen darüber, was mit ihm passiert.

Hierbei trifft er auch auf Evelyn Hardcastle. Evelyn ist eine taffe junge Frau, aber sie hat Angst. Vor 19 Jahren wurde ihr Bruder Thomas als kleiner Junge während einer Party ermordet und zum Jahrestag seines Todes haben ihre Eltern die Gedenkfeier als Party getarnt, in der sie Evelyn als Ehrengast ernannten. Aber Evelyn befürchtet dahinter eine List ihrer Eltern, denn es wurden genau dieselben Gäste eingeladen wie vor 19 Jahren.

Außerdem erscheint Aiden (erst viel später erfährt man seinen Namen, ohne Klappentext würde man ihn am Anfang gar nicht wissen) gelegentlich ein Mann im Pestdoktorkostüm (schwarz gekleidet mit Schnabel-Maske), der ihm nach und nach die Situation erklärt. Man hat Aiden sein Gesicht und seine Persönlichkeit genommen, als er Blackheath betreten hat und er wird es erst wieder zurückbekommen, wenn er ein Rätsel löst. Er wird 7 Mal in einem anderen Körper erwachen und dabei immer denselben Tag erleben und jeden Tag um exakt dieselbe Uhrzeit wird Evelyn Hardcastle ermordet werden. Er soll nun herausfinden, wer Evelyns Mörder ist. Wird er sich weigern mitzumachen, hängt er ewig in dieser Zeitschleife fest, denn alles beginnt immer wieder von vorne. Aber außer ihm befinden sich noch zwei weitere "Mitspieler" in dieser Zeitschleife und nur wer als erstes die Lösung findet, bekommt seine Existenz zurück und darf Blackheat verlassen.

Zunächst einmal fand ich den Anfang sehr verwirrend. Das Buch beginnt Mitten im Wald mit einer unbekannten Person, die selbst nicht weiß, wer sie ist. Und genauso habe ich mich als Leser auch gefühlt, einfach verwirrt, denn man wurde mitten in die Geschichte reingeworfen und musste dann zusammen mit dem Hauptprotagonist jedes Puzzlestück zusammensuchen und das fand ich schon ziemlich anstrengend. Man weiß auch nicht genau zu welcher Zeit die Geschichte erzählt wird, aber der Schreibstil und einige Szenen lassen dann schnell darauf schließen, dass es sich um eine Zeit handelt, in der Strom und Autos eine absolute Seltenheit waren.

Als die Katze dann mal aus dem Sack war und man einige Informationen gesammelt hat, beginnt das Buch gut zu werden. Es wird recht spannend, was dann eigentlich auch anhält. Aber irgendwann war es mir dann doch zu lange und ich war froh, als es aufs Ende zuging. Das Springen in die verschiedenen Körper ging oft hin und her und wurde mir einfach zu lange ausgereizt.

Fazit

Von der Grundidee her fand ich die Geschichte super, die Umsetzung war mir aber viel zu anstrengend. Das Buch war nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Man hätte einiges vielleicht einfach etwas kürzer schreiben können und nicht zu sehr ausschweifend. Oft war es verwirrend und es kostete mich viel Mühe, dem ganzen Geschehen konzentriert zu folgen. So konnte mich die Geschichte nur teilweise fesseln und ich war froh, als das Buch zu Ende war, weil es irgendwann wie eine Geschichte schien, die niemals ein Ende findet.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Humorvoll inszenierte Anekdoten einer Jugend

Zonenrandkind
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Das Buch spielt in den 80er Jahren und passend dazu ist das Cover ausgerichtet, was für die heutige Zeit außergewöhnlich ist und deswegen unter vielen anderen Büchern auffällt. Ich find's ganz witzig und ...

Das Buch spielt in den 80er Jahren und passend dazu ist das Cover ausgerichtet, was für die heutige Zeit außergewöhnlich ist und deswegen unter vielen anderen Büchern auffällt. Ich find's ganz witzig und gut gewählt.


Frank Breuning ist im Februar 1971 geboren und lebt an der Grenze zur DDR in einem kleinen Dorf, eben im Zonenrandgebiet. Oder wie Frank, der sich lieber Franky nennt, sagt: "Die Zehenzwischenräume der politischen Nachkriegswelt." Hier herrscht der ganz normale Dorfwahnsinn: Öde Rituale, an die man sich halten muss, wenn man nicht gegen den Strom schwimmen will. Wer anders ist fällt unangenehm auf, wer mit dem Strom schwimmt wird akzeptiert. Franky erzählt vom samstäglichen Straße kehren und von seinem Vater und seinem Großvater, die beide keinerlei Empathie besitzen, so wie viele weitere Geschichten aus seiner Jugend, die geprägt ist von der Mauer und später von der Wiedervereinigung Deutschlands.


Aufgeteilt ist das Buch in mehrere nicht allzu lange Kapitel mit ausdrucksstarken und passenden Überschriften, wie zum Beispiel "Der Tag an dem wir das Dixi-Klo erfanden, Im Nackttierhaus, usw. " Jedes Kapitel ist fast wie eine in sich abgeschlossener Programmpunkt in einer Stand-Up Comedy Show. Viele der Kapitel werden mit viel Humor erzählt, bei manch anderen wurde aber dann wiederum ein Thema so ausgeschlachtet und drum herum geredet, dass es zu viel war. Manchmal kam es mir auch so vor, als wurde der Versuch unternommen, krampfhaft komisch zu sein. Das war aber nur selten der Fall, der Rest las sich dann wiederum sehr gut.


In diesem Buch ging es nicht darum Spannung aufzubauen, sondern Anekdoten aus der pubertierenden Jugend in der Provinz näher zu bringen in einer Zeit, als die Elektronik noch nicht die Jugendlichen beherrschte, sondern man sich Tag täglich darüber Gedanken machen musste, wie man den Tag mit seinen Freunden, der Familie oder auch alleine verbrachte. Der Schreibstil lässt es dabei zu, schnell zu lesen, da es wirklich keine schwere Lektüre und sehr einfach gehalten ist.


Den abschließenden Epilog fand ich dann noch mal sehr bewegend, denn hier wird meiner Meinung erst wirklich klar, was das normale Dorfkind von den Zonenrandkindern bzw. Jugendlichen unterscheidet.


Fazit


Eine ganz gute Geschichte, die mich aber nicht 100 Prozent überzeugen konnte. Jeder 2. auf dem Dorf, der in den 80ern oder 90ern groß geworden ist, oder vermutlich auch davor, könnte solche Geschichten erzählen. Für die Jugend von heute sicher ein kultureller Schock, für jemanden wie mich, geboren in den 80ern, einfach nur eine Reise in die Vergangenheit mit ein paar Abweichungen. Es war nicht nur im Zonenrandgebiet so, sondern so war das Leben auf dem Dorf eben. Trotzdem ist es ein kurzweiliges Buch, das mich gut unterhalten hat.