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Veröffentlicht am 30.12.2017

Tu nichts Böses!

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
1

Cover:
Schlicht und trotzdem ausdrucksstark beschreibt dieses Cover wohl am besten. Auf dem matten, schwarz-weißen Hintergrund prangt groß der Buchtitel in auffallend roter Schrift. Um ihn noch mehr zu ...

Cover:
Schlicht und trotzdem ausdrucksstark beschreibt dieses Cover wohl am besten. Auf dem matten, schwarz-weißen Hintergrund prangt groß der Buchtitel in auffallend roter Schrift. Um ihn noch mehr zu betonen, ist er zusätzlich erhaben und in Hochglanz gestaltet. Über dem Titel befindet sich passend dazu ein Affe, der, genauso wie der Untertitel, komplett schwarz und ebenfalls glänzend ist.
Mir gefällt die Gestaltung des Covers sehr gut. Der Affe stellt auf simple Weise den Bezug zum Inhalt her und die Farben kann man als klassisch für Thriller bezeichnen. Meiner Meinung nach weiß man auf den ersten Blick mit was für einer Art Buch man es hier zu tun hat.

Inhalt:
Detective Sam Porter wird zu einem Unfall gerufen, was ihm zunächst äußerst merkwürdig erscheint – was hat die Mordkommission bei einem Unfall zu suchen? Doch als er das weiße Päckchen mit der schwarzen Kordel erblickt, ist ihm alles klar. Diese sind das Markenzeichen des Four Monkey Killers, kurz 4MK, den Porter nun seit bereits 5 Jahren jagt. Alles hat den Anschein, dass der Überfahrene der gesuchte Serienmörder ist. Doch das Päckchen mit dem Ohr bedeutet, dass er ein neues Opfer entführt hat, das immer noch gefangen gehalten wird.
Neben Porter, der nach einem schweren Schicksalsschlag gerade erst langsam in den Dienst zurückkehrt, lernen wir auch sein Team kennen. Dieses besteht aus Clair, Nash und Kloz (Kurzform von Klozkowski). Außerdem treffen Nash und Porter an dem Unfallort den jungen CSI-Beamten Watson, der ihnen so positiv auffällt, dass sie in kurzerhand in ihre Sonderkommission aufnehmen.
Im Laufe des Buches begleiten wird das Team dann bei den Ermittlungen, dabei spielt sich alles innerhalb von nur zwei Tagen ab. Die Kapitel sind aus Sicht von Porter geschrieben und haben alle einen Zeitstempel, sodass man die Ermittlungen quasi in Echtzeit mitverfolgt. Zusätzlich gibt es auch Kapitel aus der Sicht des Opfers, die die Spannung nur weiter anheizen, da man hautnah miterlebt, was es erleiden muss. Und weil das noch nicht genug ist, gibt es auch noch Kapitel die ein Tagebuch widergeben. Dieses Tagebuch gehört keinem geringeren als 4MK und so erfahren wir Stück für Stück wie er zu dem wurde was er heute ist und was seine Beweggründe hinter all den Taten sind. Da am Ende des Buches, der Showdown an zwei verschiedenen Orten stattfindet, begleiten wir die Geschehnisse dann noch abwechselnd aus Porters und aus Clairs Sicht.
Nachdem diesem eigentlichen Ende und Höhepunkt, gibt es dann noch ein Kapitel, was zwei Tage nach den Geschehnissen spielt. Dieses stellt dann auch das Ende des Buches dar und die letzten Worte deuten etwas an, was einen geradezu nach dem Folgeteil gieren lässt.

Fazit:
Zu diesem Buch fällt mir nichts anderes ein als einfach nur gelungen und es gehört zu meinen absoluten Highlights des Jahres! Dieser Thriller besitzt genau die richtige Mischung aus Brutalität, Psychospielchen und Spannung.
Bei einem so gerissenen Serienkiller, der fünf Jahre unentdeckt bleiben konnte, war mir sein Unfalltod von Anfang an suspekt und ich dachte eher an eine Inszenierung. Hier ist auch der einzige Punkt der mich etwas gestört hat: dass die erfahrenen Ermittler dies nicht ein einziges Mal in Erwägung gezogen haben. Ob ich mit dieser Vermutung nun aber richtig lag, müsst Ihr selbst herausfinden.
Der Spannungslevel ist konsequent hoch und immer wieder gibt es neue Erkenntnisse, die den Leser eiskalt erwischen und alle Vermutungen über den Haufen werfen. Wie die Ermittler, steht man vor einem Rätsel und immer wenn man denkt man würde langsam dahinter kommen, taucht ein Hinweis auf, der in die komplett andere Richtung deutet – einfach genial! Das alles wird dann noch von der großen Wendung der Story getoppt, die ich so nie hätte kommen sehen.
Besonders gelungen sind auch die Charaktere. Porter ist absoluter Sympathieträger, aber auch die anderen Personen haben alle ihren ganz eigenen Charakter, der von Anfang an deutlich wird und durch das ganze Buch erkennbar ist. Da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, finde ich dies besonders wichtig und ich freue mich schon jetzt auf mehr von diesem Team.
Was das Buch letztendlich zu einem Highlight für mich gemacht hat, sind die Tagebucheinträge. So lernt man den Täter noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen, kann hinter die Fassade blicken und zumindest versuchen nachzuvollziehen.
Für dieses Buch kann ich somit eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Mehr noch: ich lege jedem Thrillerfan nahe, dieses Buch zu lesen – Ihr verpasst sonst was!

Veröffentlicht am 19.12.2017

Gelungener Reihenauftakt

Die perfekte Gefährtin
1

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht und schreit trotzdem förmlich nach Thriller. Das komplett schwarze Buch ziert nur ein Falter, der durch seine weiß-blaue Färbung fast schon durchscheinend bis leuchtend ...

Cover:
Das Cover ist sehr schlicht und schreit trotzdem förmlich nach Thriller. Das komplett schwarze Buch ziert nur ein Falter, der durch seine weiß-blaue Färbung fast schon durchscheinend bis leuchtend wirkt. Die Flügel des Falters sind beschädigt und rechts und links von dem Insekt sieht man Flecken, die ebenfalls zu leuchten scheinen. Dazu passt die blaue und weiße Schrift, die gewählt wurde um Autorenname und Buchtitel abzubilden, perfekt und unterstreicht das Gesamtbild.
Einen direkten Zusammenhang zwischen Cover und Inhalt kann ich nicht herstellen, interpretatorisch gibt es da aber doch einigen Spielraum, sodass es durchaus stimmig ist. Generell scheinen Schmetterlinge und Falter auf Thriller-Covern zurzeit aber angesagt zu sein, wie man bei entsprechender Suche recht schnell sehen kann.

Inhalt:
Luc Callanach beginnt als Detective Inspector seinen Dienst bei der Polizei in Schottland und schnell wird klar, dass er seine Tätigkeit bei Interpol in Frankreich nicht freiwillig aufgegeben hat. In dem Buch begleiten wir ihn bei seinem ersten Fall, den der verschwundenen Elaine Buxton, deren sterbliche Überreste in einer abgebrannten Waldhütte gefunden werden. Doch was weder er, noch sein Team ahnen können, ist, dass Elaine keineswegs tot ist und ihr Entführer ihren Tod nur vorgetäuscht hat.
Sie wurde entführt, um vom Täter zu seiner perfekten Gefährtin gemacht zu werden und dafür will er sie für sich allein. Während Callanach und sein Team also „nur“ nach einem Mörder suchen, wissen sie gar nichts von dem Wettlauf um die Zeit, in dem sie sich befinden. Und genau das ist es, was das Buch so spannend macht. Denn als Leser weiß man von Anfang an, dass Elaine keineswegs ermordet wurde. Außerdem ist auch der Täter dem Leser von Anfang an bekannt und einige Kapitel sogar aus seiner Sicht geschrieben. Diese sind teilweise sehr brutal, sodass auch sie das Spannungslevel hoch halten.
Neben Callanach und seinem Team, lernen wir auch noch seine Kollegin Ava kennen, die sich schnell zu seiner bis dahin einzigen Freundin entwickelt. Sie selbst arbeitet an einem Fall, bei dem es um ausgesetzte Neugeborene geht. Auch dahinter verbirgt sich mehr, als es zunächst scheint und auch wenn er im Klappentext keine Erwähnung findet, nimmt er im Buch doch einigen Platz ein.
Eine weitere Person die ich gerne erwähnen möchte, ist Detective Constable Tripp, der Callanach als einer der wenigen von Anfang an respektiert und angemessen behandelt hat. Immer wieder hat er im Buch in wichtigen Schlüsselmomenten eine Rolle gespielt und wurde schnell zum Sympathieträger.
Am Ende werden beide Fälle gelöst und der Leser bleibt auch hinsichtlich der privaten Aspekte mit keinen Fragen zurück. Dabei passieren immer wieder Dinge, die geschickte Wendungen und Überraschungsmomente beinhalten und so die Spannung stets oben halten.
Sprachlich ist das Buch einfach gehalten, was aber keineswegs negativ zu verstehen ist. Fields nutzt eine Sprache die sehr verständlich ist und ein flüssiges Lesen erlaubt. Die Schauplätze und Geschehnisse werden ideal beschrieben, sodass man sich alles bildlich vorstellen kann und mit den einzelnen Charakteren mitempfindet.

Fazit:
Bei „Die perfekte Gefährtin“ handelt sich um den Auftakt einer neuen Reihe um Luc Callanach. Dabei werden sicher auch Ava, Tripp und andere Charaktere des ersten Bandes weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Bei Thriller-Reihen ist es für mich immer wichtig, dass mir die Ermittler sympathisch sind, damit ich weitere Bücher lese. Denn ein Buch mit einem weniger sympathischen Charakter kann ich schon mal lesen, habe dann aber keine Lust mich mit dieser „Person“ weiter zu befassen. Wenn, wie hier, zusätzlich der Erzählstil und das Spannungslevel passen, verfolge ich eine solche Reihe gerne weiter.
Kleine Abzüge gibt es dafür, dass das Buch sehr vollgepackt war. Avas Fall nahm sehr viel Platz ein, obwohl er auf dem Klappentext nicht einmal Erwähnung findet. Zudem passieren auch im Privatleben der verschiedenen Charaktere sehr viele Sachen. Sieht man das als Grundlage für die folgenden Stories, wäre das nicht weiter schlimm, allerdings findet alles noch im ersten Teil eine Auflösung. Für meinen Geschmack war das etwas zu viel des Guten, hat der Spannung letztendlich aber nicht geschadet. Ich vermute, dass die Autorin damit einen besonders fulminanten Auftakt kreieren wollte und hoffe, dass die folgenden Bücher weniger vollgepackt sein werden. Da das aber der einzige Kritikpunkt ist, kann ich für das Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen und sehe die Reihe als eine an, bei der es sich lohnt sie weiterzuverfolgen. Zudem ist dieser Punkt sehr subjektiv zu bewerten. In der Leserunde, in deren Rahmen ich das Buch vorabgelesen habe, gab es viele Stimmen, die das überhaupt nicht störend fanden.

Veröffentlicht am 19.10.2017

Erschreckend realistisch

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
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> https://blackndbeautiful.wordpress.com/2017/10/18/blackout-morgen-ist-es-zu-spaet/
Cover:
Der gesamte Buchumschlag ist tiefschwarz, mit roter und weißer Aufschrift. Das Titelbild wird großflächig vom ...

> https://blackndbeautiful.wordpress.com/2017/10/18/blackout-morgen-ist-es-zu-spaet/
Cover:
Der gesamte Buchumschlag ist tiefschwarz, mit roter und weißer Aufschrift. Das Titelbild wird großflächig vom Buchtitel in roter Schrift bedeckt und in dem „O“ findet sind ein Power-On/Off-Symbol. Dieser schlichten Gestaltung gelingt es auf subtile Weise einen Zusammenhang zum Inhalt herzustellen. Nicht nur durch das dargestellte Symbol, sondern auch durch die rote Schrift auf schwarzem Hintergrund – mich erinnert diese stark an eine Notbeleuchtung.
Im Buchladen würde ich „Blackout“ definitiv in die Hand nehmen und mich näher damit befassen. Somit erfüllt das Cover genau seine Aufgabe.

Inhalt:
Das Buch ist in Hauptkapitel in Form von Tagen unterteilt und innerhalb der Tage in Unterkapitel. Diese tragen jeweils den Titel des Ortes oder der Stadt in der sie spielen und helfen so der Orientierung des Lesers. Sie sind sehr kurz gehalten (im Schnitt circa 5 Seiten), sodass man schnell in das typische „Ein-Kapitel-geht-noch“-Muster verfällt. Die Handlung beginnt mit Tag 1, dem Tag des Stromausfalls. Man steigt in das Geschehen durch verschiedene Figuren an verschiedenen Schauplätzen ein und erlebt den Ausfall so quasi hautnah mit. Dabei handelt es sich um Schlüsselpersonen, die später an der Krisenlösung beteiligt sind und auf die man dementsprechend im Buch immer wieder trifft. Auch den Protagonisten Piero Manzano lernt man gleich zu Beginn kennen und begleitet ihn von dort an bei seiner Entdeckung des Hackerangriffs bis hin zu seinem Versuch die Behörden und Unternehmen darauf hinzuweisen. Als er endlich Gehör findet, beginnen die Ermittlungen und der Kampf gegen den unbekannten Gegner. Manzano wird als externer Berater für diese Ermittlungen herangezogen und während man diese als Leser an den verschiedenen Orten begleitet, werden nach und nach die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen in den Städten deutlich und die verschiedenen Akteure treten in Kontakt zueinander.
Zwischen den Unterkapiteln der verschiedenen Orte, gibt aus auch wenige aus der „Kommandozentrale“. Diese Kapitel geben Einblicke in das Handeln der Verursacher der Ausfälle, sind aber sehr kurz gehalten, sodass sie nur sehr wenig verraten.
Im Laufe des Buches spitzt sich die Lage immer weiter zu und die Folgen der Ausfälle werden immer dramatischer, wobei es keine Aussicht auf eine Besserung oder Behebung zu geben scheint. Darauf wie sich die ganze Lage genau entwickelt und ob und wie die verschiedenen Ermittlern den Attentätern auf die Spur kommen, möchte ich nicht weiter eingehen, da das wichtige Schlüsselmomente spoilern würde.

Der Schreibstil von Marc Elsberg ist sehr angenehm und erlaubt ein flüssiges Lesen. Aufgrund der Thematik gibt es viele Fachbegriffe, er schafft es jedoch diese geschickt einzubinden und zu erklären, sodass man auch als Laie zu keinem Zeitpunkt ratlos oder überfordert ist oder gar der Lesefluss dadurch gestoppt werden würde. Trotz der Länge von 800 Seiten, wird das Level an Spannung durchweg aufrechterhalten. Die Spannung rührt vor allem daher, dass alles so unwahrscheinlich nachvollziehbar und vorstellbar ist. Durch die reale Existenz der Schauplätze und die gut recherchierten Fakten, kommt man als Leser mehr als nur einmal an den Punkt wo man sich ernsthaft frägt „Was wäre wenn…?“.

Fazit:
Zu Beginn erschien mir der Einstieg etwas lang und zu ausführlich. Beim Lesen habe ich aber schnell gemerkt, dass dies notwendig ist, um alle Akteure ausreichend vorzustellen und den Leser an diese heranzuführen, sodass man auch im Laufe des Buches den Überblick behält und die Handlung nachvollziehen kann.
Nach diesem kurzen Zweifel, der schnell aus dem Weg geräumt war, hat mich das Buch dann sofort gepackt. Man steigt direkt in das Geschehen ein, somit herrscht von Anfang an Spannung. Man will unbedingt wissen wie es weiter geht und die kurzen Kapitel verwandeln das Buch zu einem absoluten Page-Turner. Hätte ich in letzter Zeit nicht so wenig Zeit zum Lesen gehabt, ich hätte das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Man bekommt mehr als nur einen Anstoß sich Gedanken über die Welt zu machen in der wir leben und wie viele Dinge wir als selbstverständlich betrachten. Aufgrund dessen und mit dem Hintergrund, dass die Story von Blackout sehr realistisch ist und theoretisch so denkbar wäre kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Das Buch gehört zu meinen Lesehighlights von 2017!

Veröffentlicht am 27.05.2019

Perfekt für alle, die die Inhaltsstoffe selbst bestimmen wollen

Müsliriegel und Energyballs. Die besten Rezepte für leckere Energiespender
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Müsliriegel und Energyballs ist ein kleines aber feines Buch mit tollen Rezepten, um sich leckere und gesunde Snacks für zwischendurch ganz leicht selbst zuzubereiten.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, ...

Müsliriegel und Energyballs ist ein kleines aber feines Buch mit tollen Rezepten, um sich leckere und gesunde Snacks für zwischendurch ganz leicht selbst zuzubereiten.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, die Müsliriegel lieben, aber keine Lust auf all die ungesunden Zusatzstoffe und den vielen Zucker in den handelsüblichen Müsliriegeln haben. Auch in diesen Rezepten wird zwar teilweise Zucker genutzt, dies kann man mit etwas Übung jedoch auch leicht selbst anpassen. So verzichte ich bei den entsprechenden Rezepten einfach auf den Zusatz von Zucker. So sind sie zwar weniger süß, aber ich mag den nussigen, knusprigen Geschmack sowieso lieber. Und wenn es doch etwas süßer sein soll, kann man auch natürliche Süßungsmittel wie Honig, Agavendicksaft, Reissirup oder Ähnliches nutzen. Diese finden sowieso in vielen Rezepten Anwendung, sodass man mit etwas Vergleichen und Ausprobieren ganz leicht die für sich richtige Süße findet.
Abgesehen davon, klingen die Rezepte allesamt lecker und sind auch abwechslungsreich. Natürlich muss man bedenken, dass man nicht immer alles im Haus hat. Es gibt durchaus auch Riegel, die etwas ausgefallenere Nüsse und Samen beinhalten. Genauso gibt es aber auch „simplere“ Rezepte, wie zum Beispiel der Walnuss-Apfel-Riegel, für die man die Zutaten ganz leicht bekommt oder sogar schon da hat.
Die Erklärungen zur Zubereitung sind sehr eindeutig und verständlich. Die Rezepte werden schrittweise geschildert, wobei man eigentlich nichts falsch machen kann, und es steht dabei wie viele Müsliriegel sich daraus ergeben. Durch die Darstellung auf einer Seite hat man außerdem immer auch die Zutatenliste im Blick, sodass man bei den einzelnen Schritten gleich weiß wie viel benötigt wird und nicht ständig hin und her blättern muss. Abgerundet wird das Ganze durch ein Bild zu fast jedem Rezept, sowie Nährwertangaben und kurze Infos zur Zubereitungsdauer und dem Schwierigkeitsgrad.
Auch im Aufbau konnte mich das Buch überzeugen. Es gibt zunächst einen kleinen Theorieteil, in dem auf das Thema Müsliriegel eingegangen wird. Es geht zum Beispiel darum was ein Müsliriegel beinhalten sollte und was daran gesund ist. Darauf folgen dann die Rezepte, die in zwei Abschnitte aufgeteilt sind: diejenigen zu den Müsliriegeln und diejenigen zu Energyballs, Müslikonfekt und Fruchtschnitten.
Besonders toll finde ich, dass es am Ende noch eine tabellarische Übersicht zu den Rezepten gibt, in der ganz leicht ersichtlich ist was sie beinhalten. So kann man ganz fix nach Riegeln suchen, die bestimmte Zutaten beinhalten sollen, wenn man zum Beispiel bestimmte Sachen Zuhause hat, die man aufbrauchen möchte.
Wie man vielleicht merkt, habe ich mich zunächst mehr mit den Müsliriegeln beschäftigt, aber auch die anderen Rezepte klingen interessant und werden definitiv noch von mir ausprobiert.
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Es ist ein toller Begleiter, wenn man den Einstieg in das Thema wagen will. Die Rezepte sind super leicht nachzumachen und mit etwas Übung kann man sie auch toll ergänzen oder variieren. Ich sehe das Buch ein bisschen als Lerngrundlage, um Schritt für Schritt meine ganz eingenen Riegel genau nach meinem Geschmack herstellen zu können. Außerdem lassen sich die Rezepte auch ganz leich abwandeln, um leckeres Granola selbst zu machen. Aber auch wenn man sich einfach nur an das Buch halten will, bietet es tolle Rezepte mit abwechslungsreichen Zutaten, sodass für nahezu jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Die Abgründe zweier Seelen

So schöne Lügen
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Tara Isabella Burton nimmt uns mit in die Welt der Reichen und Schönen und zeigt dabei ein unglaubliches Talent darin die Oberflächlichkeiten dieser Scheinwelt genauso gut rüberzubringen, wie die Beweggründe ...

Tara Isabella Burton nimmt uns mit in die Welt der Reichen und Schönen und zeigt dabei ein unglaubliches Talent darin die Oberflächlichkeiten dieser Scheinwelt genauso gut rüberzubringen, wie die Beweggründe der Protagonisten.

Das Buch beginnt mit einer Szene, in der Lavinia und Louise sich bereits kennen, wobei das zu diesem Zeitpunkt erst seit zehn Tagen der Fall ist.
Darauf folgt dann eine Schilderung von Louises Situation und sofort wird klar, dass sie eher schlecht als recht über die Runden kommt, wie es auch der Klappentext schon andeutet.
Nach dieser Einleitung, in der man schon etwas erahnen kann welche Richtung die Freundschaft der beiden einschlägt, folgt dann die Info wie sie sich überhaupt kennengelernt haben und wie sich die Freundschaft Schritt für Schritt entwickelt hat.
Man erfährt wie der Kontakt immer enger wurde, wie es dazu kam, dass Louise bei Lavinia einzieht und wie die Beziehung der beiden immer mehr in eine Abhängigkeit voneinander umschlägt.
Louise tut dabei alles um Lavinia zu gefallen, sagt zu nichts Nein und manipuliert Lavinia insoweit, dass sie genau weiß was sie zu ihr sagen muss um die gewünschte Reaktion zu erzeugen. Umgekehrt braucht Lavinia immer wieder Bestätigung darin wie toll und einzigartig sie doch ist. Sei es von Louise oder durch das ständige posten von Bildern.
In dieser ganzen Situation gelingt es der Autorin unheimlich gut die ganze Atmosphäre auf den Leser zu übertragen. Immer wieder ist man geschockt und gleichermaßen fasziniert von dieser unwirklich scheinenden Welt. Gleichzeitig kann man über die beiden Protagonistinnen oft nur den Kopf schütteln, wollen doch beide so zwanghaft etwas sein das sie nicht sind. Ich hatte zu nahezu jedem Zeitpunkt Mitleid mit mindestens einer der beiden. Jedoch nicht im Sinne von Mitgefühl, sondern eher dahingehend, dass ihr Verhalten einfach nur armselig war und ich mich gefragt habe wie psychisch krank ein Mensch sein muss, dass er sich zu solch einem Verhalten herablässt. Dementsprechend war mir auch keine der Frauen sympathisch, was denke ich aber durchaus so gewollt ist.
Ebenfalls spannend ist die Wahl des allwissenden Erzählers. So erfährt der Leser wirklich alles und wird teilweise sogar direkt angesprochen. Dadurch bekommt man noch einmal ganz andere Einblicke in die Köpfe der Protagonisten.
Allerdings sehe ich hier auch ein großes Problem: Wir haben zwei Frauen als Protagonisten und diese interagieren sehr viel. Das hatte zur Folge, dass nahezu immer die Namen genutzt wurden um zu verdeutlichen wer gerade etwas sagt oder tut, denn bei "Sie" hätte man oft nicht gewusst welche Sie gemeint ist. Dadurch kam es häufig zu einer massenhaften Wiederholung der Namen, was ich sprachlich doch mehr als nervend und unschön finde. Hätte man zum Beispiel eine Ich-Perspektive von Louise genutzt (deren Verhalten und Gefühle meiner Meinung nach sowieso im Fokus stehen), so hätte man zwischen "Ich", "Sie" und den Namen wechseln und so die Wiederholungen vermeiden können.
Hinzu kam, dass die Autorin oft sehr kurze Sätze genutzt hat und diese dann auch hintereinander. Das führte dazu, dass sich das Lesen manchmal etwas gehetzt anfühlte und kein wirklicher Lesefluss entstand, sondern man eher von Satz zu Satz gesprungen ist.
Abgesehen von diesen sprachlichen Aspekten, konnte mich das Buch aber absolut überzeugen und ich war von Anfang an gefesselt. Die Schilderung dieser toxischen Freundschaft ist eine erfrischend andere Art von Spannung und Louise ist das Paradebeispiel einer absoluten Psychopathin.