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Veröffentlicht am 20.05.2022

Dreiecksbeziehung Teenie Drama und wenig Dystopie

CHASING AFTER
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Chasing after ist der Auftakt einer Trilogie, das mit seinem Titel, Cover und Klappentext sehr vielversprechend erscheint. Vor allem durch den Klappentext war ich sehr neugierig. Das Buch beginnt auch ...

Chasing after ist der Auftakt einer Trilogie, das mit seinem Titel, Cover und Klappentext sehr vielversprechend erscheint. Vor allem durch den Klappentext war ich sehr neugierig. Das Buch beginnt auch sehr gut, nicht zu viel infodumping, nicht zu wenig Info, genau passend. Es ist ein dystopisches New Adult, das in einer Zeit abspielt, wo jedes System, das wir so kennen, in sich zusammengefallen ist. Alex lebt in einer Kolonie mit festen Regeln und Prinzipien, damit das Miteinander funktioniert. Als sie eines Tages in die Stadt geschickt wird, um etwas zu besorgen, geschehen unerwartete Dinge und so kommt sie mit einer Überraschung wieder zurück. Und da beginnt der Fokus sich auf die Liebesgeschichte zu setzen. Denn Alex ist eigentlich mit ihrem Freund Haze zusammen, doch fühlt sich zu Aiden, ihrem Jugendschwarm und der Typ, den sie mitgebracht hat, hingezogen. Chaos vorprogrammiert.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm, sodass das Buch sich wirklich gut und schnell lesen lässt.

Die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, ist sehr interessant gestaltet und hört sich vielversprechend an. Doch leider bekommt man von dieser nicht viel mit. Tatsächlich hätte ich mir ab einem Zeitpunkt etwas mehr Informationen oder Details zum Hintergrund gewünscht. Wie kam es zu diesem Kollaps? Wie sieht die „Außenwelt“ aus? Denn Alex und ihre Kolonie leben ummauert und abgeschottet vom Rest, um sich schützen zu können. Hier und da erhält man die Info, dass außerhalb eher Krieg als Frieden herrscht und es gefährlich ist. Mehr leider nicht. Aber vielleicht kommt es ja im zweiten Band vor, wer weiß.

Da das Buch als dystopische New Adult vermarkt wird, habe ich mir einen Mix aus New Adult und Dystopie vorgestellt. In Wahrheit überwiegt der Part der Liebesgeschichte, bis in den letzten ~ 180 Seiten die Dystopie richtig zur Geltung kommt. Die Liebesgeschichte ist aber auch nicht wie eine klassische New Adult anzusehen - so zumindest habe ich sie nicht aufgefasst. Eigentlich beschreibt Alex sich selbst als kindisch und hormongesteuertes Teenie, als sie ihren Schwarm sieht. Und meiner Meinung nach trifft das genau auf sie und die Dreieckbeziehung zu. Es fühlt sich alles wie in einem Teenie Roman an, wenn die Protagonistin sich nicht entscheiden kann: bleibe ich mit meiner Vergangenheit zusammen oder doch mit der Zukunft? Für mich persönlich war das Hin und Her etwas zu viel mit zu großem Aufmerksamkeitsanteil. Ich hätte mir mehr dystopische Elemente gewünscht. Vor allem, weil sich alles wiederholte: Alex will sich von Aiden fernhalten, klappt aber nicht; Alex versichert ihrem Freund, dass nichts zwischen ihr und Aiden läuft, reagiert aber körperlich, sobald sie Aiden sieht; Alex im ständigen Streit mit ihrem Freund und Aiden, der weiß, dass sie einen Freund hat, aber nicht vom Flirten abhält. Alex ist kein Teenie mehr und sollte meinem Empfinden nach dementsprechend handeln. So ist sie sich selbst und den beiden Jungs gegenüber nur unfair. Zudem habe ich eine Sache nicht ganz verstanden, bis sie irgendwann später im Buch angeschnitten wird, aber noch nicht 100ig zu mir durchgedrungen ist: warum ist Aidens Vergangenheit Tabuthema? Und gefährlich für die Kolonie, dass Alex es sich für sich behält?

Alex - ja, sie war für mich ein etwas schwierig zu ergreifender Charakter. Sie selbst ist tough und wurde authentisch geschrieben, aber meine Sympathie hat sie leider nicht bekommen, weil ich mich nicht mit ihren Entscheidungen identifizieren konnte. Sie hätte mit Haze Schluss machen sollen, mehr sage ich nicht dazu.

Haze ist mit Abstand der beste und mir der liebste Charakter im ganzen Buch. Er hat es nicht verdient, so behandelt zu werden, wie er wird bzw. wurde.

Aiden - kompliziert. Er ist ein zu perfekter, zu glatter und zu gemachter Charakter. Die Frage ist jetzt, ist es sein wahres ich oder das, was er uns vorspielt und im Hinblick auf seine Vergangenheit passend ist? Man weiß es nicht. Die Fragen, die er jedoch Alex bezüglich der Kolonie und ihr Aufbau stellt, haben mich misstrauisch werden lassen. Ist die Welt doch anders? Ist Aiden nicht zufällig hier, sondern verfolgt seine Ziele? Fragen über Fragen.

Nachdem ganzen wen-will-ich kamen dann die ersten Überraschungen. Für meinen Geschmack viel zu spät, sodass die Vorfreude etwas verflogen ist und ich nicht mehr so viel Spaß hatte wie zu Beginn. Dann kamen die ersten Kämpfe und Probleme und endeten in einem sehr blöden Cliffhanger.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das ganze um die Dreieckbeziehung den Spaß verdorben und mir die Lust beim dystopischen Teil eingedimmt hat. Eigentlich mag ich diesen Trope nicht und vermeide ihn. Leider wäre ich im Leben nie darauf gekommen, dass es eine Dreieckbeziehung herrschen würde, da weder KT noch sonst was es preisgeben. Aber genau dieser Punkt könntet ihr lieben. Deswegen bildet euch eure eigene Meinung.

Rezensionsexemplar

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Leider enttäuschend :(

Words You Need
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Okay, das Buch ist beendet und ich stehe mit leeren Gedanken da. Was genau will mir das Buch sagen? Was soll ich denken? Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Der Schreibstil gefiel mir im Vergleich zu Band ...

Okay, das Buch ist beendet und ich stehe mit leeren Gedanken da. Was genau will mir das Buch sagen? Was soll ich denken? Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Der Schreibstil gefiel mir im Vergleich zu Band 1 viel besser, auch wenn er noch holprig war. Aber inhaltlich konnte ich leider nichts mit der Geschichte anfangen. Für mich ist es nicht wichtig, dass sie Protagonisten wie ich sind oder wie ich handeln. Wichtig ist allerdings, dass sie sich ihrem Charakter entsprechend handeln. Aber bei Lexie wusste ich nicht recht, was ich denken soll. Sie wird nur auf das eine reduziert, ist nicht greifbar für mich und unerreichbar. Ich konnte kein Kontakt zu ihr aufbauen. Was ich sehr schade fand. Auch die Handlung hat mich nicht gecatcht, es gab keine Spannung, kein nichts. Viel eher fand ich die Szenen befremdlich und unangenehm zu lesen, weshalb ich mich eher durchgequält habe. Das Drama und die Konflikte wirkten nicht rund, es gab zu viele Ecken und Kanten. Nichtsdestotrotz soll jeder sich ein eigenes Bild machen. Was mir nicht gefällt, heißt ja nicht, dass es euch nicht auch gefallen kann.

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Schwierig, schwierig, schwierig.

Words I Keep
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Wenn ich ehrlich bin, habe ich das Buch nur geholt, weil ich aufrichtig wissen wollte, warum das Buch so viele schlechte Bewertungen bekommen hat. Mit neutraler Einstellung und einer gewissen Vorfreude ...

Wenn ich ehrlich bin, habe ich das Buch nur geholt, weil ich aufrichtig wissen wollte, warum das Buch so viele schlechte Bewertungen bekommen hat. Mit neutraler Einstellung und einer gewissen Vorfreude bin ich an das Buch rangegangen. Die ersten Kapitel ließen sich schnell lesen, weil man wissen wollte, was weiter passierte. Aber irgendwann wurde es zu viel und die Neugier zu wenig. Die Grundidee ist nicht schlecht, aber leider hat mir die Umsetzung überhaupt nicht gefallen. Des Weiteren frage ich mich, warum das Buch im Lektorat die Logikfehler, Wortwiederholungen und Missverständnisse nicht ausgemerzt hat. Der Schreibstil war abgehackt, plump und nicht durchgehend flüssig. Manche Szenen waren schön beschrieben, viele andere und die meisten nicht. Immer wieder stolperte ich über Sätze, die immer gleich geschrieben wurden, immer dieselben Worte hatten. Es gab wenig Abwechslung, weshalb vieles monoton klang. Auch wurde vieles erzählt, ohne gezeigt zu werden. Also das „show, don’t tell“-Prinzip wurde nicht wirklich beachtet. Zumindest kam es mir so vor. Dadurch kamen die Gefühle nicht an, man konnte nichts nachempfinden oder sich bildlich etwas vorstellen. Dies führte dazu, dass die Charaktere und die Geschichte blass blieben. Die Tiefgründigkeit und Komplexität fehlte.
Darüber hinaus fand ich die Beziehung zwischen Cass und Em ziemlich toxisch. Auch wenn ihre Eltern nicht leben und Cass als große Schwester eine größere Verantwortung übernommen hat, heißt es nicht, dass sie ihren Willen durchsetzen kann. Jegliche Kommunikation fehlte und sie bestimmte alles. Und wehe wenn Em sich dagegen wehrte. Der Loveinterest war für mich nicht interessant genug gestaltet und alles wirkte so oberflächlich. Eine Wendung im weiteren Verlauf war doch ziemlich überraschend und ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll. Irgendwann kam der Punkt, wo ich keinen Reiz mehr hatte, die Geschichte weiterzuverfolgen. Weshalb ich sie abgebrochen und quergelesen habe. Vielleicht werde ich sie mir mal noch mal vorknöpfen. Aber nicht jetzt. Schade fand ich echt, dass man viel aus der Geschichte hätte herausholen können, es aber nicht ganz ausgeschöpft wurde. Ein paar Logikfehler hätten auch vermieden werden können, die ebenfalls zum Stirnrunzeln beigetragen haben.
Alles in allem kann ich sagen, dass es sehr schwierig ist, das Buch zu beurteilen. Jeder sollte sich selbst ein Bild machen. Für mich war das Buch leider nichts.

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