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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2019

Mal etwas Anderes und sehr unterhaltsam!

Gehetzt
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Klappentext:

Atticus O’Sullivan führt ein scheinbar friedliches Dasein in Arizona. In seinem Laden bekommt man alles, was man eben so brauchen kann. Nachbarn und Kunden halten ihn für einen netten, tätowierten ...

Klappentext:

Atticus O’Sullivan führt ein scheinbar friedliches Dasein in Arizona. In seinem Laden bekommt man alles, was man eben so brauchen kann. Nachbarn und Kunden halten ihn für einen netten, tätowierten jungen Mann. Tatsächlich ist Atticus aber nicht 21, sondern über 2100 Jahre alt: Er ist der letzte lebende Druide. Seine übermenschlichen Kräfte zieht er direkt aus der Erde und außerdem besitzt er ein unsagbar scharfes magisches Schwert namens Fragarach. Zu Atticus’ Unglück aber ist eine überaus erzürnte keltische Gottheit hinter genau diesem Schwert her. Und sie hat es auf Atticus’ Leben abgesehen …

Meine Meinung:
Kevin Hearne legt einen lockeren, humorvollen und leichten Schreibstil an den Tag. Selten habe ich bei einem Buch so schmunzeln und teilweise richtig loslachen müssen. Einer der großen Pluspunkte die dieses Buch von anderen Fantasygeschichten abhebt.
Man kommt leicht in die Geschichte und lernt im raschen Tempo einige skurrile Gestalten wie die alte irische Nachbarin mit einer Abneigung gegen Briten, Morrigan oder Flidais kennen. Der Protagonist der hier unter seinem Decknamen Atticus O’Sullivan auftritt, versprüht Charme und seinen treuen Wolfshund Oberon habe ich mit seiner frechen Schnauze direkt ins Herz geschlossen. Ich bin von Seite zu Seite geflogen und war begeistert mit welcher Leichtigkeit der Autor die keltischen Gottheiten auf geniale Weise zu Papier bringt. Ich hatte auf keiner Seite Langeweile. Sehr hilfreich fand ich dabei, dass die Eigenenamen der keltischen Mythologie in Versalien gesetzt waren, so dass sie im Lesefluss nicht untergingen. Die Geschichte nimmt sehr schnell Tempo auf und die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag. Dabei bekommt man es nicht nur mit keltischen Gottheiten zu tun, man macht auch die Bekanntschaft mit Vampiren, Werwölfen, Feen und Hexen. Für manch einen könnte, dass zu viel des Guten sein, doch ich fand es überaus abwechslungsreich und unterhaltsam. Fantasy die sich einfach von der klassischen abhebt und die Wesen nicht unbedingt den bekannten Klischees nachgehen, so liebt der Vampir hier beispielsweise Knoblauch anstatt vor ihm davon zu rennen. Dennoch waren für mich manche Ereignisse etwas zu einfach konstruiert und mir haben dann doch komplexere Zusammenhänge gefehlt, so war es manchmal leider etwas zu vorhersehbar. Atticus ist als über 2000 Jahre alter Druide natürlich überaus mächtig, jedoch hätte es nicht geschadet ihm dann doch die ein oder andere Schwäche zu verpassen. Durch alle heiklen Situationen ist er mir etwas zu aalglatt hindurchgeschlängelt.

Alles in allem ein wirklich klasse Auftakt der Reihe, die ich zu 100 Prozent weiterverfolgen werde. Mich hat das Setting überzeugt, das Unterhaltsame, der Humor des Autors und vor allem seinen Mut in einem Fantasybuch etwas über die Klischeestränge zu schlagen. Bis auf ein paar kleine Schwächen, beide Daumen nach oben!

Veröffentlicht am 07.04.2019

Eine tolle Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Versöhnung

Aller Anfang
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Klappentext:
Celia, Bree, Sally und April beginnen gemeinsam ihr erstes Jahr am College – doch sonst könnten die jungen Frauen kaum unterschiedlicher sein. Spannend, lustig und ganz schön böse ist dieser ...

Klappentext:
Celia, Bree, Sally und April beginnen gemeinsam ihr erstes Jahr am College – doch sonst könnten die jungen Frauen kaum unterschiedlicher sein. Spannend, lustig und ganz schön böse ist dieser Roman, in dem wir die vier ungleichen Freundinnen auch durch die Jahre nach ihrem Abschluss an der Universität begleiten, in denen sie Spaß haben, streiten, sich wild verlieben und versuchen, ihre Träume zu verwirklichen.

Meine Meinung:
Zunächst mir gefällt das Cover recht gut, es ist sehr schlicht gehalten und passt im Prinzip zu den vier Freundinnen (eine Szene am Strand gibt es nicht) und deren Geschichte die das Buch erzählt.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich weich, flüssig und ausführlich. Sie zeichnet ihre Figuren mit einer solchen Tiefe und Liebe zu den kleinen Eigenheiten der jeweiligen Freundin, dass man denken könnte sie wäre ebenfalls eine gute Kameradin der Vier. Man ist dadurch sehr nah an allen vier Protagonistinnen und die vielen liebevollen Details die J.Courtney Sullivan über Celia, Bree, Sally und April schreibt, lassen einen immer wieder schmunzeln. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht einer der vier Freundinnen erzählt, was sehr gut die verschiedenen Charaktere und Sichtweisen beleuchtet. Das hat mir gut gefallen. Wir erfahren in Rückblenden viel über die Collegezeit (und gerade hier kann es zu Irritationen bezüglich der verrückten amerikanischen Rituale am Smith-College kommen wie zum Beispiel bestimmte ziemlich abgehobene Dresscodes zu gewissen Veranstaltungen…) - den Beginn ihrer Freundschaft - und sind hautnah an der Entwicklung der Vier beteiligt. Durch den Erzählstil und die Ausführlichkeit wie das Leben der Freundinnen beschrieben wird, erfahren wir unglaublich viel über deren Seelenleben und Beweggründe. Das Buch bringt daher eine enorme Vielschichtigkeit und Tiefe mit, die mich an manchen Stellen wirklich ins Herz getroffen hat. Dadurch dass die Autorin sowohl Stärken und Schwächen der Charaktere beleuchtet, wird die Authentizität der Figuren noch einmal unterstrichen. Denn gerade, dass die Figuren sich manchmal egoistisch oder arrogant verhalten, Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen bringt sie dem Leser so nah. Es sind vier unterschiedliche Lebenswege die mit all ihren Höhen und Tiefen erzählt werden und jeder bringt seine eigene wichtige Botschaft mit. Vier ganz verschiedene junge Frauen, die eine tiefe Freundschaft verbindet. Ein wunderbarer Stoff für eine wunderbare Geschichte.

Es ist eine großartige Erzählung über Freundschaft, Liebe, Verrat, Verlust, Streit, Loyalität und Versöhnung, die einen Seite für Seite mitreißt. J.Courtney Sullivan hat mit diesem Werk ein tiefgründiges, liebevolles und wichtiges Buch geschaffen. Die Geschichte wird mich auch nach dem Zuklappen des Buchdeckels, lange begleiten.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Es bleibt konstant mittelmässig für mich...

Calendar Girl - Begehrt (Calendar Girl Quartal 3)
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Klappentext:

Was als simpler Job begann, ist für Mia Saunders zur Reise ihres Lebens geworden. In Miami dreht sie ein Musikvideo mit Anton Santiago - Sex mit dem Gott des Hip Hop wäre perfekt, um alles ...

Klappentext:

Was als simpler Job begann, ist für Mia Saunders zur Reise ihres Lebens geworden. In Miami dreht sie ein Musikvideo mit Anton Santiago - Sex mit dem Gott des Hip Hop wäre perfekt, um alles zu vergessen. Doch plötzlich kann Mia manche Dinge nicht mehr zulassen ... Als sie im August in Texas die verschollene Schwester eines Ölbarons mimen soll und von dessen Familie warmherzig begrüßt wird, erkennt sie: Liebe kann schlimmer sein als jede Missachtung. Sie macht verwundbar. Im September kehrt Mia in ihre Heimat Las Vegas zurück, um für die Menschen zu kämpfen, die sie liebt.







Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig, gut und schnell zu lesen. Die Kapitellänge ist sehr angenehm. Das Cover dieses 3. Bandes der Calendar Girl Reihe, ist wie die Vorgänger wirklich bezaubernd.

Der Inhalt. Naja. Zuerst: es hat mir ein Stück weit besser gefallen, als die Vorherigen. Eine höhere Bewertung kann ich deswegen leider nicht geben. Die Protagonistin dreht nach meinem Geschmack im Juli aufgrund der Ereignisse des letzten Monats etwas zu sehr durch. Und die Geschichte, die ihr zugestoßen ist wird mir ein wenig zu einfach abgehandelt. Jedoch gibt es auch in diesem Band eine Vielzahl an interessanten Charakteren, denen es aber ebenfalls etwas an Tiefe und Glaubwürdigkeit fehlt. Mit ihrer besten Freundin werde ich wahrscheinlich auch bis zum Ende der Reihe nicht warm werden.
Allein Mia bekommt ein wenig Tiefgang als es um ihre familiäre Situation und ihre Beziehung zu Wes geht. Das hat mir an dieser Stelle sehr gut gefallen. Jedoch entwickelt sich das Ganze meiner Meinung nach schnell wieder zu etwas Unglaubhaften. Für mich zu weit hergeholt, „over the top“ und unrealistisch. Zu schnell und kopflos entscheidet sie sich für lebensverändernde Schritte, fasst zu schnell Vertrauen zu Personen die sie gerade ein paar Wochen kennt. Das wirkt für mich nicht wie ein authentischer Charakter. Auch mit dem Drama, dass sich mit dem letzten Monat einstellt, konnte ich mich zunächst anfreunden, weil ich es als eine Abwechslung zum bisherigen Schema des Buches empfand. Aber auch hier ging es erneut bergab, denn es wurde rasch wieder „too much“.

Alles in Allem setzt sich die Reihe für mich konstant unterdurchschnittlich fort. Da ich es bis hierhin geschafft habe, werde ich nun auch den letzten und abschließenden Band lesen. Vielleicht überrascht mich dieser ja noch positiv.

Veröffentlicht am 07.04.2019

WOW!

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Klappentext: In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!
Leni ist glücklich und liebt ihr Leben. Bis sich etwas in ihr verändert. Plötzlich führt jeder Gedanke in Lenis Kopf ein chaotisches ...

Klappentext: In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!
Leni ist glücklich und liebt ihr Leben. Bis sich etwas in ihr verändert. Plötzlich führt jeder Gedanke in Lenis Kopf ein chaotisches Eigenleben und ihre Gefühle drohen sie zu überwältigen. Ganz tief in sich drin spürt sie etwas, was vorher nicht da war – Leere, Traurigkeit und unendlich viel Angst. Was fehlt ihr? Und wie erklärt man etwas, das niemand sehen oder verstehen kann? Am wenigsten man selbst…



Meine Meinung:

Ich liebe das wunderschöne, dunkle Grün des Einbandes und das raue Gefühl unter den Fingern, wenn man darüberstreicht. Die handgeschriebenen Tagebucheinträge der Autorin - einfach wundervoll!

Der Schreibstil ist wunderbar sanft, ruhig und so atemberaubend behutsam. Die Geschichte ist super flüssig zu lesen und ich habe jede einzelne Zeile genossen. Die Wortwahl und die Bilder die dadurch entstanden sind, haben mich vollkommen aufgesogen.
Von Anfang an haben mich die Charaktere im Herzen berührt. Leni, Matti und jeder andere Nebencharakter, hatte er auch nur ein paar Seiten Auftrittszeit. Ich konnte mich in so vielem von Lenis Eigenschaften wiedererkennen. Angefangen von ihren wilden Haaren bis dahin, dass sie den Dingen Namen gibt. Dass hatte ich bisher bei keinem anderen Hauptcharakter.
Die Geschichte fließt von Seite zur Seite. Ich hatte mehrmals den Moment: genau das ist jetzt meine Lieblingsstelle im Buch! Doch ein paar Seiten weiter, hatte ich das schon wieder verworfen. Das Buch besteht aus so vielen wunderbaren Momenten und Kleinigkeiten die es zu einem absoluten Schmuckstück machen. Ich kann meine Gefühle und Gedanken gerade so schlecht in Worte fassen, weil mich die Geschichte einfach so tief im Herzen getroffen hat. Von Schmunzeln bis hin zu einer Träne die mir über die Wange gelaufen ist, hat das Buch eine ganze Bandbreite von Emotionen in mir hervorgerufen, dass mir wie gesagt schlichtweg einfach die Worte fehlen. Es ist eine so wichtige Geschichte. Ein so wichtiges Thema! Der Weg von Leni und Matti gibt Hoffnung, Licht und Mut!

Ich kann nur sagen: WOW! Es war das erste Buch der Autorin welches ich gelesen habe. Und es hat mich schlichtweg einfach nur umgehauen. Selten habe ich ein so wunderschönes und sensibles Buch gelesen wie dieses! Lest es!

Veröffentlicht am 07.04.2019

Finaler Band mit leichten Schwächen

The Darkest London - Winterflammen
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Klappentext:

Nachdem ihr Ehemann von einem Werwolf schwer verletzt wurde, ist für Poppy Lane die Welt zusammengebrochen. Winston hat sie tief enttäuscht verlassen, als er erfuhr, dass seine Frau seit ...

Klappentext:

Nachdem ihr Ehemann von einem Werwolf schwer verletzt wurde, ist für Poppy Lane die Welt zusammengebrochen. Winston hat sie tief enttäuscht verlassen, als er erfuhr, dass seine Frau seit jeher ein Doppelleben in der Welt des Übernatürlichen führte. Als Poppy eine Drohung von ihrem Erzfeind erzählt, sucht sie Winston auf, um ihn vor dem mächtigen Dämon zu warnen. Der Mann, den sie antrifft, ist nicht mehr der, den sie kannte, er ist härter und unnahbarer geworden. Und doch ist Poppy bereit, ihr Herz und ihr Leben zu riskieren, um ihre große Liebe zurückzugewinnen.

Meine Meinung:

Das Cover und die Aufmachung, ist wie von den vorherigen Bänden gewohnt, einfach traumhaft. Leider hatte meine Ausgabe hier, keinen Klappumschlag wie die anderen beiden Bände.

„Winterflammen“ ist der Dritte und letzte Teil der Darkest London Reihe. Man sollte hier die beiden vorherigen Bände gelesen haben, sonst sind einige Zusammenhänge nur schwer zu verstehen.
Der Schreibstil von Kirsten Callihan ist wie gewohnt leicht, locker und flüssig zu lesen. Die Kapitellänge empfand ich allerdings fast schon etwas zu lang. Die Handlung baut sich rasch auf und gewinnt schnell an Fahrt und Spannung. Im fortgeschrittenen Teil der Geschichte gab es dagegen Stellen die ich teilweise quer gelesen habe ohne das Gefühl zu haben etwas zu verpassen. Das Buch hatte einen guten Start, ließ aber nach hinten hinaus für mich etwas nach. Die Geschichte von Winston und Poppy gefiel mir recht gut, jedoch konnte sie mich nicht wirklich berühren. Generell fehlte den Charakteren für mich die notwendige Tiefe um große, mitreißende Emotionalität aufzubauen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass sich die Themen der Auseinandersetzungen immer und immer wiederholten und selten etwas Neues oder eine Entwicklung für die Protagonisten hervorbrachten. Eine schöne Idee fand ich allerdings die kleinen Zeitsprünge zur Kennenlerngeschichte der beiden. Kurzzeitig hatte ich die Befürchtung, dass das Ende mich genauso enttäuschen würde, wie beim vorherigen Band. Jedoch belehrte mich die Autorin dieses Mal eines Besseren und lieferte mir einen weitgehend actionreichen Abschluss der Geschichte.

Auch mit dem Dritten Band konnte mich die Reihe nicht ganz von sich überzeugen. Dennoch habe ich auch diese Geschichte mit seinen Werwölfen, Dämonen und anderen übernatürlichen Wesen mit dem gewissen Romantasytouch im London des 19 Jhd. gerne gelesen und freue mich die Trilogie damit abgeschlossen zu haben.