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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2021

WOW

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Dies ist mein erstes Buch was ich von der Autorin höre/lese. Und was soll ich sagen außer: WOW! Es hat mich schlichtweg vom Hocker gehauen. Die Geschichte von Jazz und Elliot hat mich so tief berührt, ...

Dies ist mein erstes Buch was ich von der Autorin höre/lese. Und was soll ich sagen außer: WOW! Es hat mich schlichtweg vom Hocker gehauen. Die Geschichte von Jazz und Elliot hat mich so tief berührt, dass mir die Worte fehlen. Selten habe ich einen so unglaublich poetischen Schreib- und Erzählstil gehört/gelesen. Natürlich, teilweise ist es ein Ticken sehr dramatisch und bricht dem Leser/Hörer das Herz, aber nur um es ihm dann wieder Stück für Stück zusammen zu setzen. Die Charaktere sind authentisch, tiefgründig und unglaublich nah am Leser. Die Emotionen werden mit jeder Zeile transportiert und lassen einen regelrecht sprachlos zurück. Ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber definitiv nicht so ein aufwühlendes Hör/Leseerlebnis. Ich musste mir die Tränen zurückhalten und hat Seitenweise einfach nur Gänsehaut. Die Liebe zur Musik die die beiden Protagonisten teilen war greifbar und die Gefühle zueinander haben mein Herz höherschlagen lassen. Auch die Nebencharaktere haben ihren Platz bekommen, ohne Jazz und Elliot das Scheinwerferlicht zu stehlen. Und die Atmosphäre von New Orleans ist beinahe greifbar. Die Autorin erzählt so bildhaft, als würde man direkt in den belebten Straßen stehen und die Musik spielen hören. Ich bin gerade selber unschlüssig wie ich meine Begeisterung für diese besondere Liebesgeschichte in Worte fassen soll. Eigentlich bin ich kein Fan dieses Genres, aber durch diese Geschichte könnte ich es vielleicht noch werden. Es wird definitiv nicht das letzte Buch von Brittany C. Cherry sein das ich gelesen/gehört habe. Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen, außer dass es mich durchgängig begeistern, berühren und fesseln konnte. Deswegen kann ich auch keine andere Bewertung als 5 von 5 Sternen für diese wundervolle, herzergreifende Geschichte geben!

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 01.10.2021

Informativ

Die Geheimnisse, die Chris McCandless in die Wildnis trieben
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Nach dem mich das Buch von Jon Krakauer „Into the Wild“ unglaublich fasziniert und beeindruckt hat, habe ich direkt nach diesem Werk gegriffen. Es sind die Erinnerung der Schwester von Krakauers Chris ...

Nach dem mich das Buch von Jon Krakauer „Into the Wild“ unglaublich fasziniert und beeindruckt hat, habe ich direkt nach diesem Werk gegriffen. Es sind die Erinnerung der Schwester von Krakauers Chris McCandless – Carine. Hierbei muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass dies kein Roman ist denn man runterliest und der mit Spannungsbogen und Action aufwartet. Hier handelt es sich um eine Art Biographie und Familiengeschichte. Dafür allerdings hat Carine McCandless einen sehr flüssigen und informativen Schreib – und Erzählstil. Sie schafft es trotz des informativen Charakters des Buches, Emotionen an den Leser heranzutragen. Die Geschichte, die sie erzählt ist aufwühlend und berührend zugleich und dadurch weder langweilig noch zäh. Jon Krakauer deutet schon ein wenig die Beweggründe von Chris an in die Wildnis abzutauchen, Carine lässt diese noch wesentlich deutlicher werden. Soweit ich weiß hat es ein paar Jahre gedauert bis sie sich getraut hat diese Dinge an die Öffentlichkeit zu tragen. Ein mutiger Schritt, denn sie beleuchtet die Geschehnisse noch einmal von einer ganz anderen Seite und bringt auch ihre persönliche Geschichte mit hinein. Denn hier steht nicht nur ihr Bruder im Vordergrund, sondern vor allem auch sie. Sie zeigt in ihrem Buch auf wie prägend und ausschlaggeben Familie und das soziale Umfeld auf die Zukunftsgestaltung der Kinder sein kann. Dadurch blickt man ein wenig mehr hinter die Fassade von Chris McCandless und scheint ein wenig mehr zu begreifen, warum er die „Flucht“ in die große weite Welt ergriffen hat.
Ein Buch was mich genauso wie „Into the Wild“ sehr beeindruckt hat. Deswegen gibt es auch hierfür 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Mitten ins Herz

Du hast mir gerade noch gefehlt
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Ein unzertrennliches Vierergespann, dass auch nach zwanzig Jahren absolut nichts trennen kann. Doch auch nach so vielen Jahren ist Eve immer noch in ihren guten Freund Ed verliebt. Und dessen Freundin ...

Ein unzertrennliches Vierergespann, dass auch nach zwanzig Jahren absolut nichts trennen kann. Doch auch nach so vielen Jahren ist Eve immer noch in ihren guten Freund Ed verliebt. Und dessen Freundin macht ihm ausgerechnet an einem gemeinsamen Pubabend einen Heiratsantrag. Keiner der Vier ahnt, dass das nur der Anfang einer Nacht ist, die das Leben aller maßgeblich auf den Kopf stellen wird. Denn wenn man denkt man kennt sich, kommen von irgendwo diverse Geheimnisse um die Ecke.
Ich liebe den Schreibstil der Autorin einfach. Er ist herrlich locker flockig, humorvoll und mit so viel Herz. Beim Lesen habe ich stets ein Lächeln auf den Lippen gehabt. Auch wenn Mhairi McFarlane in diesem Buch eine ungewohnt ernste und tiefgründige Saite aufzieht. Wer eine ihrer britisch sarkastischen Liebesgeschichten erwartet hat, wird hier definitiv überrascht. Das Buch kommt mit viel Tiefgang und Melancholie daher und hat nicht primär die Liebesbeziehung im Fokus. Vielmehr geht es um Freundschaft, Verrat, Trauer und Familie. Und ich muss sagen, dass hat mir noch viel besser gefallen, als ihre bisherigen Werke. Denn damit hat sie mitten ins Herz getroffen. Eve ist eine Protagonistin wie sie nur aus McFarlanes Feder sein kann und auch die Freunde kommen mit orginellem Witz und Charme daher. Und auch der männliche Protagonist passt ins Schema. Alles harmoniert wunderbar und fügt sich nahtlos ineinander. Die Geschichte braucht keine große Lovestory um überzeugen zu können. Vielmehr überzeugt sie dadurch, dass sie trotz der ernsten Themen die sie anschlägt, den britischen Charme beibehält. Die Kulisse Nottinghams hat mich auch hier wieder verzaubern können und die Schlagabtäusche zwischen den Charakteren sind einfach herrlich. Ich habe mich von Seite zu Seite mehr in die Geschichte und seine Helden verliebt und es war als wäre ich mitten unter ihnen. Das Ende harmoniert mit dem Rest der Geschichte und ich war etwas traurig Eve, Susie, Justin, Ed und Finlay wieder verlassen zu müssen.
Hach was soll ich sagen. An diesem Buch hat einfach alles gestimmt. Schreibstil, Story und Tiefgang. Was will man mehr. Bis jetzt mein liebstes Buch der Autorin. Deswegen natürlich 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Faszinierend

In die Wildnis
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In „In die Wildnis“ versucht Jon Krakauer den Beweggründen des jungen Chris McCandless auf die Spur zu kommen. Wer war dieser Mann der in seinen noch so jungen Jahren alles hinter sich gelassen hat und ...

In „In die Wildnis“ versucht Jon Krakauer den Beweggründen des jungen Chris McCandless auf die Spur zu kommen. Wer war dieser Mann der in seinen noch so jungen Jahren alles hinter sich gelassen hat und in die wüste Wildnis Alaskas aufgebrochen ist und nie wieder zurückkam? Der Autor nimmt den Leser mit auf seinen Recherchen und bietet einen umfassenden Überblick über Chris McCandless Reise zu sich selbst.
Bei diesem Buch handelt es sich um keinen Roman, der einem Spannung und Action liefert. Dennoch konnte mich Jon Krakauer an sein Buch fesseln, so dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Das lag vor allem daran, dass er es geschafft hat die vielen Fakten und Geschichten die er in seinem Buch verarbeitet, fesselnd und informativ für den Leser aufzuarbeiten. So kommt kein Gefühl von Langeweile auf und man bleibt am Ball. Er bietet umfassende und tiefe Einblicke in das Leben eines jungen Mannes, der zutiefst zerrissen scheint und in der Natur die Antwort sucht. Jon Krakauer belichtet ein wenig sein Leben, aber vor allem die Menschen die ihm während seiner Reise begegnet und wichtig geworden sind. Zusätzlich zieht er immer wieder Vergleiche zu seiner eigenen Person und erkennt sich selbst in vielen Situationen in Chris wieder. Er versucht die Hintergründe und Motivationen diesen jungen Mannes zu erfassen und aufzuzeigen und dass ohne sie zu einem Zeitpunkt zu kritisieren oder zu bewerten. Er schafft es alles objektiv und zum Verhältnis von Chris Umständen zu sehen und schafft es dem Leser einen neutralen Überblick zu schaffen. Die Frage nach dem warum beantwortet er dabei allerdings nie, sondern es scheint als würde er die Leser mit auf seinen Denkprozess über Chris Beweggründe mitnehmen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Ganze nicht unbedingt chronologisch aufgebaut ist, sondern immer wieder zwischen den Jahren springt. Anfangs hat mich das tatsächlich ein wenig gestört, schlussendlich hat mich aber der informative Charakter dabei mehr überzeugt. Wunderbar fand ich die Zitate zu Beginn jeden Kapitels, teils Passagen aus Büchern die Chris bis zu Letzt bei sich und selbst markiert hatte. Nach Beenden des Buches bin ich mit gemischten Gefühlen zurückgeblieben, war aber dennoch tief beeindruckt. Deswegen verdiente 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Generationen im Wandel der Zeit

Wildtriebe
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Marlies heiratet in den Bethches-Hof ein und hat nicht vor sich dem alten Generationendruck und dem Landleben zu beugen. Lisbeth ihre Schwiegermutter tut sich ebenfalls schwer mit der neuen Schwiegertochter, ...

Marlies heiratet in den Bethches-Hof ein und hat nicht vor sich dem alten Generationendruck und dem Landleben zu beugen. Lisbeth ihre Schwiegermutter tut sich ebenfalls schwer mit der neuen Schwiegertochter, die so gar nicht nach ihren Wünschen ist. Was sollen denn die Leute denken? Denn für Lisbeth ist der Hof und die Arbeit alles. Die beiden tragen still ihre Kämpfe aus und nur Marlies Tochter Joanna die ihren ganz eigenen Kopf hat, scheint die beiden in gewisser Weise zu verbinden.

Der Schreib- und Erzählstil bei dieser Geschichte ist recht nüchtern und schnörkellos gehalten. Es gibt immer wieder Absätze und Perspektivenwechsel zwischen den beiden Frauen. Auf den ersten Blick wirkt es sehr schwerfällig und lieblos, doch nach ein paar Seiten merkt man wie der Stil sich der Geschichte anpasst. Denn das schlichte, ohne viel Schnick-Schnack passt zum Landleben von damals und vor allem zum Generationenkonflikt der hier geschildert wird. Lisbeth lebt für den Hof und das Landleben, ihr ist vor allem wichtig, dass die Leute gut über sie und ihre Familie reden und denken. Marlies hingegen ist das egal und versucht zunehmend aus dem Konstrukt auszubrechen, in dem sie z.B. einen Jagdschein macht. Sie tut sich zunehmend schwer sich einzufügen. Zwischen den beiden besteht ein riesengroßer Graben voller Sprachlosigkeit der wirklich greifbar ist. Während des Lesens wurde ich immer wütender auf Marlies und hatte immer mehr Sympathien für Lisbeth. Sie ist in meinen Augen ein wenig offener mit dem Konflikt umgegangen als Marlies, obwohl auch sie ein ordentliches Päckchen zu tragen hat. Die unterschiedlichen Welten der beiden werden sehr gut dargestellt und eine gewisse Wehmut und Reue der beiden, ist zwischen den Zeilen deutlich spürbar. Der Wandel der Zeit wird in dieser Geschichte so wunderbar aufgezeigt, dass ich es tatsächlich nicht aus der Hand legen konnte. Gerade Joannas Rolle in der Geschichte ist noch einmal eine ganz besondere. Es ist unaufgeregt und ohne großen Spannungsbogen, aber das braucht es auch nicht. Die Erzählung lebt zwischen den Zeilen und von den Emotionen die es im Leser weckt und davon wie es zum Nachdenken anregt. Das Ende passt perfekt und hat mich mit einem Bauch voller Gefühle zurückgelassen. Das Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Eine Geschichte über drei Frauen, die die Familie verbindet und gleichzeitig doch wieder trennt. Wirklich vielschichtig und tiefgründig und deshalb verdiente 5 von 5 Sternen.

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