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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2018

Wenn Frauen morden...

18 - Zahlen des Todes
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Die Kriminologin Leana Meister kehrt nach 18 Jahren Aufenthalt in Südafrika nach Düsseldorf zurück, wo sie die Leitung des auf heikle Fälle spezialisierten LKA-Kompetenzcenters übernimmt. Kaum ist sie ...

Die Kriminologin Leana Meister kehrt nach 18 Jahren Aufenthalt in Südafrika nach Düsseldorf zurück, wo sie die Leitung des auf heikle Fälle spezialisierten LKA-Kompetenzcenters übernimmt. Kaum ist sie da, geht es schon zum Tatort: In einem Park wird die Leiche eines Mannes gefunden; seine Genitalien sind entblößt, die auf den Oberschenkeln mit den Handflächen nach oben ruhenden Hände scheinen um Verzeihung zu bitten. Die über jahrelange Erfahrung und ein besonderes Einfühlungsvermögen verfügende Leana begreift schnell, dass es sich dabei um die Tat einer Frau handelt. Die Identität des Toten kann zwar von dem Team rasch festgestellt werden, was jedoch die Person der Täterin und ihr Motiv angeht, tappen Leana und ihre Kollegen zuerst im Dunkeln. Und schon bald geschieht der nächste Mord...

Es war mein erstes Buch von Mia Winter (unter dem Pseudonym verbirgt sich die deutsche Autorin Stefanie Koch) und es hat mich positiv überrascht. Eine spannende Geschichte, interessante und komplexe Charaktere (mit Leana, ihrer Kollegin Natalia und der Person der Mörderin haben wir hier gleich drei starke Frauenfiguren), schnelles Tempo und unerwartete Wendungen – all das macht den Roman zu einer spannenden und unterhaltsamen Lektüre. Es fehlt auch nicht eine Prise Humor: Die häufigen Reibereien zwischen Leana und Natalia lockern die Handlung auf und brachten mich zumindest zum Schmunzeln.

Hervorzuheben wäre noch die gelungene Aufmachung: Das in Schwarz- und Rottönen gehaltene Cover macht neugierig auf den Inhalt und verspricht dem Leser eine spannende Unterhaltung mit Gänsehautgarantie.

Das Fazit: Ein rundum gelungener Thriller. Eine klare Empfehlung für alle Fans des Genres!

Veröffentlicht am 27.08.2018

Achtung: Es könnte eine schlaflose Nacht werden!

That Night - Schuldig für immer
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Toni hat 16 Jahre - fast die Hälfte ihres Lebens - im Gefängnis verbracht, verurteilt für den Mord an ihrer Schwester, den sie nicht begangen hat. Nun ist sie mit Mitte dreißig wieder auf freiem Fuß und ...

Toni hat 16 Jahre - fast die Hälfte ihres Lebens - im Gefängnis verbracht, verurteilt für den Mord an ihrer Schwester, den sie nicht begangen hat. Nun ist sie mit Mitte dreißig wieder auf freiem Fuß und will ihre Unschuld beweisen, indem sie den wahren Schuldigen findet. Doch das Unterfangen erweist sich als äußerst schwierig und sogar lebensgefährlich...

Es war mein erstes Buch von Chevy Stevens und es hat mich sehr positiv überrascht. Ich war von den ersten Seiten an richtig gefesselt und drin in der Geschichte, die von der Autorin superspannend erzählt wird. Durch die Rückblenden wird Schritt für Schritt immer mehr enthüllt, bis wir zusammen mit der Protagonistin der Rätsellösung immer näher kommen und das Ganze in einem recht überraschenden Finale gipfelt.

Neben der interessanten, temporeichen und gut erzählten Story weist der Roman als weiteren Pluspunkt lebendige, vielschichtige Charaktere auf, in die man sich durchaus hineinversetzen kann, allen voran die Hauptperson Toni, mit der man fühlt, leidet und hofft.

Erwähnenswert finde ich auch das Aufgreifen von einem wichtigen Problem und zwar meine ich die Resozialisierung. Es wird einem vor Augen geführt, wie schwierig es ist, sich nach mehereren Jahren im Gefängnis wieder in der Gesellschaft zurechtzufinden, ihre Akzeptanz zu gewinnen und den Stempel eines Schuldigen loszuwerden.

Alles in allem ein packender Psychothriller, den ich allen Liebhabern dieses Genres mit gutem Gewissen empfehlen kann!

Veröffentlicht am 03.05.2021

Sehr gut geschrieben, aber ganz schön verstörend...

Cry Baby - Scharfe Schnitte
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Die junge Reporterin Camille Preaker, die in Chicago für eine Zeitung arbeitet, kehrt nach 8 Jahren in ihre Heimatstadt Wind Gap zurück, um auf Anweisung ihres Chefs über brisante Fälle zu berichten, die ...

Die junge Reporterin Camille Preaker, die in Chicago für eine Zeitung arbeitet, kehrt nach 8 Jahren in ihre Heimatstadt Wind Gap zurück, um auf Anweisung ihres Chefs über brisante Fälle zu berichten, die sich dort ereignet haben. Es handelt sich um den Mord an einem kleinen Mädchen und das Verschwinden einer weiteren 10-Jährigen. Der Auftrag gestaltet sich als schwierig, denn Camille kommt kaum an Informationen. Statt dessen wird sie von ihrer eigenen düsteren Vergangenheit eingeholt. Der Aufenthalt in dem kleinen Ort entwickelt sich für sie nach und nach zu ihrem persönlichen Alptraum. Und dann stößt Camille bei ihren Recherchen auf Grauenvolles...

Es ist ein Buch, das mich kaum losgelassen hat. Es war alles andere als angenehme, entspannte Lektüre. Vielmehr hatte ich beim Lesen immer wieder ein beklemmendes Gefühl, konnte mich aber der Sogwirkung nicht entziehen, die von diesem Roman ausgeht. Gillian Flynn erzählt eine wahrhaft erschütternde Geschichte und macht ihre Sache teuflisch gut. Ich war von den ersten Seiten an gefesselt, hatte eine böse Vorahnung und mich regelrecht gegruselt, trotzdem war ich so fasziniert, dass ans Aufhören nicht zu denken war. Die Autorin schafft es meisterhaft, in die seelischen Abgründe ihrer Protagonisten einzutauchen und sie für den Leser sichtbar zu machen. Sie geht dabei schonungslos vor und macht vor keinem Tabu halt. Nichts ist ihr zu peinlich, zu schockierend, zu anstößig, zu hässlich oder zu grausam. Sie zeigt die Menschen so wie wir manchmal hinter unserer schönen Fassade wirklich sind und das kann einem schon Angst machen...

Fazit: Ein fesselnder Psychothriller, der unter die Haut geht – keine Entspannungslektüre, aber definitiv lesenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Informativer Ratgeber für Frauen, denen ein gesunder Lifestyle wichtig ist

Re-Power
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Dank neuer Entdeckungen der Wissenschaft bzw. Wiederentdeckung von jahrtausendealten, bewährten Heilmethoden wie etwa Ayurveda wird uns Menschen immer bewusster, dass wir mit unserem Lebensstil und unserer ...

Dank neuer Entdeckungen der Wissenschaft bzw. Wiederentdeckung von jahrtausendealten, bewährten Heilmethoden wie etwa Ayurveda wird uns Menschen immer bewusster, dass wir mit unserem Lebensstil und unserer Ernährung einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben und zur Erhaltung bzw. Wiedererlangung unserer Gesundheit beitragen können. Das Interesse daran ist groß und so sind Zeitschriften, Fernsehsendungen und Online-Beiträge voll mit Tipps, wie man sich diesbezüglich selbst optimieren kann und was alles hilfreich ist, um möglichst lange fit, jung und schön zu bleiben. Es erscheinen auch stets neue Publikationen zu diesem Thema und ich gestehe, mir persönlich wird es manchmal zu viel des Guten. Doch auf „Re-Power“ habe ich mich wirklich gefreut. „Midlife-Care“, die erste Publikation von Dr. med. Susanne Esche-Belke und Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns, hat mich begeistert und ich habe von dem fundierten Wissen und den Erfahrungen der beiden Autorinnen profitiert. Bei „Re-Power“ hoffte ich auf ähnlich hilfreiche Tipps und Informationen, vermittelt auf die gleiche lebendige und unterhaltsame Art. Ich erwartete einen kompakten Ratgeber, der mir einen Weg durch den Dschungel von unzähligen Theorien weisen würde. Im Großen und Ganzen wurde ich nicht enttäuscht. In ihrem neuen Buch präsentieren die Autorinnen eine breite Palette an sinnvollen Maßnahmen, die wir selbst ergreifen können, um unseren wichtigsten Organen Gutes zu tun. Sie stellen ein 28-Tage-Programm vor, das sowohl den Körper als auch die Psyche positiv beeinflussen und unsere Lebensqualität erheblich steigern lassen kann. All das wird in dem lockeren, unterhaltsamen Schreibstil vermittelt, der mir bereits bei „Midlife-Care“ so gut gefallen hat. Allerdings störte mich diesmal der für meinen Geschmack doch recht häufige Gebrauch von englischsprachigen Bezeichnungen. Ich fand die nicht zwingend notwendig, da sich die meisten problemlos durch passende deutsche Ausdrücke ersetzen lassen, was die Texte aus meiner Sicht verständlicher machen würde.

Da ich das Buch recht schnell gelesen habe, hat mich die Flut an Informationen etwas überfordert, doch ich könnte mir vorstellen, dass sich das Problem relativiert, wenn man sich die Kapitel entsprechend einteilt oder wie die Autorinnen vorschlagen eben das herauspickt, was für einen gerade besonders relevant und auch machbar ist. Ich persönlich weiß jetzt schon, dass ich aus dem vorgeschlagenen Programm durchaus manche Elemente übernehmen, aber kaum alles umsetzen werde.

Gut fand ich, dass sich die Tipps zwar in erster Linie an Frauen in der Lebensmitte richten, aber nicht nur: Viele Erkenntnisse und Vorschläge sind universell und so können auch jüngere Frauen oder sogar männliche Familienmitglieger den einen oder anderen Tipp für sich nutzen

Am besten gefiel mir das letzte Kapitel betitelt „Soul-Care“. Bereits das Lesen hat mich entspannt und mir viel von dem oft verspürten Druck weggenommen, jetzt sofort möglichst viel an meiner Lebensweise ändern zu müssen. Die Theorie der beiden Autorinnen, dass auch langsame Veränderungen und selbst winzige Optimierungen mit der Zeit tolle Ergebnisse bringen, leuchtet mir vollkommen ein und macht mir Mut.

Mein Fazit: Das von Dr. med. Susanne Esche-Belke und Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns herausgearbeitete Programm lässt sich aus meiner Sicht nur bedingt umsetzen. Trotzdem liefern die beiden Autorinnen mit „Re-Power“ erneut eine wichtige und informative Publikation, von der vor allem weibliche Leser durchaus profitieren können.

  • Cover
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 14.04.2021

Spannender Psychothriller für Leser mit starken Nerven

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Fünf Tage Digital-Detox in einem abgelegenen Hotel in den Bergen werden für eine buntgemischte Gruppe Menschen, die einander gar nicht oder kaum kennen, zum wahren Alptraum. Denn einer von ihnen scheint ...

Fünf Tage Digital-Detox in einem abgelegenen Hotel in den Bergen werden für eine buntgemischte Gruppe Menschen, die einander gar nicht oder kaum kennen, zum wahren Alptraum. Denn einer von ihnen scheint ein zu allem fähiger Psychopath zu sein. Ein Notruf ist wegen der fehlenden Funkverbindung nicht möglich. Und der heftige Schneesturm verhindert, dass sie das Hotel verlassen können...

Die Idee für die Handlung fand ich schon mal gut und vielversprechend. Ich musste an „Shining“ und „Die Mausefalle“ denken... Ich liebe in den Büchern diese Art unheimlicher Spannung, die entsteht, wenn Menschen durch irgendwelche Widrigkeiten gezwungen werden, gemeinsam auf einem engen Raum auszuharren, wo eine Gefahr präsent ist, der sie nicht entkommen können... Arno Strobel gelingt es recht gut, diese bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen. Mein „Kopfkino“ hatte bei der Lektüre gut zu tun, ich genoss die Spannung und fieberte mit. Zwar fand ich das Buch nicht ganz so originell und fesselnd wie diese, die in Zusammenarbeit mit Ursula Poznanski entstanden sind (ich meine „Anonym“ und „Invisible“, die ich regelrecht verschlungen habe), trotzdem war es für mich eine kurzweilige Unterhaltung.

Fazit: Ein solider Psychothriller, den ich allerdings den zartbesaiteten unter uns nicht unbedingt empfehlen würde. Die etwas abgehärteten Fans des Genres dagegen erwartet ein recht schauriges Lesevergnügen, bei dem sie durchaus auf ihre Kosten kommen könnten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere