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Veröffentlicht am 22.10.2017

Das Potienzial der Geschichte wurde nicht ausgereizt

Sie zu strafen und zu richten
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„Sie zu strafen und zu richten“ ist der vierte Teil einer Serie um DI Sean Corrigan. Im Roman wird oft Bezug auf die Vorgänger genommen, deshalb wäre es zum Verständnis mancher Szenen besser gewesen, ich ...

„Sie zu strafen und zu richten“ ist der vierte Teil einer Serie um DI Sean Corrigan. Im Roman wird oft Bezug auf die Vorgänger genommen, deshalb wäre es zum Verständnis mancher Szenen besser gewesen, ich hätte die anderen Teile gelesen.

Ein Banker wird entführt und vor laufender Kamera, kann die Welt abstimmen ob er schuldig im Sinne des Anklägers ist. Noch während die Polizei den Täter sucht, wird ein weiterer Mensch entführt. Die Geschichte spielt in Londons Bankenwelt, die vor Angst erstarrt. Mitarbeiter wollen nicht mehr zur Arbeit, aus Furcht das nächste Opfer zu sein. Der wirtschaftliche Schaden wächst jeden Tag.

Der Beginn der Geschichte war sehr spannend. Ein „Rächer“ der über einen Livestream dem Zuschauer ermöglicht zu entscheiden, ob der Angeklagte lebt oder stirbt. Nach diesem tollen Einstieg , der mich wirklich gepackt hat, sinkt die Spannung und es ist mir schwer gefallen, an der Geschichte dran zubleiben. Im letzten Drittel dann, steigt die Spannung erneut und die Handlung fesselte mich wieder.

DI Sean Corrigan ist ein besonderer Polizist, der sich in die Köpfe der Täter hineindenken kann. Für meinen Fall ist dieses Talent im Roman nicht sehr gut heraus gearbeitet. Sean Corrigan ist sowieso keine netter Typ, behandelt die Menschen in seinem näheren Umfeld nicht sehr freundlich. Auch mit den anderen Figuren des Romans werde ich nicht warm.

Die Handlung selber ist für mich keine Fiktion. Ein Reporter, der versucht ein Exklusivinterview mit dem Täter zu bekommen. Ein Polizeichef der schnelle Ergebnisse möchte und die Mitarbeiter unter Druck setzt.

Schade, aus der Geschichte hätte man mehr machen können.


  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Originalität
  • Authentizität
Veröffentlicht am 17.06.2020

Maggie Costello ist wieder ganz in ihrem Element

Die Wahrheit
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Nach" Der Präsident" ist dies das zweite Buch, dass ich von Sam Bourne gelesen habe. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

Klappentext: Sie wollen die Wahrheit selbst auslöschen, jegliches Zeugnis ...

Nach" Der Präsident" ist dies das zweite Buch, dass ich von Sam Bourne gelesen habe. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

Klappentext: Sie wollen die Wahrheit selbst auslöschen, jegliches Zeugnis der grausamsten Menschheitsverbrechen der Geschichte. Berühmte Bibliotheken gehen in Flammen auf, Historiker werden ermordet und Zeitzeugen verschwinden spurlos. Maggie Costello, Ex-Mitarbeiterin des Weißen Hauses, hatte sich eigentlich eine Auszeit verordnet. Doch dann stolpert sie über Hinweise auf die Hintermänner. Sie gräbt tiefer und begibt sich damit direkt ins Visier der Verschwörer.

Meine Meinung: Maggie Costello hat mir bereits im Roman" Der Präsident" sehr gut gefallen und auch in "Die Wahrheit" gefällt mir ihre Art und Weise, wie sie die Dinge angeht.

Der Schreibstil gefällt mir ganz gut, alleine das die Anrede "Du", "Ihnen" und so weiter in der wörtlichen Rede großgeschrieben wurde, irritierte mich anfangs. Die Kapitel sind nicht zu lang, manche Textstellen musste ich zweimal lesen und sie zu verstehen. Durch die Zeit- und Ortsangaben im Titel war es leicht sich zu orientieren. Das Cover gefällt mir gut, allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass der Präsident im Roman kaum erwähnt wird, da unter der brennenden Flagge auf ihn und seine Lügen hingewiesen werden. Ich hatte mit etwas mehr Bezug auf den aktuellen amerikanischen Präsidenten gerechnet.

Unterschiedliche Handlungsstränge scheinen erstmal nichts miteinander zu tun zu haben. Ein Prozess über die Wahrheitsfindung in der Erinnerung einer Zeugin zum Thema Sklavenhaltung, der Mord an einem Historiker. Maggie Costello stellt schnell eine Verbindung zwischen den beiden Begebenheiten und den weltweiten Bränden in Bibliotheken her und gerät selber unter Beschuss der Verursacher.

Die Frage, die der Roman aufwirft, ist:

Wäre Friede möglich, wenn alle Erinnerungen an die Vergangenheit ausgelöscht werden?

Ich konnte die Frage für mich nicht befriedigend klären. Der Roman bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2019

Langatmig und nicht wirklich spannend

Das Mädchen Jannie
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Der Roman hält nicht was Cover, Klappentext und Leseprobe versprechen.

Klappentext des Verlages:


Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie ...

Der Roman hält nicht was Cover, Klappentext und Leseprobe versprechen.

Klappentext des Verlages:


Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie schwebt. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen …

Fazit:
Und das war für mich auch schon das spannendste am ganzen Buch. Nur leider wusste ich davon vorher nichts.

Kommissar Klinkhammer wird in meinem Bücherregal nicht mehr ermitteln. So zäh die Kapitel die sich um ihn drehen und manche Handlungen so unnötig. Anfangs habe ich es noch gelesen, doch mit zunehmenden Handlungsstrang überschlug ich seitenweise Worte, Kapitel.

Der Charakter Jannie war gut beschrieben und aufgebaut. Bei der Geschichte um Jannie, ihre Zeit bei Miro , hat mich besonders fasziniert, dass genau das jeden Tag in unserer Welt passiert, aber außerhalb unserer privaten Realität.
Dieter ist ein Charakter, den ich von Anfang an abgelehnt habe und dem ich nicht über den Weg trauen würde, gäbe es ihn in meinem Umfeld. Er ist ein Psychopath, dem ist nicht um das Wohlergehen des kleinen Mädchens geht.

Alles in allem, ist die Geschichte zu vielschichtig und langatmig, sodass das bisschen an Neugierde (was wird aus Jannie) auf dem Weg durch die Kapitel, stirbt. In der Mitte des Buches habe ich aufgehört zu lesen und nur noch den Schluss gelesen. Für Jannie läuft alles auf ein gutes Ende hinaus. Das ist wirklich das Positivste an diesem Roman.

Veröffentlicht am 14.08.2019

Brutaler und spannender Auftakt

Die Quellen von Malun - Blutgöttin
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Inhalt:

Das Wasser in Ruann versiegt. Immer mühsahmer muss es durch Tunnelsysteme gefördert werden und verurteilt die Völker zu Hunger und Durst. Das Großreich Sapion fordert sämtliche Ressourcen für ...

Inhalt:

Das Wasser in Ruann versiegt. Immer mühsahmer muss es durch Tunnelsysteme gefördert werden und verurteilt die Völker zu Hunger und Durst. Das Großreich Sapion fordert sämtliche Ressourcen für sich und führt erbitterte Kriege. Alia, eine Sklavin der Sapioner, findet verbotene Aufzeichnungen und kommt damt einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur. Um Antworten zu finden, schmiedet Alia einen riskanten Plan: Sie muss fliehen und versuchen, das sagenumwobene Land Malun zu erreichen.

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist so ganz anders, wie das Genre das ich sonst lesen. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme mich in die Gegebenheiten einzufinden. Das lag aber an mir und nicht an dem wunderbaren und fesselnden Schreibstil der Autorin.
Die Autorin stellt die Protagonisten Alia, Dorgen,Feyla und Tailin vor. Sie leben in einer brutalen Welt , die absolut von Männern beherrscht wird. Das Wasser in dieser Welt wird knapp . Neue Gebiete müssen erschlossen werden, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Herrscherklasse geht es nur um sich, alle anderen Menschen sind Werkzeuge. Zu Beginn des Buches ist mir nicht ganz klar, wie die Protagonisten zu einander passen. Aber Daniela Winterfeld schafft es wunderbar diese Fäden miteinander zu verknüpfen, ohne dass der Leser die Übersicht verliert. Ich habe mitgefiebert und bin ganz entsetzt am Ende des Buches „aufgewacht“. Jetzt beginnt das lange Warten auf Band 2. Ich möchte unbedingt wissen, wie die Fäden weiter gesponnen werden.

Fazit: Ein Buch das sich zu lesen lohnt. ( In meinem Hinterkopf immer wieder die Frage, wie fiktiv ist die Grundidee des Buches, aufgrund der vielen Nachrichten im Alltag)

Veröffentlicht am 05.08.2019

Langweilige Schwedenkrimi

Löwenzahnkind
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Den Hype um dieses Buch kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Story zieht sich wie Kaugummi, die Kommissarin alkoholabhängig und zurück auf ihren Heimatort geworfen, einfach nur nervig. Ich werde ...

Den Hype um dieses Buch kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Story zieht sich wie Kaugummi, die Kommissarin alkoholabhängig und zurück auf ihren Heimatort geworfen, einfach nur nervig. Ich werde das Gefühl nicht los, die Geschichte zu kennen. Habe mich 200 Seiten durchs Buch gequält, immer mit der Hoffnung, dass jetzt etwas mehr Spannung kommt. Dann habe ich die Auflösung das Ende gelesen und gedacht, wußte ich es doch. Also auch hier wäre es für mich keine Überraschung gewesen.
Beim Lesen hatte ich andauernd ein De-ja-vú , weil ich meine so eine Geschichte schon mal gelesen bzw. als Film gesehen zu haben.
Alles in allem, verschwendete Lesezeit.