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Veröffentlicht am 15.05.2020

Super schöne Fortsetzung!

Bis wir das Glück finden
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Inhalt

Achtung: Fortsetzung von „Harpers Lächeln“! Die Rezension spoilert in Bezug auf Band 1! Man kann die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, aber in Band 1 gibt es nochmal mehr Hintergrundwissen ...

Inhalt

Achtung: Fortsetzung von „Harpers Lächeln“! Die Rezension spoilert in Bezug auf Band 1! Man kann die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, aber in Band 1 gibt es nochmal mehr Hintergrundwissen zu Blakes Gefühlen.

»Ich suche meinen Mut. Ist er hier vorbeigekommen? Ich habe ihn nämlich verloren.«

Nach einem schicksalhaften Verlust verlässt der erfolgreiche Architekt Blake New York und zieht nach Woodlake, einer kleinen Stadt in Vermont. Während er auf den richtigen Moment wartet, um ein Versprechen einzulösen und sich seiner Vergangenheit zu stellen, begegnet er Erin Foster, einer zurückgezogen lebenden Frau. Nach einem Kletterunfall ist sie am Tiefpunkt ihres Lebens angelangt und führt ein tristes Dasein, gefangen in Trauer und Schmerz.
Zwischen tanzenden Glühwürmchen und leisen Gitarrenklängen öffnen sie ihre verschlossenen Herzen und machen erste Schritte aufeinander zu.
Doch während Blakes Vergangenheit ihn schneller einholt, als ihm lieb ist, muss Erin sich entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll.

Vielen Dank an Ina Nordmann für dieses Rezensionsexemplar. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.

Erscheinungsdatum: 15.05,2020

Autorin: Ina Nordmann



Cover

Über das Cover braucht man eigentlich gar nicht reden. Es ist einfach sooooo schön! Zweifellos ist es echt originell und ich persönlich liebe die Farben, weil man sie bei Büchern echt verdammt selten sieht. Es passt trotzdem perfekt zu Harpers Lächeln, auch wenn der erste Band orange ist. Ich liebe auch die Schriftart des Titels. Und die Lichter sind auch mega! Generell gefällt mir auch der Name des Buchs, da er einfach perfekt passt. Es geht darum, dass Erin und auch Blake ihr Glück finden und ich finde das einfach eine tolle Vorstellung, dass sie erst aufhören zu suchen, wenn sie es gefunden haben.



Meine Meinung

Ich fand das Buch einfach mega! Es ist eine super schöne Fortsetzung, die Harper in Ehren hält. Ich fand Band Eins nochmal ergreifender, was aufgrund der Geschehnisse aber auch kein Wunder ist. Und man muss auch sagen, dass mit Band Eins die Messlatte einfach extreeem weit oben liegt! Trotzdem konnte auch Band Zwei durch emotionale Szenen überzeugen und hat mir sehr gefallen.

Der Schreibstil von Ina hat mir wieder supergefallen. Er ist locker – leicht, bringt aber ganz viele Gefühle rüber. Manchmal ist es witzig, manchmal sentimental. Insgesamt war das eine tolle Mischung. Ab und zu kam ich echt ins Lachen, weil Erin so eine coole und selbstironische Art hatte, die mir echt gefallen hat. Erin – die übrigens herausgefunden hat, dass sie unsterblich ist (für mehr müsst ihr bitte selbst das Buch lesen) – hat einfach total coole Sprüche geklopft.



"Mit einer coolen Geste klopfte sie mit dem Stock gegen den Kunststoff der Prothese. ‚Genauso echt wie deine Brüste.‘"



Ich hab mir im Verlauf des Lesens so viel markiert und versuche hier so viele Zitate wie möglich einzubauen, aber kann leider nur einen Bruchteil davon darstellen… Aber einige weitere tolle Textstellen findet ihr bei Inas Instagram Account. Sie hat es einfach total drauf, mit Worten zu spielen und bildliche Sprache passend zu nutzen. Mir gefallen vor allem ihre coolen Vergleiche.



"Ich fühle mich wie eine männliche Nutte."



Der Roman ist super authentisch, weil man den Figuren wirklich abkauft, wie sie denken. Ich habe Blake so gut verstanden. Zugegeben: Ich hatte Angst, dass er sich schnell auf Erin einlässt und Harper schnell vergessen wird. Das hätte ich für unrealistisch gehalten. Zum Glück hat Ina Nordmann Harper nicht in Vergessenheit geraten lassen. Ich fand es toll, wie die Erinnerungen an sie in die Geschichte eingebunden wurden und war glücklich, dass sie nochmal ein wenig die Handlung „beeinflussen“ konnte. Sie war noch da. Und dennoch stand sie Blake und Erin nicht im Weg. Und das fand ich super schön.



"Harper hatte ein großes Herz. Und sie hat mir das Leben gerettet. Sie war sehr, sehr wundervoll. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal einen unwundervollen Menschen treffen würde, der mich so fasziniert wie du. Du schaffst es, dass ich mich frage, welche Eigenschaft wohl besser ist."



Blake war wieder mega toll und wurde wieder wie ein so toller Boyfriend beschrieben. Ich hab mich mit diesem Buch noch ein Stückchen mehr verliebt und liebe die Entwicklung, die er seit Band 1 schon durch gemacht hat. Blake ist so ein starker und mutiger Charakter und ich liebe seine Ehrlichkeit und dass er sich traut, seine Gefühle vor Erin zu offenbaren, obwohl er noch um Harper trauert. Er war hier richtig lieb und hilfsbereit und dazu echt heiß.



"Seine Muskeln hatte er sich nicht antrainiert, um sie zu zeigen, sondern er hatte sie, weil er jeden Tag körperlich arbeitete."



Erin ist als Figur neu hinzu gekommen und ich konnte sie anfangs gar nicht ausstehen. Ihre Art war nervig und ich wollte auch einfach nicht, dass sie Harpers Platz einnimmt. Aber es wurde so schön gelöst und der innere Konflikt bei mir als Leser zwischen einem glücklichen, wieder verliebten Blake und der Erinnerung an Harper hat sich schnell gelöst, da ich gemerkt habe, dass Blake auch so fühlt und diesen Kampf auch mit sich selbst führt. Er kam Erin immer näher, während er Harper nie vergessen hat. Die Szene, wo Erin betrunken war, war so witzig! Ich musste echt schmunzeln und hab das total gefeiert.



"Es ist gut, wenn ein starker Hund dein Nachbar ist. Du bist ein wirklich stärker Hund, Blake."



Erin hat sich wieder in so eine starke und lebensfrohe Person entwickelt und ich habe mir für sie genau diese Zukunft gewünscht, die sie am Ende auch bekommen hat! Sie hat so viel Kraft und ich finde ihren Lebensweg beeindruckend. Natürlich hat Blake dabei einen großen Teil geleistet. Er hatte immer tolle Anregungen für sie und hat an sie geglaubt.



"Nicht dein Körper setzt dir die Grenzen, sondern dein Geist."



Die beiden waren zusammen einfach super! Sie sind ehrlich gewesen und manchmal war das auf eine emotionale Art brutal. Aber genau das haben sie gebraucht und ich fand es schön, dass sie sich gegenseitig helfen konnten, sich mit ihren Problemen auseinander zu setzen. Das Ganze war einfach so ehrlich und Ina hat für alles genau die richtigen Worte gefunden.



"‚Das hier‘, sie nickte zu ihrem Bein hinunter, ‚war nicht mein Plan.‘
‚Aber Pläne ändern sich.‘
‚Ja. Pläne ändern sich.‘"



Das Einzige, was ich schade fand, war die Geschichte um Blakes Geschwister… Ich hätte mir da so sehr einen schöneren Ausgang gewünscht und hatte gehofft, dass er noch einen Draht zu ihnen findet. Aber so ist das Leben nun mal. Aber immerhin haben wir einiges von seiner Nichte gehört. Die Geburt war wirklich… Nun ja. Ich würde sagen außergewöhnlich. Aber sie ist wirklich zuckersüß beschrieben worden. Ich liebe Blakes Liebe zu ihr und wie er Verantwortung für sie übernimmt. Generell finde ich es wundervoll, was für eine tolle Bindung er mit Erins Familie schließen konnte. Man hatte am Ende so richtig das Gefühl, dass er genau dort ist, wo er hingehört.

Insgesamt hat mir das Buch also echt gut gefallen. Ich liebe die Protagonisten und es ist so aufwühlend! Man denkt darüber nach, wie man selbst nach so einem Schicksalsschlag wohl handeln würde und ich fand es beeindruckend, von Erin und Blake zu lesen. Die Geschichte hat mich durch ihre Authentizität echt berührt und ich empfehle diese Reihe definitiv jedem weiter!

Daher von mir 4,5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2020

Wo ist das Surfen?

Alles, nur kein Surfer Boy
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Inhalt

Taylor ist die Perfektionistin schlechthin. Sie hat tolle Noten und arbeitet hart dafür, dass sie einmal eine gute Zukunft hat. Deshalb ist sie umso erschütterter, als sie von ihrer Traumuniversität ...

Inhalt

Taylor ist die Perfektionistin schlechthin. Sie hat tolle Noten und arbeitet hart dafür, dass sie einmal eine gute Zukunft hat. Deshalb ist sie umso erschütterter, als sie von ihrer Traumuniversität – der Columbia – nur auf die Warteliste gesetzt wird. Und dann wird ihr Ruf auch noch beschmutzt, weil sie auf einer Party etwas zu tief ins Glas geschaut hat und am nächsten Morgen bei Bad Boy Evan im Zimmer aufwacht, ohne sich an die letzte Nacht zu erinnern. Um Taylors Ruf zu retten, schließen die beiden einen Pakt und täuschen eine Beziehung vor. Dabei merken sie, dass nicht alles so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt haben…

Danke an das Bloggerportal und den cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich habe mich darüber sehr gefreut.



Cover

Das Cover finde ich richtig schön. Ich habe mich total gefreut, als ich das Buch beim Bloggerportal entdeckt habe. Denn ich bin immer auf der Suche nach tollen Geschichten mit jungen Protagonisten, die auch noch am Meer spielen. Leider war es ganz anders, als ich es mir vorgstellt hatte. Dazu später mehr, Ich finde es cool, dass das Bild schief aufgenommen ist, da es so wirkt wie ein spontaner Schnappschuss. Es sieht sehr authentisch aus und das Lachen des Mädchens ist richtig süß. Mir gefallen auch die Farben total. Die rote Schrift bildet einen schönen Kontrast und auch die Schriftart ist richtig schön. Das ganze wirkt, als wäre ein Filter darüber gelegt worden, der dem Bild ein wenig Wärme verleiht und auch das finde ich sehr schön.



Handlung

Ich habe ja schon angedeutet, dass das Buch etwas anders war, als ich dachte. Ich habe gehofft, eine Geschichte zu lesen, die am Meer spielt und bei der es auch um’s Surfen geht. Schließlich strahlen das das Cover, der Titel und auch die Tatsache, dass Noahs Surfbrett im Klappentext erwähnt wird, so aus. Leider war dies nicht der Fall. Es gab zwei kurze Szenen am Strand, aber bei denen war Taylor gar nicht dabei und sie sind nicht der Rede wert. Dass Evan Surfer ist, wird gar nicht thematisiert. Auf den letzten Seiten wird kurz die Sache mit dem Surfboard erwähnt. Aber da gab es auch nicht mehr Infos dazu, als auch schon im Klappentext standen. Ich fand das unglaublich schade, dass dieses Bild so gar nicht erfüllt wurde. Leider täuscht uns das Cover hier eine falsche Geschichte vor. Eigentlich ist es also eher eine relativ gewöhnliche Bad Boy Geschichte und der Surferpart ist nicht erwähnenswert.

Ansonsten hat mir das Buch gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Alibi-Beziehung ist eine coole Idee und mal was anderes. Besonders gefallen hat mir daran, dass sich sowohl Evan als auch Taylor menschlich dabei sehr verändert haben Taylor hat vorher alles genau geplant, war mega ordentlich, hat alles für die Schule getan und war absolut kopfgesteuert. Das hat sich sehr verändert. Sie war anfangs mit ihrer Perfektion ein wenig nervig, aber zum Glück wurde sie durch Evan viel lockerer und auch witziger. Ich habe mich bloß gefragt, ob sie in letzter Konsequenz nicht auch ihre Entscheidung um die Columbia hätte ändern müssen, damit dieser Wandel nochmal untermalt wird. Denn dass sie trotzdem Jura studiert, zeigt irgendwo, dass sie doch nicht ganz aus ihrer Haut raus kann.

Evan hat den Wandel quasi in umgekehrter Reihenfolge. Er macht endlich was aus seinem Leben und lernt, Gefühle zuzulassen. Er und Taylor sind zusammen einfach cool und ich mag seine entspannte Art und dass er um Taylor kämpft. Seine Aktionen waren teilweise echt romantisch und süß und ich hab mich ein wenig in ihn verliebt. Und seine Studienwahl beeindruckt mich sehr.

Auch die Nebenfiguren wurden schön ausgearbeitet. Ich liebe Kimmy, weil sie einfach so süß ist! Evan ist auch super mit ihr umgegangen! Und auch Evans und Taylors Moms sind einfach so super süß. Allerdings frage ich mich immer noch, ob der Korb mit Keksen nun von Evans Mom war?! Ich mochte auch Taylors Vater sehr gern. Mir hat es sehr gut gefallen, dass auch Evans Vergangenheit nochmal ein wenig aufgearbeitet wurde. Leider hat man davon ja relativ wenig mitbekommen. Ich hätte mir an der Stelle echt mehr Tiefe gewünscht.

Gegen die ganzen coolen Nebenfiguren war Lauren dann die perfekte Antagonistin. Ich konnte sie von Beginn an nicht ausstehen und bin froh, wie die Geschichte mit ihr ausgegangen ist.

Mir hat gefallen, dass das Buch aus beiden Sichten (Evan und Taylor) geschrieben wurde. Dabei war es besonders gut, dass die beiden Sichten auch jeweils unterschiedliche Schriftarten hatten. So ist man am Anfang eines Perspektivwechsels immer direkt darauf aufmerksam geworden, da man die Überschriften sonst ja auch oft mal überliest. Richtig cool fand ich auch die letzten „Special-Seiten“ am Ende, wo die Hintergründe nochmal näher erläutert wurden und es nochmal einen Rückblick gab.

Insgesamt also ein süßes Buch mit viel Wandlung der Protagonisten, aber leider nicht ganz das, was der Titel verspricht. Wer eine Surfergeschichte erwartet, liegt bei diesem Buch falsch.

Daher von mir 4/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2020

Ein sehr düsteres Buch

Im Zeichen der Acht
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Inhalt

Acht Kämpfer. Ein Schicksal.
Einst sind Martha und Tristan Menschen gewesen, nun sind sie Boten einer längst
vergangenen Welt und tief verfeindet. Sie steht für das Bewahren, er für den Untergang.
Sie ...

Inhalt

Acht Kämpfer. Ein Schicksal.
Einst sind Martha und Tristan Menschen gewesen, nun sind sie Boten einer längst
vergangenen Welt und tief verfeindet. Sie steht für das Bewahren, er für den Untergang.
Sie sind gekommen, um Verbündete zu finden für den alles entscheidenden Kampf der Acht.
Der unsere Zukunft besiegeln wird.
Vielen Dank an den Autor Benjamin Lebert und den Atrium Verlag für das Rezensionsexemplar. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.


Cover

Das Cover ist einfach ein Traum. Ich habe es beim Autor auf Instagram gesehen und mich auf den ersten Blick verliebt. Die Aufmachung ist einfach wahnsinnig aufwendig und sieht total hochwertig und schick aus. Der Einband glänzt metallisch und die Kontraste sind wirklich gut gelungen. Die Kämpfer auf dem Cover sehen echt stark aus und mir gefällt die Art, dass es aussieht wie gespiegelt. So sind beide Seiten – Untergang und Bewahren – perfekt gegenüber gestellt. Doch das ist noch nicht alles. Denn auch die Seiten sind schwarz bedruckt und zeigen ein sich auflösendes Unendlichkeitszeichen. Das ganze Buch sieht einfach echt geheimnisvoll aus und lädt zum Lesen ein.


Meine Meinung

Mir fiel der Einstieg ins Buch sehr schwer. Ich hatte echt Probleme, alles zu verstehen, weil man gerade zu Beginn die ganzen Zusammenhänge noch nicht kannte. Ich konnte die ganzen Figuren nicht einordnen und erst recht keine Verknüpfungen herstellen. Man hörte immer nur kleine Bruchstücke von den einzelnen Figuren und dieses Hin und Her hat mich persönlich sehr verwirrt. Erst nach etwa 80/90 Seiten habe ich angefangen, alles zu verstehen und konnte tiefer in die Geschichte eintauchen.
Der Kampf zwischen den beiden Seiten war wirklich spannend. Er war überraschend ehrlich und absolut ungeschönt. Das hatte ich bei einem Jugendbuch, das sich an 14-Jährige oder älter wendet, nicht erwartet. Es wurde nichts verschwiegen. Es fing mit Grausamkeit gegenüber einem Tier an und endete dann schließlich bei Menschen. Oft musste ich schlucken und habe mich wirklich mehrmals gefragt, wie ich das wohl als 14-Jährige gefunden hätte und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es vermutlich nicht weiter gelesen hätte. Deswegen wäre meine Empfehlung, es maximal ab 16 zu lesen – außer man kann Gewalt wirklich gut ab. Es wurde jetzt nichts übermäßig detailliert beschrieben, aber allein das fand ich schon grausam. Dass es scheinbar nichts bedeutet hat. Da ist einfach jemand umgebracht worden und damit war er von der Bildfläche verschwunden.
Das ganze Buch war relativ düster. Man hat so gut wie keine Lichtblicke gespürt und das fand ich etwas schade. Es fehlten mir die Gefühle hinter dem Ganzen. Ich kann zwar erahnen, was der Autor mit dem Buch beschreiben wollte, da ich auch einige Kommentare von ihm gelesen habe. Aber mir fehlten dafür definitiv tiefgründige Gespräche, um die Emotionen der Figuren auch nachvollziehen zu können. Ohne die Hintergründe zu kennen, hätte ich das Buch nicht auf meinen Alltag bzw. den Alltag vieler Jugendlicher übertragen können. Ich konnte mir aus Vielem leider keinen Reim machen und hätte mir insgesamt mehr Tiefe gewünscht. Wer genau sind denn die Figuren und wie sind sie zu ihrer Weltansicht gekommen? Vielleicht hätte mir das geholfen, alles etwas besser nachvollziehen zu können, die Figuren in mein Herz zu schließen und auch mehr für mich mitzunehmen. So schien mir das Ganze etwas mystisch und gefühlskalt zu sein und die Figuren waren unnahbar. Das ist natürlich auch immer Ansichtssache. Manche Menschen brauchen diese Erklärungen gar nicht und können sich einfach so in die Geschichten fallen lassen, aber ich persönlich möchte immer gern die Figuren verstehen. Von daher ist dieser Punkt vielleicht auch einfach ein persönliches Problem von mir und anderen Lesern macht das gar nichts aus.
Die Handlung war dafür aber echt unvorhersehbar und einzigartig. Das Ende hat mich sehr überrascht. Nachdem es lange Zeit nach einem bestimmten Ende aussah, hat sich das Blatt dann doch nochmal gewendet, was ich sehr schön fand. Die letzten Seiten konnten mich dann doch noch packen und ich war gespannt, wie das Buch ausgeht.
Natürlich haben mir auch noch andere Dinge sehr gut gefallen. Ich fand erstmal die Einteilung in die drei Teile „Die Annäherung“, „Die Berufung“ und „Der Kampf der Acht“ super gut gelungen. Es hat dem Buch eine Struktur und einen roten Faden verliehen, was mir gut gefallen hat. Zudem hat der Autor einen wirklich schönen Schreibstil. Auch wenn das ganze Buch echt düster war, hat man gemerkt, dass der Autor ein Gefühl für Details hat. Der Schreibstil war sehr detailliert und verspielt. Es gab leider wenig wörtliche Rede, aber dafür ganz tolle Metaphern und Vergleiche. Die Natur wurde auch auf eine tolle Weise beschrieben. Von dieser fantastischen Welt hatte man viele tolle Bilder vor Augen, die der Autor mit seinem schönen Schreibstil hervorrufen konnte.
Insgesamt also ein schönes Buch, das mich mit der grausamen Ehrlichkeit überrascht hat, aber mit toller bildlicher Sprache und einer schönen Aufmachung punkten konnte. Leider war es mir insgesamt zu flach und düster.
Daher von mir 2,5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Leichte Lektüre für zwischendurch

Ostseeträume
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Inhalt

Conny hat erst vor Kurzem ihren Ehemann verloren und zieht nun mit ihren beiden Kindern um. Es zieht die Familie nach Rügen - die beliebte Ostseeinsel. Gemeinsam mit ihrem Bruder, seiner Lebensgefährtin, ...

Inhalt

Conny hat erst vor Kurzem ihren Ehemann verloren und zieht nun mit ihren beiden Kindern um. Es zieht die Familie nach Rügen - die beliebte Ostseeinsel. Gemeinsam mit ihrem Bruder, seiner Lebensgefährtin, ihrer Mutter und Großmutter lebt sie sich nach und nach auf der Insel ein. Schon bald lernt sie ihren Nachbarn und gleichzeitig Musiker Marc kennen, der einfach unausstehlich ist. Auch wenn Conny sich im Job echt wohlfühlt, merkt sie, dass ihr etwas fehlt. Sie fühlt sich einsam und deshalb meldet sie sich bei einem Datingportal an. Doch die große Liebe findet sie nicht im Internet...

Vielen Dank an den Verlag Bastei Lübbe, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Cover

Als ich das Cover gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch brauche! Es sieht so schön aus. Ich liebe die sanften Farben und die Schrift, die aussieht wie eine Mischung aus Glitzer und Sand. Das Häuschen sieht mit den Strandstühlen echt gemütlich und entspannend aus. Ich hätte von dieser Entspannung am Meer auch gern ein kleines bisschen mehr im Buch gehabt. Oft war Connys Alltag nämlich eher stressig. Ich liebe das Cover einfach, da es die Location Rügen einfach perfekt widerspiegelt. Ein richtiges Wohlfühlcover.


Meine Meinung

Ich fand Ostseeträume ein tolles Buch. Ich würde es glaube ich besonders Lesern empfehlen, die vielleicht selbst schon ein Kind haben. Man hat gemerkt, dass Conny noch ganz unerfahren in Technik und so ist und als junger Leser kann man sie da natürlich nicht ganz so gut nachvollziehen. Aber das habe ich mir schon gedacht, dass das so kommen wird und fand das gar nicht schlimm. Es war super schön, wie die Protagonistin Conny sich um ihre Kinder gekümmert hat. Ich fand die beiden so zuckersüß!
Leider ist mir die Protagonistin zwischendurch etwas zu unentschlossen gewesen. Ich finde starke Charaktere echt immer schöner, da sie einfach angenehmer sind. Sie nehmen die Dinge selbst in die Hand und sorgen für ihr Glück. Bei Conny hatte man jedoch immer das Gefühl, sie muss zu ihrem Glück gezwungen werden und sie trifft fast keine Entscheidung auf eigene Faust, sondern immer nur auf Ratschlag eines Außenstehenden hin. Das fand ich echt doof, weil es das Buch etwas beschwerlich gemacht hat, weil es einfach nicht so schön dahin floss. Mir ist auch bei Konflikten im Buch aufgefallen, dass über diese zwar gesprochen wurde, doch eigentlich nie ein richtiger Austausch stattfand. Am Ende war einfach alles gut, aber eigentlich hatten beide Parteien gar keine Chance, die andere Partei zu verstehen. Das ist mir vor allem zum Ende hin bei Marc und Conny aufgefallen. Da hätte ich mir doch noch mehr Authentizität und Tiefe gewünscht.
Die Idee mit der Datingapp fand ich irgendwie cool, vor allem weil es so unterschiedliche Dates gab. Manchmal musste ich echt schmunzeln - vor allem bei dem Radfahrer. Auch Connys Unbeholfenheit war irgendwie echt knuffig.
Richtig cool finde ich auch, dass Connys Job so gut eingebunden wurde. Journalismus ist total spannend und ich finde es gut, dass man auch mal was von der Arbeit liest. Viele Romane sind so unrealistisch, weil die Protagonisten unendlich Zeit zu haben scheinen. Hier hat man gemerkt, dass Arbeit und Freizeit eben auch unter einen Hut gebracht werden müssen... Das fand ich toll, weil es für mehr Realität gesorgt hat.
Ich mochte Marc total gern und habe so sehr gehofft, dass die beiden zusammen kommen. Schade, dass Conny vor allem zu Beginn so blind war.
Was mir unheimlich gut gefallen hat, war der Schauort Rügen. Es klang alles so traumhaft! Man hat auch durch die Recherche für die Zeitungsartikel einiges über die Insel lernen können. Ich hätte mir aber noch ein kleines bisschen mehr Ostseefeeling gewünscht.
Das Beste am Buch war wohl die musikalische Nebengeschichte. So gern hätte ich Marc auch mal singen gehört. Aber irgendwie hatte ich auch immer eine Stimme dazu im Kopf und konnte ihn mir total gut vorstellen. Die ganze Hintergrundgeschichte von ihm hat mich unglaublich überrascht und damit hatte ich niemals gerechnet! Total toll gemacht von der Autorin und echt ein Schocker. Ich fand das Benefizkonzert auch ganz toll und eine supersüße Idee.
Wirklich ein tolles Buch für zwischendurch!
Daher von mir 4/5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2020

Tolles Buch

Liebe reicht doch erst mal
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Inhalt

Julis Leben ist bunt und chaotisch. Sie geht lieber auf Partys als in den Hörsaal, ihr BWL-Studium interessiert sie nicht. Als ihre Eltern schließlich den Geldhahn zudrehen, hat sie ein riesiges ...

Inhalt

Julis Leben ist bunt und chaotisch. Sie geht lieber auf Partys als in den Hörsaal, ihr BWL-Studium interessiert sie nicht. Als ihre Eltern schließlich den Geldhahn zudrehen, hat sie ein riesiges Problem und weiß nicht mehr weiter.
Trost findet sie in den Armen ihres attraktiven Mitbewohners Yannik. Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Doch Yannik führt ein Leben am Limit: Er liebt riskante Sportarten und waghalsige Aktionen, was Juli zunehmend Sorge bereitet. Außerdem verbirgt er etwas vor ihr.
Als sie hinter sein Geheimnis kommt, muss sie sich fragen, wie wagemutig sie selbst ist.

Danke an Mia Leonie für dieses Rezensionsexemplar!



Cover

Das Cover finde ich sehr süß! Es passt natürlich toll zur Liebesgeschichte. Und man sagt ja auch immer, dass das Schicksal in den Sternen steht und ich finde, dass es in dem Buch auch viel um das Schicksal geht. Das Cover hat tolle Details und sieht echt hochwertig aus. Das Leuchten passt zu den Nordlichtern und im Gesamten sieht es einfach total romantisch aus. Mir persönlich ist es ein klein wenig zu kitschig, aber es gefällt mir im Gesamtbild dennoch!



Meine Meinung

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist total herzzerreißend schön gewesen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht und ich war schnell tief in der Geschichte drin. Ich liebe Yannik so sehr! Er war anfangs total unscheinbar und was zwischen ihm und Juli zu Beginn lief, ließ eine typische College bzw. Bad Boy – Geschichte vermuten. Doch dem war nicht so. Auch wenn Juli anfangs total locker ist und dem Klischee einer chaotischen Studentin völlig entspricht, bekommt das Buch dann doch noch richtig viel Gefühl. Es war super cool, dass sie bei Sara und Yannik einziehen durfte. Ich fand es irgendwann allerdings etwas nervig, wie sich die beiden ihr gegenüber total geheimnisvoll verhalten haben. Da habe ich aber noch nicht geahnt, was der Grund dafür war. Ich dachte es lag nur daran, dass Sara nicht will, dass ihr Bruder eine Freundin hat, aber dahinter steckte viel mehr. Leider bin ich diesen „giftigen“ Eindruck vom Anfang bei ihr nicht so richtig los geworden. Nachdem ich sie anfangs geliebt habe, kühlte das dann schnell ab und leider wurde ich auch nicht wieder warm mit ihr, obwohl sie eigentlich total süß war…
Juli hat sich mega entwickelt! Sie hat ihre Berufung gefunden und hat Yannik einen jahrelangen Traum ermöglicht. Sie ist plötzlich total organisiert und kümmert sich mega toll!
Das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Denn an diesem Punkt ging es alles etwas schnell. Das ganze schwang von einer chaotischen Juli, von der Yannik nichts wissen will in eine organisierte Juli um, die plötzlich mit ihm zusammen ist. Da hätte ich mir noch etwas mehr Gesprächstiefe gewünscht, sodass man die Beziehung noch besser nachvollziehen kann und sie auch authentischer wirkt!
Die ganzen Umstände bei Yannik sind wirklich heftig und damit hätte ich zu Beginn echt niemals gerechnet! Aber ich fand es wunderschön, wie alle damit umgegangen sind.
Die Reise zu Julis Großvater war mega! Ich fand es richtig toll und die Umgebung wurde super beschrieben! Es ist echt schön, dass das für Yannik möglich war. Und ihr Großvater ist der absolute Hammer! Ich liebe ihn!
Ab dem Rückflug wurde es echt überraschend und es passierten so viele Dinge, die ich so gar nicht erwartet hatte! Es war so spannend und ich hatte mehrere Male einen krassen Adrenalinstoß! Aber ich finde das Ende echt schön und berührend!

Daher von mir 4,5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere