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Veröffentlicht am 30.09.2021

Interessantes Konzept, mangelhafte Umsetzung

Power Hour
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Worum geht’s?
Mit der Power Hour soll man mit vergleichsweise wenig Aufwand in der Lage sein, sein Leben zum Positiven zu verändern. Adrienne Herbert beschreibt hier, wie sie selbst diese eine entscheidende ...

Worum geht’s?
Mit der Power Hour soll man mit vergleichsweise wenig Aufwand in der Lage sein, sein Leben zum Positiven zu verändern. Adrienne Herbert beschreibt hier, wie sie selbst diese eine entscheidende Stunde für sich nutzt und welche Vorteile das Konzept mit sich bringt.


Meine Meinung
Das Prinzip der Power Hour klingt erst mal nach einer vielversprechenden Vorgehensweise, um sein Leben zu verändern und die notwendigen Schritte in den eigenen Alltag zu integrieren. Beim Lesen dieses Buches hatte ich aber ehrlich gesagt weder das Gefühl, auf bahnbrechende Neuigkeiten zu stoßen, noch den Eindruck, dass das Ganze für die Autorin zu einhundert Prozent funktioniert.

Als allgemeiner Ratgeber zur Thematik mag sich dieses Werk auf jeden Fall eignen, denn die wirklich zahlreich vorhandene Literatur zum Konzept der Power Hour wird hier zusammengefasst und ein wenig komprimiert dargestellt. Nach dem Lesen hatte ich dann aber ehrlich gesagt das Gefühl, dass ich mich genauso gut auch mit anderen Ratgeber hätte beschäftigen können – eine Zusammenfassung anderer Werke ist meiner Meinung nach nämlich ein etwas dünner Grund, um ein eigenes Buch zu verfassen.

Was mich außerdem ein wenig irritiert hat, waren die gewählten Beispiele, die für meinen Geschmack einfach wenig ansprechend und häufig sogar nicht mal überzeugend gewirkt haben. Der Hintergrund der Autorin als Motivationsrednerin lässt sich im Geschriebenen irgendwie erkennen, das Gesamtbild hat für mich aber ehrlich gesagt nicht überzeugend und stimmig gewirkt, was insgesamt eher seltsam zu lesen war.


Fazit
Die Idee hinter diesem Buch war auf jeden Fall vielversprechend, die Umsetzung hat auf mich aber ehrlich gesagt eher weniger den Eindruck gemacht, als würde die Autorin mit ihrer Power Hour tatsächlich selbst wahnsinnig erfolgreich fahren. Mit etwas mehr sinnvoller Struktur und weniger Zusammenfassung anderer Werke hätte mich das Buch vermutlich eher angesprochen, so konnte es mich aber nicht wirklich überzeugen.

Von mir gibt es dafür zwei Bücherstapel.

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  • Erzählstil
Veröffentlicht am 12.08.2021

Anders als erwartet

Der Junge, der das Universum verschlang
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Worum geht’s?
Inmitten von Gewalt und Drogen aufgewachsen stellt sich Eli die Frage, wie man ein guter Mensch wird – und ob er einer sein kann. Seine Vorbilder glänzen nicht gerade mit vorbildhaftem Verhalten, ...

Worum geht’s?
Inmitten von Gewalt und Drogen aufgewachsen stellt sich Eli die Frage, wie man ein guter Mensch wird – und ob er einer sein kann. Seine Vorbilder glänzen nicht gerade mit vorbildhaftem Verhalten, und inmitten von Drogen, Prostitution und Kriminalität steht Eli vor einer schwierigen Entscheidung: der Entscheidung, was für ein Mensch er eigentlich sein möchte.


Meine Meinung
Der Junge, der das Universum verschlang ist mal wieder so ein Buch, über das ich schon vor dem Lesen so eine unfassbare Menge an lobenden Worten gehört habe, dass meine eigenen Erwartungen vermutlich ein kleines bisschen zu hoch geschraubt wurden. Als ich mich dann an die Geschichte heran getraut habe, hatte ich nämlich irgendwie das Gefühl, vor einer Mauer zu stehen – und das hat sich eine ganze Zeit lang auch nicht geändert.

Was mir zunächst einmal Schwierigkeiten bereitet hat, waren die verschiedenen Zeitebenen, die es mir schwer gemacht haben, mich in der Geschichte zu orientieren. Die Stimmung im Buch hat der Schreibstil zwar an sich wirklich gut rüber gebracht, da ich aber lange keinen richtigen Einstieg gefunden habe, konnte ich das Lesen insgesamt kaum genießen.

Protagonist Eli war für mich eine sehr interessante Figur, aber auch zu ihm habe ich keinen wirklichen emotionalen Zugang gefunden. In der Theorie ist es unglaublich spannend, seine Charakterentwicklung unter so widrigen Umständen zu verfolgen, mir fiel es aber ehrlich gesagt trotzdem eher schwer, so richtig mit ihm mitzufühlen.

Was mich an dieser Geschichte eigentlich als einziger Punkt wirklich überzeugen konnte, war die Atmosphäre, die der Autor hier kreiert hat. Die düstere Umgebung und der Sumpf aus Kriminalität, in dem sich die Figuren befinden kommt wirklich gut zur Geltung, was einerseits beeindruckend gemacht und gleichzeitig auch nicht allzu leicht zu ertragen ist.


Fazit
So wirklich hat dieses Buch nicht meinen Geschmack getroffen, aber auch wenn die Erzählung hin und wieder etwas zu zäh und ausschweifend für mich war, in Hinblick auf die in der Geschichte herrschende Atmosphäre ist dem Autor hier wirklich eine beeindruckende Leistung gelungen.

Von mir gibt es dafür zwei Bücherstapel.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2021

Zu zäh für meinen Geschmack

This Is (Not) a Love Song
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Worum geht’s?
Musikjournalistin Zoë ist schon seit Ewigkeiten in ihren besten Freund Simon verliebt – der in ihr jedoch immer bloß eine Freundin sieht. Nach seiner ersten Ehe und einer langen Zeit im Ausland ...

Worum geht’s?
Musikjournalistin Zoë ist schon seit Ewigkeiten in ihren besten Freund Simon verliebt – der in ihr jedoch immer bloß eine Freundin sieht. Nach seiner ersten Ehe und einer langen Zeit im Ausland sieht Zoë endlich ihre Chance gekommen, Simon ihre Gefühle zu gestehen. Das Schicksal hat da jedoch auch noch ein Wörtchen mitzureden und schickt nicht nur ihre hochzeitsbesessene Familie, sondern auch einen überaus nervtötenden Musikproduzenten ins Feld, die ihr das Leben nicht gerade erleichtern.


Meine Meinung
Dieses Buch zu beenden hat mich wirklich einige Nerven gekostet, die ich lieber an anderer Stelle eingesetzt hätte. Zu Beginn war ich ja noch relativ zuversichtlich, dass sich die Geschichte in eine Richtung entwickeln würde, die mich begeistern könnte. Je weiter ich mich aber durch die Seiten gekämpft habe, desto schwieriger wurde es für mich, das Buch nicht direkt wieder zur Seite legen zu wollen.

Der Schreibstil hat mir zunächst einmal eigentlich recht gut gefallen. In der Theorie lässt er sich ziemlich flüssig lesen, was eigentlich ein hohes Lesetempo hätte ermöglichen sollen. Was mich dann aber massiv gestört hat, war die doch eher schleppende Handlung und die Charaktere, die mich einfach nicht erreicht haben.

Am Anfang der Geschichte habe ich erst mal eine ganze Zeit lang gebraucht, um überhaupt mit dem Setting und der Grundidee warm zu werden. Eine Jugendliebe, die durch die Zeit nicht schwächer geworden ist, klang ja eigentlich sehr interessant, für mich hat es aber einfach viel zu lange gedauert, bis überhaupt einmal ein wenig Tempo in das Geschehen kam. Insgesamt plätschert die Handlung recht lange einfach so dahin und scheint kaum ein wirkliches Ziel zu fokussieren. Je länger die Geschichte andauerte, desto weniger Interesse hatte ich dann irgendwann für das übrig, was tatsächlich passierte.

Auch mit den Charakteren habe ich mich wirklich lange schwer getan. Protagonistin Zoë soll eigentlich authentisch wirken, mich haben das Chaos in ihrem Leben und ihre mangelnde Reife aber wirklich nicht berühren können. Generell hatte ich bei den Figuren in diesem Buch irgendwie nicht das Gefühl, dass sie geistig alle auf dem Niveau sind, auf dem sie eigentlich mit dem Überschreiten des dreißigsten Lebensjahrs hätten sein sollen – was diese zähe Lektüre für mich wirklich nicht unbedingt in ein besseres Licht gerückt hat.


Fazit
Ich habe tatsächlich eine ganze Menge Potenzial in dieser Geschichte gesehen, die Umsetzung war für mich aber ehrlich gesagt enttäuschend. Dieses Buch nicht abzubrechen, hat mich tatsächlich einige Mühe gekostet – und das passiert mir wirklich nicht häufig. Der Musikfokus hier war zwar ein kleiner Lichtblick, gerettet hat der die Geschichte für mich aber auch nicht mehr.

Dafür kann ich maximal zwei Bücherstapel vergeben.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 17.09.2020

Grundidee mit Potenzial, in der Umsetzung aber eher enttäuschend

Stolen 1: Verwoben in Liebe
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Worum geht’s?
Abby Woods hat nach dem Tod ihrer Eltern schon so einigen Mist verzapft und soll daher die renommierte Darkenhall – Schule in London besuchen. Dort trifft sie auf die Brüder Bastian und Tristan, ...

Worum geht’s?
Abby Woods hat nach dem Tod ihrer Eltern schon so einigen Mist verzapft und soll daher die renommierte Darkenhall – Schule in London besuchen. Dort trifft sie auf die Brüder Bastian und Tristan, die sie gleichermaßen verwirren wie anziehen. Als sie einen dummen Fehler begeht und Bastians Ring stiehlt, setzt sie damit Kräfte frei, von deren Existenz sie bisher nichts geahnt hatte – und begibt dabei nicht nur sich selbst in große Gefahr.


Meine Meinung
Was ich zunächst einmal positiv fand, war der angenehm zu lesende Schreibstil. Doch auch der konnte leider nicht besonders viel daran ändern, dass ich mich erst einmal ziemlich durch den Anfang quälen musste und weder mit der Handlung, noch mit den Charakteren wirklich warm geworden bin.

Protagonistin Abby war in meinen Augen viel zu wankelmütig, was auf Dauer ein wenig anstrengend wurde und nicht unbedingt dazu geführt hat, dass ich sie sonderlich sympathisch finden konnte. Das ewige Hin und Her zwischen ihr und Bastian sowie die Einmischung von Tristan war dann auch irgendwann einfach ein wenig zu viel des Guten. Davon, dass die Protagonistin siebzehn Jahre alt sein soll, habe ich ehrlich gesagt nicht besonders viel gemerkt. Kindische Wutausbrüche und absolute Naivität wechselten sich regelmäßig ab, was mit zunehmendem Fortschritt der Handlung leider nicht besser wurde.

Wirklich unpassend für die Zielgruppe fand ich übrigens den Umgang mit den Weben bzw. deren Extraktion. Vom Grundprinzip her waren die ja eigentlich ganz interessant und dazu sogar noch neu und unverbraucht. Das Konzept blieb zwar ein wenig schwammig und hat mich mit einigen Fragen zurückgelassen, im nächsten Teil wäre ja aber durchaus noch Raum um diese aufzuklären.

Was das Thema Consent angeht, hat die Geschichte meiner Meinung nach aber noch deutlichen Überarbeitungsbedarf. Die Sache mit den Weben ist insgesamt sehr körperlich und intim, weshalb ich nicht verstehe, warum man in einem Jugendbuch mit einer Zielgruppe ab zwölf Jahren Situationen konstruieren muss, in denen sich über persönliche Grenzen und ein deutliches Nein hinweggesetzt wird. Wenn ich vorher noch Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung der Geschichte hatte – spätestens ab diesem Punkt war ich definitiv ganz kurz vor dem Verzweifeln und habe mir die Frage gestellt, ob ich mir das wirklich noch ein zweites und ein drittes Mal geben möchte.


Fazit
Die Idee von Stolen – In Liebe verwoben hatte in meinen Augen eigentlich Potenzial, welches ich in der Umsetzung der Geschichte dann aber leider gänzlich vermisst habe. Weder die Charaktere, noch die Ausarbeitung der Handlung konnten mich von sich überzeugen, weshalb ich mir wirklich unsicher bin, ob ich diese Reihe fortsetzen werde.

Dafür vergebe ich zwei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 12.07.2020

Konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen

Der Krieg in mir - Das Buch zum Film
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Worum geht’s?
Schon seit längerem wird Autor Sebastian Heinzel von Albträumen geplagt, in denen die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs und die Fronteinsätze seines Großvaters eine tragende Rolle spielen. ...

Worum geht’s?
Schon seit längerem wird Autor Sebastian Heinzel von Albträumen geplagt, in denen die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs und die Fronteinsätze seines Großvaters eine tragende Rolle spielen. Um diesen vererbten Erinnerungen auf die Spur zu kommen, begibt er sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und versucht dabei, die Kriegsvergangenheit seines Großvaters nachzuvollziehen.


Meine Meinung
Der zum Buch gehörende Film wurde mir schon mehrfach empfohlen, hauptsächlich weil der Umgang mit der Erinnerung an die Kriegszeit so behutsam gewesen sein soll. Da ich die Geschichte nicht kannte, war ich durchaus gespannt darauf, wie das Ganze im Buchformat umgesetzt werden würde.

Der Schreibstil war relativ flüssig zu lesen, meiner Meinung nach aber überwiegend ziemlich platt. Zeitweise hatte ich deswegen das Gefühl, dass der Fokus eher auf dem filmischen Erzählen und der Filmvorlage lag.

Verstärkt wurde dieser Eindruck außerdem von den etwas fragwürdigen Methoden, mit denen der Autor der Vergangenheit seines Großvaters auf die Spur kommen wollte. Meiner Meinung nach mutete nämlich der ganze Handlungsteil, der in Weißrussland spielt ein wenig seltsam an. Filmisch umgesetzt hat das vielleicht eine ganze Menge hergemacht, in Buchform hat mich das jedoch eher irritiert.


Fazit
Das überwiegend positive Feedback zum Film hat in mir Erwartungen an dieses Buch geweckt, die beim Lesen leider nicht erfüllt werden konnten. Vielleicht kann die Umsetzung Leser überzeugen, die ebenfalls unter vererbten Erinnerungen und daraus resultierenden Albträumen leiden, für mich war das allerdings nicht so ganz das Wahre.

Dafür gibt es von mir zwei Bücherstapel

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