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Veröffentlicht am 04.05.2020

Sehr schwache Fortsetzung

Rebel Heart
3

"Rebel Heart" ist ein Roman der Autorinnen Vi Keeland und Penelope Ward und der zweite Band des Rush-Duetts, welcher 2020 mit 304 Seiten als Paperback im LYX Verlag der Bastei Lübbe Verlagsgruppe.

Nach ...

"Rebel Heart" ist ein Roman der Autorinnen Vi Keeland und Penelope Ward und der zweite Band des Rush-Duetts, welcher 2020 mit 304 Seiten als Paperback im LYX Verlag der Bastei Lübbe Verlagsgruppe.

Nach "Rebel Soul" und dem fiesen Ciffhanger war mir klar, der zweite Band muss gelesen werden, schließlich wollte ich nach meiner 5 Sterne Bewertung wissen, wie es mit den Protagonisten Gia und Rush weitergeht. Doch eins sei direkt gesagt: Meine Erwartungen waren definitv zu hoch!

Nachdem der Anfang nahtlos an das Ende von Band 1 anknüpft und die Handlung weiterläuft als wäre es noch dasselbe Buch bahnt sich schon die erste Katastrophe an. Denn die Wahrheit kommt bekanntlich früher oder später immer ans Licht, so also auch bei Gia und Rush.

Dies sorgt dafür, dass die bekannte Harmonie einen großen Riss bekommt und der Kreis sich zu drehen beginnt. Was genau es mit diesem sogenannten Kreis auf sich hat, kann ich auf Grund von zu vielen Spoilern leider nicht verraten.
Leider sorgte dieser "Fortschritt" dafür, dass bereits mit Beginn des zweiten Drittels für mich die Luft aus der Geschichte raus war.

Es passierte nur noch wenig bis gar nix und alles dümpelte weiter vor sich hin. Nicht nur, dass die Harmonie flöten ging, auch der Witz und Charme der Dialoge, wie man sie in "Rebel Soul" fand, war hier kaum noch zu finden.
Stattdessen trafen wir auf Charaktere und Szenen, deren Relevanz bis zum Ende hindurch unklar bzw. unnötig war, wohingegen Szenen mit Melody, Rushs Mutter, die eine recht wichtige Rolle im Vorgänger hatte, hier nur angedeutet wurden und dann weitestgehend unter den Tisch fallen.

Insgesamt hat mir "Rebel Heart" sehr wenig geboten. Es gab gute Momente, keine Frage, aber in Anbetracht der Länge war dies definitv zu wenig. Dieser Fortsetzung fehlte es an dem großen Knall, an Gefühl und an der Fähigkeit ans Buch zu fesseln. Der Schreibstil blieb zwar flüssig und konstant, beeinflusste aber leider nicht die Handlung.
Das in sämtliche Richtungen erzwungene Happy End erschien mir nicht mehr ganz nachvollziehbar.

Nach einem starken Auftaktband folgte mit "Rebel Heart" nun der tiefe Fall. Für mich eine der größten Enttäuschungen was Fortsetzungen betrifft, weswegen ich hier nut gut gemeinte 2 Sterne vergeben kann.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.05.2020

Thriller ohne Thrill

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
0

"Vergessen" ist ein Thriller von Claire Douglas, der 2020 als Paperback mit 464 Seiten im Penguin Verlag der Random House Gruppe erschien.

Das positivste an diesem Buch vorweg: Der Schreibstil. Dieser ...

"Vergessen" ist ein Thriller von Claire Douglas, der 2020 als Paperback mit 464 Seiten im Penguin Verlag der Random House Gruppe erschien.

Das positivste an diesem Buch vorweg: Der Schreibstil. Dieser ist flüssig und verständlich und führt durch die Handlung, schafft es aber nicht immer kleine logische Fehler zu überdecken.

Bei "Vergessen" soll es sich um einen Thriller handeln, leider ist davon kaum etwas erkennbar. Ein paar welke Blumen, ein Mord und ein Familiendrama voller Geheimnisse.
Besonders enttäuschend fand ich hierbei, dass es die Hälfte des Buches brauchte um die bereits durch den Klappentext bekannten Ereignisse zu erreichen, wozu wenig Platz für Spannung blieb.

Die Fülle an Andeutungen, Geheimnissen und deren langsamen Aufdecken, lassen den/die Leser/in zwar oft in verschiedene Richtungen denken, wirken sich auf Dauer aber eher negativ auf die Stimmung aus.
Besonders in Anbetracht des Endes war der Fortlauf der Handlung total unbefriedigend und hingeklatscht.

Protagonistin Kristy vermittelte immer wieder einen sehr verwirrten Eindruck, besonders durch das ständige Erwähnen eines verlegten Asthmasprays.
Ihre nicht überwindbare Vergangenheit und deren Auswirkungen in Form von Störungen innerhalb der Beziehung zu z.B. Selena oder auch ihrer Mutter machen ihren Charakter nicht sympathisch, wodurch sich auch das Mitgefühl nicht bemerkbar macht und diese Person, sowie auch alle anderen Charaktere, den/die Leser/in kalt lässt.

Claire Dpuglas hat mit "Missing" und "Still Alive" bewiesen, das sie deutlich bessere Thriller verfassen kann.
Ob hier der Erfolgsdruck zu hoch war für ein neues Werk, das kann ich als Außenstehende nicht sagen, beziehe dies aber als Vermutung in meine Bewertung mit ein.

"Vergessen" erreicht auf Grund des Schreibstils und dem Wissen über bessere Werke gut gemeinte 2 Sterne, allerdings keine Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2020

Keine gute Umsetzung der Idee

Thirty
0

"Thirty" ist ein Roman von Christina Bradley und erschien 2020 als Ebook mit 500 Seiten im Forever Verlag der Ullstein Verlagsgruppe.

Bella Edwards steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag und hat so eben ...

"Thirty" ist ein Roman von Christina Bradley und erschien 2020 als Ebook mit 500 Seiten im Forever Verlag der Ullstein Verlagsgruppe.

Bella Edwards steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag und hat so eben ihren Job geschmissen und vermisst den richtigen Mann an ihrer Seite. Also beginnt sie eine Reise zu ihrer besten Freundin in die USA und startet das Abenteuer "30 Tage, 30 Dates".

Die Protagonistin war mir zu Beginn nicht sehr nah, auch wenn mich die witzigen Dia - und Monologe oftmals schmunzeln ließen.
Doch mit Beginn der Flugzeugreise und MJ fand ich langsam einen guten Draht zu Bella und der Geschichte, mit der ich mich stellenweise sogar identifizieren konnte.

Der Schreibstil der Autorin war mir eine große Hilfe, denn er hielt mich lange Zeit am Ball mit seiner locker leichten Art, leider wurde er im Verlauf aber schwächer und überzeugte mich nicht mehr überdurchschnittlich, da auch der Aufbau des Buches nicht mehr meinem Geschmack entsprach.

Während die Geschichte zu erst eine durchgehende Erzählung ist, ändern sich die Szenen mit Beginn der Dates. Bella beschreibt ihrer besten Freundin Esther ihre Dates per E-Mail, wodurch es vorher eine kurze Art Steckbrief gibt mit Name, Ort etc., die Email beginnt, geht in eine Erzählung über und nach dem Date endet es mit der Grußformel und es geht zur nächsten Szene.
Hierbei sei erwähnt, dass Bella scheinbar nie eine Antwort von Esther erhält, denn es werden keine empfangenen E-Mails erwähnt, was mich teils enttäuscht hat, da ich mir mehr Austausch gewünscht hätte statt so manches abruptes Ab-zum-Nächsten-Ende.

Man kann sagen, Bella rennt von einer Katastrophe zur nächsten und Christina Bradley bedient sich hier auch an teils altbekannten Vorlagen und/oder Klischees, wodurch so mancher Ausgang leicht vorhersehbar wird.

Besonders gefallen hat mir an "Thirty" das Ende, denn es vermittelt die tolle Botschaft, dass man lernen muss sich selbst zu lieben und sich dann alles fügen wird.
Doch leider war dies mit einer der wenigen positiven Punkte, die mir das Buch geboten hat.
So manche unterhaltsame Stelle konnte meine positive Meinung bei der ersten Leseprobe nicht erhalten, wodurch das Buch bei mir nur 2 Sterne erzielt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2020

Spannender Thriller in Richtung Psychothriller

Meine beste Freundin
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"Meine beste Freundin" ist ein Thriller von Sarah Alderson und erschien 2020 als Taschenbuch mit 400 Seiten im Goldmann Verlag der Random House Gruppe.

Der Einstieg in die Geschichte war relativ leicht, ...

"Meine beste Freundin" ist ein Thriller von Sarah Alderson und erschien 2020 als Taschenbuch mit 400 Seiten im Goldmann Verlag der Random House Gruppe.

Der Einstieg in die Geschichte war relativ leicht, man beginnt quasi mit dem Ende, nämlich beim Noturf und der Vernehmung von Lizzie.
Ich war direkt sehr angetan vom Schreibstil, denn er war gut verständlich und flüssig. Die Neugier und das leichte Spannungskribbeln konnte konstant gehalten werden.

Nach den ersten ca. 150 Seiten war ich zuerst irritiert, denn die Geschichte las sich eher wie ein Roman mit kleinen Zügen eines Psychothrillers, doch mit Beginn des zweiten Teils (von insgesamt 5) und den Sichtwechseln zwischen Lizzie und Becca nahm das Buch plötzlich Fahrt auf.

Mir erschienen die Charaktere, insbesondere die Protagonisten, realitätsnah geschaffen und mit "normalen Problemen" wie z.B. Mobbing, Verlust, mangelndes Selbstbewusstsein etc. . Doch trotz allem konnte ich meine Sympathie immer nur sporadisch verteilen, denn mit jeder Wendung, die das Buch bot, wanderte auch meine Zuneigung von Charakter zu Charakter.

Das i-Tüpfelchen des Thrillers war dann definitv das Ende, also der fünfte Abschnitt, denn hier hat die Autorin bewusst auf die Nennung der entsprechenden Sichtweise verzichtet, damit der/die Leser/in selber rätseln kann. Mich hat diese Tatsache definitv verwirrt und meine Theorien immer wieder schwanken lassen, sodass ich mir nach Beendigung noch immer nicht zu 100% sicher war was meine Lösung betraf.

"Meine beste Freundin" ist ein gelungener spannender Thriller, den ich insgesamt schon fast mehr in die Rubrik Psychothriller einordnen würde. Lediglich die Schwäche zu Beginn lässt mich persönlich einen Stern in der Gesamtbewertung abziehen, somit bleibt es bei einer sehr guten 4 Sterne Empfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2020

Hier braucht man Konzentration

Marta schläft
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"Marta schläft" ist ein Thriller der deutschen Autorin Romy Hausmann und erschien 2020 als Paperback mit 400 Seiten im dtv Verlag.

Zuerst tat ich mich mit dem Buch etwas schwer, denn die Kapitel wechseln ...

"Marta schläft" ist ein Thriller der deutschen Autorin Romy Hausmann und erschien 2020 als Paperback mit 400 Seiten im dtv Verlag.

Zuerst tat ich mich mit dem Buch etwas schwer, denn die Kapitel wechseln zwischen "Nadja", "Aus Brief # " und Rückblicken, dadurch braucht man als Leser/in volle Konzentration zum Folgen der Handlung.
Das Zusammenspiel der einzelnen Sequenzen wird erst sehr spät klar und klärt die entstandenen Fragen und Lücken.

Protagonistin Nadja lässt sich ohne Spoiler kaum beschreiben. Sie lebt mit der Angst und Panikattacken je nach Situation. Der Ursprung dieses Verhaltens ist lange Zeit unbekannt, weshalb ihre Handlungen zunächst nur akzeptiert werden müssen statt sich in ihren Charakter hinein zu fühlen.

Die Bedeutung bzw. Rolle vieler einzelner Personen für die Handlung wird ebenfalls erst gegen Ende geklärt, was mich stellenweise manchmal etwas gewundert hat, warum ich vorher über Personen gelesen habe die dann plötzlich erstmal keinem Zweck mehr zu dienen scheinen.

"Marta schläft" ist kein Thriller, den man sich mal kurz für kleine Pausen greifen sollte, sondern einer für den man ein paar Stunden voller Konzentration opfern sollte um die Geschichte zu "genießen".

Für mich definitv ein spannender Thriller, der auf Grund seiner komplexen Art und dem durchweg flüssigen Schreibstil eine Empfehlung verdient.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere