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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2021

Gelungener Abschlussband

Jetzt gehörst du mir
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Das ist nun der finale Teil der Brennan-Esposito-Reihe. Und der Beginn, in dem etwas Schreckliches aus dem Mund eines kleines Mädchens wiedergegeben wird ist mysteriös und unheilvoll zugleich. Es werden ...

Das ist nun der finale Teil der Brennan-Esposito-Reihe. Und der Beginn, in dem etwas Schreckliches aus dem Mund eines kleines Mädchens wiedergegeben wird ist mysteriös und unheilvoll zugleich. Es werden zahlreiche Personen erwähnt und man fragt sich als Leser zwangsläufig wie und was diese mit einander verbindet. Wie man es ja mit der Zeit bei Tania Carver gewohnt ist, gibt es hier auch wieder kurzgehaltene Kapitel, die immer wieder an der spannendsten Stelle enden und dadurch erreicht wird, dass zum einen die Spannung gehoben bzw. gehalten und zum anderen man selbst zum Weiterlesen animiert wird. Als ich zum Ende hin glaubte zu Wissen wohin die Reise geht, gab es noch einmal überraschende Wendungen.
Auch in diesem letzten Teil der Reihe schreckt Tania Carver nicht davor zurück, uns Leser so manche brutal-harte Szene zu präsentieren. Jedoch passen diese wiederum zum Handlungsgeschehen und wirken damit authentisch und überzeugend. Ich fand diesen Abschlussband sehr gelungen und vergebe gern volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Schwächelnder 7. Teil

Er will dein Herz
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Im bereits 7. Fall für Brennan und Esposito hat sich Tania Carver wieder eines wichtigen gesellschaftliches Themas angenommen – Gewalt gegen Frauen. Ist das nicht schon schlimm genug tritt jetzt ein Mörder ...

Im bereits 7. Fall für Brennan und Esposito hat sich Tania Carver wieder eines wichtigen gesellschaftliches Themas angenommen – Gewalt gegen Frauen. Ist das nicht schon schlimm genug tritt jetzt ein Mörder auf den Plan, der eben diese Frauen, die in einem Frauenhaus Schutz suchen wollen, tötet. Neben dieser Thriller-Handlung gibt es einen weiteren Erzählstrang, der sich mit den privaten Problemen der beiden Hauptfiguren befasst. Seit den Vorkommnissen im letzten Teil gehen sie getrennte Wege, womit Phil allerdings überhaupt nicht klar kommt und ungewohnt Fehler bei der Arbeit macht. Durch diesen sehr vordergründigen Handlungsstrang hat in meinen Augen der eigentliche Fall viel an Brisanz verloren und auch die Profiling-Seite kommt nicht so zum Tragen. Eigentlich schade, hatte die Reihe doch gerade so einen tollen Lauf. Auch wenn wieder mit dem altbewährten Mittel des Cliffhanger reichlich gearbeitet wurde, konnte mich dieses Buch nicht richtig mitreißen. Gegenüber den Vorgängern für mich definitiv kein Highlight und deshalb vergebe ich diesmal 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Spannend

Der Spiegelmann
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Dieser Thriller mit Joona Linna als Kommissar ist bereits Teil 8 der Reihe und ist wie seine Vorgänger wieder sehr spannend aber auch äußerst gewaltintensiv erzählt. Das Thema, Gewalt gegen Frauen, bildet ...

Dieser Thriller mit Joona Linna als Kommissar ist bereits Teil 8 der Reihe und ist wie seine Vorgänger wieder sehr spannend aber auch äußerst gewaltintensiv erzählt. Das Thema, Gewalt gegen Frauen, bildet den ernsten Hintergrund dieser durchaus packenden Geschichte. Fans der Serie kommen hier erneut auf ihre Kosten. In zahlreichen Perspektivwechseln und durch die nicht all zu lang gehaltenen Kapitel kommt man flott mit dem Lesen voran. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch in ihrem jeweiligen Part. Vorkenntnisse aus den anderen Bänden ist für den zu lösenden Fall nicht nötig, nur wenn es um die Verquickungen innerhalb des Ermittlerteams geht wären Kenntnisse aus den Vorgängern hilfreich. Aber dieses kleine Manko fällt jetzt nicht so ins Gewicht, dass das Lesevergnügen darunter extrem leiden würde. Damit auch die Spannung aufrechterhalten wird, schickt Lars Kepler seine Leser immer wieder auf Fährten, die letztlich Sackgassen sind oder nicht zwingend zur Tätersuche beitragen. Die Überführung des Täters mündet in einem packenden Finale, das mich dann doch überraschte und mich mit den teils sehr gewalttätigen Passagen, versöhnte. Mir hat dieser Thriller tolle Lesestunden beschert und ich bewerte ihn mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Hat meine Erwartungen nicht erfüllt

Die Oxford-Morde
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Dieser Roman lies mich sehr zwiegespalten zurück. Anfänglich mutet dieser Roman wie ein historischer Kriminalroman an, bis ich mir noch einmal vergegenwärtigte, dass er in der heutigen Zeit angesiedelt ...

Dieser Roman lies mich sehr zwiegespalten zurück. Anfänglich mutet dieser Roman wie ein historischer Kriminalroman an, bis ich mir noch einmal vergegenwärtigte, dass er in der heutigen Zeit angesiedelt ist. Ich bin nicht richtig warmgeworden mit der Geschichte. Einerseits ist die Krimihandlung im heutigen Oxford angesiedelt mit all seinen wissenschaftlichen Möglichkeiten einen Täter zu überführen, anderseits wird die Geschichte so erzählt, als wäre man zur Zeit Sherlock Holmes' unterwegs. Durch die vielen mathematischen Vergleiche und Parallelen, die sehr ausführlich beschrieben werden, kommen Opfercharakterisierung und Tätersuche absolut zu kurz. Auch wenn über die Mathematik die Morde erklärt werden sollen, war mir dieser Bezug auf die Dauer zu viel. Der eigentliche Krimi, sprich die Suche nach Motiv und Täter wurden fast vernachlässigt. Die einzelnen Protagonisten blieben für meinen Geschmack allesamt blass und das beschriebene Oxford-Ambiente konnte dieses Defizit dann auch nicht mehr retten. Ich hatte mir eigentlich etwas anderes unter diesem Titel erhofft. Meine Erwartungen wurden leider überhaupt nicht erfüllt. Für mich ist dieses Buch nur Mittelmaß, deshalb vergebe ich 2,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.02.2021

Grenzüberschreitende Ermittlungen

Grenzfall - Der Tod in ihren Augen
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Mit „Grenzfall. Der Tod in ihren Augen“ präsentiert Anna Schneider den 1. Fall für die Ermittler Alexa Jahn, Deutschland, und Bernhard Krammer, Österreich. Ich fand den Krimi echt lesenswert. Er beginnt ...

Mit „Grenzfall. Der Tod in ihren Augen“ präsentiert Anna Schneider den 1. Fall für die Ermittler Alexa Jahn, Deutschland, und Bernhard Krammer, Österreich. Ich fand den Krimi echt lesenswert. Er beginnt mit einem Paukenschlag bei dem geschildert wird, wie die ersten Leichenteile gefunden werden und somit die Ermittlungen in Gang gesetzt werden. In den Folgekapiteln, in denen die Hauptfiguren uns Lesern nähergebracht werden und auch die Polizeiarbeit beschrieben wird, geht das aber leider zu Lasten der Spannung und des Tempos. Doch danach nimmt beides bis zum fulminanten und überraschenden Ende nochmal richtig Fahrt auf.
Mein Krimiherz hat dieser 1. Teil getroffen. Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Beschreibungen der regionalen Begebenheiten sind passend und gut in die Krimihandlung eingebaut. Als Leser tappte ich bis zum Schluss im Dunkeln wer der Täter ist und welche Motivation er hatte. Und so sollte für mich ein Krimi auch sein – möglichst lange genau darüber im Unklaren zu sein und somit die Spannung bis zum Schluss zu haben.
Kurzum: Ich kann nur sagen, ein gelungener Serienstart. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und hatte viel Spaß beim Mitraten über Täter und Motivation. Ich empfehle diesen Krimi sehr gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.