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Veröffentlicht am 10.09.2021

Gute Idee, ganze miese Umsetzung

Moxyland
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Und wieder ist wunderbarer (und diesmal auch wundersamer) buddyread mit meiner Lieblings-Linda aka Bücher Bro aka @penguins.books vorbei - unser Austausch war mir ein inneres Blumen pflücken, immer wieder ...

Und wieder ist wunderbarer (und diesmal auch wundersamer) buddyread mit meiner Lieblings-Linda aka Bücher Bro aka @penguins.books vorbei - unser Austausch war mir ein inneres Blumen pflücken, immer wieder gerne und jederzeit!

Worum gehts? Ja gute Frage - ganz hab ich das auch nach Beenden des Buches nicht überrissen. Ich glaube, die Idee dahinter war kritisch die Probleme unserer Gesellschaft in einen dystopischen Roman zu verpacken. Ging leider ziemlich in die Hose. Nicht mal eine Windel hätte geholfen.. nein, nicht mal drei Windeln hätten geholfen. Und wenn, dann nur die super saugfähigen mit extra Flügeln + Auslaufschutz.

Ansatz, Idee, Message dahinter top. Wenn man das beim Lesen mitbekommt. In der nahen Zukunft: ein hoch technologisierter totalitärer Sicherheitsstaat, 2-Klassen-Gesellschaft, keine Meinungsfreiheit: das volle Paket an verabscheuenswürdiger Politikmache. Man begleitet im Buch vier Figuren, die auf die eine oder andere Weise mit diesem System in Kontakt kommen. Ein Unabhängigkeitskämpfer, eine Hackerin, eine Künstlerin und der freie Vogel. Nur irgendwie … passiert viel, doch es ist schwierig herauszufiltern 1. was wichtig ist und 2. worauf das auch nur irgendwie hinauslaufen soll. Der Plot fehlt einfach.

Zusätzlich wird man einfach mit seitenweise Fremdwörtern überschwemmt, die Flut nimmt gar kein Ende. Einerseits Unmengen an südafrikanischen Wörtern (ahja es spielt in Kapstadt, tut aber kaum was zur Sache) bzw. Slang - der aber zumindest im Anhang erklärt wird. Dazu kommen noch Millionen an Hightech Begriffen die man 1. nicht kennt, weil noch nicht erfunden und deswegen noch nie gehört und 2. die nicht erklärt werden. Das geht ja noch, bei einem Wort, aber bei gefühlt 5-10 pro Seite reduziert das das Lesevergnügen auf ein „Epilieren des Intimbereichs“-Spaß-Niveau.

2/5 ✨ - einen Stern dafür, dass die Autorin sich viel dabei gedacht hat und die besten Absichten hatte.

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Toller Einstieg für ein nachhaltigeres Leben

Die 100 besten Eco Hacks
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Vielen Dank an das @bloggerportal, dass ich dieses Buch lesen durfte! Nachdem ich schon den „Konsumkompass“ verschlungen habe, ist der neue kleine Ratgeber von Katharina Schickling ein wunderbares Tüpfelchen ...

Vielen Dank an das @bloggerportal, dass ich dieses Buch lesen durfte! Nachdem ich schon den „Konsumkompass“ verschlungen habe, ist der neue kleine Ratgeber von Katharina Schickling ein wunderbares Tüpfelchen auf dem i.

In diesem kleinen Büchlein gibt uns die Autorin 100 Tipps, wie man viele Bereiche des Alltags nachhaltiger gestalten kann, dadurch bewusster mit der Umwelt umgeht, so den eigenen Horizont erweitert und nebenher dem Klima was Gutes tut.

Jetzt mal Hand aufs Herz! Beschäftigt ihr euch mit dem Klimawandel und unserer Umwelt? Wenn ja, wie sehr seid ihr bereit auf Annehmlichkeiten zu verzichten und Gewohnheiten umzustellen? Und was tut ihr heute schon dafür? Glaubt ihr, dass es genug ist?

Ich für mich denke mir, dass ich mich bemühe, aber weitaus mehr tun könnte.. Der Klimawandel, die starken Wetterwechsel, das Artensterben und all seine Begleiterscheinungen machen mir Angst und liegen mir im Bauch. Gleichzeitig bin ich stinkfaul, verschiebe die Öko-Kathi gerne auf morgen, weil ich einfach bequem bin.

Mittlerweile schaffe ich es, fast immer mein eigenes Einkaufssackerl mit zu nehmen. Ich kaufe so wenig wie möglich Einweg-Plastikprodukte, ich bemühe mich Strom und Wasser zu sparen, ich putze fast ausschließlich mit Apfelessig, ich kaufe nicht mehr jeden Monat neue Kleidung, und und und. Aber irgendwie mache ich das nur so weit, wie es im Einklang mit meiner Bequemlichkeit ist. Selber Haarshampoo machen? Jeden Samstag zum Bauernmarkt und für eine Woche vorplanen? Und das nicht nur für eine kurze Zeit, sondern natürlich für immer.

Nach dem Lesen dieses kleinen Ratgebers heißt es für mich nun „Gewohnheiten langsam umstellen“ - für mehr Hintergrundinfos kann ich euch zusätzlich den „Konsumkompass“ wirklich ans Herz legen!!

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Toller Fantasy-Einzelband!

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Ach ein Schnulziwulzi Jugendbuch für zwischendurch wieder mal.. ganz herrlich, fantasievoll, schön geschrieben. Und auch endlich mal wieder ein Fantasy-Einzelband, habe schon lange keinen mehr gelesen. ...

Ach ein Schnulziwulzi Jugendbuch für zwischendurch wieder mal.. ganz herrlich, fantasievoll, schön geschrieben. Und auch endlich mal wieder ein Fantasy-Einzelband, habe schon lange keinen mehr gelesen.

Ezlyn ist eine Todesseherin: sobald sie einen Menschen berührt, sieht sie den Moment seines Todes. Sie weiß auch um ihren eigenen Tod, nicht nur wie, sondern auch wer: ein Schattenkrieger, dessen bloße Berührung den Tod bringt. Als sie an den Hof ihres neuen Lords kommt, scheint alles wunderbar. Bis Ezlyn auf einmal ihrem Mörder gegenüber steht. Doch nicht alles ist so, wie es scheint. Und auf einmal ergreift nicht nur die Furcht Ezlyns Herz…

Eine durchwegs nachvollziehbare Handlung, die weder überladen noch dürftig ausfällt. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist mittelalterlich angehaucht, Kutschen, Lords & Ladys, Burgen, Krieg.. mit einem dezenten Hauch an Magie.

Ezlyn selbst ist wortgewandt und handelt authentisch. Durch ihre Ausbildung zur Seherin am Tempel hatte sie nie Kontakt zum anderen Geschlecht, irgendwie nachvollziehbar, dass sie jede Nettigkeit eines Gegenübers mit Annäherungsversuchen vertauscht. Ein schöner Hauptcharakter, vor allem in Anbetracht dessen, dass Ezlyn bereits 20 ist und kein 16-jähriges Puppili mehr. So verhält sie sich auch - Daumen hoch! Auch die männlichen Hauptfiguren finde ich sehr gut ausgearbeitet, trotz der Kürze des Buches zeigen sie jeweils eine ausgeprägte Persönlichkeit.

Eine Sache jedoch geht mir nicht ganz so ein… Ezlyn weiß wer ihr Mörder ist und fürchtet ihn anfangs - logisch. Aber dann, als sich die Dinge zu drehen beginnen, redet sie mit dem Schattenkrieger nicht über ihre Todesvision. Mensch Hallo, groß verliebt hier, aber darüber wird nicht geredet? So schwer ist ein „He Hase, ich habe gesehen, dass du mich abmurksen wirst“ - doch nicht? Aber dies ist auch wirklich der einzige Kritikpunkt - hier hätte ich mir mehr Offenheit gewünscht.

Zusammenfassend: tolles Buch, tolle Geschichte, Charaktere zum Mögen, Schreibstil & Ausdruck sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Weltbewegend!

Corpus Delicti
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„Ich entziehe einer METHODE das Vertrauen, die lieber der DNA eines Menschen als seinen Worten glaubt.“ - Mia Holl.

Es fällt mir sehr schwer für dieses unglaublich vielschichtige Buch die richtigen ...

„Ich entziehe einer METHODE das Vertrauen, die lieber der DNA eines Menschen als seinen Worten glaubt.“ - Mia Holl.

Es fällt mir sehr schwer für dieses unglaublich vielschichtige Buch die richtigen Worte zu finden. Das Buch vermittelt auf wenigen Seiten viel Gedankengut, wobei ich mir schwer tue, die Essenz dessen jetzt herauszufiltern.

Mias Bruder Moritz wurde trotz seiner Unschuldsbeteuerungen wegen Mordes verurteilt. Das Urteil wurde durch die eindeutige Beweislage der METHODE gefällt. Denn die METHODE ist unfehlbar, die METHODE als totale Regierungsform garantiert den Menschen in dieser Dystopie körperliche und geistige Gesundheit, basierend auf dem unbedingten Lebenswillen jedes einzelnen Lebewesens.

Mia, eine analytisch denkende Naturwissenschaftlerin und Verfechterin der Methode, gerät in eine Zwickmühle. Als Schwester glaubt sie an die Unschuld ihres Bruders. Als Naturwissenschaftlerin glaubt sie an die Unfehlbarkeit der Methode. Basierend auf diesem Zwiespalt gerät Mia selbst in den Fokus des ‚Methodenschutzes‘, wird ungewollt zur Revolutionärin und beginnt zu hinterfragen.

Dieser kleine Überblick kratzt nur an der Oberfläche des Inhalts dieses Buches. Es gibt wirklich viele weitere Aspekte und Gedanken, die ich hier gerne aufschreiben würde. Der wichtigste für mich aber ist: Was bedeutet Freiheit? Und wieviel ist Freiheit wert? Das Leben in der Gesundheitsdiktatur bietet die totale körperliche Sicherheit, Körperfunktionen und -werte müssen per Gesetz ständig überwacht werden um einen funktionierenden Staatsapparat zu gewährleisten. Der Überwachungsstaat reduziert jedoch die persönliche Freiheit auf ein Minimum, das einzelne Individuum wird zur Massenware. Ist für eine funktionierende Gesellschaft das Ausleben eines Extrems von Nöten? Und findet ein Individuum selbst das Gleichgewicht zwischen rational und emotional?

Danke Omama für dieses wunderbare Buch!!

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Ein Blick in die Zukunft

Roboterland
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Vorab ein herzliches Dankeschön an das @bloggerportal und den @goldmann_verlag für dieses Rezensionsexemplar!
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In Jenny Kleemanns erstem Buch bekommen wir einen Einblick, wie der technische Fortschritt ...

Vorab ein herzliches Dankeschön an das @bloggerportal und den @goldmann_verlag für dieses Rezensionsexemplar!
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In Jenny Kleemanns erstem Buch bekommen wir einen Einblick, wie der technische Fortschritt unseren Alltag zukünftig beeinflussen könnte. Wie werden wir geboren, wie haben wir Sex, wie essen wir, wie sterben wir. Welche Konsequenzen haben die neuesten Errungenschaften der Technik für unser Leben?
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Ach herrje, und wieder bin ich zwiegespalten. Die Thematik finde ich als Naturwissenschaftlerin spannend. Die Autorin hat gut recherchiert, viele Interviews geführt und diese ausführlich wieder gegeben, die Zusammenhänge erläutert und versucht alle wichtigen Aspekte einzubringen. Und das ist auch gut gelungen, das Buch ist informativ – die Gespräche mit Führungspersönlichkeiten von Firmen, die Sexroboter, Clean Meat und Gebärmutterbeutel herstellen, geben ein gutes Bild über den Momentan-Zustand und mögliche Zukunftsbilder ab.
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Teilweise waren mir die Ausführungen zu informativ – das jedoch ist Geschmackssache. Was mich jedoch wirklich gestört hat ist, dass ich statt einem objektiven informativen Sachbuch ein subjektives Essay der Autorin vor mir hatte. Die Meinung der Autorin nimmt viel Platz ein – und das betrifft nicht nur technische Entwicklungen, sondern vor allem ihre persönliche Meinung zu Gesprächspartnern oder deren Ansicht zu einem Thema – die sie unverblümt mitteilt. Ich als Leser teile diese subjektive Bewertung jedoch vielleicht nicht. Das hat das Lesevergnügen für mich doch sehr gemindert.
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Aber alles in allem ein spannendes Thema. Die Informationen, die ich herauslesen konnte, waren befriedigend genug.

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