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Veröffentlicht am 04.07.2019

Tolle fiktive Geschichte mit historischen Personen und Ereignissen vermischt

Lady Annes Geheimnis
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Inhalt:

Anne ist seit drei Jahren Zofe am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig. Ihre Eltern hatten sie aufgrund einer unehelichen Schwangerschaft verbannt und ihr das Kind weggenommen. Nichts wünscht sich ...

Inhalt:

Anne ist seit drei Jahren Zofe am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig. Ihre Eltern hatten sie aufgrund einer unehelichen Schwangerschaft verbannt und ihr das Kind weggenommen. Nichts wünscht sich Anne mehr, als nach England zurückzukehren und ihren Sohn wiederzusehen. Als die englische Königin stirbt und Georg Ludwig zum König von England ausgerufen wird, bietet sich auch für Anne die Gelegenheit, in ihre Heimant zurückzukehren. Allerdings entpuppt es sich als sehr schwierig und auch gefährlich, ihren Sohn zu finden und zu sehen.

Meinung:

Ein herrlicher locker und flüssig geschriebener historischer Roman. Ich liebe solche Bücher - man liest etwas über historische Ereignisse und gleichzeitig gibt es eine spannende Handlung fiktiver Personen, die Probleme haben, Geheimnisse, sich verlieben usw. Auch bekommt man in diesem Buch gut mit, wie es damals im Palast und auch außerhalb in den Straßen Londons zuging.

Die Charaktere sind hervorragend entwickelt. Besonders Anne schließt man sehr schnell ins Herz. Sie ist eine herzliche, aber auch starke junge Frau, die schon mehr erlebt hat, als sie in solch jungen Jahren erlebt haben sollte. Sie agiert mit Verstand, muss aber auch manchmal ihr Temperament in Zaum halten. Auch die Protagonisten rund um Anne sind sehr schön beschrieben und man kann sie sich richtig gut vorstellen.

Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen, da es mir so gut gefallen hat und ich ständig wissen wollte, wie es nun weitergeht.

Historische Personen sowie fremde Ausdrücke werden im Glossar am Ende des Buches aufgeführt.

Fazit:
Eine tolle fiktive Geschichte mit tatsächlichen historischen Personen und Ereignissen vermischt.

Veröffentlicht am 27.06.2019

Wie Freundschaft und Liebe gegen Selbsthass und Schuldgefühle ankommen.

Falsche Frage, richtige Antwort
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Toni ist bekannt dafür, knallhart, eigenständig und richtig krass zu sein, oft hat sie auch mit Aggressionen zu kämpfen, die sie nur sehr schwer unterdrücken kann. Bei einer Feier ihres Teams trinkt sie ...

Toni ist bekannt dafür, knallhart, eigenständig und richtig krass zu sein, oft hat sie auch mit Aggressionen zu kämpfen, die sie nur sehr schwer unterdrücken kann. Bei einer Feier ihres Teams trinkt sie zu viel und lässt sich mit ihrem Teamkollegen Lucky ein.
Mit Lucky gab es schon vor zehn Jahren in ihrer Jugend einen Kuss. Damals hatte sie aber Angst, das Gleichgewicht des Teams zu gefährden und lief dem erstbesten Mann in die Arme, der sie haben wollte. Diese Beziehung entpuppte sich als nicht wirklich gesund und fand schließlich ein jähes Ende. Jahrelang gibt sich Toni die Schuld und kann sich selbst nicht verzeihen.
Doch diese eine Nacht mit Lucky verändert ihr Leben. Viel mehr als sie es sich zuerst vorstellen kann.

Meine Meinung:
Obwohl ich die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen habe, bin ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Alles Wichtige wird ausreichend erzählt.

Toni zerfleischt sich selbst fast vor Selbsthass und stößt jeden von sich weg, der sich ihr nähern oder ihr helfen möchte. Damit hat sie mich am Anfang fast schon etwas genervt, auch wenn ich von Anfang an mit ihr mitfühlen konnte. Irgendwie schafft es aber Lucky, doch immer wieder ein Stückchen näher an sie heranzukommen. Dafür muss ich ihn auch wirklich bewundern. Ich an seiner Stelle hätte mich nicht mehrmals so behandeln lassen. Allerdings haben die zwei auch so einiges in ihrer frischen Beziehung (kann man das überhaupt Beziehung nennen?) zu bewältigen!

Ich fand das Buch richtig gut. Es ist eine Geschichte von Freundschaft und Liebe, von Schuldgefühlen und Selbsthass und wie diese Gefühle bewältigt werden können. Man kann trotzdem stark sein, auch wenn man sich von jemand anderem helfen lässt, wenn man jemand anderen an sich heranlässt.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Wenn die Liebe zur Musik alles heilen kann ...

Find mich da, wo Liebe ist
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Grace ist eine begabte Cellistin, die aufgrund eines dramatischen Erlebnisses nicht mehr vor Publikum spielen kann. Daher steigt sie auf den Bau von Streichinstrumenten um und kann hier auf einige Jahre ...

Grace ist eine begabte Cellistin, die aufgrund eines dramatischen Erlebnisses nicht mehr vor Publikum spielen kann. Daher steigt sie auf den Bau von Streichinstrumenten um und kann hier auf einige Jahre Berufserfahrung zurückgreifen. In ihrem Privatleben läuft es leider nicht so ganz rund. Sie hat seit 8 Jahren einen Freund, doch dieser ist mit einer anderen Frau verheiratet und hat Kinder. Oft denkt sie an ein gemeinsames Leben, wie es wohl sein wird, wenn er sich endlich scheiden lässt und mit ihr ein neues Leben beginnt. Doch wann wird das endlich sein?

Das Buch beginnt mit einer Erklärung des Cellos. Solche Erklärungen, die sich mit dem Bau von Instrumenten oder dem Klang befassen, findet man immer wieder in dem Buch. Doch niemals sind sie langweilig, weil sie so gut in das Geschehen eingefügt sind.

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt, immer wieder unterbrochen durch Rückblicke in die Vergangenheit, als Grace im Konservatorium war und dort mit einem besonders strengen Lehrer kämpfte oder als Grace und ihr Freund sich kennenlernten und was sie schon erlebt haben.

Das ganze Buch sprüht über vor Liebe zu Streichinstrumenten und zur Musik. Auch Nadia und Mr. Williams haben einen besonderen Bezug dazu und so verwundert es nicht, dass die drei gute Freunde werden. Besonders schön finde ich, dass auch einige Musikstücke genannt werden. Diese habe ich mir dazu angehört und das hat dem Buch noch zusätzlich Flaire verpasst.

Das Cover finde ich zwar wunderschön, allerdings finde ich, dass es zu dieser Geschichte nicht so richtig passen will. Aber am wichtigsten ist sowieso der Inhalt und nicht die Verpackung ;)

Fazit:
Ein wunderschön geschriebenes Buch über Musik, Liebe und Freundschaft.

Veröffentlicht am 23.08.2021

Wichtiges Thema gut verarbeitet

Runaway
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Inhalt:

Miriam ist eine junge Frau, die weiß was sie will und zu ihrer Meinung steht. Als ihre Eltern und ihre Schwester von dem Schwangerschaftabbruch erfahren, den sie vor einigen Jahren vornehmen hat ...

Inhalt:

Miriam ist eine junge Frau, die weiß was sie will und zu ihrer Meinung steht. Als ihre Eltern und ihre Schwester von dem Schwangerschaftabbruch erfahren, den sie vor einigen Jahren vornehmen hat lassen, brechen sie den Kontakt zu ihrer Tochter bzw Schwester ab. Für Miriam bricht eine Welt zusammen, auch wenn sie für sich selbst weiß, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. In dieser schweren Zeit stehen ihr ihre Freunde zur Seite ... und Elias, in den sie schon lange verliebt ist. Doch ob dieser wohl jemals mehr in ihr sehen wird als die beste Freundin seiner kleinen Schwester?

Meinung:

Das ist nun der Abschluss der Away-Reihe, die mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Auch dieser Band war wieder sehr gut zu lesen und hat mir auch von den Protagonisten, dem Thema und dem Umgang damit gut gefallen.

Ich finde Miriam ist eine sehr starke junge Frau. Sie mag zwar ein wenig zurückhaltender und "leiser" sein als die anderen Charaktere in dem Buch, aber genau das macht sie für mich so sympathisch. Und obwohl sie immer wieder Zweifel hat, was andere von ihr denken, steht sie zu ihrer Meinung und auch zu ihrer Entscheidung. Sie weiß einfach, dass es das richtige war. Und ich finde ihren Schritt damals erwachsen, mutig, gut durchdacht und vor allem sehr verantwortungsvoll.

Natürlich könnte man hier wohl ewig diskutieren, dass es auch andere Möglichkeiten gegeben hat und es gibt sicher auch Leser, die die Entscheidung nicht verstehen können oder vielleicht sogar generell gegen Abtreibung sind. Meiner Meinung nach muss jede Frau das selbst entscheiden, denn SIE muss mit dieser Entscheidung leben.

Elias mochte ich sehr, aber das ist nichts Neues, er war mir schon im Vorband sehr sympathisch. Die Annäherung zwischen Elias und Miriam habe ich als sehr natürlich empfunden und denke, dass so etwas auch in der Realität passieren kann. Was ich besonders schön fand, war, dass es kein riesiges Drama gegeben hat. Sondern es war eine eher ruhige und schöne Liebesgeschichte.

Fazit:

Ein wichtiges Thema, das meiner Meinung nach gut verarbeitet wurde, inklusive einer ruhigen Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 15.06.2020

Witzig, humorvoll, spannend und magisch

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Inhalt:

Ivy ist absolut keine Heldin. Im Gegenteil, sie ist wohl eher die letzte, die man rufen würde, wenn man magische Unterstützung brauchen würde (was nicht heißt, dass sie es nicht könnte). Doch ...

Inhalt:

Ivy ist absolut keine Heldin. Im Gegenteil, sie ist wohl eher die letzte, die man rufen würde, wenn man magische Unterstützung brauchen würde (was nicht heißt, dass sie es nicht könnte). Doch Ivy verbringt ihre Zeit am liebsten auf ihrer Couch, isst Junkfood und redet höchstens noch mit ihrem Kater. Zusammenfassend also: sie liebt es, nichts zu tun. Durch einen Bürokratiefehler wird sie das Opfer einer Verwechslung und wird unfreiwillig - sehr, sehr unfreiwillig - mitten hineingeschleudert in den Arkanen Zweig, der Ermittlungsbehörde des Heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Noch dazu arbeitet sie dort für Adeptus Exemptus Raphael Winter, der genau die Sorte von Hexer ist, die sie eigentlich verabscheut - er arbeitet viel zu viel und piesackt sie auch noch. Dabei lassen seine saphirblauen Augen in ihrem Bauch Schmetterlinge entstehen ...

Meinung:

Es hat so Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Der Schreibstil war so leicht und flüssig, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Die Story war super, die Charaktere toll und an Spannung fehlte es auch nicht. Einfach wunderbar!

Ivy habe ich sehr liebgewonnen. Sie ist zwar etwas faul und erledigt Dinge manchmal auf etwas andere Weise, aber gerade das macht ihr Wesen aus. Und wenn Not am Mann ist, kann man sich aber sehr wohl auf sie verlassen. Raphael Winter ist genau das Gegenteil von ihr. Er arbeitet sehr viel, hält sich an die Regeln und kann anfangs Ivys Einstellung so gar nicht verstehen. Die Dialoge zwischen den beiden haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Ivy wird nach der Verwechslung sehr schnell ins kalte Wasser gestoßen. Kaum ist sie im Gebäude des Ordens wird ein wichtiges Symbol gestohlen und Winter und sie sollen ermitteln. Dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren manchmal nicht so ganz klappt, ist irgendwie vorauszusehen und führt immer wieder zu lustigen Situationen.

Trotz allen Humors darf auch die Spannung nicht fehlen und die ist auch eindeutig vorhanden. Denn es bleibt nicht bei dem einen gestohlenen Symbol, sondern das Ganze weitet sich zu etwas viel Größerem und Tödlicherem aus.

Die Magie wird vor allem durch Runen und Kräuter ausgeübt. Dazu gibt es verschiedene Ausbildungsstufen und -grade. Um die Geschichte zu vervollkommnen gibt es auch noch eine Prise Romantik dazu. Allerdings steht diese nicht an erster Stelle und entwickelt sich nur langsam, was sehr gut zu der Geschichte und den Charakteren passt.

Fazit:

Eine witzige, humorvolle, spannende und magische Geschichte, die mich voll in ihren Bann gezogen hat. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band!

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