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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2019

Rockstar-Romance mit authentischen Charakteren

Midnight Blue
5

Yesterday I lay with you in a bed of glass
We broke together trying to survive our past
Still, in your pain I found magic

Die 21-jährige Indigo Bellamy staunt nicht schlecht, als sie das lukrative Angebot ...

Yesterday I lay with you in a bed of glass
We broke together trying to survive our past
Still, in your pain I found magic

Die 21-jährige Indigo Bellamy staunt nicht schlecht, als sie das lukrative Angebot erhält, den drogensüchtigen Rockstar Alex Winslow während seiner Tournee gegen Bezahlung im Auge zu behalten. Dieser ist von seiner neuen Aufpasserin gar nicht begeistert und möchte sie schnellstmöglich loswerden. Obwohl sie sich ein hitziges Wortgefecht nach dem anderen liefern, kann Indie die Anziehungskraft, die von dem düsteren Sänger ausgeht, nicht leugnen...

Der schlagfertige Frauenschwarm lebt für die Musik und seine Fans. Doch inmitten all seiner Manager und Verpflichtungen hat er zunehmend das Gefühl, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren. Deshalb scheint er oft launisch, undankbar und verschlossen und leidet unter einer Schreibblockade.
Damit hat auch die introvertierte Indie zu kämpfen, die wegen ihrer akuten Geldsorgen dringend auf diesen anspruchsvollen Job angewiesen ist. Sie lässt sich jedoch keinesfalls von dem gefeierten Rockstar einschüchtern und bietet ihm von Beginn an mächtig Paroli.

Dass die Protagonisten ihre Ecken und Kanten haben, macht sie für mich umso sympathischer und glaubwürdiger. Vor allem Alex ist nicht der typische perfekte Schönling, dem alles im Leben zufliegt. Im Laufe des Romans bekommt der Leser nach und nach auch seine sanfte und tiefsinnige Seite zu Gesicht, die man anfangs überhaupt nicht vermutet.

Es sind auch eben diese tiefgründigen Gespräche zwischen Indie und Alex, die mir sehr gut gefallen haben. Ebenso wie die schönen Metaphern und Insider, die sich zwischen ihnen mit der Zeit entwickeln. Überaus unterhaltsam fand ich genauso den geladenen Schlagabtausch zwischen den Beiden, auf den sich vor allem zu Beginn des Buches ihre Konversationen beschränken.

Der Schreibstil von L.J.Shen ist flüssig und angenehm zu lesen, man fliegt förmlich durch das Buch. Zudem hat die Autorin einige überraschende Wendungen eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Denn meistens finde ich solche in Romanen dieses Genres doch sehr vorhersehbar.

Fazit: „Midnight Blue“ ist kein typischer New Adult/Romance Roman. Das Buch ist sowohl tiefgründig, als auch unterhaltsam mit sympathischen Charakteren, die das Leben gezeichnet hat.

Veröffentlicht am 19.07.2019

Der Weg zu einem erfüllten Leben

Leben, lieben, leuchten
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„Deine Bestimmung wartet wie ein Samenkorn in deinem Inneren darauf, sich entfalten zu dürfen.“


In ihrem vielschichtigen Roman begibt sich Lea Hamann mit dem Leser auf die Suche nach dem eigenen Glück ...

„Deine Bestimmung wartet wie ein Samenkorn in deinem Inneren darauf, sich entfalten zu dürfen.“


In ihrem vielschichtigen Roman begibt sich Lea Hamann mit dem Leser auf die Suche nach dem eigenen Glück und Lebenssinn.
Es werden viele essenzielle Fragen wie „Wie entdecke ich meine eigenen Stärken?“, „Wie finde ich meinen Weg?“ oder „Wie verbanne ich negative Gedanken?“ aufgegriffen.
Dazu berichtet die Autorin von ihren eigenen Erfahrungen und gibt einem hilfreiche Denkanstöße sowie konkrete Handlungsanweisungen mit an die Hand.

Ergänzend hat man die Möglichkeit, sich nach den Kapiteln Audio Meditationen anzuhören und auch das zuvor Gelesene anhand von kleinen Übungen zu vertiefen.

Die als Life Coach tätige Seminarleiterin verwendet sehr viele Metaphern und Vergleiche, die es dem Leser erleichtern, ihre beschriebenen Gefühlszustände besser zu verstehen.
An wenigen Stellen war es mir dadurch allerdings ein bisschen zu abstrakt, trotzdem konnte ich ihre Aussagen stets nachvollziehen.

Dass Frau Hamann den Leser persönlich anredet und ihr Buch mit einem bestärkenden Appell an den Leser endet, fand ich persönlich sehr schön.

Fazit: „Leben, lieben, leuchten“ ist ein Ratgeber, aus dem jeder für sich selbst einiges mitnehmen kann- so fand ich den Abschnitt über eigene Talente entdecken und die Bedeutung des Nein-Sagens sehr inspirierend. Deshalb kann ich das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der bereit ist, seinen eigenen Weg zu einem erfüllten Leben zu beschreiten!

Veröffentlicht am 19.07.2019

Namasté- Willkommen im Lotus House

Lotus House - Lustvolles Erwachen
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„Jep, Genevieve Harper war einmalig. [...] Sie war [...] wahrscheinlich die umwerfendste, tollste Frau, die ich je getroffen hatte. In ihrer Nähe zu sein war so, als säße man an einem kalten Tag in der ...

„Jep, Genevieve Harper war einmalig. [...] Sie war [...] wahrscheinlich die umwerfendste, tollste Frau, die ich je getroffen hatte. In ihrer Nähe zu sein war so, als säße man an einem kalten Tag in der Bay Area vor einem Feuer. Warm, einladend und mit einem schönen Zu-Hause-Gefühl. Was zum Teufel bedeutet das für die Zukunft? Ich hatte keinen Schimmer.“

Damit die gewissenhafte Genevieve genügend Geld verdienen kann, um sich und ihre zwei jüngeren Geschwister über Wasser zu halten, arbeitet sie nicht nur als Friseurin, sondern gibt auch Yoga Kurse im Lotus House.
Als ein attraktiver und durchaus bekannter Baseball Spieler zu Reha Zwecken in ihrem Unterricht auftaucht, fühlt sie sich ungewollt zu ihm hingezogen.
Denn eigentlich hat sie mit ihrer Arbeit und ihren Geschwistern schon alle Hände voll zu tun, da kann sie so einen eingebildeten Spieler-Schönling nun gar nicht gebrauchen...

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Genevieve - kurz Vivvie - sowie dem Baseball Star Trent erzählt und ermöglicht dadurch, die Beweggründe und Gedankengänge beider Protagonisten besser nachvollziehen zu können.
Eingeleitet werden die Kapitel mit einfach erklärten Yoga Positionen oder interessanten Fakten zu den sieben Chakren des Menschen.
Der Schauplatz der Handlung ist mit seinen kalifornischen Hippie Vierteln inklusive hübscher, kleiner Cafés sehr treffend gewählt.

Trent wird von der ersten Seite an als ein sehr von sich eingenommener, oberflächlicher und triebgesteuerter Sportler gezeichnet, der an einigen Stellen sehr pubertär wirkt. Dieser Eindruck wird insbesondere auch durch seine derbe Ausdrucksweise bestätigt. So haben mich seine nervigen Kosenamen und billigen Formulierungen, die zumeist stark unter der Gürtellinie waren, sehr gestört.
Dagegen ist die 24-jährige Vivvie sehr bodenständig, erwachsen und kümmert sich aufopferungsvoll um ihre kleine Familie. So war die junge Frau für mich eher eine Sympathieträgerin.
Im Laufe des Buches jedoch entwickelt Trent sich zu einer mehr fürsorglichen und uneigennützigeren Version seiner selbst und ich konnte mich mehr mit ihm anfreunden als noch zu Beginn des Buches.

Fazit: Der neue Roman von Audrey Carlan entführt die Leser*innen trotz anstrengendem Protagonisten auf eine sinnliche Reise mit viel Erotik, Spannung und natürlich Yoga!

Veröffentlicht am 19.05.2019

Der Schlüssel zu meinem Herzen

Wenn Donner und Licht sich berühren
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“Du warst, bist und wirst immer mein Jazz sein. Du bist jeder Takt, jeder Ton. Du bist der Text, die Harmonie und die Melodie. Du warst, du bist und wirst immer mein Lieblingssong sein.“

Als Jasmine abends ...

“Du warst, bist und wirst immer mein Jazz sein. Du bist jeder Takt, jeder Ton. Du bist der Text, die Harmonie und die Melodie. Du warst, du bist und wirst immer mein Lieblingssong sein.“

Als Jasmine abends zufällig Elliott aus ihrer Highschool Saxophon spielen hört, verliebt sie sich sofort in seine leidenschaftliche Musik. Eigentlich leben sie in zwei getrennten Welten: sie scheint sehr beliebt und er ist ein schüchterner Einzelgänger. Und doch gibt es Etwas, das die Beiden miteinander verbindet- die Musik.
Mit der Zeit kommen sie sich näher, doch bald muss Jasmine nach London ziehen, um ihre Karriere als Sängerin weiter zu verfolgen.
Nach ein paar Jahren sehen sie sich wieder und alles hat verändert.
Trotzdem empfinden sie immer noch etwas füreinander und versuchen, wieder zueinander zu finden...

Zu Beginn sind die beiden Protagonisten Teenager, auf Ihre ganz eigene Art einsam und brennen für die Musik.
Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt.
Während Jasmine sich für den Soul begeistert, ist der Jazz Elliott’s Leben.
Durch einschneidende Ereignisse trennen sich ihre Wege und es folgt ein Zeitsprung von 6 Jahren, bevor es zum Wiedersehen kommt.
Von Anfang an habe ich die Zwei ins Herz geschlossen und habe sehr mit ihnen gefühlt.

Das liegt nicht nur daran, dass sie sehr einfühlsame und warmherzige Charaktere sind, sondern auch, weil Brittany C. Cherry wunderschön schreiben kann! Ihr Schreibstil ist sehr metaphorisch und poetisch.

Zur Veranschaulichung ein kurzes Beispiel:
“Ich weiß, dass du glücklich bist. Du lächelst die ganze Zeit, Jasmine, aber manchmal sehe ich ein stummes Unwetter in deinen Augen. Ich sehe ein Gewitter, dass dich innerlich zerreißt, während du so tust, als hättest du niemals auch nur einen Regentropfen gespürt.“

Einzig das Ende des Buches kam mir ein wenig konstruiert und realitätsfern vor, was aber dem Lesegenuss keinesfalls geschadet hat.

Fazit: Ein sehr emotional ergreifender und wunderschön geschriebener Liebesroman, der definitiv Lust auf mehr Bücher von der Autorin macht!

Veröffentlicht am 21.04.2019

Ich reise, also bin ich.

Vom Glück zu reisen - Ein Reisehandbuch
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„In der Welt unterwegs zu sein, ist wie ein leeres Gefäß. Es kommt darauf an, womit wir es füllen.“


In seinem neuesten Werk „Vom Glück zu reisen“ kommt der Autor und Journalist Philipp Laage dem sinnstiftenden ...

„In der Welt unterwegs zu sein, ist wie ein leeres Gefäß. Es kommt darauf an, womit wir es füllen.“


In seinem neuesten Werk „Vom Glück zu reisen“ kommt der Autor und Journalist Philipp Laage dem sinnstiftenden Nutzen vom Reisen auf die Spur und spart nicht an seinen persönlichen Erlebnissen und Anekdoten. Er fragt sich unter anderem, ob man in fremder Umgebung besser zu sich selbst findet und ob es ratsam ist, eine Bucket List zu pflegen, um nach dem Urlaub zufrieden einen Haken hinter die besichtigte Destination setzen zu können. Auch bezieht er die Rolle von Fernweh-auslösenden und zumeist digital bearbeiteten Bildern von Reise Bloggern, die nicht immer das halten, was sie versprechen, mit ein. Neben den sozialen Netzwerken betrachtet der Autor auch das Marketing kritisch und zeigt anschaulich dessen Absichten auf. Zudem spricht er sich dafür aus, unterwegs in der Welt spontan und offen zu sein, es müsse nicht alles 100% durchgeplant sein. So schreibt Laage „Je mutiger wir sind, umso intensiver erleben wir.“ (S. 43)

Ähnlich wie dieser bietet das Buch noch viele weitere Denkanstöße, sodass die eigenen Motive oft hinterfragt werden. Und stets unterstreicht der erfahrene Journalist seine Aussagen mit unterhaltsamen Erlebnissen, Reflexionen, wissenschaftlichen Studien und bekannten Zitaten. Wobei der Leser sich durch die kurzen Sätze, die seine Sinneswahrnehmungen in dem Moment simulieren, jederzeit sehr gut in die Situation hineinversetzen kann.

Fazit: „Vom Glück zu reisen“ beinhaltet schon im Titel die Intention des Autors, nämlich eine Verbindung zwischen dem Reisen und dem persönlichen Gewinn herzustellen, den man daraus für sich selbst ziehen kann. Ein Ratgeber und Reisebericht in einem, der garantiert nicht nur Weltenbummler begeistern wird!