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Veröffentlicht am 26.10.2022

I‘m in Spain without the S ….

Westwell - Bright & Dark
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»Man konnte einen anderen Menschen nicht heilen, das funktionierte nicht. Aber zwei Menschen, die gemeinsam heilten, weil ihr Schmerz der gleiche war, das war möglich.«

Ich habe das Buch in der Nacht ...

»Man konnte einen anderen Menschen nicht heilen, das funktionierte nicht. Aber zwei Menschen, die gemeinsam heilten, weil ihr Schmerz der gleiche war, das war möglich.«

Ich habe das Buch in der Nacht von Montag auf Dienstag ein zweites Mal beendet und ich habe es wirklich genauso sehr geliebt wie beim ersten Mal. Die Besonderheit bei diesem Buch ist, dass es mein Herz nicht an einer bestimmten Stelle plötzlich gebrochen, sondern dass es einfach konstant wehgetan hat. Wirklich. Es tut so so so weh und es hört nicht auf. Man spürt die Zerrissenheit von Helena und Jess und nach und nach fühlt es sich so an, als wäre es die eigene Zerrissenheit. Man spürt die Liebe der beiden zueinander so sehr, dass das Herz mit so viel Liebe und Wärme erfüllt wird, dass es unmöglich ist, nicht vollkommen mit den beiden gemeinsam zu lieben. Aber man spürt eben auch die Sehnsucht der beiden nacheinander so sehr, dass es mich während des Lesens innerlich fast zerrissen hat. Weil es ein dauerhafter Mix war aus: Ich möchte mich einfach in einer Ecke einrollen und weinen, weil die beiden das alles nicht verdient haben & ich möchte gleichzeitig in dieses Buch steigen und für die beiden kämpfen.

Was ich neben der Liebe und dem Schmerz absolut großartig fand ( ja, ich fand den Schmerz toll - je mehr mich ein Buch emotional zerreißt, desto besser ), war die Kommunikation zwischen Helena und Jess. Es gab ein paar Momente, in denen ich dachte, dass das jetzt eigentlich einer dieser Momente ist, in dem die Protagonisten entweder aneinander vorbei oder eben gar nicht miteinander reden, aber nein. Die Autorin hat die beiden sooo offen und ehrlich miteinander kommunizieren lassen, dass mich all die Gespräche zwischen den beiden einfach unendlich glücklich gemacht haben. Weil die Beziehung zwischen den beiden durch die äußeren Umstände zwar alles andere als unkompliziert und einfach ist, die beiden an sich und diese besondere Verbindung, die sie haben, dafür aber umso weniger kompliziert ist. Weil sie es nicht unnötig kompliziert machen oder werden lassen. Und das ist so unglaublich schön einfach.

In Jess habe ich mich innerhalb dieses Buches noch einmal mehr verliebt. Seine Liebe zu Helena ist einfach ALLES und egal, ob es die Dinge sind, die er über sie denkt, ob es die Worte sind, die er zu ihr sagt oder ob es ist, wie er sie ansieht oder berührt - ich bin ihm bei allem immer weiter verfallen. Ihn als den wundervollen großen Bruder zu erleben, der er nun mal ist und die Tatsache, dass er alles für Eli tun und geben würde, sind zwei weitere Punkte, die wahrscheinlich auch nicht ganz unschuldig daran sind. Aber je näher man Jess kennenlernt, desto unmöglicher wird es einfach, sein Herz nicht an ihn zu verlieren.

Eines meiner Highlights in diesem Buch war definitiv Helena. Ihre Gedanken und Gefühle. Wie sehr ich mit ihr mitfühlen und wie gut ich sie verstehen konnte. Und vor allem die Entwicklung, die sie durchmacht und die sich in diesem Buch ganz besonders zeigt. Ich habe ihre Einsamkeit spüren können und wie eingeschränkt sie sich in ihrem Leben fühlt. Ich habe ihren Wunsch nach Freiheit, aber eben auch verstehen können, warum sie glaubt, die Dinge für ihre Familie tun zu müssen, die sie tut. Ich habe ihre Sorgen, Ängste und Zweifel absolut nachvollziehen können. Und ich war gerade wegen all dieser Dinge so unendlich dankbar für den Schritt, den sie am Ende gegangen ist. Dass man hier deutlich sehen kann, wie sie beginnt, sich für SICH zu entscheiden. Für IHR Leben, IHR Glück und für IHRE Wünsche und Träume. Ich hab mich ein bisschen wie die stolze beste Freundin gefühlt, die ihr von der Seite aus zujubelt und gerade im Bezug auf Helena und ihre Entwicklung bin ich wahnsinnig gespannt darauf, was uns im dritten Band noch erwarten wird.

Zu all diesen Dingen, die ich schon wahnsinnig geliebt habe, kommt dann auch noch hinzu, dass diese Reihe ein bisschen diesen Puzzle-Effekt hat. Man sammelt nach und nach ganz viele Puzzleteile, in der Hoffnung, dass diese am Ende ein klares Bild ergeben, aber die Autorin gibt einem entweder nie genug oder lässt einen durch bestimmte Infos wieder unsicher werden. Man will irgendwann nicht nur endlich verstehen, was Sache ist, sondern MUSS. Dadurch bleibt die Spannung aber auch die ganze Zeit aufrechterhalten und es ist fast unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen, weil es einen während des Lesens wirklich auf jeder Ebene erreicht.

Tja, und dann ist da noch das Ende. Das Ende, das einen nicht überraschen sollte, wenn man bedenkt, dass es von der Cliffhanger-Liebhaberin Lena Kiefer kommt, aber das mich trotzdem nochmal ein bisschen ( viel ) mehr zerstört hat. Das war dann schon irgendwie so, als hätte mein Herz das gesamte Buch über Risse und durch das Ende dann so den finalen & zerstörenden Schlag bekommen.
Und jetzt sitze ich hier, hab so ganz viel Liebe für Helena & Jess in meinem Herzen, bin eventuell ein kleines bisschen #Westwell obsessed, bin happy weil mich dieses Buch fesseln, berühren und mir so richtig schön wehtun konnte, habe da so ganz viele offene Fragen im Kopf, bin nur ein bisschen ungeduldig und dafür sehr gespannt auf den dritten & letzten Band und bin trotz dessen, dass ich Band 3 am liebsten jetzt sofort hätte, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, doch so überhaupt nicht bereit dafür, mich danach schon von Helena und Jess verabschieden zu müssen. Weil ich dafür alles an dieser Reihe einfach viel zu sehr liebe.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Eines der besten und wunderschönsten NA Bücher, die ich bisher lesen durfte!

No Longer Yours - Mulberry Mansion
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Ich weiß ehrlich nicht, wo ich anfangen soll, weil ich das Gefühl habe, dass mein Kopf mit Worten zu diesem wundervollen Buch genauso sehr überquillt, wie mein Herz mit Liebe für dieses Buch. Innerhalb ...

Ich weiß ehrlich nicht, wo ich anfangen soll, weil ich das Gefühl habe, dass mein Kopf mit Worten zu diesem wundervollen Buch genauso sehr überquillt, wie mein Herz mit Liebe für dieses Buch. Innerhalb weniger Seiten habe ich mich in den wunderschönen, tiefgründigen und gefühlvollen Schreibstil der Autorin verliebt und mit jeder Seite ist diese Liebe mehr und mehr gewachsen. Wirklich, Merit Niemeitz hat einen der - für mich - allerschönsten Schreibstile und mich halt selten etwas beim Lesen so tief berührt, wie ihre Worte es getan haben. Weil alles, was sie schreibt, sooo viel Tiefe besitzt. Ich hatte während des Lesens immer das Gefühl, noch so viel mehr zu lesen, als das, was da vor mir geschrieben steht. Alles scheint einen tieferen Sinn zu haben, so vieles scheint zwischen den Zeilen zu stehen und so viel mehr noch wird gesagt, ohne wirklich gesagt zu werden. Dieses Buch hat mich nicht nur unwahrscheinlich doll berührt, es hat mich auch inspiriert. Es hat mich zum Nachdenken gebracht, es hat mir Mut gemacht, es hat mir die Augen geöffnet und ich habe das Gefühl, aus diesem Buch unglaublich viel für mein eigenes Leben mitgenommen zu haben. Die Autorin gibt einem hier nicht nur eine ganz wundervolle Geschichte, bei der man absolut mitfühlt und bei der man während des Lesens selbst ein Teil von ihr wird, sondern eben noch so viel mehr. Und das ist nur einer von vielen Gründen dafür, dass dieses Buch eines der wunderschönsten und für mich persönlich wertvollsten ist, die ich bisher gelesen habe.

Neben dem Schreibstil der Autorin habe ich mich nach und nach auch in jeden einzelnen der Charaktere verliebt - in die beiden Protagonisten Avery und Eden, aber auch in alle anderen 6 WG-Mitglieder der Mulberry Mansion. Es hat nicht lange gedauert, bis ich jeden von ihnen wahnsinnig ins Herz geschlossen und mir selbst gewünscht habe, ein Teil ihrer kleinen Familie zu sein. Die Autorin hat es geschafft, den Nebencharakteren genug Raum in der Geschichte zu geben, damit man zu jedem von ihnen eine Beziehung aufbauen und sie genug kennenlernen kann, um eine Verbindung zu ihnen zu haben - ganz ohne, dass die Protagonisten und ihre Geschichte dabei zu kurz kommen oder es in irgendeiner Weise zu viel wirkt. Die Nebencharaktere, die man für mich tatsächlich schon fast gar nicht mehr als solche bezeichnen kann, weil sie eben ein so wichtiger und präsenter Teil der Geschichte sind, sind mit einer der Hauptgründe dafür, dass ich das Buch so sehr geliebt habe. Sie sind alle so verschieden, aber passen einfach perfekt zusammen. Und während des Lesens habe ich absolut das Gefühl vermittelt bekommen, dass man sich in ihrer Gegenwart nur wohlfühlen kann. Weil da so viel Wärme, Freundlichkeit, Offenheit und Humor ist. So viel Unterstützung, Akzeptanz und Zusammenhalt. So viele liebevolle Neckereien und so so viel Liebe. Und ich muss ehrlich gestehen, dass es mir jedes Mal ein bisschen das Herz gebrochen hat, wenn ich daran gedacht habe, dass ich niemals wirklich selbst Teil davon sein kann.

Avery und Eden sind zwei Protagonisten, bei denen ich das Gefühl hatte, dass ich während des Lesens mit ihnen gemeinsam gewachsen bin. Ich weiß nicht mal, ob das Sinn macht, wenn ich das so schreibe, aber es fühlt sich eben genau so an. Beide sind so unfassbar authentische, greifbare und liebeswerte Charaktere und es ist mir wunderbar leicht gefallen, mich in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt zurechtzufinden, nachvollziehen zu können, warum sie fühlen, denken und handeln, wie sie es tun und sie zu verstehen. Und damit meine ich, sie wirklich zu verstehen. In beiden habe ich mich zum Teil selbst wiedergefunden. Einige ihrer hier beschriebenen Gedanken, Gefühle, Sorgen, Ängste und Zweifel hätten genauso gut meine eigenen sein können. Ich habe nicht nur sie verstanden, sondern mich von und dank ihnen auch selbst verstanden gefühlt. Sie haben mir das Gefühl gegeben, weniger alleine zu sein. Aber sie haben mir auch eine neue Sichtweise auf viele Dinge geschenkt. Irgendwie ist es so, als hätte die Autorin nicht nur ihre erschaffenen Charaktere lernen und eine Entwicklung durchmachen lassen, sondern als hätte sie mir während des Lesens eben genau das auch zum Teil ermöglicht. Avery und Eden haben beide mit ihrer ganz eigenen Dunkelheit zu kämpfen. Man fängt an, sie in diesem Buch an einem Punkt zu begleiten, an dem sie beide im Leben feststecken - aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedliche Art und Weise, aber dennoch stecken sie beide fest. Die Vergangenheit und teilweise auch bestimmte Dinge in der Gegenwart halten sie gefangen und sind wie eine riesengroße Regenwolke, die die Sonne davon abhält, ihr Leben mit Licht zu erfüllen. Aber innerhalb der Geschichte darf man die beiden dabei begleiten, wie sie lernen, loszulassen. Wie sie versuchen. Wie sie ihr Bestes geben. Und wie sie mehr und mehr wachsen. Wie auch ihre Sicht auf bestimmte Dinge sich verändert. Wie auch ihnen die Augen geöffnet werden. Und wie auch für sie langsam wieder die Sonne zu scheinen beginnt.

Die Liebesgeschichte der beiden ist für mich eine der wunderschönsten und zugleich schmerzhaftesten, die ich bisher gelesen habe. Es ist nicht diese zerstörerische Art von Schmerz, die dich vollkommen unvorbereitet trifft und absolut umhaut, sondern irgendwie eine, die genauso sanft ist, wie es auch der Schreibstil der Autorin ist und wie es auch Eden’s und Avery’s Herzen sind. Es ist so ein Schmerz, der einen durch das gesamte Buch hindurch begleitet und einem wirklich das Gefühl gibt, das eigene Herz würde mit denen der beiden brechen und für sie bluten. Und gleichzeitig ist es die Art von wunderschön, die dein Herz parallel - quasi als Gegenstück zum Schmerz - so sehr mit Wärme und Liebe erfüllt, dass du das Gefühl bekommst, es müsste entweder jeden Moment platzen oder überlaufen. Mein Herz war also während des Lesens im ständigen Kampf zwischen „Es tut so weh, bin ich gerade gebrochen?“ und „Da ist so viel Liebe, habe ich dafür überhaupt genug Platz?“. Das, was Avery und Eden haben, ist etwas ganz ganz Besonderes. Und ihre Geschichte hat mich wirklich zutiefst berührt. Ich habe alles gefühlt und ich habe alles geliebt. Die dunklen und hellen Momente. Das Lachen und das Weinen. Die Verzweiflung und die Hoffnung. Den Regen und die Sonne. Die kleinen und großen, die stillen und die lauten Momente. Den Schmerz und natürlich die Liebe. Ich fand es unglaublich schön, dass es bei ihrer Geschichte nicht darum ging, dass sie beide einander retten oder ihre Liebe füreinander sie rettet. Sondern dass sie gezeigt hat, wie viel es wert ist, wenn man weiß, dass man an den dunkelsten Tagen nicht alleine ist und durch die schwersten Zeiten nicht alleine durchmuss. Wenn da jemand ist, bei dem man sich vollkommen fallenlassen und bei man man zu 100% man selbst sein kann. Wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einem dabei hilft, sich selbst zu retten und der einfach für einen da ist, wenn man damit beginnt, sein eigenes Herz nach und nach heilen zu lassen. Und jemand, der nicht das Licht in der Dunkelheit für einen ist, sondern der einen dabei unterstützt, sein eigenes Licht in der Dunkelheit zu sein.

„No Longer Yours“ ist wirklich eines der wunderschönsten, berührendsten, tiefgründigsten und authentischsten New Adult Bücher, die ich bisher gelesen habe. Mit Charakteren, die sich viel zu echt dafür angefühlt haben, dass sie eigentlich nur auf dem Papier und in meinem Kopf leben. Mit einem Schreibstil, der innerhalb kürzester Zeit mein absolut liebster geworden ist. Mit einer Liebesgeschichte, die Schmerz & Liebe auf so perfekte Art und Weise miteinander verbindet, dass sie einen emotional nicht nur auf allen Ebenen erreicht, sondern einen wirklich komplett mit sich reißt. Und mit einer Tiefgründigkeit, die ihre Spuren so tief im Herzen der Leser:innen hinterlässt, dass einen die Geschichte auch lange Zeit nach Beenden des Buches noch begleitet.

„No Longer Yours“ ist ein neues Lieblingsbuch von mir und ich trage so unendlich viel Liebe für die Geschichte und die Charaktere in mir, dass ich es schon jetzt gar nicht erwarten kann, für Band 2 in die Mulberry Mansion zurückkehren zu dürfen.

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Mein neues Lieblingsbuch der Autorin!

Every Little Secret
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»Aber ich glaube nicht, dass ich riskieren würde, dich nicht mehr wiederzusehen.«

„Every Little Secret“ ist ein Buch, auf das ich mich von Anfang an wahnsinnig gefreut und bei dem ich schon gedacht habe, ...

»Aber ich glaube nicht, dass ich riskieren würde, dich nicht mehr wiederzusehen.«

„Every Little Secret“ ist ein Buch, auf das ich mich von Anfang an wahnsinnig gefreut und bei dem ich schon gedacht habe, dass ich es lieben werde, was meine Erwartungen aber im Endeffekt mehr als übertroffen hat! Es ist mein neues Lieblingsbuch der Autorin, ein kleines persönliches Highlight und eine absolute Empfehlung von mir an euch.

Julie ist genau die Sorte Protagonistin, die ich liebe. Schlagfertig, direkt, sagt wenn ihr etwas nicht passt und lässt sich nicht alles gefallen. Dazu ist sie einfach nicht nur unglaublich sympathisch, sondern auch - wie ich finde - wahnsinnig cool und es ist mir nicht schwer gefallen, sie sehr schnell ins Herz zu schließen. Sie war für mich ein unglaublich authentischer und greifbarer Charakter und ich habe es geliebt, dass man neben ihrer Badass-Seite eben auch ihre verletzlichere Seite sehen durfte.

Bei Caleb, muss ich ganz ehrlich sagen, ist es einfach unmöglich, sich nicht auch ein bisschen ( oder ein bisschen viel? ) in ihn zu verlieben. Sein Charme, sein Beschützerinstinkt, dieser kleine besitzergeifende Teil in ihm, wie aufmerksam er ist und die Art und Weise, wie er sich um Julie sorgt, haben mein Herz mit Wärme und meinen Bauch mit Schmetterlingen erfüllt & dafür gesorgt, dass ich ihm mehr und mehr verfallen bin. Ich habe bei ihm das Gefühl, noch nicht alles von ihm kennengelernt zu haben, weil da einfach diese riesige Mauer ist, die er um sich, sein Herz und seine Gefühle errichtet hat, aber schon hier durfte man immer mal wieder einen Blick dahinter werfen und ich freue mich darauf, hoffentlich zu sehen, wie diese Mauer in Band 2 komplett fällt und wir alles von ihm zu sehen bekommen werden.

Die Geschichte besitzt tatsächlich einen Hauch von Cinderella, gibt leichte PLL Vibes, aber ist doch sooo anders und besonders. Ich habe den Einblick in das High Society Leben unglaublich interessant gefunden, das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und auch die Gefühle kommen absolut nicht zu kurz. Man war selbst irgendwie dauerhaft auf der Hut, es gab eine gute Portion Nervenkitzel, man ist immer tiefer in die Geschichte hineingezogen worden und mit jeder neuen Frage und jedem neuen bisschen Ungewissheit, ist auch die Neugier und Spannung weiter angestiegen.

Die Liebesgeschichte war natürlich mit mein Highlight, weil ich die gesamte Entwicklung einfach wahnsinnig geliebt habe. Dieses „sich absolut nicht ausstehen können“ zu Beginn, genauso wie die Streitereien die irgendwann mehr zu Neckereien wurden und dann die kleinen Veränderungen, die man im Umgang miteinander bei beiden mitansehen durfte. Die Tatsache, dass man bei ihm genau beobachten konnte, wie Julie ihm immer weniger egal und dafür immer wichtiger geworden ist. Wie er da auf einmal jemanden findet, der ihn diese stressige, laute und sich manchmal so falsch anfühlende Welt für einen Augenblick vergessen lässt. Jemand, von dem er sich - zumindest zum Teil - verstanden fühlt.
Und sie, wie sie plötzlich jemanden an ihrer Seite hat, bei dem sie sich nicht nur anlehnen, sondern auch fallenlassen kann - mit der Gewissheit, dass er da sein und sie auffangen wird. Ich habe es geliebt, wie sie sich dafür eingesetzt hat, dass die beiden auf Augenhöhe sind und wie er gelernt hat, genau das zu akzeptieren und ihre Bedürfnisse und ihren eigenen Willen zu respektieren. Generell fand ich es unglaublich schön, wie offen die beiden miteinander geredet haben - wir lieben eine gute Kommunikation!
Ich habe auf jeden Fall absolut mit den beiden mitgefühlt und hätte gerne auch noch 300 Seiten mehr von ihnen gehabt, weil man von Julie & Caleb wirklich nicht genug bekommen kann.

Das Ende war dann schon ziemlich gemein und vor allen verwirrend. Ich habe mir danach nochmal den Prolog durchgelesen, habe den Personenindex vorne im Buch studiert und analysiert, aber bin zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen, weshalb ich jetzt definitiv die Tage bis zum ET von Band 2 zählen werde. Weil da so viele offene Fragen sind, so viel Ungewissheit und dieses dringende Bedürfnis danach, es verstehen zu wollen und zu müssen. Weil das, was da passiert ist, einfach nicht sein kann und sein darf.

„Every Little Secret“ ist Buch über Freundschaft, Liebe, Ruhm, Reichtum, Hoffnung, Trauer, Verlust, Gefahr, Misstrauen, Spannung, Lügen und Intrigen, das dich lachen, weinen, verzweifeln, rätseln, hoffen, bangen und lieben lässt und enthält damit alles, was ich absolut liebe!

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Ganz viel Liebe für dieses wundervolle Buch!

Westwell - Heavy & Light
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"Westwell - Heavy & Light" ist mittlerweile das 9. Buch der Autorin, das ich gelesen habe und wie auch in allen anderen zuvor, habe ich den Schreibstil von ihr wieder sehr geliebt. Lena Kiefer schreibt ...

"Westwell - Heavy & Light" ist mittlerweile das 9. Buch der Autorin, das ich gelesen habe und wie auch in allen anderen zuvor, habe ich den Schreibstil von ihr wieder sehr geliebt. Lena Kiefer schreibt spannend, fesselnd und zudem mit sehr viel Gefühl, vergisst dabei aber auch eine Prise Humor nicht, sodass man während des Lesens wirklich ebenso mit den Charakteren mitfühlen und mitfiebern, wie man auch mit ihnen gemeinsam leiden und gleichzeitig lachen kann. Mir hat New York als Setting in Kombination mit der gesamten Atmosphäre der High Society unglaublich gut gefallen und ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen.


Was ich sowohl bei Helena als auch bei Jessiah so toll fand, ist die Tatsache, dass ich absolut keine Probleme dabei hatte, mich in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinzufinden und ihre Gedankengänge sowie Handlungen nachzuvollziehen. Die Autorin lässt einen durch die Einblicke, die man in die Köpfe und Herzen beider bekommt, wunderbar verstehen, was in ihnen vor sich geht und einen dadurch auch absolut mit ihnen mitfühlen.

Helena, die Protagonistin, fand ich absolut klasse. Sie ist ein unglaublich selbstloser Mensch, dem Gerechtigkeit ganz wichtig ist. Innerhalb des Buches erlebt man oft, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse hintenanstellt und sich so verbiegt, dass sie so gut es geht in das Leben hineinpasst, in das sie hineingeboren wurde - aber nicht, weil sie naiv ist oder sich nicht durchsetzen kann, sondern weil die Liebe zu ihrer Schwester größer ist als alles andere. Und ich habe das nicht nur bewundert, ich habe es auch wirklich verstehen können. Gab es Momente, in denen ich mir gewünscht hätte, dass sie anders handelt? Alleine schon, weil einige ihrer Entscheidungen sie selbst am meisten verletzt haben? Ja, absolut. Aber ich hatte die gesamte Zeit über eben auch das volle Bewusstsein darüber, dass sie das nicht kann. Ich habe ihren trockenen Humor ebenso geliebt wie ihren Mut und ihre Zielstrebigkeit, denn wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, kann sie niemand davon abbringen, das auch durchzuziehen. Und ich habe sie so so gerne durch die Geschichte hindurch begleitet. 


HEAR ME OUT - der Protagonist, Jessiah Coldwell, fällt unter die Kategorie "angeleckt, meins", nur ohne den ersten Part, weil mir mein Buch dafür zu heilig ist. Nein, im Ernst. Wir müssen darüber reden, wie toll er ist und wie sehr ich ihn geliebt habe. Er ist jemand, der alles für die Menschen tun würde, die er liebt und der - genau wie Helena - zuallerletzt an sich selbst denkt. Auch er wurde in eine Welt hineingeboren, in der er sich absolut verbiegen muss, um irgendwie hineinzupassen, auch wenn ihm das in den meisten Fällen nicht ganz so gut gelingt wie Helena. Jess wird von Schuldgefühlen geplagt und egal, wie charmant er wirkt oder wie viele neckende Sprüche er von sich gibt - der Schmerz in ihm drin lässt sich nie ganz verbergen. Bei ihm war da für mich die ganze Zeit über dieser Mix aus:
"Kann man ihn bitte von diesem Schmerz und der Trauer befreien und ihn glücklich sein lassen?" und "Wie ist es möglich, dass ich mich Seite für Seite mehr in ihn verliebe?". Wenn ihr dieses Buch also lest und merkt, dass ihr euch ebenfalls in ihn verliebt, denkt bitte daran, dass wir ihn uns zumindest teilen, okay?



Mein Highlight in diesem Buch war - wie wahrscheinlich von mir auch nicht anders zu erwarten - die Liebesgeschichte oder besser gesagt der Beginn der Liebesgeschichte von Helena und Jess. Zwei Menschen, die dazu bestimmt sind, einander zu hassen, finden auf einmal in den Augen des jeweils anderen den Schmerz, der ihren eigenen widerspiegelt und bei dem sie gedacht hätten, mit diesem vollkommen alleine zu sein. Helena und Jess könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein, aber je besser sie einander und je näher man als Leser:in die beiden kennenlernt, desto klarer wird, dass sie viel mehr miteinander verbindet, als man gedacht hätte. Sie beide wurden in ein Leben hineingeboren, in dem sie sich absolut fehl am Platz fühlen und in dem von ihnen verlangt wird, eine bestimmte Rolle einzunehmen. Doch in der Gegenwart des jeweils anderen können sie auf einmal vollkommen sie selbst sein und sich fallen lassen. Sie beide trauern um ein Geschwisterteil und tragen einen unglaublichen Schmerz mit sich herum, bei dem sie dachten, sie wären völlig alleine damit. Bis sie merken, dass sie genau diesen Schmerz und diese Trauer miteinander teilen.

Was also ist, wenn du dich zu der Person, von der du dich auf alle Fälle fern halten solltest, gleichzeitig die Person ist, mit der du dich am stärksten verbunden und zu der du dich am meisten hingezogen fühlst? Wenn nach und nach die Frage immer lauter wird, wie sich etwas, das anscheinend so falsch ist, sich so richtig anfühlen kann? Ich habe SO sehr mit diesen beiden mitgefiebert. Ich habe es geliebt, mit ansehen zu dürfen, wie sich die Gefühle der beiden füreinander langsam verändern und in eine völlig andere Richtung entwickeln.

Dass ihre Liebe eigentlich verboten ist, hat für noch mehr Spannung, aber eben auch für viel Schmerz und Verzweiflung gesorgt. Man wollte so sehr, dass alles gut geht und die beiden einfach glücklich sein können, aber wusste gleichzeitig eben auch, dass das nicht so einfach wird. Umso mehr habe ich aber jeden gemeinsamen Moment der beiden genossen. Und ihr glaubt gar nicht, wie froh ich darüber bin, dass die Autorin beschlossen hat, die Geschichte von Helena und Jess auf drei Bücher aufzuteilen, denn ich wäre nach diesem hier definitiv noch nicht dazu bereit gewesen, ich nach diesem hier noch absolut nicht bereit dazu gewesen wäre, sie schon wieder gehen zu lassen.



Neben der Tatsache, dass ich die beiden Protagonisten sehr dafür geliebt habe, dass sie so authentisch und für mich absolut greifbar gewesen sind, fand ich es wahnsinnig schön, dass man durch ihre Beschreibungen von Adam ( Jessiah’s Bruder ) und Valerie ( Helena’s Schwester ) das Gefühl bekommen hat, diese beiden ebenfalls gekannt zu haben - und dabei meine ich nicht das Wissen darüber, was für Menschen sie gewesen sind, sondern das Gefühl, das ich während des Lesens dadurch bekommen habe. Das Gefühl, dass die beiden nicht einfach nur zwei Fremde sind, nach deren Tod man jetzt nur durch Erzählungen etwas über sie erfährt, sondern zwei Menschen, die einem etwas bedeuten. Ich habe es geliebt, dass man nebenher immer wieder etwas über ihre Liebe zueinander erfahren hat und einen kleinen Teil ihrer Geschichte somit ebenfalls nachträglich miterleben konnte. Gleichzeitig finde ich es super spannend, dass die Autorin es geschafft hat, trotzdem dafür zu sorgen, dass man das gesamte Buch über nicht wirklich sagen kann, wem von beiden man die Schuld an ihrem Tod geben würde - ob überhaupt einem von ihnen, vielleicht beiden oder gar keinem? Das lässt einen gespannt und aufmerksam bleiben und trägt somit dazu bei, dass man noch viel tiefer in der Geschichte abtaucht.

Wie man Lena Kiefer ja kennt, liebt sie es, ihre Leser:innen zum Ende hin immer zu quälen und wie nicht anders zu erwarten, wenn es noch zwei weitere Bände geben wird, endet dieses hier natürlich so, dass man sich fragt, wie man bitte die nächsten vier Monate aushalten soll, ohne zu wissen, wie es mit Helena und Jess weitergehen wird. Es gibt noch so viele offene Fragen, so viele Probleme zu überwinden und dabei aber auch so viel Raum für Entwicklungen, dass ich einfach weiß, dass die nächsten Bände toll werden! Ich freue mich auf jeden Fall riesig auf den zweiten Band und bin mehr als bereit für die Spannung und all die Gefühle, die mich dort erwarten werden!

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Wow, wow, wow!!!

Four Houses of Oxford, Band 1: Brich die Regeln (Epische Dark-Academia-Romantasy)
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Können wir darüber reden, WIE GUT dieses Buch ist? Bitte, können wir?! Weil wow! Dieses Buch hat es einfach geschafft mich gleich von der allerersten Seite an zu fesseln und ich hab es wirklich inhaliert ...

Können wir darüber reden, WIE GUT dieses Buch ist? Bitte, können wir?! Weil wow! Dieses Buch hat es einfach geschafft mich gleich von der allerersten Seite an zu fesseln und ich hab es wirklich inhaliert wie ein Staubsauger. Es war ZU GUT, ZU SPANNEND, ZU SÜCHTIG MACHEND!

In den Schreibstil der Autorin habe ich mich schon vor einiger Zeit absolut verliebt, weshalb es mich überhaupt nicht wundert, dass ich ihn auch hier wieder als absolut flüssig & mitreißend empfunden habe. Anna Savas schafft es, dass man auf der einen Seite wirklich durch das Buch hindurchfliegt, einen auf der anderen Seite aber so tief in die Geschichte mit hineinzieht, dass man selbst Teil davon wird und die Welt um sich herum für einen Augenblick vergisst!

Wenn man es schafft, dass ich ein Buch, in dem eine Liebesgeschichte vorhanden ist, nicht wegen genau dieser so liebe, wie ich es tue, dann heißt das was. Weil die Bücher, die ich lese, für mich meist von der Liebesgeschichte leben. Aber das ist hier nicht so. Ob ich das, was zwischen Harper & Finley ist wirklich geliebt habe? Definitiv! Ob ich die Entwicklung der Beziehung der beiden absolut toll fand und vollkommen mitgefühlt habe? Auf jeden Fall! Abeeeer … emotional noch viel mehr mit sich reißen, faszinieren und begeistern konnte mich alles rund um die Vier Farben.

Die Atmosphäre hat mich absolut in ihren Bann gezogen, das Buch ist vom Anfang bis zum Ende spannend und hält einen mit genau dieser Spannung komplett gefangen und ich bin mehr als begeistert von der Idee der Geschichte und ihrer Umsetzung gewesen! Die Geheimnisse, die Lügen und Intrigen. All die unerwarteten Wendungen, Überraschungen und Offenbarungen. Das Spiel, die Aufgaben und die Bedeutung dahinter. Ich habe ALLES geliebt!

Die Autorin lässt einen während des Lesens miträtseln und raten, gibt einem nur in Häppchen mehr Informationen & neues Wissen und steigert damit die Neugier immer weiter. Und ich liebe es tatsächlich auch, dass sie einen ahnungslos und mit hunderten von Fragen zurücklässt, weil ich mich dadurch nun umso mehr auf die Fortsetzung und auf das, was uns dort alles erwarten wird, freue!

Ich bin wirklich mehr als positiv überrascht von diesem Buch & absolut happy, dass ich es lesen durfte! Und jetzt werde ich definitiv die Tage bis zum Erscheinungstag von Band 2 zählen!

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