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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2018

Meiner Meinung nach leider der schwächste Teil

Tall, Dark & Dangerous
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Nachdem mir der zweite Band der Tall, Dark & Dangerous Reihe, in dem es um Rogan und Katie ging, so unglaublich gut gefallen hat, bin ich sehr positiv gestimmt an dieses Buch hier herangegangen. Leider ...

Nachdem mir der zweite Band der Tall, Dark & Dangerous Reihe, in dem es um Rogan und Katie ging, so unglaublich gut gefallen hat, bin ich sehr positiv gestimmt an dieses Buch hier herangegangen. Leider muss ich sagen, dass die Geschichte von Weatherly und Tag in meinen Augen die Schwächste der Dreien gewesen ist.
Der Einstieg in das Buch ist mir total leicht gefallen und auch der Schreibstil hat mir mal wieder von Anfang an super gut gefallen. M. Leighton schreibt sehr leicht und gleichzeitig intensiv - das finde ich wirklich schön.

Wie oben schon kurz erwähnt, geht es diesmal um Weatherly und Tag.
Weatherly lernt man zunächst als eine Person kennen, die immer alles genau durchdenkt und nie spricht oder handelt, wenn sie sich nicht zu 100% sicher ist. Gleichzeitig merkt man aber auch schnell, dass sie so eigentlich gar nicht sein möchte und daran arbeitet, von dieser Eigenschaft loszukommen. Im Laufe der Geschichte macht sie eine schöne Entwicklung durch, die deutlich zu erkennen ist. Bei ihr hat mir zusätzlich besonders gut gefallen, dass sie, trotz dass sie aus einer sehr reichen Familie kommt, überhaupt nicht an Geld oder Macht hängt, sondern ihr Werte wie Freundschaft, Liebe und Fürsorge viel wichtiger sind.

Wenn Rauch lächeln könnte, sähe es definitiv so aus. Höllisch sexy.

Auch mit Tag bin ich direkt sehr gut klargekommen. Wie nicht anders zu erwarten, sieht er natürlich supergut aus und ist absolut charmant. Trotzdem zeigt sich bei ihm direkt, dass er ein unglaublich großes Herz hat, er sich um die Menschen, die er liebt, sorgt und alles für sie tun würde und hinter dieser wunderschönen Fassade noch so viel mehr steckt.

Was mir bei der Geschichte der beiden besonders gut gefallen hat war, dass es zwischen ihnen sofort mit Flirten losgeht und keiner das, was er denkt und fühlt, zu verbergen versucht. Normalerweise gefällt es mir nicht, wenn zu Beginn schon alles so schnell geht, doch bei den beiden hat es einfach gepasst.
Irgendwann kann dann aber der Punkt, an dem es zu viel wurde und die Autorin es meiner Meinung nach leider ziemlich übertrieben hat.
Es wurde an einem Punkt über wahre Gefühle gesprochen, an dem es keinen wirklichen Sinn hatte, zu verführt wirkte und dadurch leider ziemlich unrealistisch rüberkam. Das hat die ganze Beziehung der beiden für mich unglaubwürdig erscheinen lassen, was ich sehr schade fand, da es mir bis zu diesem Punkt echt gut gefallen hat.

Auf den letzten 80 Seiten ca. hat sich meine Meinung dann noch einmal geändert. Es wurde sehr spannend und unglaublich intensiv. Dinge, die vorher passiert sind, wurden aufgeklärt und einige Verhaltensweisen, die für mich bis dahin keinen Sinn gemacht haben, wurden damit erklärt. Ich hätte mir gewünscht, dass erst hier die Rede von echten Gefühlen gewesen wäre, denn in diesem Fall hätte ich es beiden sofort geglaubt.

Auch am Ende wäre die Autorin vielleicht lieber mit der Einstellung "weniger ist mehr" ans Schreiben herangegangen, aber da es einen Epilog mit einem ordentlichen Zeitsprung gibt, haben mich die Dinge, die dort passiert sind, nicht allzu sehr gestört. Es wäre mir zwar lieber gewesen, sie wären nicht in der Geschichte vorgekommen, da das Ganze dadurch leicht erzwungen gewirkt hat, aber in gewisser Weise hat es zu der Geschichte der beiden gepasst.

Diesmal hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt, die Liebesgeschichte konnte mich nicht so wirklich überzeugen und mich hat dieses Buch, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nicht fesseln oder tiefer berühren können.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Ein Buch, das gemischte Gefühle zurücklässt

Tall, Dark & Dangerous
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Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll, da meine Gefühle zu diesem Buch sehr gemischt sind. Es war für mich das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe und ich muss sagen, dass mir ihr ...

Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll, da meine Gefühle zu diesem Buch sehr gemischt sind. Es war für mich das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe und ich muss sagen, dass mir ihr Schreibstil wirklich sehr gut gefallen hat. Es hat sich super schnell lesen lassen und war somit ein richtiger Pageturner.
Erzählt wurde sowohl aus der Perspektive von Muse als auch von Jasper, wodurch es eigentlich hätte möglich sein müssen, beide näher kennenzulernen und somit eine Verbindung zu ihnen aufbauen zu können. Dem war leider nicht so. Trotz dass man viel über beide erfahren hat, wurde ich nicht richtig warm mit ihnen. Woran genau das gelegen hat, kann ich leider gar nicht sagen.

Was die Liebesgeschichte zwischen den beiden betrifft muss ich sagen, dass diese mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Die beiden lernen sich nicht wirklich richtig kennen und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich etwas anderes als Verlangen zwischen ihnen aufbaut. Trotzdem wurde plötzlich von Liebe gesprochen. Das kam für mich sehr unglaubwürdig rüber und dieses Gefühl blieb dann leider auch bis zum Ende.

Allerdings hat die Autorin ein unglaubliches Talent dazu, wunderschöne Szenen zu beschreiben und zu schreiben. Sie hat die Gedanken und Gefühle beider Charaktere total gut dargestellt und oftmals Vergleiche mit eingebracht, von denen ich absolut begeistert war. Nur leider schienen diese völlig fehl am Platz zu sein, da sie für mich nicht zur Situation von Muse und Jasper gepasst haben. Das war es auch was dazu geführt hat, dass mich dieses Buch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, waren die Spannungselemente. Diese waren es auch, die dazu beigetragen haben, dass mir die Lust an dem Buch nicht vergangen ist. Man kam nach und nach einem Geheimnis auf die Schliche, das von großer Bedeutung war. Alles rund um dieses Geheimnis fand ich klasse. Die Autorin hat diese Stellen spannend und realistisch beschrieben und sich dadurch ein paar Pluspunkte von mir eingehandelt.

Trotzdem muss ich leider sagen, dass mich diese Geschichte nicht wirklich berühren konnte. Gerade was die Beziehung zwischen Muse und Jasper angeht, ging mir vieles zu schnell und auch sonst hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt. Dadurch, dass es aber sehr viele schöne Zitate in diesem Buch gab, die ich mir markiert habe, hat sich das Lesen auf jeden Fall für mich gelohnt. Ich kann keine Leseempfehlung aussprechen, aber auch nicht das Gegenteil davon tun, da es, wie bereits gesagt, definitiv einige schöne Stellen gab. Von daher würde ich sagen, dass ihr euch, falls ihr Lust auf dieses Buch habt, am besten eine eigene Meinung darüber bildet.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Hätte mir mehr davon erhofft, aber trotzdem schöne Geschichte

Deathline - Ewig dein
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Der Einstieg in die Geschichte ist mir wirklich leicht gefallen, da der Schreibstil der Autorin sehr locker und leicht ist und sich das Buch dadurch auch schnell lesen lässt. Sie hat es geschafft, spannend ...

Der Einstieg in die Geschichte ist mir wirklich leicht gefallen, da der Schreibstil der Autorin sehr locker und leicht ist und sich das Buch dadurch auch schnell lesen lässt. Sie hat es geschafft, spannend zu schreiben und doch konnte mich die Geschichte nicht vollkommen überzeugen.

Erzählt wird aus der Perspektive von Josie, die das Ganze als eine Art Geschichte ihres Lebens aufschreibt. Klingt komplizierter als es eigentlich ist.
Josie ist ein sehr freundliches und offenherziges Mädchen, die einem als sehr angenehme Gesellschaft rüberkommt. Trotzdem war es leider überhaupt nicht möglich, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Oftmals wirkte sie sehr hektisch und aufgesetzt, wodurch ich sie nicht wirklich besser kennenlernen konnte. Das fand ich sehr schade.

Bei Ray ist es mir ähnlich ergangen. Er wirkt direkt zu Beginn sehr mysteriös, was mich als Leserin durchaus neugierig gemacht hat. Doch leider ist es bei dem Gefühl geblieben und ging nicht darüber hinaus. Ray's Charakter war für mich zu blass, tauchte zu selten und zu kurz auf, sodass es auch bei ihm nicht die Möglichkeit gab, ihn näher kennenzulernen.

Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht völlig überzeugen. Natürlich ist es oft in Büchern so, dass es Liebe auf den erste Blick gibt und die Charaktere schnell Gefühle füreinander entwickeln. Das passiert jedoch nur, wenn sie viel Zeit miteinander verbringen und sich somit besser kennehernen. Josie und Ray sind anfänglich nur selten zusammen und wenn, dann gibt es kaum richtige Gespräche. Trotzdem wird hier von großer Liebe gesprochen und davon, dass Josie ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Das war für mich ziemlich unrealistisch und die richtigen Gefühle haben gefehlt.

Was mir aber gut gefallen hat, war der Rest. Ich habe mich total in diese Ranch-Atmosphäre verliebt und konnte mich beim Lesen sehr gut an den jeweiligen Orten zurechtfinden. Auch die Spannungsteile haben mir sehr gut gefallen, besonders die mysteriösen Dinge, die auf der Ranch passiert sind. Ich wollte immer wissen, was genau dort denn nun geschehen ist und wer oder was dafür verantwortlich ist. Dies hat dazu geführt, dass mir beim Lesen nie langweilig wurde und die Seiten nur so dahin geflogen sind.

Alles in allem kann ich sagen, dass mir dieses Buch durchaus ein paar schöne Lesestunden bescheren, mich aber nicht wirklich umhauen konnte. Der Grundgedanke der Geschichte ist auf jeden Fall super, nur die Umsetzungen hat mir an manchen Stellen nicht so gut gefallen.

Veröffentlicht am 31.05.2022

Leider eine ziemliche Enttäuschung ...

Dunbridge Academy - Anyone
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Puh, ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Die Bücher der „Dunbridge Academy“ Reihe waren drei der Neuerscheinungen, auf die ich mich in diesem Jahr mit am meisten gefreut habe und nachdem ...

Puh, ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Die Bücher der „Dunbridge Academy“ Reihe waren drei der Neuerscheinungen, auf die ich mich in diesem Jahr mit am meisten gefreut habe und nachdem ich die „What if“ Reihe der Autorin unendlich doll geliebt habe, waren meine Erwartungen wirklich hoch. Allerdings konnte schon der erste Band diese nicht so erfüllen, wie ich es mir gewünscht hätte und auch Band 2 jetzt konnte sie nicht nur nicht erfüllen, sondern hat mich tatsächlich ziemlich enttäuscht.

Ich bin ein absoluter Fan von Sarah Sprinz Schreibstil, weil er einfach super flüssig ist, weil ich gerne lese, WIE sie schreibt und weil er einfach unfassbar angenehm zu lesen ist. Das ist auch hier nicht anders. Die Art und Weise WIE sie schreibt, habe ich wieder sehr genossen, wirklich. Es war das WAS sie schreibt, was mir einfach überhaupt nicht zugesagt hat. Ich musste mich wirklich zum Weiterlesen zwingen, und mich selbst dazu zu motivieren, dieses Buch wirklich bis zum Ende zu lesen, war alles andere als einfach. Es konnte mich nicht catchen, nicht fesseln, nicht berühren und alles in allem auch leider nicht überzeugen.


Nachdem ich den ersten Band gelesen und Tori & Sinclair dort schon super interessant gefunden habe, war meine Vorfreude auf ihre Geschichte wirklich sehr groß. Ich LIEBE Best Freinds to Lovers Geschichten und der Klappentext klang einfach nach einem Buch, das alles enthalten würde, was ich liebe. Was mir aber das gesamte Buch über gefehlt hat, war eine Verbindung zu den beiden. Mal abgesehen davon, dass beide auf mich sehr viel jünger gewirkt haben, als sie in Wirklichkeit sind und ich schon alleine deshalb oftmals Probleme hatte, ihre Gedankengänge und Handlungen verstehen und nachvollziehen zu können, fand ich Tori’s Verhalten auch einfach unfassbar nervig. Ich habe nicht verstanden, warum sie eine Beziehung mit einem Menschen führt, den sie eigentlich gar nicht will und der sie super schlecht behandelt, auch wenn ich verstehen kann, warum die Autorin diese Beziehung bewusst ins Buch eingebaut hat, um zu zeigen welche Auswirkungen toxische Beziehungen haben können, aber Tori’s Denkweise, was diese Beziehung betrifft, war teilweise so unreif und absolut unverständlich. Zudem sind die Monolge in den Kapitel aus ihrer Sicht manchmal endlos lang gewesen und haben sich thematisch immer und immer wiederholt, sodass ich während des Lesens irgendwann nur noch gedacht habe „Ich kann es ehrlich nicht mehr hören, hör bitte einfach auf“.

Und auch mit Sinclair hatte ich meine Probleme. Er ist für mich einfach ein unglaublich blasser und oberflächlicher Charakter geblieben. Du erfährst im gesamten Verlauf der Geschichte so gut wie gar nichts über ihn und außer der Tatsache, dass er unendlich doll und heimlich in Tori verliebt ist, scheint ihn als Menschen nichts auszumachen. Wer ist Sinclair? Was liebt er? Wofür lebt er? Was mag er und was mag er gar nicht? Was sind seine Hobbys? Ich kann es euch nicht sagen. Die charakterliche Entwicklung bleibt dementsprechend auch vollkommen aus und ich kann weder sagen, dass ich Sinclair in mein Herz geschlossen, noch dass ich ihn in irgendeiner Weise interessant gefunden habe.

Auch die Liebesgeschichte bzw. generell Geschichte der beiden konnte mich leider gar nicht überzeugen. Das fängt schon damit an, dass mir der Beste Freunde Aspekt absolut gefehlt hat. Wo sehe ich wirklich was davon, dass die beiden seit Ewigkeiten die allerbesten Freunde sind? Wo bekomme ich diese besonderen Freundschaftsmomente? Wo kann ich sehen, woher die angebliche krasse Verbindung der beiden kommen soll? Ich habe absolut keine Ahnung.
Dementsprechend ebenfalls nicht nachvollziehen konnte ich die starken Gefühle der beiden füreinander. Warum sind die beiden so sehr ineinander verliebt? Was sehen sie im jeweils anderen? Wegen welcher Charaktereigenschaften, wegen welcher Momente und welcher Situationen haben sie sich ineinander verliebt? Man bekommt dazu einfach nichts, weshalb ich die Entwicklung der Liebesgeschichte leider absolut nicht nachvollziehen, nicht fühlen und nicht verstehen konnte, woher diese kommt. Fast noch schlimmer als die Tatsache, dass die Gefühle für mich aus dem Nichts kamen, ist die nicht vorhandene Kommunikation zwischen den beiden gewesen. Ich habe jetzt schon öfter etwas von „Miskommunikation“ von anderen gelesen, die das Buch rezensiert haben. Aber meiner Meinung nach gibt es diese gar nicht, weil da eben überhaupt keine Kommunikation stattfindet. Die beiden schweigen alles tot, fressen alles in sich hinein und anstatt anzusprechen, was sie stört oder ihnen auf dem Herzen liegt, fangen sie an, sich absolut idiotisch aufzuführen und verletzen mit ihrem Verhalten den jeweils anderen dann im Endeffekt auch noch. Es gab so viele unnötige Siutationen und so viel unnötiges Drama - und beides hätte es nicht gegeben, wenn Tori und Sinclair miteinander geredet hätten.
 Auch ganz schlimm war der große Raum, den die Eifersucht von beiden hier eingenommen hat. Ebenfalls etwas, was einfach nur ein Gespräch gebraucht hätte. Aber nein, Reden wird ja überbewertet.

Abgesehen von der Liebesgeschichte besitzt dieses Buch keine wirkliche Nebenstoryline. Da war so viel Potenzial von Themen und Handlungen, die allesamt mal ganz kurz angeschnitten, aber dann nicht weiter ausgeführt wurden. Es gibt hier einfach keine wirkliche Rahmenhandlung und wichtige Themen, bei denen die Autorin sich etwas Gutes dabei gedacht hat, diese mit ins Buch einzubringen, sind zu wenig behandelt, zu schnell abgehakt oder gar nicht erst vertieft worden. Und das ist, wie so Vieles in diesem Buch, so unglaublich schade.

Was ich hier wieder sehr geliebt habe, war die Atmosphäre des Internatslebens und die Freundschaften in diesem Buch - vor allem die von Sinclair und Henry. Ich hätte mir gewünscht, dass ich die Freundschaft zwischen Tori und Sinclair ebenso gefühlt hätte wie die anderen Freundschaften, denn diese fand ich schon im ersten Band unglaublich schön und auch hier habe ich alle Momente der Freundesgruppe wieder total genossen.

Ansonsten muss ich leider einfach sagen, dass „Dunbridge Academy - Anyone“ eine ziemliche Enttäuschung für mich und einfach nicht mein Buch war. Mir hat die Greifbarkeit der Charaktere ebenso gefehlt wie der komplette Part von Best Friends bis hin zu Lovers. Ich habe nicht mit den Protagonisten mitfiebern und mitfühlen können, die Geschichte konnte mich emotional nicht erreichen und generell hat es dieses Buch einfach nicht geschafft, mich richtig zu packen.
Und obwohl ich mich von Anfang an am allermeisten auf den dritten Band der Reihe gefreut habe, bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob ich diesem wirklich noch lesen werde. Weil auch, wenn ich weiß, dass die Bücher von Sarah Sprinz es schaffen können, mich absolut zu begeistern, weil es einige von ihnen schon getan haben, so konnte es diese Reihe von ihr bisher leider gar nicht.

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Veröffentlicht am 05.01.2022

Es hätte so gut werden können ...

All You Wish For
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Habe ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, weil es 1. von Samantha Young ist & ich Samantha Young liebe und es 2. wirklich wirklich gut klang? Absolut, ja. Hatte ich zu Beginn und auch bis ca. zur ...

Habe ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, weil es 1. von Samantha Young ist & ich Samantha Young liebe und es 2. wirklich wirklich gut klang? Absolut, ja. Hatte ich zu Beginn und auch bis ca. zur Hälfte noch das Gefühl, wieder ein richtig tolles Buch von ihr zu lesen? Ja, hatte. Wurde ich dann aber mehr als enttäuscht und sitze hier nun immer noch und frage mich, wie und warum es so bergab mit der Geschichte gehen konnte? Jaaaa!!! Mir hat der Schreibstil wieder super gut gefallen, ich habe das Setting geliebt und die Atmosphäre ebenso. Dieses kleine Dorf und seine Einwohner haben eine Weile einfach dafür gesorgt, dass sich „All You Wish For“ für mich wie ein absolutes Wohlfühlbuch angefühlt hat und ich war so glücklich darüber. Und dann auf einmal - nicht, ohne ein paar kleine Anzeichen vorher, aber trotzdem - wandelt sich die komplette Geschichte und alles wirkt plötzlich super unangenehm, übertrieben, vollbeladen und teilweise echt erzwungen.

Am Anfang mochte ich die Protagonistin, Evie, noch total gerne. Sie ist ein kleiner Wirbelwind und ein sehr offener und direkter Mensch. Sie redet viel, lacht noch mehr und steckt mit ihrer positiven Art die Menschen um sich herum damit an. Zudem hat sie sich innerhalb der Geschichte mehrfach für mehr Bodypositivty eingesetzt und die Dinge, die sie diesbezüglich sagt, fand ich auch wirklich unglaublich toll. Ich glaube, davon hätte ich mir noch mehr gewünscht, weil es einfach nach und nach ziemlich untergegangen ist. Ich fand es anfänglich auch noch schön, sie dabei zu begleiten, wie sie vesucht, ihren Weg neu zu finden. Zum einen, weil sie damit zeigt, dass es dafür nie zu spät ist - egal ob du gerade in deinen Zwanzigern, Dreißigern oder wohlmöglich noch älter bist. Und zum anderen, weil ich mir es liebe, wenn man in Büchern beobachten kann, wenn sich die Charaktere neu finden und eine charakterliche Entwicklung stattfindet. Allerdings war es irgendwann so, als hätte man einen Schalter bei ihr umgelegt. Auf einmal war sie nicht nur die Neue im Dorf, die alle ins Herz zu schließen scheinen, sondern die Retterin aller - aller Individuen dort, aber auch aller Beziehungen, egal welcher Art. Sie schafft, was jahrelang niemand geschafft hat und wird zum Wunder dieses kleines Örtchens. Ich hätte mir hierbei gewünscht, dass man sich vielleicht auf 1-2 Sachen festgelegt und diesen dann mehr Beachtung geschenkt hätte. So wurden die Wunder, die sie vollbringt, aber quasi nur unglaublich schnell aneinandergereiht, man hatte beim Lesen keine Zeit, eine Sache überhaupt richtig aufzunehmen, da war Evie schon dabei, sich bei der Nächsten einzumischen und irgendwann hat das alles einfach nur noch übertrieben und erzwungen gewirkt. Das ist unfassbar schade, weil es davor wirklich Potenzial hatte, richtig gut zu werden.

Zu Roane kann ich gar nicht allzu viel sagen, weil er für mich tatsächlich ziemlich blass geblieben ist. Man lernt ihn als super fleißig, zuverlässig und hilfsbereit kennen - als jemanden, auf dem man sich immer verlassen kann. Unfassbar attraktiv, aber absolut kein Frauenheld. Und als jemanden, der seinen Hund über alles liebt. Ansonsten ist da nicht wirklich viel. Woran das liegt? ZU VIELE der Nebencharaktere haben einen zu großen Raum in dieser Geschichte bekommen. Alle Hintergrundgeschichten der Bewohner des Dorfes wurden angeschnitten, aber natürlich wurde dann auch nie in die Tiefe gegangen. Dadurch hat man von jedem Bruchstücke mitbekommen, aber auch sie sind dadurch zu oberflächlich geblieben, weil man eben nie mehr bekommen hat. Hier bin ich ebenso der Meinung wie bei Evies Wundern - man hätte sich auf 1-2 Nebencharaktere festlegen sollen, auf die man näher eingeht. So hätte man den Lesern und Leserinnen die Chance geben können, sowohl zu ihnen eine Beziehung aufzubauen, als auch Roane dafür mehr Raum geben können. Es hat einfach - wie alles in diesem Buch ab einem gewissen Punkt - zu voll und viel gewirkt. Das Lesens war für mich irgendwann nicht mehr entspannt und auch von der Wohlfühlatmosphäre habe ich nach und nach nichts mehr gespürt. Dafür hatte ich gar keine Zeit und keinen Platz mehr.


Die Liebesgeschichte hat mich traurigerweise auch mehr als enttäuscht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich von Anfang an mit keiner krass emotionalen und lebensverändernden Liebe gerechnet, die mich vollkommen umhaut. Aber ich dachte, mich würde eine süße Liebe zwischen dem Stadtmädchen und dem Farmertypen erwarten, bei der man sich selbst nach und nach gemeinsam mit den beiden verliebt und die verbunden ist mit ganz vielen kleinen schönen Momenten. Dem war aber leider nicht so. Roane scheint sie sofort zu wollen, als wäre es Liebe auf den ersten Blick. Und sie findet ihn von Anfang an enorm heiß, will aber auf keinen Fall eine Beziehung eingehen, weil sie Männern erstmal abgeschworen hat. Die beiden verbringen immer und immer mehr Zeit miteinander, aber in der gesamten Zeit geht es meistens darum, dass er ihr näher kommen will und zurückgewiesen wird. Und als dann der Punkt gekommen ist, an dem sie sich dann doch endlich eingesteht, dass sie ihn will und es keinen Sinn macht, weiter dagegen anzukämpfen, geht auf einmal alles VIEL zu schnell. Ich will da gar nicht näher drauf eingehen, aber hier passiert dann schon wieder so viel hintereinander, das Drama ist groß und die Überraschung plötzlicher Wendungen größer. Leider wirken auch diese meist viel zu erwzungen und weit hergeholt. Ich konnte die Verbindung zwischen Roane und Evie nicht nachvollziehen, die Gefühle sind nicht bei mir angekommen und spätestens als dann die Rede von Liebe war, war ich vollkommen raus.

Mich macht es unglaublich traurig, das sagen zu müssen, aber „All You Wish For“ ist für mich bisher das schwächste Buch von Samantha Young. Es hatte wirklich Potenzial, aber dieses wurde meiner Meinung nach absolut nicht genutzt. Die Geschichte war für mich nicht authentisch, die Charaktere nicht greifbar. Die Liebesgeschichte lässt einen nicht mitfühlen. Es ist überladen, überdramatisiert und übertrieben. Fand ich alles schlecht? Nein, auf keinen Fall.
Ich hab den Schreibstil geliebt, ich habe den ersten Teil der Geschichte geliebt, ich habe das Setting und die Atmosphäre geliebt. Und wäre die Geschichte in die Richtung gegangen, bei der man zu Beginn noch denkt, dass sie in diese gehen wird, dann hätte es ein richtig gutes Buch für mich werden können, das ich mit Sicherheit ebenfalls geliebt hätte. So war es jetzt im Endeffekt aber leider einfach eine ziemliche Enttäuschung.

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