Atmosphärisch, ergreifend und intensiv!
Heimat aus Eis und Asche"Heimat aus Eis und Asche" von Annette Oppenlander ist ein Taschenbuch mit 312 Seiten, dass seine Leserschaft in den bitterkalten, harten Winter 1945 mitnimmt (und das im wahrsten Sinne des Wortes) sowie ...
"Heimat aus Eis und Asche" von Annette Oppenlander ist ein Taschenbuch mit 312 Seiten, dass seine Leserschaft in den bitterkalten, harten Winter 1945 mitnimmt (und das im wahrsten Sinne des Wortes) sowie in das Jahr 1993.
Die Autorin erzählt von der Flucht dreier Frauen 1945 aus Ostpreußen, bei der Ellie Johansens Tochter Lenchen verloren geht. Und von Lena in Münster, die 1993 nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie adoptiert war und sich sodann auf die Suche nach ihrer Herkunft macht.
Wie gewohnt gelingt es Annette Oppenlander vortrefflich, historische Fakten und wahre Begebenheiten mit Fiktion zu verknüpfen und herausgekommen ist auch diesmal eine Geschichte, deren Hintergründe bestens recherchiert wurden und die ans Herz und an die Substanz geht. Nicht nur die bittere Kälte, der beißende Hunger und die Umstände, die zur Flucht führten, haben mich ungemein bewegt und erschüttert, auch Ellies Verzweiflung und ihre erfolglosen Versuche, ihre Tochter wiederzufinden, waren herzzereißend und absolut authentisch.
Der Erzählstrang um 1993 konnte mich leider nicht vollends begeistern bzw. überzeugen, da ich mit Lena nicht recht warm wurde und ihre Handlungen in meinen Augen nicht so recht nachvollziehbar waren, leider.
Insgesamt aber unbedingt empfehlenswert und toll geschrieben!