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Veröffentlicht am 03.06.2021

Liebe schmeckt wie..

Liebe schmeckt wie Karamell
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Der Roman "Liebe schmeckt wie Karamell" enthält einen spannenden Plot, der mit abwechslungreichen Wendungen aufwartet. Die Geschichte ist aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten geschrieben. Dabei ...

Der Roman "Liebe schmeckt wie Karamell" enthält einen spannenden Plot, der mit abwechslungreichen Wendungen aufwartet. Die Geschichte ist aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten geschrieben. Dabei lassen sich sozusagen zwei Seiten unterscheiden, die in der Geschichte aufeinandertreffen. Lila verliert ihren Job und bekommt eine neue Chance in einem kleinen Bonbongeschäft angeboten. In dem Häuserblock, in dem sich der Laden befindet, wohnt Felix, dessen Zwillingsbruder eines Kunstdiebstahles verdächtigt wird. Lila und Felix sowie deren Bekannte bzw. Verwandte lernen sich näher kennen, während Felix versucht, das Rätsel um seinen Bruder zu lösen. Die bunte Welt der Bonbons hinterlässt einen schönen Eindruck. Doch leider ist die Gefühlswelt der Figuren eher eindimensional und zum Teil redundant beschrieben. Die Szenerie ist realistisch und vorstellbar, doch die Dialoge wirken gestellt. Die Begegnungen im Laufe des Romans und das Ende der Geschichte verlaufen sehr geplant. Insgesamt handelt es sich um einen leichten Roman mit sehr sympathischen Protagonisten, der jedoch an einigen Stellen recht künstlich wirkt.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein Mäuserich..

MELAMOTH
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Der junge Mäuserich Ben weiß nicht weiter. Seine Freundin Marian ist verschwunden und er ist allein zurückgeblieben. Er findet Marians Tagebuch, das ihn mit den darin enthaltenen Zeichen in eine neue Welt ...

Der junge Mäuserich Ben weiß nicht weiter. Seine Freundin Marian ist verschwunden und er ist allein zurückgeblieben. Er findet Marians Tagebuch, das ihn mit den darin enthaltenen Zeichen in eine neue Welt führt. Das Buch ist eine spannende Reise in die Figur des Mäuserichs selbst. Er lernt viel über sich selbst. Die Szenen sind sehr intensiv beschrieben, beispielsweise Träume oder andere Erlebnisse werden sehr genau beleuchtet. Das hat aber zur Folge, dass das Buch wirklich langatmig ist. Es passiert nicht so viel, was ich jedoch nicht schlimm finde. Aber die Längen finden sich nicht nur stellenweise, sondern fast in jeder Szene. So war das Lesen für mich etwas mühsam. Man merkt, dass das Buch mit Liebe geschrieben wurde, es ist gespickt mit feinem Humor und der Plot ist durchdacht. Dennoch war es mir leider einfach zu langatmig.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Distanziert

Die Schrecken der anderen
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Die Beschreibung des Romans klingt spannend, vielschichtig und experimentell. Dennoch habe ich irgendwie erwartet, dass sich mir die Geschichte mit der Zeit und den Seiten mehr erschließt. Leider ist es ...

Die Beschreibung des Romans klingt spannend, vielschichtig und experimentell. Dennoch habe ich irgendwie erwartet, dass sich mir die Geschichte mit der Zeit und den Seiten mehr erschließt. Leider ist es aber nicht so gekommen. Bei manchen Figuren habe ich noch eher ein Bild vor Augen, wie bei Kern, andere Figuren fand ich sehr anstrengend, so beispielsweise den Handlungsstrang um Schibig. Der Roman thematisiert den Schrecken der anderen, es könnte jedermanns Schrecken sein und so beliebig bleibt der Plot. Zugleich bringt er eine Düsternis mit sich, die zwischen Belanglosigkeit und unausweichlicher Finalität wandelt. Der Schreibstil ist nüchtern, aber gewählt und beeindruckend. Bei vielen Textstellen hatte ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben, nicht Teil der Erzählung zu sein und ständig den Versuch zu wagen, etwas zu erhaschen, was vielleicht gar nicht da ist (es stellt sich die Frage, ob es überhaupt da sein soll). Das Buch ist in meinen Augen ein interessantes Projekt, das aber in dieser Länge zu umfangreich ist, denn schnell verliert man die Leselust. Vielleicht hätte ich doch mehr sich mir erschließende Anspielungen oder einige persönliche Anknüpfungspunkte gebraucht, um am Ball zu bleiben. So bleiben die Figuren distanziert und der Roman berührt mich nicht.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Konnte mich nicht abholen

Frau Yeoms kleiner Laden der großen Hoffnungen
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Das Buch ist ähnlich aufgebaut wie "Frau Komachi empfiehlt ein Buch" von Michiko Aoyama. Da ich letzteres sehr mochte, hat mich das Buch von Kim Ho-Yeon natürlich angesprochen. Auch das Cover ist hübsch ...

Das Buch ist ähnlich aufgebaut wie "Frau Komachi empfiehlt ein Buch" von Michiko Aoyama. Da ich letzteres sehr mochte, hat mich das Buch von Kim Ho-Yeon natürlich angesprochen. Auch das Cover ist hübsch gestaltet.

Letztlich habe ich mich für das ungekürzte Hörbuch entschieden, das von Ill-Young Kim eingelesen wird, der die verschiedenen Stimmen gut darstellt. Allerdings konnte mich die Lesung inhaltlich nicht so ganz abholen. Die Idee ist ähnlich wie bei Aoyama, aber mir fehlte es an Tiefe beziehungsweise Spannung und auch zum Teil an Plausibilität. An einigen Stellen hat es mir ganz gut gefallen, an anderen fand ich es etwas nervig und die Protagonisten anstrengend.

Vielleicht ist das Konzept dieser japanisch/koreanischen Laden-Bücher, in denen verschiedene Menschen aufeinandertreffen, aber auch einfach langsam ausgelutscht.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Fängt gut an

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Unter tragischen Umständen kommt es der Tochter des Glasmachers Lorenzo Rosso zu, sich als Frau an dem Geschäft der Glasmacherei zu beteiligen. Doch dies ist auf der Insel Murano bei Venedig um 1468 eine ...

Unter tragischen Umständen kommt es der Tochter des Glasmachers Lorenzo Rosso zu, sich als Frau an dem Geschäft der Glasmacherei zu beteiligen. Doch dies ist auf der Insel Murano bei Venedig um 1468 eine Seltenheit. Orsola bekommt zwar Hilfe von weiblicher Seite, doch erwarten sie allerlei Widrigkeiten, vielfach innerhalb ihrer eigenen Familie. Wir erfahren über die Lebensumstände der Familie, von dem Beruf des Glasmachers sowie von den sozialen Verhältnissen Muranos und Venedigs im Laufe der Zeit. Darüber hinaus gibt es einige Zeitsprünge durch die Geschichte Orsolas hindurch und über die Jahrhunderte hinweg. Diese fand ich eher unpraktisch und auch unglaubwürdig, lieber wäre ich näher an der Protagonistin zu einem Zeitpunkt der Geschichte geblieben. So wird aus dem historischen Roman ein Fantasyroman, der sich mir beim Lesen erst mit der Zeit teilweise erschlossen hat. Venedig und Murano werden gut beschrieben und die Glasmacherei wird anschaulich dargestellt. Insgesamt hat mir das Buch anfangs gut gefallen, man ist sehr schnell im Geschehen. Besonders hervorheben möchte ich den wunderschönen Buchschnitt und das tolle Cover.

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