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Veröffentlicht am 30.05.2020

Bewertungsapp für Männer? Ja? Nein? Vielleicht?

Bad Bachelor
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Bad Bachelor war eine schöne Ablenkung zum Schulstress und ich konnte es einfach nebenbei lesen ohne viel Nachdenken zu müssen.
Viele Entwicklungen konnte man zwar Voraussehen, aber es gab dennoch Wendungen, ...

Bad Bachelor war eine schöne Ablenkung zum Schulstress und ich konnte es einfach nebenbei lesen ohne viel Nachdenken zu müssen.
Viele Entwicklungen konnte man zwar Voraussehen, aber es gab dennoch Wendungen, die ich nicht erwartet hatte, vor allem als es dann darum ging, wer die App erstellt hat.
Was ich natürlich sehr schön fand, war, dass Bücher eine sehr zentrale Rolle gespielt haben.
Darcy lebt für das Lesen, die Bücher und ihre Bücherei - Reed ist das komplette Gegenteil.
Und das ist nicht der einzige Kontrast zwischen den Beiden.
Diese Unterschiede machen das Buch zwar in gewisser Weise wieder zu einer typischen Story von denen es schon sehr viele gibt, aber 1. kann es von diesem Genre nie genug geben und 2. ist Reed einfach nur toll und Darcy mal nicht das typische schüchterne Mädchen von nebenan sondern selbstständig und rebellisch, nicht zuletzt kämpft sie für die Menschen und Dinge, die sie liebt.
Das beste an Bad Bachelor ist für mich also nicht die Story an sich, sondern die Protagonisten und ihre Gedanken, Sichtweisen und Taten.
Deshalb fand ich es auch schön, dass das Buch aus ihren Perspektiven geschrieben war.
Ein weiterer Pluspunkt waren die Zitate aus den Artikeln die über Reed veröffentlicht wurden, die immer am Anfang des Kapitels standen und die Artikel aus der Bad Bachelors-App.
Das hat mir irgendwie das Gefühl gegeben, dass es diese App wirklich gibt.

Insgesamt war Bad Bachelors zwar nicht eines meiner Highlights, aber sehr schön für zwischendurch, wenn man einfach nur lesen und entspannen will.

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Veröffentlicht am 13.11.2021

Starke Protagonistin und ganz viel Drama

Together we dream
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Gwen und Luke sind beide nicht offen für eine neue Liebe wollen sie aber trotzdem irgendwie.
Ich fand das Gefühlschaos, das diese Tatsache hervorgerufen hat, einfach nur toll. Man merkt, dass sie echt ...

Gwen und Luke sind beide nicht offen für eine neue Liebe wollen sie aber trotzdem irgendwie.
Ich fand das Gefühlschaos, das diese Tatsache hervorgerufen hat, einfach nur toll. Man merkt, dass sie echt hin und her gerissen sind.
Luke will sich auf Gwen einlassen hat aber seine Ex immer im Hinterkopf und Gwen will nicht verletzt werden und ist dementsprechend vorsichtig. Diese Vorsicht wird nur noch stärker als sie merkt, wie sehr Luke noch auf Abigail fixiert ist.

Aber dieses ganze Drama mit Abigail war mir echt zu viel.
Ich bin echt ein Fan von Drama, aber dass er wirklich jedes Mal zu seiner Ex gerannt ist, wenn ihm irgendwas nicht in den Kram gepasst oder er einsam war, war mir dann doch zu viel.
Vor allem merkt er doch selber, wie toxisch das alles ist.
Aber ok, wenn er eben noch so abhängig von ihr ist, dann ist das eben so und er braucht einfach noch Zeit.
Was aber für mich gar nicht geht ist, dass dann niemand von seinen Freunden irgendwas sagt. Sie bemerken es, lassen es aber einfach so zu. Und finde ich echt heftig. Wenn das ein Freund von mir wäre würde ich mal ein ernstes Gespräch mit ihm führen, weil wirklich jeder merkt, dass ihm das nicht gut tut.
Aber Abel tut sogar das Gegenteil.
Als Abi auftaucht schickt er Gwen und ihre Freundinnen nach Hause und lässt zu, dass Luke sich betrinkt und den Abend mit Abi verbringt und das geht für mich in einer Freundschaft einfach nicht.
Da hätte ich mir echt gewünscht, dass das anders gelöst wird, weil ich so die Freundschaften von Luke nicht ernst genommen habe. Ich hatte das Gefühl, dass sie dann eben doch nicht so gut befreundet sind sondern nur oberflächlich und das will ich nicht glauben, weil es eben genug Stellen im Buch gab, bei denen man gemerkt hat, dass seine Freund ihm wichtig sind - und vor allem auch andersherum, dass er seinen Freunden wichtig ist.

Dagegen ist das Gespräch mit seiner Schwester einfach nur toll.
Man merkt die Bindung der Beiden.
Das merkt man auch bei Gwen und ihrem Bruder, obwohl ich hoffe, dass die psychischen Probleme und Angstattacken ihres Bruders in einem/seinem Band noch ausführlicher thematisiert werden.

Es geht um Eishockey - das ist ein riesiger Pluspunkt, weil es mal was anderes ist und nicht wie sonst um Football geht.
Eishockey wird zwar immer beliebter bei den Autoren, ich finde es aber trotzdem jedes Mal noch schön, weil es "neu" ist.
Außerdem will Luke kein Profispieler werden. Er will Trainer werden und sagt das auch von Anfang an. Das ist schön, weil es in der Realität bestimmt viele solcher Fälle gibt, wo ein Spieler zwar für sein Leben gerne spielt, aber weiß, dass er im Profisport nicht glücklich werden wird.
Was mich aber auch hier wieder gestört hat ist, dass es keine Aussprache zwischen seinem Vater und ihm gab.
Man bekommt sehr deutlich mit, dass seinem Vater der Weg, den Luke gehen will, nicht gefällt und sie sich deshalb sehr oft streiten - das fand ich sehr schade und hatte gehofft, dass es da noch zu einem klärenden Gespräch kommt.

Together we dream war ein schönes Buch für Zwischendurch. Mir haben die Handlung und auch die Beziehung von Gwen und Luke sehr gefallen.
Trotz meiner Kritikpunkte war es eine süße und lustige Geschichte mit (etwas zu) viel Drama.
Dafür war Gwen eine sehr starke Protagonistin, die für sich selbst eintritt und ihr Herz beschützen will.

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Veröffentlicht am 06.07.2021

Hätte noch ein paar Seiten gebraucht

Wild Irish - Cillian
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Delaney reicht es.
Erst muss sie miterleben, wie ihre Schwester vor ihren Augen stirbt und dann erwischt sie ihren Verlobten auch noch mit einer anderen im Bett.
Kurzentschlossen packt sie die Koffer und ...

Delaney reicht es.
Erst muss sie miterleben, wie ihre Schwester vor ihren Augen stirbt und dann erwischt sie ihren Verlobten auch noch mit einer anderen im Bett.
Kurzentschlossen packt sie die Koffer und fliegt nach Irland - sie will etwas machen, von dem ihre Schwester schon immer geträumt hat.
Delaney arbeitet die Bucket List ihrer Schwester ab - zumindest ist das der Plan.
Dieser Plan wird aber von den Iren Cillian durchkreuzt, der es nicht für notwendig hält, auf seiner eigenen Straßenseite zu fahren und Delaney schnurstracks auf eine Wiese befördert.
Ist ja klar, dass Delaney erst mal mit zu ihm kommt - irische Gastfreundschaft 😉
Was der mürrische Raser allerdings verschweigt ist, dass er der Sänger der berühmten Band Wild Irish ist.
Eine Band, die vielleicht wegen eines Streits mit seinem Bruder bald der Vergangenheit angehören wird.
Trotz allem fliegen zwischen den Beiden von Anfang an die Fetzen - und auch die Funken.
Aber was wird ohne Auto jetzt aus der Liste von Delaney?
Und wie funktioniert die Sache mit der Wohngemeinschaft?
Aber die noch größere Frage lautet wohl - Werden sie es schaffen die Funken zu löschen oder werden die Flammen auflodern?

Ich finde die Idee der Story ist richtig toll.
Delaney bricht Hals über Kopf auf - ohne Plan, ohne Ziel.
Sie möchte die Bucket List ihrer Schwester abarbeiten. Es ist sozusagen das Letzte, das sie zusammen mit ihrer Schwester tun wird, auch wenn diese nicht mehr bei ihr ist.
Aber da taucht plötzlich Cillian auf und ihre Geschichten kollidieren in einem wirklich spannenden Aufprall - im wahrsten Sinne des Wortes.
Es ist gleich ab Seite 1 lustig und sehr kurzweilig.
Man kommt gleich in die Geschichte rein und wird gut abgeholt.
Ich konnte wirklich ein paar sehr schöne Stunden mit Delaney und Cillian verbringen - aber das war es dann auch schon, denn es fehlen einfach ein paar Seiten.
Wild Irish hätte einfach noch ein bisschen Zeit gebraucht.
Alles ist zu schnell passiert und dadurch erschienen mir dann manche Dinge zu kitschig und vor allem auch unlogisch.
Man erfährt zu wenig über die Gefühle und Beweggründe der Beiden, vor allem Cillian geht in diesem Buch etwas unter.
Nehmen wir z.B. mal das Ende der Geschichte: Was hat Cillian in der Zwischenzeit gemacht? Wenn wir wissen würden, dass er vor Herzschmerz zergehen würde (Vorsicht Übertreibung 😉) dann würden wir alle verstehen, dass er ihr bei der erst besten Gelegenheit einen Antrag macht - so war das einfach nur zu schnell.
Ich mein unerwartet schön und gut, aber das hatte keinen Kontext. Vor allem passt es auch nicht zu den Beiden. Ich hätte sie nicht so eingeschätzt, dass sie sich so schnell in eine Ehe stürzen würden - vor allem Delaney nach der Sache mit ihrem Ex und nachdem sie von Cillian so oft so heftig verletzt wurde.

Aber auch abgesehen von der Schnelligkeit gab es ein paar Dinge, die ich etwas unlogisch und unpassend fand.
1. Wieso kann sie niemanden außer ihre Eltern anrufen? Hat sie keine Freunde? Das ist dann doch etwas traurig, aber damit komme ich noch klar.
2. Wieso trinken alle so viel Alkohol - bzw. Cillian. Klar, er wurde verletzt, aber muss ich deshalb direkt nach dem Aufstehen zur Flasche greifen?! Das ist dann doch etwas übertrieben.
Und da alle guten Dinge 3 sind kommt jetzt 3:
3. WIESO REDET NIEMAND MITEINANDER? Sowohl Cillian und Delaney, als auch Cillian und sein Bruder.
Es könnte alles so viel schöner sein, wenn sie einfach mal den Mund aufmachen würden und vor allem sich auch gegenseitig zuhören würden.
Das hat mich regelrecht wahnsinnig gemacht.

Auch wenn das jetzt ziemlich schlecht klingt habe ich die Story echt gemocht.
Klar es gab ein paar Kritikpunkte, aber wenn Wild Irish nicht so kurz gewesen wäre, wäre alles halb so wild gewesen.
So hat mir ein bisschen die Logik und der rote Faden gefehlt.
Außerdem konnten sich die Gefühle nicht wirklich entwickeln, wodurch dann z.B. der Antrag unlogisch wurde - und vielleicht hätten ein paar Leute mal miteinander geredet, wenn sie noch ein paar Seiten mehr Zeit gehabt hätten.

Für Zwischendurch war es ein ganz süßes Buch und ich werde mir auch den zweiten Band holen, weil ich wissen will, wie es mit der Band weitergeht, aber es gehört leider nicht zu meinen Highlights - obwohl die Story das Potential dazu hätte.

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Veröffentlicht am 30.05.2020

Licht und Schatten

The One Right Man
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Obwohl es der zweite Band der Reihe ist, kann man ihn auch ohne den ersten gelesen zu haben verstehen.
Das ist mir zwar normalerweise nicht so wichtig, aber da ich den ersten Band nicht kenne fand ich ...

Obwohl es der zweite Band der Reihe ist, kann man ihn auch ohne den ersten gelesen zu haben verstehen.
Das ist mir zwar normalerweise nicht so wichtig, aber da ich den ersten Band nicht kenne fand ich es diesem Mal sehr gut.
Die Danksagung war mal was anderes: der für mich immer etwas langweiligere Teil mit den ganzen Namen war ziemlich kurz und wirklich nur auf ein paar wenige Zeilen reduziert. Dafür hat man dann etwas über Chelsea und Dean und die Hintergründe, die hinter der Idee von den Beiden steht.
Chelsea fand ich teilweise zwar etwas eingebildet besonders im Bezug auf ihren Körper, aber dafür finde ich ihre Cousinen und vor allem Mikey total toll. So eine Verwandschaft kann man sich nur wünschen (so eine Mutter allerdings nicht).
Die Andeutungen auf die Fehlgeburt und dann am Ende auch die Frage, ob Dean zur Hochzeit kommt, waren spannend und das war auch dringend nötig, weil das Buch sonst zu einem großen Teil von dem Verlangen von Dean und Chels handelt.
Wenn das mit der Fehlgeburt und dann mit der Schwangerschaft nicht gewesen wäre, wäre das Buch für mich relativ langweilig gewesen.
Die Schwangerschaft hat die Geschichte zwar dramatisiert, aber sie war meiner Meinung nach ziemlich klischeehaft und vorhersehbar, ebenso wie der Verlobungsantrag, der aber an sich süß und echt schön war.
Außerdem waren die Zeiten etwas gewöhnungsbedürftig. Ich wusste immer nicht, wie viel Zeit von einem Ereignis zum anderen vergangen ist und mir hat dann die Info gefehlt, was sie dazwischen gemacht hat.

Also alles in allem hatte das Buch zwar ein paar gute Dinge, aber es konnte mich leider nicht sonderlich überzeugen.

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Veröffentlicht am 30.05.2020

Mal was für zwischendurch

Park Avenue Princess
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Zuerst habe ich die beiden Protagonisten nicht so gemocht.
Da sie beide so eine unterschiedliche Sicht auf die Welt haben hat es gedauert rein zukommen.
Dieser Unterschied ist aber auch wieder positiv, ...

Zuerst habe ich die beiden Protagonisten nicht so gemocht.
Da sie beide so eine unterschiedliche Sicht auf die Welt haben hat es gedauert rein zukommen.
Dieser Unterschied ist aber auch wieder positiv, denn kein Mensch ist gleich, deshalb war es auch eine schöne Idee, die beiden Sichten und auch den Schreibstil in den einzelnen Kapiteln so zu verändern, dass er hundertprozentig zu Georgie und Andrew passt.
Anfangs war mir Georgie etwas zu komisch, wenn man das mal so sagen darf.
Ich habe ihre Gedanken nicht nachvollziehen können und fand sie allgemein etwas kindisch.
Im Laufe der Geschichte hat sie sich aber gewandelt und ist meiner Meinung nach reifer geworden - Andrew hat auf sie abgefärbt.
Wenn sie das nicht gemacht hätte, wäre Park Avenue Princess wahrscheinlich nicht so gut gewesen wie es dann letztendlich war.
Ich fand es auch sehr gut, dass Georgie sich immer wieder an die Leser gewandt hat und somit eine Verbindung aufgebaut hat - man hat sich gleich angesprochen und in gewisser Weise auch angesprochen gefühlt.
Man konnte auch viele Sachen nicht voraussehen oder erst kurz vorher erahnen, was ja bei vielen New Adult Bücher oder Liebesgeschichten nicht so ist.
Was mich aber vor allem gleich am Anfang überzeugt hat war das Cover.
Es ist irgendwie schlicht aber irgendwie auch nicht - für mich ist das eines der schönsten Cover, die ich seit langem gesehen habe.
Was mich aber etwas gestört hat war, dass dann alle auf einmal glücklich und zufrieden waren.
Auch die Eltern von Georgie, die beide die Scheidung nach so vielen Jahren unbeschadet und ohne Gefühlschaos überstanden haben und vor allem Brody, der Playboy, der plötzlich sesshaft geworden ist und geheiratet hat.
Das war mir dann doch alles ein bisschen zu viel des Guten auch wenn ich Happy Ends mag.

Insgesamt war Park Avenue Princess ein gutes Buch für zwischen durch, dass viel schönes hatte, mir teilweise aber auch nicht so gut gefallen hat, weil es manchmal unrealistisch war.

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