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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Wenn das Schicksal zuschlägt

Wo Wellen niemals enden
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Katharina hat eine schlimme Diagnose bekommen und sie weiß, ihr Leben wird nicht mehr Lange so sein wie es ist.
Kurzendschlossen verlässt sie ihren Mann und ihre zwei Töchter den sie sollen ihr Leben weiterführen ...

Katharina hat eine schlimme Diagnose bekommen und sie weiß, ihr Leben wird nicht mehr Lange so sein wie es ist.
Kurzendschlossen verlässt sie ihren Mann und ihre zwei Töchter den sie sollen ihr Leben weiterführen können wie bisher.
Katharina lebt auf der Straße bis sie dem Tierarzt Odhran begegnet und ihm nach Irland folgt, wo sie bei Freunden von ihm auf einem Hof aushilft.
Heike Fröhling hat mich mit ihrem neuen Buch „Wo Wellen niemals enden“ wieder einmal begeistert.
In diesem Buch erzählt die Autorin von Katharina, eine Frau die vom Schicksal hart getroffen wird.
Sie lässt ihr altes Leben hinter sich, verlässt ihren Mann und ihre zwei Töchter.
Ich konnte die Entscheidung von Katharina am Anfang nicht verstehen. Im Verlauf des Buches wurde mir aber immer klarer, sie tat es aus Liebe. Sie wollte ihren Töchtern die Zukunft und die Träume die sie haben nicht verbauen.
Natürlich waren ihre Gedanken und ihre Liebe stets bei ihren Kindern.
Heike Fröhling erzählt die Geschichte mit viel Gefühl und sehr tiefgründig. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und fesselnd. Ihre Charaktere sind gut ausgewählt. Es passt einfach alles zusammen.
Als ich das Buch beendet hatte, habe ich es nicht einfach zugeklappt, sondern noch einige Zeit über das Gelesene nachgedacht.
„Wo Wellen niemals enden“ ist eine bewegende Geschichte, ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Ein Buch das den Leser fordert

Milchmann
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Die Erzählerin, eine junge Frau wird von einem Mann, der hier der Milchmann genannt wird gestalkt.
Es entstehen Gerüchte gegen die sich die Frau nicht wehren kann. Keiner glaubt ihr.
Und das in einem ...

Die Erzählerin, eine junge Frau wird von einem Mann, der hier der Milchmann genannt wird gestalkt.
Es entstehen Gerüchte gegen die sich die Frau nicht wehren kann. Keiner glaubt ihr.
Und das in einem Land und in einer Zeit wo es heißt nicht aufzufallen.
„Milchmann“ von Anna Burns ist kein einfaches Buch.
Es fordert den Leser, es fordert seine ganze Aufmerksamkeit und seine Zeit.
Für mich war es kein Buch, dass ich in einem Zuge gelesen habe. Ich musste das Buch immer wieder zur Seite legen um das gelesene zu verdauen.
Ich musste die Spreu vom Weizen trennen, dass was relevant für die Geschichte ist herausfiltern.
Der Schreibstil von Anna Burns hat mich sehr stark an Franz Kafka erinnert.
So hat die Stadt keinen Namen. Auch die Protagonisten haben keine Namen, die Geschwister und Schwäger sind durchnummeriert. Die Erzählerin ist eine namenlose Person.
Die Sätze sind oft lang und verschachtelt. Die Gedanken der Erzählerin schweifen ab und führen von der eigentlichen Handlung weg um nach mehreren Seiten wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Der Tenor des Romans liegt für mich auf den politischen und religiösen Unterschieden zwischen Nordirland und Irland. Auf dem Bürgerkrieg wo es fast schon Normalität ist, wenn eine Bombe explodiert. Aber auch die Stellung der Frau steht im Mittelpunkt.
So war „Milchmann“ für mich neben all der Unterhaltungsliteratur die ich viel und gerne lese ein interessanter Ausflug in die klassische Literatur.
„Milchmann“ bekommt trotz aller Anstrengung beim Lesen 4 Sterne von mir und ich empfehle ihm allen den Leser die nicht davor zurückschrecken sich mit einem Buch intensiv auseinanderzusetzen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Gut recherchierter Roman über eine interessante Frau

Die Diva
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1957 begegnen sich Maria Callas und Aristoteles Onassis das erste Mal in Venedig.
Die vielen Auftritte und die ihr abverlangte Perfektion lassen ihre Stimme immer öfter versagen.
Maria Callas braucht ...

1957 begegnen sich Maria Callas und Aristoteles Onassis das erste Mal in Venedig.
Die vielen Auftritte und die ihr abverlangte Perfektion lassen ihre Stimme immer öfter versagen.
Maria Callas braucht eine Auszeit.
Die gönnt sie sich dann auch 1959 indem sie sich mit ihrem Mann auf die Yacht von Aristoteles Onassis begibt und mit ihm, seiner Frau, seinen Kindern und seinen Gästen zu einer Kreuzfahrt ins Meer sticht.
Auf der Yacht bahnt sich zwischen Maria Callas und Aristoteles Onassis eine Liebesbeziehung an.
1968 endet die Beziehung dort wo alles begann. Maria Callas leidet sehr unter der Trennung.

Schon die beiden vorangegangenen Bücher „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ und „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ haben mich begeistert.
Mit „Die Diva“ hat Michelle Marly allerdings dem Ganzen die Krone aufgesetzt.
Auch in diesem Buch begleitet der Leser die Protagonistin nur durch einen Teil ihres Lebens.
Es beginnt mit dem Kennenlernen zwischen Maria und Onassis und geht mit der Trennung weiter.
Die Kapitel wechseln in unregelmäßigen Abständen zwischen dem Anfang und dem Ende der Beziehung des wohl berühmtesten Liebespaares seiner Zeit ab.
Der Leser nimmt Teil am Leben, Lieben und Leiden der Künstlerin.
Erlebt das Leben an der Oper und dem Jetset genauso wie die tiefe Trauer nach dem Ende der Beziehung.
Auch in diesem Buch gibt es am Ende eine Zusammenfassung von Michelle Marly wie die Leben von Maria Callas und Aristoteles Onassis weitergegangen sind. Diese Fußnote enthält noch einmal interessante Informationen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, unkompliziert und einfach fesselnd.
Man spürt die Sorgfalt und die Liebe mit der die Autorin recherchiert hat und mit der sie das Buch dann auch geschrieben hat.
Jetzt am Ende des Buches verneige ich mich nicht nur vor der Diva sondern auch vor Michelle Marly die dieses Buch in einer so wunderschönen Art geschrieben hat.
Ich hoffe es folgen noch viele weitere Bücher dieser Art und bin schon gespannt welche Persönlichkeit sich die Autorin für ihr nächstes Projekt aussucht (mir würden da einige einfallen).

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Sophia eine Widerstandskämpferin

Zeit des Sturms
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Würzburg 1933, Sophia kann nicht einfach wegsehen. Genau wie vielen gefallen ihr die Machenschaften der Partei nicht. Auch das ihr Vater in der Partei ist können sie und ihre 2 Schwestern nicht verstehen. ...

Würzburg 1933, Sophia kann nicht einfach wegsehen. Genau wie vielen gefallen ihr die Machenschaften der Partei nicht. Auch das ihr Vater in der Partei ist können sie und ihre 2 Schwestern nicht verstehen. Aber die wenigsten trauen sich etwas dagegen zu sagen. Doch Sophia hält nicht einfach den Mund und schaut zu.
Sie schließt sich einer Gruppe an die gegen die Partei agieren. So verliebt sie sich auch in einen Mann der von der Partei verfolgt wird.
„Zeit des Sturms“ ist nach „Zeit des Glanzes“ der 2. Band der Kaufhausdynastie-Reihe von Mila Sommerfeld.
Die Geschichte spielt genau wie Band 1 in Würzburg, beginnt 1933 und endet 1947.
Wurde der 1. Band aus Sicht von Katharina, der ältesten der 3 Schwestern erzählt so steht im 2. Band Sophia, die mittlere Tochter im Vordergrund.
Im 1. Band ging es primär um das Kaufhaus, dass Katharina von ihrem Geliebten Joseph übernommen hatte, da er als Jude das Land verlassen musste.
In diesem Buch geht es jetzt vordergründig um die Machenschaften der Partei und um den Widerstand.
Sophia ist die Rebellin in der Familie Wagner. Sie sieht nicht einfach nur zu, sie will etwas gegen das Regime unternehmen. So schließt sie sich dem Widerstand an. Auch ihrem Vater gegenüber tut sie offen ihre Meinung über die Partei kund.
Natürlich gibt es auch Überschneidungen. Alles was familiäre Dinge oder das Kaufhaus betrifft kennt man ja schon aus dem 1. Band und weiß somit in welche Richtung die Dinge laufen.
Aber wie es im Leben so ist hat jeder Mensch eine andere Sichtweise oder erlebt zum Beispiel den Tod einer nahestehenden Person anders als der andere.
Ich finde es interessant zu lesen wie verschieden die Zeit und die Erlebnisse in einer Familie empfunden werden.
Die ganze Geschichte wurde von der Autorin Mila Sommerfeld sehr emotional und lebensnah geschildert.
Ich hatte die Personen vor Augen und habe bei manchen Unternehmungen von Sophia mit ihr gezittert.
Ich bin jetzt schon sehr auf den 3. Band gespannt und auf die Sichtweise von Maria, der jüngsten Tochter.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 28.02.2020

Gelungener Auftakt einer Trilogie

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung
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Berlin 1926, Sophia ist eine der wenigen Frauen die studieren dürfen, dazu hat sie noch Chemie gewählt was für eine Frau ungewöhnlich ist.
Schon als junges Mädchen hat sie davon geträumt ihre eigene Creme ...

Berlin 1926, Sophia ist eine der wenigen Frauen die studieren dürfen, dazu hat sie noch Chemie gewählt was für eine Frau ungewöhnlich ist.
Schon als junges Mädchen hat sie davon geträumt ihre eigene Creme herzustellen.
Doch dann kommt alles anders als gedacht. Sophia ist schwanger. Der Vater ihres Kindes ist verheiratet und steht nicht zu Sophia.
Ihre Eltern werfen sie aus der Wohnung, wollen nichts mehr mit Sophia zu tun haben.
In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an ihre Freundin Henny die als Tänzerin am Theater arbeitet. Hier findet sie Unterschlupf. Als Henny ein Engagement in Paris bekommt nimmt sie Sophia kurzerhand mit.
In Paris wird Sophia auf den Kosmetiksalon von Helena Rubinstein aufmerksam. Sie entwickelt eine Creme und bewirbt sich damit auf eine Stelle als Chemikerin.
Helena Rubinstein sieht das Potenzial, dass in Sophia steckt und bietet ihr eine Stelle in New York an.
„Die Farben der Schönheit-Sophias Hoffnung“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie von Corina Bomann.
Die Bücher der Autorin sind fester Bestandteil in meinem Bücherregal. Ich habe sie immer gerne gelesen, auch die Saga der Frauen vom Löwenhof habe ich verschlungen.
Mit dem 1. Band der neuen Trilogie hat Corina Bomann sich allerdings selber übertroffen. Es ist das schönste Buch was ich bisher von ihr gelesen habe.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das Schicksal von Sophia hat mich gefangengenommen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Sophia, also in der Ich-Perspektive erzählt.
Sophia war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist jung, intelligent und mutig, ja manchmal etwas naiv aber das liegt an ihrer Jugend.
Sie studiert zu einer Zeit wo es noch nicht so viele Frauen an der Universität gibt. Ihr Vater finanziert das Studium. Doch dann wird Sophia schwanger, zu der damaligen Zeit ein No-Go.
Der Vater des Kindes ist verheiratet, die Eltern brechen mit Sophia. Sie kommt bei einer Freundin unter, begleitet sie nach Paris. Dort kommt sie mit Helena Rubinstein in Kontakt und bekommt eine Stelle in deren Imperium in New York.
Hier beginnt Sophia sich ein neues Leben aufzubauen was vorwiegend aus Arbeit besteht.
Mich hat auch begeistert, dass in diesem Buch reale Personen wie Helena Rubinstein und Elizabeth Arden einen Platz haben. Helena Rubinstein und Elizabeth Arden sind unerbittliche Rivalinnen, der Puderkriegt von dem im Buch die Rede ist hat es wirklich gegeben.
Der Schreibstil von Corina Bomann ist wie gewohnt sehr flüssig, die Geschichte interessant und die Sprache leicht verständlich.
So haben sich die gut 540 Seiten schnell gelesen. Das Buch endet dann damit, dass Sophia wieder an einer Weggablung steht und jetzt heißt es warten welchen Weg sie nimmt.
Zum Glück dauert es nicht allzu lange bis der 2. Teil der Trilogie im Juni 2020 erscheint. Ich freue mich schon darauf.

  • Cover
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