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Veröffentlicht am 26.12.2025

Emotionale Geschichte

Das Herz aus Gold
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„Das Herz aus Gold“ von Weina Dai Randel entführt die Leserinnen bis nach Shanghai

China: 1925. Im Mittelpunkt steht Anyu Zhang. Als 15-jähriges Mädchen findet sie im Schnee ein Fabergé-Ein und setzt ...

„Das Herz aus Gold“ von Weina Dai Randel entführt die Leserinnen bis nach Shanghai

China: 1925. Im Mittelpunkt steht Anyu Zhang. Als 15-jähriges Mädchen findet sie im Schnee ein Fabergé-Ein und setzt alles dran es dem Besitzer zurückzugeben. Isaak Mandelburg, Juwelier des russischen Zaren, der auf der Flucht ist, dankt Anyu indem er ihr eine Adresse in Shanghai gibt uns sagt sie sei dort immer willkommen.
Jahre später, Anyu ist zur Waisen geworden, nimmt sie ihren Mut zusammen und geht nach Shanghai. Sie ist fest entschlossen auch Juwelierin zu werden und lernt die Welt des Glanzes kennen.
Aber nicht nur der Glanz und die Schönheit der Juwelen begegnen Anyu in Shanghai, sondern auch die Schattenseiten, die von Gier und Brutalität beherrscht werden. Kann sich Anyu in der gefährlichen Stadt zurechtfinden, ohne unterzugehen?

Weina Dai Randel hat großartige Protagonisten das Leben geschenkt. Anyu hat mir gleich gefallen. Sie ist mutig und intelligent und fest entschlossen, das Juwelierhandwerk zu erlernen. Es dauert aber nicht lange bis sie die Schattenseiten kennenlernt. Auch Isaak Mandelburg, der Juwelier hat mir gut gefallen. Einst Juwelier des Zaren, musste er nach Shanghai flüchten.

Weina Dai Randel erzählt die Geschichte auf eine emotionale Art. Es mutet fast an, wie ein Märchen. Das junge Mädchen Anyu geht nach Shanghai in die Welt des Glanzes und des Glimmers, um dort bei einem Juwelier das Handwerk zu erlernen. Aber die Autorin führt ihre Leser
innen auch in den Abgrund, in die Unterwelt von Shanghai in der alles andere als Glimmer herrscht.

Weina Dai Randel lässt Themen wie Rassenhass und die Unterschiede zwischen Arm und Reich sehr deutlich in ihre Geschichte einfließen.
Auch über die Herstellung edler Schmuckstücke kann man einiges lesen.
Der Schreibstil von Weina Dai Randel ist flüssig und gut verständlich.

„Das Herz aus Gold“ ist ein Roman, den ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Liebe und Schmerz

Die Frauen von Ballymore
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Klappentext:
Sorcha O'Donovan wächst behütet in Ballymore an der Südküste Irlands heran. Als sie 16 Jahre alt ist, verliebt sie sich unsterblich in den Musiker Con Daly, einen Einzelgänger, der in einer ...

Klappentext:
Sorcha O'Donovan wächst behütet in Ballymore an der Südküste Irlands heran. Als sie 16 Jahre alt ist, verliebt sie sich unsterblich in den Musiker Con Daly, einen Einzelgänger, der in einer Hütte am Strand lebt. Es beginnt eine heimliche Beziehung zwischen den beiden, die aber zu einem Eklat führt: Sie werden von der ebenso vermögenden wie missgünstigen Helen McCarthy aus dem Dorf verraten, und in seinem Zorn verbannt Sorchas Vater seine Tochter. Die beiden verlassen über Nacht ihre irische Heimat, um im London der 1960er Jahre ein neues Leben zu beginnen. Und dort, in der brodelnden Metropole, wird für Con ein Traum wahr: der Aufstieg vom mittellosen Straßenmusiker zum Leader einer der erfolgreichsten Bands seiner Zeit. Aber als Helen in London auftaucht, sind die Weichen gestellt für ein Drama, das unerbittlich seinen Lauf nimmt.

„Die Frauen von Ballymore“ von Lucinda Riley erzählt von Liebe und Schmerz. Die Autorin ist im Juni 2021 verstorben und dieser Roman wurde erst jetzt in Deutschland veröffentlicht.

Im Mittelpunkt steht Sorcha O'Donovan, sie ist behütet in ihrer Familie in Ballymore aufgewachsen. Doch ihr Traum liegt nicht in Ballymore, sie stellt sich ihr Leben aufregender vor als in dem kleinen Dorf in Irland. Sorcha verliebt sich in den Musiker Con Daly, die beiden führen eine heimliche Beziehung. Als die Beziehung entdeckt wird, werden sie aus dem Dorf gejagt. Sorcha und Con gehen nach London, wo auch die Karriere von Con ihren Lauf nimmt. Aus dem Straßenmusiker wird ein Bandleader.
Doch als jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht, droht alles zu zerbrechen.

Lucinda Riley und ihre Romane sind wohl auf der ganzen Welt bekannt. Ihre Geschichten sind immer voller Emotionen. In diesem Roman vermisse ich dies allerdings etwas.
Die Charaktere werden gut beschrieben, aber auch hier fehlt etwas die Tiefe, man fühlt sich nicht so verbunden mit den Protagonisten, kommt ihnen nicht so nah, wie man es bei Lucinda Riley gewohnt ist.
Die Geschichte und die Entwicklung von Sorcha und Con hat mir aber trotzdem gut gefallen. Die Schicksalsschläge, die, die Charaktere erleiden mussten, haben mich berührt.
London in den 1960er Jahren wird gut beschrieben, ich konnte es mir gut vorstellen.
Der Schreibstil von Lucinda Riley ist flüssig und gut verständlich.

Auch wenn „Die Frauen von Ballymore“ nicht zu den besten Büchern von Lucinda Riley zählt, ist es doch ein fesselnder Roman, den ich mit Freude gelesen habe.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Hauptsache berühmt

Der Rache Glanz
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Klappentext:
Cléo weiß schon früh, dass sie den fürchterlich durchschnittlichen Verhältnissen, in denen sie aufwächst, entkommen will. Spätestens als sie bei einer banalen Modenschau von einer Mitschülerin ...

Klappentext:
Cléo weiß schon früh, dass sie den fürchterlich durchschnittlichen Verhältnissen, in denen sie aufwächst, entkommen will. Spätestens als sie bei einer banalen Modenschau von einer Mitschülerin ausgestochen wird, reift in ihr die Erkenntnis, dass sie sich rächen muss. Ihre Vendetta heißt: Berühmt werden. Als Popsängerin. Unerbittlich arbeitet Cléo jahrelang an ihrem Timbre, ihren Lyrics, ihrem Charisma, überhaupt an ihrer Außenwirkung bis ins winzigste Detail. Immer obsessiver verfolgt sie ihr einziges Ziel, geht dabei immer strenger mit sich selbst ins Gericht. Und während sie dem Weltruhm näher kommt, steigt der Preis dafür ins Unermessliche.

„Der Rache Glanz“ von Maud Ventura, erzählt den Weg, den Cléo gehen muss, um berühmt zu werden.

Schon als Kind stand für Cléo fest, sie wird einmal eine berühmte Popsängerin. Die Stimme dazu hat sie, alles andere lässt sich erlernen. Bald schon kann sie perfekt Gitarre und Klavier spielen. Mit dem Schreiben ihre Songs hat sie Schwierigkeiten. Da will nichts Richtiges zustande kommen. Doch nach einiger Zeit beherrscht Cléo auch das Schreiben der Songs. Ihre Kariere geht steil bergauf. Dabei ist Cléo überaus streng mit sich selbst. Jeden Misserfolg, jeder kleine Fehler nimmt sie sich selbst äußerst übel.

Es ist interessant, Cléo durch die Geschichte zu begleiten. Maud Ventura erzählt die Geschichte so intensiv, dass man als Leser*in glaubt, man steckt im Körper von Cléo. Trotzdem ist mir Cléo nicht besonders sympathisch geworden. Sie ist eine missgünstige und arrogante Frau, die alles aus dem Weg räumt, was ihren Erfolg stören kann. Und je mehr Erfolg Cléo hat, um so eigenartiger werden ihre Ansichten, die ich nicht immer nachvollziehen konnte.

Maud Ventura erzählt den Aufstieg von Cléo in einem bissigen Ton. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.

„Der Rache Glanz“ habe ich gerne gelesen, auch wenn die Protagonistin mir nicht sympathisch werden konnte.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Ein Auftragsmörder, der nicht morden kann

Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung
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Lucien Comte de Chacarasse genießt das Leben an der Côte d'Azur in vollen Zügen: azurblaues Wasser, provenzalische Köstlichkeiten und die Leichtigkeit des Sommers. Doch dann überbringt seine Onkel Edmond ...

Lucien Comte de Chacarasse genießt das Leben an der Côte d'Azur in vollen Zügen: azurblaues Wasser, provenzalische Köstlichkeiten und die Leichtigkeit des Sommers. Doch dann überbringt seine Onkel Edmond einen neuen Mordauftrag. Das Opfer, ein schwerreicher Argentinier, lebt auf Sardinien. Und der Mann soll unbedingt vor seiner deutlich älteren Frau das Zeitliche segnen. Warum, will Edmond nicht verraten. Notgedrungen reist Lucien auf die italienische Mittelmeerinsel. Während er sein Opfer ausspioniert, hat er eine geniale Idee: Er inszeniert eine Entführung und geht im letzten Moment dazwischen. Der geschockte Argentinier ist Lucien so dankbar, dass er ihn als Leibwächter einstellt. Jetzt muss der junge Comte nur noch ein Familiengeheimnis aufdecken und einen Weg finden, seinen Auftrag zu erfüllen, ohne jemanden zu töten.

„Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung“ ist der 3. Band der Krimireihe „Monsieur-le-Comte“ von Pierre Martin, dem Autor der Bestseller - Reihe „Madame le Commissaire“.

Mit Lucien Comte de Chacarasse hat der Autor einen sehr sympathischen Charakter erschaffen.
Lucien ist Anfang 30 und besitzt ein Bistro in Villefranche-sur-Mer in dem auch schon Isabelle Bonnet zu Gast war.
Er liebt das lockere Leben, die Frauen, gutes Essen und gute Weine.
Doch jetzt steckt er in einem Dilemma.
Er hat seinem Vater auf dem Sterbebett versprochen, die Familientradition weiterzuführen.
Was bedeutet, er wird zum Auftragsmörder. Doch Lucien hat sich zur Aufgabe gemacht, die Aufträge zwar dem Schein nach zur Zufriedenheit auszuführen, aber niemanden zu töten.

Auch die anderen Charaktere sind gelungen. Vor allem Rosalie, die ältere Haushälterin in der Villa des Comte.
Sie ist schwerhörig und immer für einen Scherz und einen Tresterschnaps zu haben.
Auch Francine, die Sekretärin des Comte gefällt mir sehr gut. Sie unterstützt, jetzt wo der Comte tot ist Lucien, den neuen Comte.
Francine weiß von der Familientradition, aber auch Rosalie scheinen Lucien meist zu durchschauen und mehr zu wissen als Lucien ahnt.

Der einzige unsympathische Protagonist ist Luciens Onkel Edmond.
Der Charakter wurde aber bewusst so angelegt. Onkel Edmond nimmt die Aufträge an, die Lucien dann ausführen soll.
Also praktisch der Gegenspieler von Lucien.

Der Plot ist ähnlich angelegt wie bei den vorherigen Bänden.
Lucien bekommt von seinem Onkel einen Auftrag. Ein schwerreicher Argentinier, der auf Sardinien lebt soll, vor seiner wesentlich älteren Frau sterben. Lucien versucht den Auftrag wieder mit einem Geniestreich zu lösen. Ob es ihm gelingt?

Auch sein 2. Auftrag ist heikler, sein Opfer ein Auftragsmörder, von dem nur das Pseudonym Asterix bekannt ist. Gesehen hat man ihn noch nicht. Keine leichte Aufgabe.

Außer den Mordaufträgen ist jemand hinter Lucien her. Es gibt Mordanschläge und Lucien muss den Täter finden, bevor er sein Ziel erreicht.

Pierre Martin beschreibt das Dilemma, in dem Lucien steckt auf humorvolle Art und Weise.
Der Autor führt seine Leser*innen an die französische Riviera, mit Abstechern nach Italien.
Land und Leute werden sehr gut beschrieben.
Auch das Kulinarische nimmt einen hohen Stellenwert in der Geschichte ein.
Gutes Essen, gute Weine und Tresterschnaps, da läuft einem schon manchmal beim Lesen das Wasser im Munde zusammen.

Mit der Reihe „Monsieur le Comte hat „Madame le Commissaire“ beste Gesellschaft bekommt.
Ich freue mich schon auf den 4. Band.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Trennung und doch Freunde bleiben, geht das?

Wir können doch Freunde bleiben
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„Wir können doch Freunde bleiben“ von Katja Lewina ist eine Sammlung von Trennungsgeschichten, die es in sich haben.

Freunde bleiben, trotz Trennung, ob das geht, ist die Frage. Ich kann es mir nicht ...

„Wir können doch Freunde bleiben“ von Katja Lewina ist eine Sammlung von Trennungsgeschichten, die es in sich haben.

Freunde bleiben, trotz Trennung, ob das geht, ist die Frage. Ich kann es mir nicht recht vorstellen.
In diesem Buch gibt es verschiedene Trennungsgeschichten. Eins haben sie gemeinsam, sie sind schmerzhaft.

In einem Vorwort erzählt Katja Lewina, wie sie auf Lesereise war und das Publikum gefragt hat, ob jemand seine Trennungsgeschichte erzählen möchte. Die Autorin hat sie aufgeschrieben und gesammelt. In diesem Buch erzählt Katja Lewina die tragischsten Geschichten.

Da ist Annette, ihr Freund ist ein polizeibekannter Exhibitionist. Für Anette ein Schock und das Aus ihrer Beziehung.

Rayk, war 30 Jahre in einer Beziehung. Plötzlich ist die Beziehung zu Ende und er muss lernen allein zurechtkommen.

Maximilian hat seine Partnerin geheiratet, als es eigentlich in der Beziehung schon kreiselte. Das konnte nicht gutgehen.

Katja Lewina erzählt einige Trennungsgeschichten. Es geht um Beziehungen, Liebe, die sich ins Gegenteil wandelt.

Die Charaktere sind recht verschieden und werden realistisch dargestellt. Man spürt, welchen Schmerz eine Trennung bedeutet und auch lange danach zurücklässt. Die Autorin vermittelt die Gefühle der Charaktere glaubhaft und auch schonungslos. Die meisten Trennungen gehen nicht friedlich vonstatten.

Katja Lewina hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Ihr Humor lockert die Geschichten immer wieder etwas auf.

„Wir können doch Freunde bleiben“ ist eine unterhaltsame Sammlung von Geschichten über Trennungen und Neuanfängen.

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