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Veröffentlicht am 11.05.2026

Mut zum Neuanfang

Zeit für meine Träume
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Klappentext:
Wie geht es weiter, wenn plötzlich alle Lebensträume wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen? Das fragt sich die frisch getrennte 38-Jährige, als sie zufällig der älteren Lotte und deren ...

Klappentext:
Wie geht es weiter, wenn plötzlich alle Lebensträume wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen? Das fragt sich die frisch getrennte 38-Jährige, als sie zufällig der älteren Lotte und deren Freunden Anita und Johann begegnet. Zwischen ihr und dem ungewöhnlichen Senioren-Trio entwickelt sich eine intensive Freundschaft. In Gesprächen voller Wärme, Humor und Tiefgang offenbaren die drei ihre größten Lebenslektionen, bewegende Geschichten über verpasste Chancen, echte Freundschaft und den Mut, dem Herzen zu folgen. Langsam versteht die junge Frau, welche Türen sie öffnen muss, um das Glück wieder in ihr Leben zu lassen.

Mit „Zeit für meine Träume“ hat Tessa Randau ein Buch veröffentlicht, das den Leser dazu veranlasst, über das Leben nachzudenken.
Eigentlich ist dieses Buch ein Lebensratgeber, der so geschickt verpackt ist, dass sich die Geschichte wie ein Roman liest.

Eine junge Frau, deren Name die Leser*innen nicht erfahren, hängt in einer Pechsträhne fest. Vom Mann verlassen schlägt sie sich allein durch das Leben. Im Ort ist eine schlechte Busverbindung, sie muss für viel Geld mit dem Taxi ins Büro fahren. Lauter kleine Dinge, die sich anhäufen.
Durch Zufall lernt sie das Seniorentrio Lotte, Anita und Johann kennen. Aus der Begegnung wird so etwas wie Freundschaft. Bei ihren Unterhaltungen erzählen die drei der jungen Frau von ihrem Leben. Auch die älteren Menschen hatten nicht nur gute Zeiten. Die drei teilen ihre Lebenserfahrung mit der jungen Frau. Es sind berührende Geschichten und die junge Frau zieht daraus Lebensmut und die Kraft für einen Neuanfang.

Tessa Randau erzählt die Geschichte sehr anschaulich. Ich habe die Gespräche der Charaktere gerne verfolgt. Die drei haben viel erlebt und haben dementsprechend Lebensweisheiten an die junge Frau weiterzugeben.
Die Geschichten, die die älteren Menschen erzählen, sind zum Teil lustig und zum Teil haben sie mich nachdenklich gemacht. Es ist schön zu verfolgen, wie eine Veränderung in der jungen Frau vor sich geht.

Tessa Randau hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und immer haben sie mir etwas mit auf den Weg gegeben. So ist auch „Zeit für meine Träume“ ein Buch, das mich noch lange nach dem Lesen beschäftigen wird.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Wenn das Schicksal dir noch eine Change bietet

Doch noch ein neuer Tag
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Klappentext:
Mit nur 25 Jahren beschließt Alexandra, sich das Leben zu nehmen und gerät bis an die Schwelle des Todes. Wochen verbringt sie im Koma, aber Alexandra kämpft sich wieder zurück. SPIEGEL-Bestsellerautor ...

Klappentext:
Mit nur 25 Jahren beschließt Alexandra, sich das Leben zu nehmen und gerät bis an die Schwelle des Todes. Wochen verbringt sie im Koma, aber Alexandra kämpft sich wieder zurück. SPIEGEL-Bestsellerautor Tim Pröse hat sie zwei Jahre lang auf ihrer Reise begleitet und immer wieder interviewt. Er hat mit ihrer Zwillingsschwester Katharina gesprochen, mit ihren Liebsten, Rettern, Ärzten und Therapeuten. Nun erzählt er gemeinsam mit Alexandra von dieser Zeit. In einem Buch, das nicht von einem Ende handelt, sondern von einem Anfang. Es erzählt von dem langen, schweren Weg der Heilung, von der Hoffnung und von dem Wunder, das Leben neu zu entdecken. In Alexandras Generation ist Suizid die häufigste Todesursache und dem möchte sie jetzt ihre Geschichte entgegensetzen.

„Doch noch ein neuer Tag“ ist eine Erzählung nach einer wahren Begebenheit von Tim Pröse.

Der Geschichte ist eine Triggerwarnung vorgestellt. Auch ich möchte hier darauf hinweisen, dass es in der Geschichte um Depression psychischen Problemen und Suizid geht.

Tim Pröske erzählt hier die Geschichte von Alexandra. Sie hat einen Selbstmordversuch überlebt. Dabei stand sie aber am Abgrund des Todes, lag einige Zeit im Koma.
Alexandra kämpft sich zurück ins Leben.

Tim Pröske erzählt die Geschichte schonungslos ehrlich. Er hat Alexandra zwei Jahre lang bei ihrem Weg zurück ins Leben begleitet. Hat mit ihren Angehörigen und ihren Ärzten gesprochen.

Ich bewundere den Mut und die Kraft, die Alexandra entwickelt. Sie lag am Boden, fand keinen Ausweg als den Suizid. Jetzt, Da das Schicksal ihr noch einmal eine Chance bietet, packt sie diese und kämpft, kämpft für ihr Leben.

Tim Pröske erzählt Alexandras Schicksal in aller Härte, findet aber auch schöne Worte die Mut und Kraft geben.

Der Autor hat ein sehr wichtiges Thema angesprochen. Es gibt viele Menschen, die ungehört in einer Depression entschwinden. Die Umwelt muss hier viel feinfühliger werden, viel mehr zuhören. Doch oft geben die Betroffenen ihren Lieben gar keine Chance.

„Doch noch ein neuer Tag“ ist ein Buch, dass die Leser*innen den Schmerz fast körperlich spüren lassen und es ist doch ein Buch das Hoffnung verspricht.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Die Welt der Schokolade

Die dunkle Seite der Schokolade
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Klappentext:
Serafine Montalin nimmt einen Job als interne Ermittlerin im Schokoladenkonzern CacaoBest an, mit einem heimlichen Ziel: Sie will den Jahre zurückliegenden angeblichen Unfalltod ihres Vaters ...


Klappentext:
Serafine Montalin nimmt einen Job als interne Ermittlerin im Schokoladenkonzern CacaoBest an, mit einem heimlichen Ziel: Sie will den Jahre zurückliegenden angeblichen Unfalltod ihres Vaters aufklären. Doch weitere verdächtige Machenschaften und der erbitterte Übernahmekampf um die Schokoladenfabrik Grison werden Serafine zum Verhängnis. Sie gerät zwischen die Fronten und stößt auf ein düsteres Kapitel in der Vergangenheit eines Schweizer Schokoladenherstellers, das sie selbst in den Abgrund reißen könnte.

„Die dunkle Seite der Schokolade“ ist ein Kriminalroman von Dina Casparis.

Im Mittelpunkt steht Serafine Montalin. Sie ist Lebensmittelchemikerin und Juristin und bekommt eine Stelle als interne Ermittlerin in einem großen Schokoladenkonzern. Allerdings hat sie einen Hintergedanken, sie möchte den einige Jahre zurückliegenden Unfalltod ihres Vaters aufklären.

Schon im Prolog stoßen die Leser*innen auf eine Leiche. Danach geht die Geschichte erst einmal in einem ruhigen Tempo weiter. Man hat Zeit, sich mit den Charakteren vertraut zu machen.

Dina Casparis hat für ihre Geschichte interessante Charaktere zum Leben erweckt. Besonders gerne mochte ich Serafine, die dem Unfalltod ihres Vaters nachgehen möchte. Doch bald schon lernt sie die dunkle Seite der Schokolade kennen, denn sie stößt auf Dinge, die in der Schokoladenindustrie geheim gehalten werden.

Zu Beginn steht nicht unbedingt der Krimiteil im Vordergrund, erst in der 2. Hälfte nimmt der Kriminalfall Fahrt auf und wird spannend.
Dafür hat Dina Casparis sehr viel Wissen über die Welt der Schokolade in die Geschichte eingeflochten. Man spürt, dass der Autorin von ihren Vorfahren her Schokolade im Blut liegt.
Ich fand diesen Teil der Geschichte interessant, mir ist beim Lesen das Wasser im Mund zusammengelaufen. Natürlich habe ich beim Lesen auch das eine oder andere Stück Schokolade genascht.

Dina Casparis verknüpft in dieser Geschichte einen Kriminalfall mit der Welt der Schokolade. Es geht um Geheimnisse und Machtkämpfe.
Dina Casparis‘ Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Die interessante wie auch spannende Geschichte wird immer wieder durch etwas gut pointierten Humor aufgelockert.

„Die dunkle Seite der Schokolade“ ist ein Kriminalroman, der Spannung und gute Unterhaltung bietet. Ich habe das Buch mit Freude gelesen.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Wenn man fest zusammenhält, kann man fast alles schaffen

Heimatsommer
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Klappentext:
Fleur liebt das Leben in Goldberg. Nirgendwo ist es so schön und idyllisch wie in ihrer Heimat. Doch alles gerät ins Wanken, als ihre Mutter Helene stirbt und die Zukunft des Weinorts auf ...

Klappentext:
Fleur liebt das Leben in Goldberg. Nirgendwo ist es so schön und idyllisch wie in ihrer Heimat. Doch alles gerät ins Wanken, als ihre Mutter Helene stirbt und die Zukunft des Weinorts auf dem Spiel steht. Zusammen mit ihrer besten Freundin Eleonore beschließt Fleur, für ihre Stadt zu kämpfen. Goldberg soll richtig aufblühen! In Schwung kommen ihre Pläne allerdings erst, als Jean-Claude, Koch und vielgereister Weltenbummler, in die Heimat zurückkehrt. Plötzlich liegt Hoffnung in der Luft und wird auch Fleurs Herz wieder eine Heimat finden?

Mit „Heimatsommer“ hat Petra Durst-Benning wieder einmal einen zeitgenössischen Roman veröffentlicht.
Petra Durst-Benning gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, ich habe alle Bücher von ihr verschlungen. Egal ob historisch oder zeitgenössisch, ihre Bücher sind immer ein wahrer Lesegenuss.
Und wie kann es bei einem Buch der Autorin anders sein, auch „Heimatsommer“ hat mich sofort wieder in seinen Bann gezogen und wird ohne Zweifel wieder zu meinen Highlights des Jahres gehören.

Die Geschichte hat mich etwas an die Maierhofen-Reihe erinnert.
Auch in diesem neuen Roman steht eine kleine Stadt vor dem Aus.
Der Weinort Goldberg hat Probleme, überall fehlt das Geld. Auch die Weinbauern können von ihrem Ertrag nicht überleben. Jetzt ist der Verbleib der Winzergenossenschaft fraglich. Zumal der Kellermeister seine Stelle gekündigt hat und kein Nachfolger in Sicht ist. Zum Glück springt Jean-Claude ein, der eigentlich nur für kurze Zeit nach Hause gekommen war. Hat er früher immer kaum erwarten können, die kleine Stadt wieder zu verlassen, um in der weiten Welt als Koch zu arbeiten, fühlt er sich plötzlich wie zu Hause. Das liegt auch an Fleur, einer Freundin aus Kindertagen.
Gemeinsam rufen die Winzer das „Rebenbeben“ aus. Ein Weinjahr voller Events und schöner Erlebnisse. Die Bewohner von Goldberg rücken nah zusammen und viele packen mit an, um Goldberg schöner und bekannter zu machen.

Petra Durst-Benning versteht es, starke Charaktere zu erschaffen und ihnen Leben einzuhauchen.
Hier sind es gleich mehrere Charaktere, die mein Herz im Sturzflug erobert haben.

Als Erstes möchte ich Jean-Claude nennen. Er hatte einst Weinbau studiert, ist aber lieber als Koch durch die Welt gezogen. Jetzt ist er für ein paar Monate nach Goldberg gekommen, im Januar fängt er eine neue Stelle an. Doch Goldberg lässt Jean-Claude nicht mehr los. Er übernimmt die Kelter der Winzergenossenschaft und ist für den Wein verantwortlich.

Seine Mutter Agnes ist Witwe, auch ihr liegt das Kochen im Blut. Schließlich hat ihre Urgroßmutter Fabienne einst ein eigenes Gasthaus in Frankreich gehabt.
Agnes ist eine sympathische Frau, die nach dem Tod ihres Mannes das Gefühl hat, alles Versäumte nachholen zu müssen.

Eleonore ist die Tochter von Agnes und die Schwester von Jean-Claude. Als Landrätin setzt sie sich für Goldberg und das „Rebenbeben“ ein.

Schließlich ist da noch Fleur, die Tochter von Helene, der besten Freundin von Agnes. Gerade wurde ihre Mutter Helene beerdigt und Fleur kämpft noch mit der Trauer. Da ist das Engagement für das „Rebenbeben“ eine willkommene Ablenkung.

Es ist eine wahre Freude zu lesen, wie das Weinstädtchen zusammenrückt und fast alle Winzer begeistert von der Idee mit dem „Rebenbeben“ sind. Die Winzer lassen sich einiges einfallen, Picknick in den Weinbergen, ein Kinderweinberg, die Stadt wird mit Blumen an vielen Orten verschönert. Alt und Jung beteiligen sich an den einzelnen Events.

Nebenbei können die Leser*innen noch eine zarte Liebesgeschichte erleben, die wie ein zartes Pflänzchen wächst.

Für ihre Stammleser hat Petra Durst-Benning noch ein kleines Schmankerl in der Geschichte versteckt. So ist Agnes die Urenkelin von Fabienne und die Samen für die Bepflanzung des Ortes werden aus einem Samenkatalog aus Gönningen bestellt.
Beim Lesen hatte ich hier gleich ein Lächeln im Gesicht.

Petra Durst-Benning hat wie immer einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil. Nach wenigen Seiten war ich ganz tief in der Geschichte versunken.
Es ist für mich immer eine besondere Freude, ein Buch von der Autorin zu lesen. So wird auch diese Geschichte wieder lange in meiner Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Spannender Kriminalroman

Stille Wasser
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Klappentext:
Endlich Frühling – doch die Idylle trügt. Anna Wagner freut sich auf einen ruhigen Reha-Aufenthalt im Waldviertel. Sie genießt ihre neue Beziehung und das beschauliche Leben in Gars am Kamp. ...

Klappentext:
Endlich Frühling – doch die Idylle trügt. Anna Wagner freut sich auf einen ruhigen Reha-Aufenthalt im Waldviertel. Sie genießt ihre neue Beziehung und das beschauliche Leben in Gars am Kamp. Doch dann stolpert sie am Flussufer über die Leiche einer jungen Frau und plötzlich ist von Ruhe keine Rede mehr. Als kurz darauf ein weiteres Opfer auftaucht, wird klar: Jemand tötet gezielt und hat nicht vor, bald damit aufzuhören. Anna beginnt zu ermitteln und stößt auf ein düsteres Familiengeheimnis, das tief in tragische Kindheitserinnerungen reicht. Schon bald steckt die junge Bäckerin in ihrem bisher persönlichsten Fall, der nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Liebe bedroht.

„Stille Wasser“ ist der 3. Band der Anna Wagner Reihe von Pia Wala.
Die vorherigen beiden Bände kenne ich nicht, was aber auch nicht unbedingt nötig ist. Pia Wala holt ihre Leser*innen ab und versorgt sie mit den wichtigsten Informationen.

Anna Wagner genießt ihre Reha in Gars am Kamp. Dazu noch das herrliche Frühlingswetter und die Ruhe, was kann schöner sein.
Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Anna förmlich über eine Leiche stolpert.
Leider bleibt es nicht bei einem Opfer. Anna fängt an, Ermittlungen anzustellen, und gräbt ein Familiengeheimnis aus.

Pia Wala hat großartige Charaktere erschaffen und lässt sie auch richtig lebendig wirken.
Anna Wagner gefällt mir besonders gut. Sie ist neugierig und hinterfragt die Dinge, dabei kann sie ernst und aufmerksam sein, aber Anna besitzt auch Humor.

Das Setting strahlt Ruhe und Gemütlichkeit aus. Ich konnte mir den Kurort Gars am Kamp gut vorstellen. Doch mit dem Fund der Leiche schlägt die Stimmung schnell um. Ein Mörder treibt sein Unwesen in dem kleinen Ort. Ein Grund für Anna, sich mit dem Umfeld des Opfers zu beschäftigen.

Pia Wala kann aus dem Stegreif Spannung erzeugen. So wird eine anfangs ruhige Geschichte plötzlich zu einem temporeichen Krimi.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen.
Mit eingebauten Wendungen hält die Autorin die Spannung bis zum Ende aufrecht.

„Stille Wasser“ ist ein spannender Krimi, den ich an einem Stück verschlungen habe.

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