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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2018

Spannend, gefühlvoll und überraschend

Passagier 23
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Das war der erste Titel, den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe und er hat mir gefalle. Es geht einen Kommissar, der Kreuzfahrten hasst, weil auf einer Kreuzfahrt seine Frau und sein Sohn ums Leben ...

Das war der erste Titel, den ich von Sebastian Fitzek gelesen habe und er hat mir gefalle. Es geht einen Kommissar, der Kreuzfahrten hasst, weil auf einer Kreuzfahrt seine Frau und sein Sohn ums Leben gekommen sind. Bei seiner Arbeit geht er seitdem weit über seine Grenzen hinaus. Verständlich zwar, aber auch hart zu lesen. Nun wird er an Bord des Schiffes gerufen, auf dem einst seine Frau und sein Sohn verschwanden. Der Teddybär seines Sohnes ist aufgetaucht, in der Hand eines Mädchens, dass ebenfalls an Bord des Schiffes zusammen mit seiner Mutter verschwand und für tot erklärt worden war. Natürlich geht er an Bord und was er dort erlebt, ist grenzwertig. Die einzelnen Geschichten greifen wunder stimmig ineinander. Wer meint, das Ende sei doch vorhersehbar, der irrt sehr. Ich war mehr als überrascht. Obwohl mir Schreibstil und Titelbild sehr gefallen habe, bin ich dennoch nicht so ganz mit dem Kommissar warmgeworden. Ich fahnde noch, woran das gelegen habe könnte, denn es ist wirklich ein Thriller der Spitzenklasse.

Veröffentlicht am 09.01.2018

Auf der großen Suche,,,,

Der Fluch des Feuers
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Das Buch „Der Fluch des Feuers“ von Marc de Jager ist ein Fantasieroman und das Erstlingswerk des Autors. Es erschien im November 2017 im Bastei-Lübbe Verlag.
Der Einband zieht einem sofort in seinen Bann ...

Das Buch „Der Fluch des Feuers“ von Marc de Jager ist ein Fantasieroman und das Erstlingswerk des Autors. Es erschien im November 2017 im Bastei-Lübbe Verlag.
Der Einband zieht einem sofort in seinen Bann und die Inhaltsangabe verspricht ein spannendes Lesevergnügen und macht neugierig auf den Inhalt. Erzählt wird von Stratus, der sich mitten auf einem Feld wiederfindet – bewegungsunfähig und ohne jede Erinnerung. Leicht angeknabbert von den Geiern wird er von ein paar Menschen gerettet. Einer von ihnen schafft es, dass Stratus sich wieder bewegen kann, kann aber dessen Erinnerung nicht zurückholen.
Der Weg von Stratus ist zunächst fesselnd, denn man erfährt immer mehr wie z. B. dass er ungewöhnlich groß und stark ist und seine Stärke zunächst selbst falsch einschätzt, was natürlich zu Verwicklungen führt. Er fühlt selbst, dass er auch magische Kräfte hat, aber die nützen ihm nichts – zunächst zumindest, außerdem hat das Gefühl, er könnte ein Dämon sein, denn er fühlt zwei Herzen in seiner Brust. Je weiter er voran kommt, desto mehr lernt er mit seinen Fähigkeiten umzugehen und desto sicherer ist er sich, dass er zwar im Körper eines Menschen steckt, aber kein Mensch ist.
Mich hat die Leseprobe neugierig gemacht, wer er ist und wie er herausfindet, wie er in diese Lage gekommen ist und warum und und und.
Der Anfang ist wirklich super geschrieben, aber jetzt nach Beendigung des Buches bin ich etwas enttäuscht – zum ersten Mal. Ich habe das Gefühl gehabt, es handelt sich um den Mittelteil einer Triologie. Es fehlen Informationen vom vorher und es fehlt das Weitergehen. Die Randgeschichten im Buch kommen etwas zu kurz. Er trifft tatsächlich auch auf Menschen, die ihm freundlich gesinnt sind, meistens ist das Gegenteil der Fall, was mit Sicherheit nicht nur an seiner Auffälligkeit liegt. Er findet ein paar wenige Freunde – zumindest hat man den Eindruck, dass es welche sind. Er lernt eine Frau kennen, die Leibwache bei einem Adeligen ist. Wer jetzt mit einer Liebesgeschichte rechnet, wird aber enttäuscht. Es ist eine starke Frau, die kämpfen kann und es auch tut. Sie hilft Stratus und er ihr ebenfalls mehrfach. Diese Zusammenarbeit ist wunderbar herausgearbeitet. Mir fehlt aber die Geschichte drumherum. Warum arbeitet sie dort? Wie kam es zu dem Krieg der gerade tobt? Welche Feinde gibt es und warum?
Mir fehlen einfach eine Menge Informationen und auch ein wenig mehr Randgeschichte. Stratus ist mehr daran interessiert seine Erinnerung zurück zu bekommen als zu helfen oder zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen. Er ist zwar kein Dämon, aber was auch immer in ihm ist, wenn es gereizt ist, kann er nicht mehr klar denken. Bei so einem Anfall in einer Krisensituation zwar, tötet er einen seiner „Freunde“ und es kommt nicht einmal ein Bedauern. Die Reaktion darauf ist mehr wie ein „upps, tatsächlich?“. Die Brutalität in dem Buch ist manchmal sehr hart zu ertragen, aber ein Krieg ist nunmal brutal.
Der Autor schreibt wirklich gut und der Anfang des Buches ist super gelungen, leider kann er das nicht halten und das macht es dann sehr schwer bis zum Ende zu lesen. Am Ende ist es wieder super geschrieben. Er findet was er gesucht hat und doch habe ich nicht das Gefühl, dass die Geschichte wirklich zu Ende ist.

  • Cover
  • Action
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Idee
Veröffentlicht am 16.11.2017

Ermittlungen liebevoll und intensiv

Celeste bedeutet Himmelblau
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Der blaue Schmetterling auf dem Einband zog mich magisch an und nach dem Lesen der Inhaltsangabe musste das Buch mit. Celeste bedeutet Himmelblau von Brigitte Pons erschien im April 2014. Die Autorin schreibt ...

Der blaue Schmetterling auf dem Einband zog mich magisch an und nach dem Lesen der Inhaltsangabe musste das Buch mit. Celeste bedeutet Himmelblau von Brigitte Pons erschien im April 2014. Die Autorin schreibt liebevoll über einen jungen Polizisten, der in das Dorf Vielbrunn im Odenwald kommt just zu einem Zeitpunkt als dort eine Leiche auf dem Feld gefunden wird.
Der Tote hat zurückgezogen gelebt. Die Ortspolizistin Brunhilde und auch die hinzugezogene Kripo glaubt zunächst nicht an einen Mord. Doch Frank Liebknecht zweifelt an einem Unfall.. Es gibt Anzeichen, dass der Mann nicht allein auf dem Hof gelebt hat. Er ermittelt weiter auf eigene Faust. Er findet einen alten Künstler als Freund, der ihn bei seinen Ermittlungen unterstützt. Es gibt auch einen alten Feind, der wirklich ein echtes A... zu sein scheint. Frank Liebknecht findet mehr und mehr Hinweise darauf, dass er Recht hat. Doch es geht um eine Sekte und die Ermittlungen sind nicht ungefährlich, denn die Arme dieser Sekte reichen weit. Diese Sekte ist Erbe des Hofes vom Mordopfer. Der Gemeinderat ist begeistert und wittert sofort das große Geschäft. Liebknecht schreibt jedes Gemeinderatsmitglied an um eine Ansiedelung der Sekte zu verhindern. und macht sich dadurch natürlich Feinde. Er findet das Mädchen, das auf dem Hof gelebt hat und er findet noch mehr. Ich möchte nicht alles verraten - aber Brigitte Pons erzählt einfühlsam und schafft es, den Leser immer wieder zu überraschen. Am Ende ist Frank Liebknecht wirklich als Dorfpolizist in dem Dorf angekommen und soviel muss ich doch verraten - aus Feinden wurde so etwas wie Freunde. Diese Wendung hat mir sehr gefallen.
Brigitte Pons hat am Ende ihres Buches auch Links angefügt, über die man an Informationen zur Sekte kommt, falls man neugierig geworden sein sollte. Als hätte sie geahnt, dass ich gerne auch nachrescherschiere. Das kann ich jedem nur empfehlen, denn es vergrößert das Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Ein Rächer und die Abgründe der menschlichen Seele

Sie zu strafen und zu richten
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Sie zu Strafen und zu Richten von Luke Delaney erschien 2017 im Bastei-Lübbe Verlag, dem ich danke, dass ich dieses Buch lesen durfte.
Es war mein erstes von diesem Autor und es wird sicher nicht mein ...

Sie zu Strafen und zu Richten von Luke Delaney erschien 2017 im Bastei-Lübbe Verlag, dem ich danke, dass ich dieses Buch lesen durfte.
Es war mein erstes von diesem Autor und es wird sicher nicht mein letztes sein – trotz kleiner Holperigkeiten.
Als ich es – wenn auch mit 2 Wochen Verspätung in Händen hielt und voller Spannung aufschlug, wurde ich nicht enttäuscht.
Ein sogenannter „Rächer“ entführt Paul Elkins auf offener Strasse und führt ihn nun per Internet einem großen Publikum gefesselt an einem Stuhl vor, erklärt seine Untaten, die dieser Mann seiner Meinung nach begangen hat und lässt das Internetpublikum über die Strafe abstimmen.
Nach der Abstimmung wird Paul Elkins vor laufenden Kameras aufgehängt. Anhand dieses Falles werden auch die zuständigen Ermittler vorgestellt. Chief Inspektor Sean Corrigan war mir nicht auf Anhieb sympathisch – eher das Gegenteil, doch ich war gespannt, wie er den Fall angeht.
Man erfährt nicht nur von Inspektor Corrigan, der Autor beschreibt an einigen Personen, wie dieser Internetauftritt auf die Zuschauer wirkt, wie unterschiedlich sie darauf reagieren.
Innerhalb kürzester Zeit kommt es zu einer zweiten Entführung und wieder zu einer Internetvorführung mit dem Publikum als Richter. Dieses Mal ist es eine Frau. Wieder wird begründet worin ihre Schuld zu bestehen scheint. Doch dieses Mal überlebt die Angeklagte, wird aber schwer verletzt und gedemütigt.
Als Inspektor Corrigan äußert, er käme einfach nicht an den Fall heran, kann ich das gut nachvollziehen, denn es geht mir ähnlich. Wieso bringt er das erste Opfer um, das zweite aber nicht.
Beim dritten Opfer merkt man, dass das Publikum nicht mehr so abstimmt, wie er es gerne hätte und noch etwas ist anders. Dem Opfer, wieder ein Mann, dessen Gesicht aber verdeckt bleibt, erhält eine denkbar geringe Strafe im Vergleich zu den ersten beiden.
Inspektor Corrigan sucht immer noch nach Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern und wird dabei unterstützt von seinen Kollegen, allerdings auch unter Druck gesetzt durch Vorgesetzte und Medien.
Das vierte Opfer – wieder ein Mann – wird übel verstümmelt. Die Zwischensequenzen mit Reaktionen des Internetpublikums ist faszinierend. Durch den Reporter Jackson hat der Rächer einen neuen Namen bekommen – Jackdow. Jackson versucht, den Rächer zu interviewen und ist alles andere als daran interessiert, der Polizei bei der Festnahme zu helfen. Im Gegenteil – ein Duell zwischen Corrigan und Jackdow wäre für ihn das Größte.
Jetzt zeigt sich auch aus welchem Holz Corrigan geschnitzt ist und er beginnt einem sympathisch zu werden. Man fiebert mit und wartet darauf, dass ihm die rettende Idee kommt, dass er den Killer findet. Richtig menschlich fand ich seinen Besuch in der Kirche.
Ich kann jeden Thrillerfan dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Allein die Reaktionen der Internetuser fand ich erschreckend realistisch beschrieben. Ich hätte eine Gänsehaut.
Allerdings – und das gebe ich offen zu – nach dem ersten Kapitel gab es auch eine Zeit, da fand ich es ein wenig mühsam und hatte Schwierigkeiten mich rein zu finden, doch das weiterlesen hat sich gelohnt. Am Ende habe ich das Buch kaum aus der Hand gelegt.
Mein Verdacht, wer der Täter sein könnte, hat sich tatsächlich bestätigt.
Es ist eine geniale Idee und ich hoffe auf weitere Fälle von Corrigan.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Originalität
  • Authentizität
Veröffentlicht am 18.09.2017

Spannung und Geheimnisse im Namen der Kirche

Purpurschatten
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Das Buch "Purpurschatten" von Phillip Vandenberg erschien 2014 im Bastei-Lübbe Verlag. Es fiel mir auf der Suche nach einem guten Buch für die Reise in die Hände und schon die Umschlaggestaltung zog mich ...

Das Buch "Purpurschatten" von Phillip Vandenberg erschien 2014 im Bastei-Lübbe Verlag. Es fiel mir auf der Suche nach einem guten Buch für die Reise in die Hände und schon die Umschlaggestaltung zog mich magisch an. Die Inhaltsangabe versprach spannende Unterhaltung mit Liebe, Mord, Verschwörung, Betrug, Fälschung und geheimen Verbindungen. Die Kirche sollte auch eine Rolle spielen und ich wurde nicht enttäuscht.
Hauptfigur ist der Journalist Brodka, der durch den mysteriösen Tod seiner Mutter ein stattliches Erbe erhält. Er hatte kaum Kontakt zu ihr und erfährt erst jetzt, dass sie nie unter Geldnot litt und dass sie Haus und Grundstück von der Kirche für 1 Euro erwarb. Er forscht nach und gerät dabei nicht nur unter Mordverdacht, landet in der Anstalt und bringt seine Geliebte Julia in Gefahr, er gerat auch selber öfter in selbige. Menschen, die ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen, geraten in Lebensgefahr oder sterben sogar. Seiner Geliebten, die ihn unterstützt, werden gefälschte Gemälde untergeschoben, um den Ruf ihrer Galerie zu schaden. Einige seiner Informanten sterben.
Der Schreibstil ist wunderbar fesselnd und man legt das Buch kaum aus der Hand. Wenn man es dennoch tut, hat man keine Schwierigkeiten, sich daran zu erinnern, wo man unterbrochen hat. Das finde ich in diesem Fall positiv, denn es liegt daran, dass man mit den handelnden Personen mit fiebert, dass sie einem ans Herz wachsen.. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.