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Veröffentlicht am 27.11.2020

Waisenkind entdeckt seine magischen Kräfte und erlebt ein fantastisches Abenteuer

Noah Hewitt und die Nordlichtkreaturen
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Noah entkommt dem Waisenhaus und wird im Zirkus wie in einer Familie aufgenommen. Jetzt muss er einiges lernen, nämlich die vier in ihm vereinten Zweige der Magie. Und auch einiges über die „andere Welt“, ...

Noah entkommt dem Waisenhaus und wird im Zirkus wie in einer Familie aufgenommen. Jetzt muss er einiges lernen, nämlich die vier in ihm vereinten Zweige der Magie. Und auch einiges über die „andere Welt“, die es zu retten gilt. Er findet schnell Freunde im Zirkus, hat aber auch mit Vorurteilen zu kämpfen. Zudem ist sein Selbstbewusstein auch nicht allzu gut ausgebildet, da er im Heim immer wieder Zurückweisungen und schlechte Behandlung erfahren musste.

Mir gefällt die Grundidee der Geschichte sehr gut. In aller Kürze: Noah als der Hüter der Sterne muss die Nordlichtkreaturen finden, die Sterne in sich verborgen haben. Diese gilt es zu befreien, damit die Brücke in die andere Welt wieder aufgebaut werden kann. Klingt nach Magie und Fantasie und genau das ist es auch. Die einzelnen Charaktere sind vielschichtig und unterschiedlich. Dennoch fehlt mir das gewisse Etwas. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts – da hätte ich mir vom Setting erwartet, dass es mich in diese interessante Zeit versetzt. Und auch die Figuren könnten detaillierter auf diese Zeit bezogen beschrieben sein. Ich liebe es, wenn ich in eine Geschichte voll und ganz eintauchen kann und Teil davon werde – das hat mir hier ein bisschen gefehlt. Der Schreibstil ist gut: einfach und unkompliziert – nur eben nicht fesselnd oder mitreißend, wie ich es von anderen Kinderbüchern gewohnt bin.

Dennoch ist es eine schöne Geschichte, die mich auf die Fortsetzung neugierig gemacht hat. Für ganze 4 (sehr gut) oder gar 5 (ausgezeichnet) Punkte hat es nach meinem Geschmack nicht ganz gereicht, aber auf jeden Fall zu wirklich guten 3,5 Punkte (also zwischen gut und sehr gut angesiedelt). Die Geschichte hat auf jeden Fall großes Potenzial!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2020

Auf der Suche nach dem „Schweinschenker“ – und irgendwie auch nach dem Sinn des Lebens

Mookie – Weihnachten mit Schwein
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Joachim steckt in einer Lebenskrise, igelt sich daheim ein, geht nicht mehr arbeiten, traut sich kaum noch raus und trinkt und kifft zu viel, um vor diesen Ängsten zu fliehen. Hinzu kommen noch Beziehungsprobleme ...

Joachim steckt in einer Lebenskrise, igelt sich daheim ein, geht nicht mehr arbeiten, traut sich kaum noch raus und trinkt und kifft zu viel, um vor diesen Ängsten zu fliehen. Hinzu kommen noch Beziehungsprobleme – oder Nicht-Beziehungsprobleme. Schweinchen Mookie kommt da zwar völlig unvorbereitet, aber dennoch gerade recht. Denn es hilft Joachim, seine Ängste zu überwinden und sich mit dem Leben auseinander zu setzen. Gemeinsam mit Mookie und seiner neuen Bekanntschaft Madeleine macht Joachim sich auf die Suche nach dem „Schweinschenker“ und findet dabei auch wieder zu sich selbst und zurück ins Leben. Und auch seine Vergangenheit wird zum Thema.

Die Geschichte ist durch und durch witzig, hat aber auch einige traurige, nachdenklich stimmende Stellen. Der Schreibstil ist locker, frech und frei Schnauze und passt perfekt zur Geschichte. Mookie hat sich mit seinen „Stecknadelschrittchen“ sofort in mein Herz hineingestöckelt. Joachim, anfangs ein ziemlich unsympathischer Kerl, gewinnt im Laufe der Story an Pluspunkten und es ist schön, seine Entwicklung mitzuerleben. Das Ende sowie die Auflösung, wo Mookie denn nun wirklich herkommt, gefällt mir ausgesprochen gut. Es gab ein paar Stellen, die mir dann doch to much waren (Lichterscheinungen, die den Weg weisen) und auf die die Autorin auch gerne hätte verzichten können. Die Story hätte trotzdem funktioniert.

Dennoch: ein gelungenes „Weihnachtsmärchen“ für Erwachsene mit normalen und nicht irgendwie abgehobenen oder heldenhaften Protagonisten und einem bezaubernden kleinen Schweinchen. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und fand auch die nachdenklichen, tiefgründigen Zwischentöne sehr schön.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2020

Ein Sachbuch, das sich liest wie ein Krimi und humorvoll ist wie eine Komödie

Gefallene Ritter
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Der Autor behandelt hier die jüngste Krise des Malteserordens, die damals auch die Presse beschäftigte und für viel Wirbel sorgte. Constantin Magnis´ brillanter Schreibstil sorgt dafür, dass es sich nicht ...

Der Autor behandelt hier die jüngste Krise des Malteserordens, die damals auch die Presse beschäftigte und für viel Wirbel sorgte. Constantin Magnis´ brillanter Schreibstil sorgt dafür, dass es sich nicht wie eine trockene, politische Abhandlung anfühlt, sondern ich mich wirklich äußerst gut unterhalten fühle. Er bringt einem die Beteiligten auf eine persönliche Art näher und bleibt dabei immer menschlich und respektvoll. Ich musste zeitweise sehr lachen, an anderen Stellen war ich dann eher entsetzt über so viel Intrigantentum und Machtgeschwurbel. Magnis beleuchtet die Hauptfigur, den Großmeister Matthew Festing, aus allen Richtungen. Aus dem anfänglichen liebenswerten, humorvollen Kuschelbär wird im Lauf der Geschichte ein Mann, der viel Unheil über seine Mitmenschen bringt und dafür sorgt, dass der Malteserorden sehr in Frage gestellt wird. Ein Mann, der polarisiert: entweder man mag ihn und nennt ihn einen Freund, oder man kann wirklich kein nettes Wort mehr für ihn finden. Ich bin da immer noch zwiegespalten. Ich finde ihn total sympathisch, kann aber sehr vieles absolut nicht gutheißen.

Ein tolles Buch, das exzellent recherchiert ist und sehr tiefe Einblicke in die Zusammenhänge gibt. Es ist spannend, fesselnd und überaus unterhaltsam Dank des ungemein lebendigen Schreibstils des Autors. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sogar eines Tages verfilmt wird. Das gäbe einen genialen Politthriller.

Die ausführliche Rezension wie immer in meinem Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2020/11/gefallene-ritter-malteserorden-und.html

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2020

Innige Verbundenheit und Freundschaft in schwierigen Zeiten – fantastisches Abenteuer mit Suchtfaktor

Endling (2)
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Nahtlos geht diese fantasievolle Abenteuergeschichte da weiter, wo Teil 1 (Rezension dazu s. direkt im Beitrag vor diesem hier) geendet hat. Wir begleiten Byx, Tobble, Khara, Renzo und Gambler weiterhin ...

Nahtlos geht diese fantasievolle Abenteuergeschichte da weiter, wo Teil 1 (Rezension dazu s. direkt im Beitrag vor diesem hier) geendet hat. Wir begleiten Byx, Tobble, Khara, Renzo und Gambler weiterhin auf ihrer Suche nach Dalkins durch das Land Nedarra. Doch bald trennen sich ihre Wege, da Khara zurück zu ihrem Clan muss, um dort ihren Führungsanspruch zu erheben mit dem Ziel, den bevorstehenden Krieg zu unterbinden (der jetzige Anführer, Khara´s Vater, liegt im Sterben). Sie, Renzo und Gambler bleiben also in Kharas Heimat und formieren die Rebellentruppen, während Byx, Tobble, Maxyin (ein Dalkin-Junge) sowie Sabito (ein Raptidon) sich auf die Suche nach der letzten Kolonie von Dalkins macht, um auch diese dazu zu bewegen, Khara treu zur Seite zu stehen.

Wieder bin ich völlig gefesselt von der fantastischen Geschichte, den wundervollen Wesen und den detailliert beschriebenen Landschaften. Es ist diesmal alles eine Spur ernster, schließlich geht es um Krieg und um Machtspielchen. Dennoch gibt es auch sehr viele humorvolle Stellen (ich sage nur: Tobble – dieser kleine Wobbyk ist immer für einen Lacher gut). Und zwischen den Zeilen kann man die Parallelen zu unserer realen Welt deutlich spüren. Auch jetzt geht es wieder um die Unterdrückung der Minderheiten, um Macht und Herrschaft und es ist schön, dass hier eine - soweit möglich - friedliche Rebellion die Lösung dieser ganzen furchtbaren Machtspielchen und Kriegstreibereien sein soll. Bevor es aber tatsächlich dazu kommt, endet das Buch und ich gehe davon aus, dass die „Rebellengeschichte“ direkt in Teil 3 Thema ist (Teil 3 („Endling – Die neue Zeit“) erscheint am 23.07.2020).

Katherine Applegate´s Schreibstil ist wundervoll leicht zu lesen, detailliert, bunt und überaus fesselnd. Sie schreibt die Charaktere direkt ins Herz der Leser hinein und man möchte die „Weggefährten und Freunde“ gar nicht mehr verlassen.

Eine wundervolle Fortsetzung dieses Fantasy-Abenteuers und ich freue mich jetzt schon auf ein Widersehen in Teil 3. Ich bin so begeistert, dass ich mir gleich drei weitere Bücher der Autorin geholt habe.

Meine ausführliche Rezension inkl. Leseprobe findet ihr wie immer im Blog LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2020/11/endling-weggefahrten-und-freunde-teil-2.html

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2020

Ein wunderbar fantasievolles Abenteuer – spannend, berührend, witzig und einfach schön

Endling (1)
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Das Königreich Nedarra, in dem das Abenteuer spielt wird von sechs großen Arten regiert:
Dalkins wie Byx (hundeähnliche Wesen, die sich in den Wäldern Nedarras vor den Menschen verstecken), Felijagas wie ...

Das Königreich Nedarra, in dem das Abenteuer spielt wird von sechs großen Arten regiert:
Dalkins wie Byx (hundeähnliche Wesen, die sich in den Wäldern Nedarras vor den Menschen verstecken), Felijagas wie Gambler (katzenartige Wesen, die über die nördlichen Wälder herrschen), Natintjes (Wasserwesen, die über ihr Element Wasser herrschen), Terra-Olme (Insekten - so groß wie Pferde - die unter der Erde herrschen), Raptidons (fliegende Geschöpfe, die über die Lüfte herrschen) und Menschen wie Khara (die gefährlichsten Kreaturen in Nedarra). Es gibt dann auch noch die „Unterwesen“ wie z.B. Wobbyks wie Tobble und natürlich auch ganz normale Tiere.

„Unterschätze die Menschen nie, was Falschheit und Gemetzel angeht“. Dieser Satz sagt sehr gut aus, woher die Probleme stammen, die Byx und ihren Gefährten das Leben so schwer machen. Die bloße Existenz eines lebenden Lügendetektors, wie es Dalkins nun mal sind, ist eine Bedrohung für die Großen und Mächtigen – vor allem für die Menschen, die viel lügen, um an Macht zu gelangen. Also werden sie ausgerottet. Ähnliche Pläne gibt es auch schon für die Felijagas – auch sie sollen weichen. In diesem abenteuerlichen Fantasybuch geht es um die Bedrohung der Arten durch den Menschen. Verpackt in eine überaus spannende, fesselnde Geschichte, die in einer anderen Welt spielt mit Wesen, die sehr liebenswert sind oder auch sehr bedrohlich.

Byx ist ein von Selbstzweifeln geplagtes, warmherziges und mutiges Dalkin-Mädchen. In Tobble, dem kleinen, witzigen Wobbyk, findet sie einen Freund für´s Leben. Tobble mit seinen drei Schwänzen und den viel zu großen Ohren ist herzallerliebst und ein friedfertiger Vegetarier - aber wehe, er wird wütend. Khara, die ein sehr bedeutendes Schwert mit sich führt, ist Nachkommin einer angesehenen, alten Familie und eine echte Kriegerin. Gambler, der Felijaga, ist ein treuer Weggefährte, der zu seinem Wort steht. Und dann gibt es noch Renzo, den Dieb, der gemeinsam mit seinem Hund Dog die Runde komplett macht.

Es ist einfach zauberhaft, mit diesen so unterschiedlichen Gesellen durch das Abenteuer zu reisen. Der Spannungsbogen ist immer oben, es wird nie langatmig oder vorhersehbar. Durch die fantasievollen Wesen und die detailreich beschriebene Umgebung, die ich so in einem anderen Buch noch nie gelesen habe, ist es schlicht super aufregend. Und – auch immer ganz wichtig für mich – der Humor kommt nicht zu kurz; ganz im Gegenteil. Durch die Parallelen zu unserer Welt (der Mensch, der sich die Welt um jeden Preis untertan macht) ist es aber auch eine sehr berührende, betroffen machende Geschichte.

Großartige Unterhaltung – für Leser*Innen ab 11 Jahren bis ins hohe Alter geeignet.

In meinem Blog findet ihr neben einer Leseprobe auch einen schönen Buchtrailer LESEZAUBER_ZEILENREISE: https://lesezauberzeilenreise.blogspot.com/2020/11/endling-die-suche-beginnt-teil-1-von.html

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