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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2019

Fantasy vom feinsten mit Krimielementen

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Ich habe mich sehr auf "Witchmark" gefreut.
Es war seit längerem mein erstes Fantasy-Buch, welches ich wieder las.

Bereits das Cover ist wunderschön!
Das es komplett in grün und schwarz gehalten ist gefiel ...

Ich habe mich sehr auf "Witchmark" gefreut.
Es war seit längerem mein erstes Fantasy-Buch, welches ich wieder las.

Bereits das Cover ist wunderschön!
Das es komplett in grün und schwarz gehalten ist gefiel mir gleich sehr.
Wir sehen einen Mann, der eine Melone trägt auf einem Fahrrad, ich vermute dieser steht für Miles. Er fährt ja täglich mit Rad zur Arbeit. Spiegelverkehrt direkt darunter eine Frau und einen Mann mit Zylinder - ich denke, dass diese Grace und Tristan darstellen sollen.

C. L. Polk hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, das Buch begeisterte mich sofort.
Miles war mir sofort sympathisch, alleine auch, weil er stets das Wohl der anderen vor sein eigenes stellt. Auch Tristan, der Amaranthine ist wunderbar gezeichnet.
Einzig und alleine Grace - Miles Schwester - und eine Sturmsängerin, machte es mir anfangs wirklich schwer sie zu mögen. In Luxus und verwöhnt aufgewachsen kam sie anfangs sehr egoistisch rüber, aber dies wandelt sich im Laufe der Geschichte ja noch.

Hinter der Mordermittlung des Trios - Grace schließt sich Ihnen ja später an - steckt mehr, als sie anfangs vermuten konnten. Aber ich will ja nicht Zuviel verraten. ;)
Hierbei bleibt es aber durchweg so spannend, dass ich mich zwingen musste, das Buch mal aus der Hand zu legen. Es wurde mich nie langweilig!

Das Ende lässt vermuten, dass es eine Fortsetzung geben wird - auf diese freue ich mich allerdings sehr und möchte unbedingt wissen wie die Ermittlung von Miles, Tristan und Grace letztendlich ausgeht und wohin ihr Schicksal sie führen wird.
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.11.2019

Hunters persönlichster Fall!

Jagd auf die Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 10)
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Hier ist sicher interessant zu wissen, dass dies laut Chris Carter die erste Fortsetzung ist, die er schrieb. Sie knüpft an die Handlung von „Die stille Bestie“, den sechsten Band der Reihe, an. Dort nimmt ...

Hier ist sicher interessant zu wissen, dass dies laut Chris Carter die erste Fortsetzung ist, die er schrieb. Sie knüpft an die Handlung von „Die stille Bestie“, den sechsten Band der Reihe, an. Dort nimmt die Geschichte um Hunter und Lucien Folter ihren Anfang. Ich empfehle grundsätzlich jedem, alle Bücher in entsprechender Reihenfolge zu lesen!
Bei der Jagd auf die Bestie bekommen Hunter und Garcia ungewollt Unterstützung vom FBI und den Texas Rangern. Robert Hunter trifft nämlich mit Lucien Folter auf einen alten „Freund“ aus Studientagen, mit dem ihn jedoch eine grausame Vergangenheit verbindet. Lucien Folter – ein eiskalter und narzisstischer Serienkiller, mit einer Opferzahl von in die Hunderte gehend - war nur aus einem Grund nach L. A. gekommen: um sich an Robert Hunter zu rächen.
Luciens „Enzyklopädie des Grauens“ – sein Lebenswerk, in der er jeden Mord festgehalten hatte - wurde ihm bei seiner Verhaftung genommen. Er wurde zum Studienobjekt des FBI.
Zitat S. 326 - Lucien zu Hunter, den er zu Studentenzeiten Grashüpfer nannte:
„Wie tötet man jemanden, ohne ihn zu töten? Ganz einfach, Grashüpfer. Man höhlt seine Seele aus und füllt sie mit Schmerz … man nimmt ihm das, was er am meisten liebt.“
Lucien - seines Zeichens wahnsinniges Genie, Meister der Verkleidung und Täuschung - lässt Hunter während seiner Jagd auf ihn u. a. ein Rätsel lösen. Hier lässt der Autor den Leser geschickt unweigerlich mit rätseln.
Auch der Galgenhumor, der zwischen Hunter und Garcia immer wieder aufblitzt, der ihnen hilft, mit dem Erlebten umzugehen, kommt hier definitiv nicht zu kurz. Ich musste so manches Mal schmunzeln, was eine gelungene Abwechslung zum sonst sehr thrill-lastigen Plot war. Die Jagd auf Lucien Folter ist von der ersten bis zur letzten Seite einfach so unglaublich spannend, voller überraschender Wendungen und mit einem ereignisreichen Ende. Chris Carter versteht es, den Spannungsbogen kontinuierlich hochzuhalten!
Dank Chris Carters flüssigem und bildhaftem Schreibstil war ich sofort mitten im Fall. Kurze Kapitel und mehrere Perspektivenwechsel - u. a. aus Sicht von Robert Hunter, seinem Partner Carlos Garcia und Lucien Folter - nahmen mich mit auf eine spannende und nervenaufreibende Ermittlung.
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Persönliches Fazit:
Ein grausamer Killer wird gejagt von einem eingespielten Team. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, überraschende Wendungen - für mich eine absolut gelungene Fortsetzung der Reihe und somit eine Empfehlung an Fans des Genres.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Veröffentlicht am 11.11.2019

Lustiger Gruselspaß - und Spannung mit Krimielementen

Geist, ledig, schlecht gelaunt, zu verschenken
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Meinung:
Allyson Snow war mir bis dato leider gänzlich unbekannt, dies ist also mein erstes Buch der Autorin. Ich lese allerdings auch gerne zwischendurch andere Genres wie Thriller, Horror oder Krimi ...

Meinung:
Allyson Snow war mir bis dato leider gänzlich unbekannt, dies ist also mein erstes Buch der Autorin. Ich lese allerdings auch gerne zwischendurch andere Genres wie Thriller, Horror oder Krimi und war auf dieses Buch wirklich sehr gespannt.
Titel und Klappentext haben mich gleich neugierig auf das Buch gemacht. Mit dem Lesen der ersten Seiten hatte mich dieses sofort. Quasi Liebe auf den ersten Blick.
Allyson Snow lässt mit ihrem lockeren Sprach – und Schreibstil die Seiten wirklich nur so dahin fliegen. Das Buch sprüht vor guter Laune und Ideen, lustigen und skurrilen Haupt – und Nebenprotagonisten.
Wir lernen Joanne kennen, die nach ihrer gescheiterten Ehe unbedingt in Eastend House bleiben möchte, dem Haus, das sie von Ihrer Granny erbte. Sie versucht auf ihre burschikose Art die dreiunddreißig Tage Frist, in der Ewan sie aus Eastend House gruseln muss, zu umgehen..
Außerdem bekommen wir es mit dem sympathischen, aber sehr abergläubischen Reverend Pearce zu tun, der hervorragenden Kakao und Frühstück serviert. Darüber hinaus gibt es ziemlich anhängliche Schafe, die sich wie Hunde verhalten, oder Schutzengel, die man erst auf den zweiten Blick erkennt. Ich habe auch sehr über einen der 3 Teufelsbrüder – Merdian – und dessen männliche Sekretärin Bobodes gelacht.
Hielt ich die Hauptprotagonistin Joanne erst für eine oberflächliche Schnepfe, so mochte ich sie mit jeder Seite mehr. Joanne hat ein großes Herz, welches sie hinter ihrer großen Klappe und der direkten Art gerne mal versteckt. Ewan hat also alle Geisterhände voll mit ihr zu tun, nachdem er sein Herz für Joanne entdeckt. Allerdings ist er Frauen – mit dem Organ eines Nebelhorns – nicht gewohnt. Wirklich witzig beschrieben!
Ich will ja nun auch nicht zu viel verraten, aber Joannes „Mission“, Ewan zu retten, hat mich einfach wunderbar unterhalten. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht - und mich nebenbei gegruselt. Besonders berührend fand ich die Erklärung, wie Ewan zum verbitterten Geist wurde.

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Persönliches Fazit:
Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen!
Wenn ein vermeintlich schlecht gelaunter Geist auf eine schlagfertige Anwältin trifft, dann fliegen die Fetzen und es bleibt kein Stein auf dem anderen.
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter an alle, die sich gern gruseln, aber auch herzlich lachen möchten!

Veröffentlicht am 11.11.2019

Spannender Nachfolger von Schlüssel 17!

Zimmer 19 (Tom Babylon-Serie 2)
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Für mich ist Zimmer 19 ein absolut spannender Nachfolger zu Schlüssel 17.
Marc Raabe hat mich erneut gleich durch seinen spannenden und flüssigen Schreibstil gepackt und nicht mehr los gelassen.

Wir erfahren ...

Für mich ist Zimmer 19 ein absolut spannender Nachfolger zu Schlüssel 17.
Marc Raabe hat mich erneut gleich durch seinen spannenden und flüssigen Schreibstil gepackt und nicht mehr los gelassen.

Wir erfahren hier, wie es mit den beiden Hauptprotagonisten, dem LKA Ermittler Tom Babylon und Dr. Sita Johanns weiter geht.
Da hier auch auf die Vergangenheit eingegangen wird, empfehle ich den ersten Teil "Schlüssel 17" vorher zu lesen.
Ich finde vieles wäre sonst etwas schwer verständlich, da hier auch auf die Vergangenheit der zwei eingegangen wird.
Ich muss hier bei meiner Rezi deshalb wirklich sehr aufpassen, dass man nicht versehentlich die anderen Leser spoilert.

Neben der wirklich spannenden Mordermittlung um den vermeintlich echten Snuff-Film und der Suche nach dem Opfer und seinem Mörder wird der Leser auch endlich etwas mehr über Toms und Sitas Vergangenheit und auch deren Verbindung zueinander aufgeklärt, von der die beiden bisher nichts wussten.
Durch Rückblenden in die Vergangenheit von Sita erfahren wir hier auch endlich von ihrem Schicksal.

Da die Zeugin der Berlinale Toms Schwester Vi so furchtbar ähnlich sieht, ist schnell klar, dass hier auch wieder auf das Verschwinden von ihr eingegangen wird.

Ich hatte beim lesen unwahrscheinlich viele "Aha-Erlebnisse".

Die Mordermittlung, die Vergangenheit der Ermittler: alles hängt zusammen - vieles klärt sich auf.
Wir reisen mit Tom und Sita weit in die Vergangenheit, erfahren was die Opfer miteinander verbindet und was für furchtbare Verbrechen begangen wurden.
Marc Raabe schafft es hier jedoch sehr gut, den Leser nicht zu verwirren.
Das Buch endet mit einem spannenden Cliffhanger...was ich eigentlich nicht wirklich mag, aber ich habe mir schon fast gedacht, dass eben nicht jedes Schicksal geklärt wird.

Ich gebe hier absolut und unbedingt eine Leseempfehlung und bin gespannt, wie es in Teil 3 weiter gehen wird!

Veröffentlicht am 11.11.2019

Spannung made in Schweden

Tagebuch meines Verschwindens
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Meinung:
Ich kannte die Autorin bisher noch nicht und war dementsprechend nach der Leseprobe sehr gespannt, was mich erwartete.
Auch das Buchcover mit dem Medaillon, welches in einer geöffneten Hand liegt, ...

Meinung:
Ich kannte die Autorin bisher noch nicht und war dementsprechend nach der Leseprobe sehr gespannt, was mich erwartete.
Auch das Buchcover mit dem Medaillon, welches in einer geöffneten Hand liegt, sprach mich gleich an.

Das Buch wird aus 3 Perspektiven erzählt, den Hauptprotagonisten Malin - einer Polizistin, die im Fall ermittelt, dem Halbwüchsigen Jake und später dann auch aus Sicht von Hanne.

Der Schreibstil der Autorin ist zu Anfang etwas ungewohnt, auch ist die Sprache manchmal etwas plump, also eher nicht heraus ragend.
Ich empfand es hier jedoch nicht als störend.

Die Autorin schaffte es jedoch im Laufe der Story, dass ich die trostlose Atmosphäre von Omberg und deren etwas kauzige Anwohner buchstäblich vor Augen hatte und mir die Landschaft quasi bildlich vorstellen konnte.
Ein Ort, an dem ich mich sicherlich nicht aufhalten möchte.

Ich würde das Buch nicht als typischen Thriller bezeichnen, da die Spannung sich erst langsam aufbaute, sich dann aber kontinuierlich hielt. Wer hier viel Blut erwartet wird enttäuscht werden.

Die düstere Landschaft Schwedens, der trostlose Ort Omberg, mit Anwohnern ohne Hoffnung und einer Perspektive, tat sein Übriges.
Camilla Grebe führte mich gekonnt auf einige falsche Fährten, immer wenn ich dachte ich sei dem Täter auf der Spur...ging es anders wie ich dachte weiter.
Das Ende war für mich eine Überraschung, die ich so nicht erwartet hatte - aber lest selbst.
Ich finde es lohnt sich!