Ein surreales Werk! – Schwer zu interpretieren.
PlasmatropfenDer Buchtitel Plasmatropfen bezieht sich auf Augentropfen, die die Protagonistin Helen in ihre schwindenden, ausfransenden Augenhöhlen tropft.
In drei Teilen geht es um solche teils surreale Wahrnehmungen ...
Der Buchtitel Plasmatropfen bezieht sich auf Augentropfen, die die Protagonistin Helen in ihre schwindenden, ausfransenden Augenhöhlen tropft.
In drei Teilen geht es um solche teils surreale Wahrnehmungen der zwei Hauptfiguren Helen, 33, Malerin, und ihrem stark depressiven Freund Lenell, Seismologe um ihren Heimatort Egio in Griechenland. Während sie sich, ausgestattet mit übernatürlichen Kräften, in ihrer Malkunst kosmischen Zuständen widmet oder Atemschwierigkeiten unter Normalnull in Lelystad an den Houtribschleusen bekämpft, hört sie andernorts im Permafrost zum ersten Mal vom Spechtmenschen. Innere und äußere Verwerfungszonen befallen auch den Protagonisten Lenell bei seinen Plattentektonik-Messungen. Einer dystopischen, aber auch erotischen Gedankenwelt nähern sich beide mit Helens märchenhaften Superkräften zwischen Klimawandel und dem Spechtmenschen als Hoffnungsträger. Sowohl die menschliche Seele scheint bedroht als auch die Erde trotz aller Wissenschaftlichkeit.
Schwere Kost, nicht leicht zu deuten.