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Veröffentlicht am 03.09.2020

Abgedrehter Auftakt einer neuen Fantasy-Reihe mit einer gut aufeinander abgestimmten Mischung aus Humor und Spannung

Cold-Blooded: Der Geschmack von Blut und Schatten
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Bei seinem Debüt legt der Autor Martin Gancarczyk gleich einen mehr als unterhaltsamen und ziemlich abgedrehten Roman vor, der zugleich den Start einer als Troilogie angelegten Urban-Fantasy-Reihe darstellt. ...

Bei seinem Debüt legt der Autor Martin Gancarczyk gleich einen mehr als unterhaltsamen und ziemlich abgedrehten Roman vor, der zugleich den Start einer als Troilogie angelegten Urban-Fantasy-Reihe darstellt. In dem grandiosen Setting, das er dabei entwickelt, haben sich die Grundbedingugen für die Menschen entscheidend verändert. Die Schattenwesen haben die Kontrolle übernommen und der Menschheit den Stellenwert von Nutztieren zugewiesen.

Grayson Hoff ist aufgrund der 5 % - Regel zum Gejagten erklärt worden. Seit 8 Monaten ist sein Leben ein einziger Überlebenskampf, weitere 4 Monate muss er noch durchhalten, um den größten Schlamassel überstanden zu haben. Doch als es ihn schließlich doch erwischt, erwacht er zu seinem eigenen Erstaunen direkt wieder zum Leben. Der Gestaltwandler Wayland vom Geheimdienst MIA weiht ihn daraufhin in Geheimnisse ein, die Graysons Leben und alles, was er bisher über sich zu wissen geglaubt hat, endgültig auf den Kopf stellen. Die aufkommenden Gefühle zwischen Grayson und Wayland machen die Sache auch nicht unbedingt einfacher.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor das wilde Geschehen voran und lässt seine beiden Hauptfiguren dabei von einer absurden Situation in die nächste stolpern. Dies alles erleben wir abwechselnd aus den Perspektiven von Wayland und Grayson, der dabei auch als Ich-Erzähler fungiert. Mit viel Einfallsreichtum entwirft der Autor hier ein ziemlich abgefahrendes Alternativszenario unserer Welt und besiedelt es mit einer ganzer Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Charaktere in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Das dabei einige Dinge nur kurz angerissen werden können und erst in den nachfolgenden Bänden näher beleuchtet werden, kann den hohen Unterhaltungswert des Auftaktbandes kaum trüben. Man muss hier aber schn ziemlich aufmerksam lesen, um in dem ganzen Trubel den Überblick zu behalten.

Wer auf abgedrehte Urban Fantasy steht und kein Problem damit hat, das der Humor auch vor religiösen und insbesondere biblischen Motiven keinen Halt macht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten. Der Autor lässt sich aber auch noch ein wenig Steigerungspotential für die nachfolgenden Bände.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Packender Kriminalroman mit einer düsteren Geschichte voller Tragik und Dramatik

Der Mann, der niemals töten wollte
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Mit diesem Kriminalroman schickt die Autorin Ulrike Blatter ihren Ermittler Erich Bloch und sein Team in ihren zweiten von bislang drei Fällen. Man braucht hier aber keine Vorkenntnisse aus dem ersten ...

Mit diesem Kriminalroman schickt die Autorin Ulrike Blatter ihren Ermittler Erich Bloch und sein Team in ihren zweiten von bislang drei Fällen. Man braucht hier aber keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um dieses Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Die Kripo Konstanz bekommt es diesmal mit gleich zwei Vermisstenfällen zu tun. Während sich Hanna Kronawitter um den Fall des verschwundenen Leiters des Jugendamtes kümmert, begeben sich Erich Bloch und sein Kollege Cenk auf die Suche nach der sechsjährigen, schwerkranken Yasmin. Doch dann werden aus beiden Fällen plötzlich Mordermittlungen und die Suche nach Yasmin wird zum Rennen gegen die Zeit.

Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und erzählt sie dabei aus immer wieder wechselnden Perspektiven. So setzt sich das Puzzle um die beiden Fälle erst nach und nach zusammen, bis sich schließlich zum Ende hin das tragische Gesamtbild offenbart. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die teilweise auch ziemlich sperrig geraten. Dies trifft insbesondere auf Erich Bloch zu, der es einem wilrklich nicht leicht macht, ihn zu mögen. Wenn man ihn dann aber im Umgang mit dem kleinen Max oder seinem Hund Churchill erlebt, merkt man schnell, das unter der rauhen Schale doch ein weicher Kern steckt.

Ein tiefgründiger und packender Kriminalroman voller Dramatik. der mich gut unterhalten und zugleich zum Nachdenken anregen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2020

Packender Auftakt einer Fantasy-Saga mit einem tollen Setting und gut gezeichneten Protagonisten

Die Lichtstein-Saga 1: Aquilas
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Nachdem mich die Autorin Nadine Erdmann zuletzt schon mit ihrer E-Book-Reihe "Die Totenbändiger" überzeugen konnte, war ich auf den ersten Band der auf 4 Bände angelegten Lichtstein-Saga, die noch einmal ...

Nachdem mich die Autorin Nadine Erdmann zuletzt schon mit ihrer E-Book-Reihe "Die Totenbändiger" überzeugen konnte, war ich auf den ersten Band der auf 4 Bände angelegten Lichtstein-Saga, die noch einmal ein deutliches Stück weiter Richtung High Fantasy geht, schon sehr gespannt. Am Ende hat mich auch dieses Buch wieder absolut begeistert zurückgelassen.

Die in der Welt der Menschen aufgewachsene Liv wacht eines guten Tages in der Zwischenwelt Interria auf und erfährt dort ihre wahre Herkunft und Bestimmung. Sie ist eine von vier Cays, den Auserwählten Cayaniels, deren Aufgabe es ist, die vier Lichtsteine nach Burgedal zu holen, um mit dem Engelslicht den Übergang zur Schattenwelt, dem Reich der Dämonen, zu sichern. Und die Zeit drängt, denn die Dämonen haben längst Verbündete unter den Menschen gefunden, die ihnen helfen sollen, die magische Grenze zu durchbrechen. So bleiben Liv und ihren Mitstreitern Ari, Noah und Kaelan wenig Zeit zum Kennenlernen und zur Vorbereitung auf ihre erste gemeinsame Mission.

Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und absolviert den üblichen Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine spannende Geschichte zu erzählen, die zugleich Lust auf die weiteren Bände macht, umd zum anderen das Setting und die Protagonisten einzuführen, die das Geschehen auch über die weiteren Bände tragen sollen, scheinbar mühelos. So entwickelt die Geschichte von Beginn an eine unheimliche Sogwirkung, die einen mit jeder Seite tiefer in das tolle Setting hineinzieht, Die Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen sind durchgehend gut gezeichnet und vielschichtig angelegt, gerade die Hauptfiguren wachsen einem dabei schnell ans Herz.

Ein mehr als gelungener Auftakt mit hohem Suchtpotential, der die Messlatte für die weiteren Bände zudem gleich mächtig hoch hängt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2020

Beklemmender Thriller zum Thema Intersexualität, der betroffen macht und noch lange nachhallt

Verschnitt
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In diesem Thriller rückt die Autorin Jennifer Hauff das Thema Intersexualität in den Mittelpunkt und transportiert es über eine spannende und bewegende Geschichte, die noch lange über ihr Ende nachhallt.

Im ...

In diesem Thriller rückt die Autorin Jennifer Hauff das Thema Intersexualität in den Mittelpunkt und transportiert es über eine spannende und bewegende Geschichte, die noch lange über ihr Ende nachhallt.

Im Zentrum der Geschichte steht die OP-Schwester Liane, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Machenschaften von Professor Gelders, der seit Jahren geschlechtsverändernde Operationen an Kleinkindern vornimmt, ein Ende zu setzen. Welche persönlichen Motive sie dabei antreiben, wird erst im Verlauf der Geschichte deutlich. Mit aller Entschlossenheit zieht Liane ihren Plan durch, nimmt dabei wenig Rücksicht auf ihr persönliches Umfeld und merkt erst spät, das sie mit ihrem Fanatismus Menschenleben gefährdet. Kann sie ihr Ziel erreichen, ohne dabei selbst zur Täterin zu werden ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende einen Showdown, der nicht nur reichlich Spannung bietet, sondern darüber hinaus auch noch eine schlüssige Auflösung auf Lager hat, die keine wesentlichen Fragen offen lässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Echte Sympathieträger sucht man zu Beginn noch vergebens, sie entwickeln sich erst im Laufe der Geschichte, wenn man immer mehr hinter die Fassade der einzelnen Figuren blicken durfte. Die doch ziemlich berechnende Art von Liane macht es dabei nicht wirklich leicht, sie zu mögen, auch wenn man im Verlauf der Geschichte ihre Motive immer besser nachvollziehen kann.

Man merkt der Geschichte jederzeit an, das die Autorin intensiv zum Thema Intersexualität recherchiert hat. Die Ergebnisse lässt sie gekonnt in das Geschehen einfließen, ohne es damit zu überfrachten oder den Lesefluss zu stören. Die Wirkung der Geschichte, die auf Fakten berüht und von einem wahren Fall inspiriert wurde, wird dadurch aber noch einmal deutlich verstärkt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2020

Packende Fortsetzung der Dark Urban Mystery Serie "Die Totenbändiger"

Die Totenbändiger. Staffel 1: Äquinoktium. Vollmondnächte. Band 3-4
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In diesem Taschenbuch sind die Bände 3 und 4 der neuen Dark Urban Mystery Serie "Die Totenbändiger" versammelt, in der uns die Autorin Nadine Erdmann in ein düsteres London entführt, in dem Geister und ...

In diesem Taschenbuch sind die Bände 3 und 4 der neuen Dark Urban Mystery Serie "Die Totenbändiger" versammelt, in der uns die Autorin Nadine Erdmann in ein düsteres London entführt, in dem Geister und die Gefahr, die von ihnen ausgeht, quasi zum täglichen Leben dazugehören. Schutz vor diesen Geistern bieten die sogenannten Totenbändiger, die in der Lage sind, diese Geister zu bändigen und sogar auszulöschen. Da sie diese Fähigkeiten aber auch gegen Menschen einsetzen können, treten ihnen diese mit deutlicher Skepsis oder sogar Ablehnung entgegen.

Man kann diesen Band zwar grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden bzw. dem ersten Sammelband lesen und verstehen, ein kurzer Rückblick zu Beginn des Buches gibt hierzu auch gute Hilfestellung. Da die einzelnen Bände aber aufeinander aufbauen und sich gleich mehrere rote Fäden durch die Geschichte ziehen, empfiehlt es sich schon, diese Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die sogenannten Vollmondnächte, in denen die Geister deutlich aggressiver auftreten, sorgen für Sky und Gabriel Hunt vom Spuk Squad der Londoner Polizei für reichlich Stres und einige gefährliche Einsätze. Währenddessen müssen sich ihre Geschwister Cam, Ella und Jules weiterhin an ihrer neuen Schule behaupten, wo sie als Totenbändiger einigen Anfeindungen ausgesetzt sind. Besonders Cam hat hier unter den Übergriffen von Topher und seiner Gang zu leiden, kann sich dabei aber immer auf die Unterstützung seiner Geschwister, des neuen Familienmitgliedes Jaz und seines Freundes Evan verlassen.

Nachdem der typische Spagat des Serienauftaktes erfolgreich absolviert wurde, kann die Autorin nun ein stärkeres Augenmerk auf die Story legen, was noch einmal für eine deutliche Steigerung in Sachen Spannung sorgt. So bekommen die Geschichten immer mehr Tiefe und die einzelnen Protagonisten gewinnen auch deutlich an Kontur hinzu. Und da dadurch die Serie mit jedem Band besser und atmosphärisch dichter wird, kann ich für diesen Sammelband nun auch voller Überzeugung die Bestnote vergeben.

Eine packende Fortsetzung, die nicht nur gut unterhält, sondern auch weiterhin Lust auf mehr macht. Daher auch diesmal wieder die deutliche Warnung: Vorsicht Suchtgefahr !

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere