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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2022

Leider langwieriger als erwartet…

Bernsteinstaub
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Ophelia hatte schon immer einen Hang zur Weltverbesserin, den sie wohl von ihrem Vater erbte. Doch bis sie eines Tages mir nichts dir nichts aus ihrem Alltag in Berlin gerissen wird, glaubt sie, damit ...

Ophelia hatte schon immer einen Hang zur Weltverbesserin, den sie wohl von ihrem Vater erbte. Doch bis sie eines Tages mir nichts dir nichts aus ihrem Alltag in Berlin gerissen wird, glaubt sie, damit höchstens ein paar Bäumen das Leben retten zu können. Plötzlich findet sie sich in Paris wieder und entdeckt eine noch viel größere Gabe, die ihr bisher verborgen blieb. Es eröffnet sich ihr eine neue Welt, von der sie nicht einmal im Entferntesten geahnt hätte, dass sie existiert. Und dennoch hat sie seit jeher das Gefühl, dass hinter dem tödlichen Autounfall ihres Papas mehr steckt, als alle um sie herum es bisher angenommen haben. Schnell ist sie einem Geheimnis auf der Spur, das alles verändern könnte…

Nachdem mir „Emma und das vergessene Buch“ so gut gefallen hat, hatte ich Lust auf einen weiteren Romantasy-Roman von Mechthild Gläser.
Das Cover hat mich auch sofort angesprochen und insbesondere in der Print-Ausgabe finde ich es traumhaft schön!
Um mich in die Geschichte richtig einzufinden, habe ich allerdings meine Zeit gebraucht. Mir erschien das fremdartige Zeitgefüge so abstrakt, dass sich mein Kopf bis noch weit über die Hälfte des Buches gewehrt hat, das alles anzunehmen.
Auch die Handlung hat mich erst auf den letzten hundert Seiten so richtig gecatcht, obwohl sie durchaus spannend war und immer wieder unerwartete Wendungen nahm. Das Ende fand ich dafür umso berührender.
Während die Protagonistin und die meisten Nebencharaktere nahbar und sympathisch waren, kam man bei Ophelias Schwester Grete nie ganz hinter ihre Absichten und Handlungen. Sie wirkte durchgehend unnahbar, weshalb man recht wenig über ihren wahren Charakter erfahren konnte. Das fand ich schade, weil sie ja doch eine wichtige Bezugsperson für die Protagonistin dargestellt hat.

Fazit: Die Geschichte hat sich länger gezogen als erhofft und das Weltbild war mir alles in allem zu abstrakt, um mich ganz darauf einlassen zu können. Für den unvorhersehbaren Handlungsverlauf und die bittersüße Liebesgeschichte gibt es von mir noch gute drei Sterne. Für mich kein Must-Read.

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Veröffentlicht am 28.02.2022

Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit
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Kela hat in ihrem Leben schon große Verluste verkraften müssen. Ihre beiden Eltern sind nicht mehr für sie da und auch ihr Großvater ist kürzlich verstorben. Alles was ihr noch bleibt, ist ihr Bruder Brandon, ...

Kela hat in ihrem Leben schon große Verluste verkraften müssen. Ihre beiden Eltern sind nicht mehr für sie da und auch ihr Großvater ist kürzlich verstorben. Alles was ihr noch bleibt, ist ihr Bruder Brandon, ein sanierungsbedürftiges Haus - das zudem noch voller Rätsel zu stecken scheint - und ihre beste Freundin Suki, die sie gelegentlich in den Wahnsinn treibt. In ihren jungen Jahren hat sie das Gefühl, bereits am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen zu sein. Doch mit dem Einzug drei geheimnisvoller Männer nimmt das Übel erst richtig seinen Lauf und bald schon verliert sie auch die übrige Kontrolle über ihr Denken und Handeln. Nun hilft ihr womöglich nur noch, darauf zu vertrauen, dass sich alles Fügen wird. Doch genau das fällt ihr zunehmend schwerer, denn Vertrauen ist ein hohes Gut. Einmal in den falschen Händen, kann es schweren Schaden anrichten…

Es ist tatsächlich das erste Buch, das ich vom Autorinnen-Duo Rose Snow lesen durfte, und entsprechend gespannt war ich darauf. Dank des sehr authentischen Schreibstils kam ich gut in die Geschichte rein und habe mich mit den Geschwistern Kela und Brandon sofort wohlgefühlt. Auch der kleine Oscar hat sich ganz schön schnell in mein Herz geschlichen. Die übrigen Charaktere sind - weder für die Protagonistin, noch für den Leser - besonders schnell zu durchblicken, aber genau das braucht es in meinen Augen, um eine spannende Fantasy zu kreieren. So hatte man das Gefühl, selbst in Kaleas Haut zu stecken und mit ihr gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit zu gehen, durch tiefe, dunkle Täler und über leuchtende Berge. Immer dem Instinkt folgend.
Passend dazu: der philosophische Touch an der ein oder anderen Stelle hat mir besonders gut gefallen! Ich finde es immer schön, wenn man aus Büchern auch wieder etwas mit in die reale Welt und für sein eigenes Leben nehmen kann.

Fazit: ICH BRAUCHE BAND 2! Dass ich mich in die Charaktere, das gesamte Setting und die Story verliebt habe, ist stark untertrieben. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mir so gut gefallen hat und werde mich - um die Wartezeit bis zum nächsten Teil zu überbrücken - mit Sicherheit den anderen Reihen von Rose Snow widmen. Und das solltet ihr auch tun. Zuerst dürft ihr euch aber diesem Werk annehmen! ;)

PS: Ja keine Scheu vor den über 450 Seiten! Die fliegen nur so dahin, versprochen.

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Veröffentlicht am 28.02.2022

Gelungener Auftakt einer neuen Zeitreise-Story!

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Für die 15-jährige Zoe beginnt mit ihrem Austauschjahr in London eine aufregende Zeit. Doch nur dank ihrer zwei Freundinnen und der Idee einer wöchentlichen Mitternachtsparty, kommt im Internat Dunwick ...

Für die 15-jährige Zoe beginnt mit ihrem Austauschjahr in London eine aufregende Zeit. Doch nur dank ihrer zwei Freundinnen und der Idee einer wöchentlichen Mitternachtsparty, kommt im Internat Dunwick House etwas Fahrt auf. Ehe sie sich versieht, landet sie im Jahr 1816 und findet sich nach anfänglichen Verwirrungen gut in ihrem neuen Leben als Zofe zurecht. Doch noch immer bleibt die Frage, was oder wer sie überhaupt ins 19. Jahrhundert verschlagen hat, und zunehmend auch, wie sie ihren Weg wieder zurück finden kann. Doch all’ das ist komplizierter, als sie es je hätte erahnen können…

Aniela Ley war mir bisher noch nicht als Autorin bekannt, da ich auch nicht mehr unbedingt zur Zielgruppe für Jugendbücher gehöre. Ich habe in den letzten Jahren aber eine derart schlimme Sucht für Zeitreisegeschichten entwickelt, sodass ich nicht um dieses Buch herumkam. Zudem gefiel mir das Cover farblich und mit den schimmernden Metallikdetails super gut.
Am Anfang hatte ich ein paar Startschwierigkeiten, weil ich mich persönlich überhaupt nicht mit den Charakteren identifizieren konnte. Ich befürchtete, dass der Schreibstil die gesamte Handlung über etwas kindlich und überzogen bleiben würde, aber das war glücklicherweise nicht der Fall. Sobald Zoe in der Vergangenheit ankam, wurde die Sprache entsprechend gediegener und passte sich so dem Setting an. Dieses hat mir persönlich besonders gut gefallen. Obwohl die Protagonistin auch in ihrer Rolle als Zofe nicht wirklich für 1816 zeitgemäß agierte, machte sie mir das im Umfeld der sonst sehr beherrschten Nebencharaktere umso sympathischer. Insbesondere im Beisammensein mit Hayden, der charakterlich absolut auf sie abgestimmt ist, musste ich einige Male Schmunzeln. Richtige Romantik kam im ersten Band leider noch nicht auf, was mich aber gar nicht so sehr gestört hat. Zoe’s Leben im Hause Arlington wurde so lebhaft und bunt geschildert, dass es einfach Spaß machte, sich von der Geschichte mitnehmen zu lassen. Im Grunde habe ich, neben dem eher albernen Anfang, nur eine einzige Sache auszusetzen: die Leseprobe von Band 2, die netterweise schon im Buch integriert ist, hat den fiesesten Cliffhänger überhaupt…und dann muss ich mich auch noch bis zum Herbst gedulden! Meeeeh.

Fazit: Eine super lustige Zeitreisenstory mit einer liebenswürdigen (und leicht überdrehten) Protagonistin, die man als Fan der Thematik auf jeden Fall gelesen haben sollte. Aber vielleicht eben erst dann, wenn die Wartezeit auf den zweiten Band nicht mehr so lange ist.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Schwierige Themen und eine spannende Suche nach der Wahrheit

Die längste Nacht
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Vita kann es nach ihrem Abitur kaum erwarten, sich aus ihrem Elternhaus zu verabschieden, um die weite Welt zu bereisen. Gemeinsam mit ihren Freunden Trixie und Danilo begibt sie sich auf einen Roadtrip ...

Vita kann es nach ihrem Abitur kaum erwarten, sich aus ihrem Elternhaus zu verabschieden, um die weite Welt zu bereisen. Gemeinsam mit ihren Freunden Trixie und Danilo begibt sie sich auf einen Roadtrip quer durch Europa. Zumindest ist das der Plan, bis sie sich in Viagello befinden und Vita plötzlich ihrer Vergangenheit auf der Spur ist. Einer Vergangenheit, von der sie bis zu jener Ankunft in dem kleinen italienischen Dorf noch nicht wusste, dass es sie überhaupt gab…

Nach den Lola-Büchern, die ich in meiner Kindheit abgöttisch geliebt habe, ist „Die längste Nacht” nun das erste Jugendbuch gewesen, das ich von Isabel Abedi gelesen habe. Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich nach dem Klappentext eher eine Fantasy/Zeitreisenstory vermutete, es sich dann aber eher um eine Art Familiendrama handelte, das ein wenig wie ein Krimi anmutete. Und eben diese Komplexität und Themenvielfalt hat mich zeitweise etwas erschlagen, zumal auch sehr sensible Dinge wie Selbstmord, psychische Krankheiten und Homosexualität eine Rolle spielen. Was mich außerdem verwirrte, waren die eingeschobenen Passagen aus dem Manuskript des Autors und seine Gedanken darüber. Die Relevanz dieser habe ich auch im Nachhinein noch nicht ganz verstanden. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war die Ausarbeitung der Hauptcharaktere. Sie waren mir schnell sympathisch und man konnte zumindest weitgehend ihre Gedankengänge in der jeweiligen Situation nachvollziehen. Beim Schreibstil würde ich nur ein paar Beschreibungen und Ausdrücke kritisieren, die mich beim Lesen etwas angewidert haben, aber alles in allem war dieser flüssig und leicht. An Spannung fehlt es dieser Geschichte definitiv nicht und es ist wenig vorhersehbar. Daher auch der Krimi-Charakter.

Fazit: Wegen kleiner Unschlüssigkeiten, der psychischen Dauerbelastung der Protagonistin - was auf einen selbst abfärbte - und dem eher schlichten Cover, komme ich in Summe auf drei Sterne. Entsprechend würde ich das Buch auch nicht noch einmal lesen und es nur eingeschränkt (mit Triggerwarnung) empfehlen.

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