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Veröffentlicht am 22.07.2019

Thriller komplett ohne "Thrill"

Die Magdalena-Verschwörung
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Klappentext: Ein besonders grausamer Mord versetzt London in Angst und Schrecken: Im Tower taucht eine kopflose Frauenleiche auf, verkleidet als die englische Königin Anne Boleyn. Gleichzeitig stößt die ...

Klappentext: Ein besonders grausamer Mord versetzt London in Angst und Schrecken: Im Tower taucht eine kopflose Frauenleiche auf, verkleidet als die englische Königin Anne Boleyn. Gleichzeitig stößt die amerikanische Journalistin Maureen Paschal bei ihren Recherchen über Anne Boleyn auf bislang unbekannte Details aus deren Leben. War Anne Teil einer europaweiten Verschwörung? Ihre Nachforschungen bringen auch Maureen in Gefahr, denn es scheint, als sei der Killer jederzeit über ihre Entdeckungen informiert. Doch wie kommt er an diese Informationen? Was treibt ihn an? Der Mörder ist brandgefährlich, denn schon bald taucht die nächste Frauenleiche auf ...

Zur Handlung:
Das Buch ist unterteilt in zwei Handlungsstränge: Der erste ist die Vergangenheitshandlung, in der man Anne Boleyn auf ihrem Lebensweg bis zu ihrer Enthauptung begleitet. Neben der Vergangenheitshandlung gibt es in der deutschen Ausgabe noch eine Gegenwartshandlung, in der man die Historikerin Maureen Paschal begleitet, die einen außerordentlichen Fund in ihrem Chateu findet und aufgrund ihrer feministischen Forschung auch bedroht wird. Diese Handlung war eigentlich von der Autorin nicht vorgesehen und wurde für die deutsche Ausgabe "dazugedichtet" - denn mehr war es auch nicht - Man konnte die ganze Zeit eigentlich keine richtige Verbindung zwischen den beiden Handlungen feststellen. Die historischen Parts fand ich zunächst auch wirklich interessant, aber irgendwann wurden sie auch zu langatmig und waren teilweise einfach zu lang und zu langweilig. Die Gegenwartshandlung, die eigentlich für den Thrill im Thriller sorgen sollte mit grausamen Mordfällen und deren Aufklärung, war ein totaler Reinfall meiner Meinung nach. Es kam kaum Spannung auf und die Mordaufklärung kam viel zu kurz. Die Handlung wirkte eingefügt - was sie ja auch war - und deswegen einfach nicht passend. Für mich war es ein fehlgeschlagener Versuch aus einem historischen Roman einen spannenden Thriller zu machen.

Fazit:
Ich habe mich zu Beginn unheimlich auf dieses Buch gefreut, weil ich einen spannenden Thriller mit historischen Elementen alla Dan Brown erwartet habe - den mir der Klappentext und auch das Cover schon irgendwie versprochen hatte. Auch die ersten Kapitel der Leseprobe deuteten auf einen spannenden Lesespaß hin. Leider wurde ich dann schnell enttäuscht, denn so richtige Spannung zum Mitfiebern kam bei mir nicht auf.
Während der ersten Häflte des Buches hatte ich noch die Hoffnung, dass es jetzt dann noch spannend wird und man mehr von den Mordermittlungen erfährt und man Zusammenhänge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart herstellen kann. Diese Hoffnung und auch meine Motivation zum Weiterlesen schwanden mit jeder Seite. Zum Schluss war ich nur noch genervt das Buch bis zum Ende lesen zu müssen. Wäre es keine Leserunde gewesen hätte ich es mit Sicherheit abgebrochen.
Insgesamt war das Buch alles aber definitv kein Thriller. Die Idee wäre nicht schlecht gewesen, doch man kann "Die Magdalena Verschwörung" höchstens als historischen Roman über Anne Boleyn bezeichnen, nicht als Thriller!