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Veröffentlicht am 07.01.2018

Bis auf weiteres für immer

Bis auf weiteres für immer
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Johanna hat mit dem Junior geschlafen und ihn gestalkt – die Konsequenz: die Kündigung. Nun muss sie sich einen neuen Job suchen, doch Malte entführt sie zuerst in einen kleinen Urlaub in seine Heimat. ...

Johanna hat mit dem Junior geschlafen und ihn gestalkt – die Konsequenz: die Kündigung. Nun muss sie sich einen neuen Job suchen, doch Malte entführt sie zuerst in einen kleinen Urlaub in seine Heimat. Doch warum soll ausgerechnet sie mit? Das versteht sie nicht, nimmt das Angebot aber schließlich an. Dort trifft sie auf seinen Bruder, mit dem sie eine Affäre beginnt und nach Abreise wieder zurückkehrt. Doch Kai scheint nicht die Gefühle zu haben, die sie hat und verlässt sie.
Doch beide können nicht ohne einander…
Mit Johanna bin ich leider überhaupt nicht warm geworden, warum auch immer. Sie wirkt wie ein unglaublich netter und sympathischer Mensch, den man im Freundeskreis haben möchte, aber mich konnte sie nicht begeistern.

Bettina ist eine Freundin von Johanna und arbeitet als Fotografin. Wirklich wohl fühlt sie sich nicht, denn der Chef lässt sie ordentlich schuften. Jeder neue Mitarbeiter verlässt ihn schnell wieder, doch Bettina lässt sich ausbeuten. Einzig Malte scheint ein kleiner Hoffnungsschimmer zu sein, denn sie findet ihn ganz interessant, hat aber Angst mit ihren Gefühlen Johanna zu verletzten, die nicht teilen kann. Doch auf Föhr verändert sich alles…
Aus Bettina bin ich nicht schlau geworden, weil man wenig bis nichts über sie als Charakter und Mensch erfährt. Man weiß nur Eckdaten.

Malte ist der Mitbewohner von Johanna und die beiden hat bisher nur wenig miteinander zu tun. Sie als Freunde zu bezeichnen wäre zu viel. Man lebt zusammen aneinander vorbei – das passt zu ihnen. Bis er sie nach Föhr einlädt, dort wandelt sich ihre nicht vorhandene Freundschaft in eine oberflächliche Bekanntschaft, die möglicherweise zu einer Freundschaft führt. Doch Malte hat eigentlich einen anderen Plan: er möchte endlich mit Bettina zusammen kommen, auf die er schon lange steht…
Malte scheint ein netter Kerl zu sein, aber man bekommt zu wenig von ihm mit, um ihn sympathisch zu finden.

Kai ist der Bruder von Malte und stand bisher immer in seinem Schatten, doch als dieser das elterliche Geschäft nicht übernehmen möchte, muss er parieren und der neue Erbe werden. Was leichter gesagt als getan ist. Kai opfert sich auf und die Beziehung bricht auseinander. Als er auf Johanna trifft, hofft er auf einen kurzen Sommerflirt mit Affäre, aber er möchte sie am Ende des Urlaubes eigentlich nicht gehen lassen. Aber eine Fernbeziehung kommt auch nicht in Frage. Als Johanna wiederkommt, machen sie weiter und am Ende brechen zwei Herzen…doch Kai muss auf´s Festland und die Hauptfiliale leiten.
Kai ist ein undurchsichtiger Charakter und ich war mir sicher, das er nur mit Johanna spielt – zumindest zu Beginn. Das er Gefühle entwickeln wird, was klar – und das er sich damit gewaltig schwer tut, ebenfalls. Ich brauchte einige Zeit, bis ich mit ihm warm wurde.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Johanna und Kai, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. In kleinen Abschnitten kommen auch Bettina und Malte zu Wort.

Eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch, die mich aber nicht vollkommen von sich überzeugen kann. Das Hin und Her zwischen Kai und Johanna sollte vielleicht für etwas Spannung sorgen, aber mich hat es einfach nur gelangweilt. Insgesamt war die Geschichte für mich auch zu vorhersehbar und es gab keine Überraschungen. Alle meine Vermutungen haben sich im Laufe des Buches bestätigt.
Ein kleines Highlight war die Darstellung der Insel und der Stadt, in der Kai landet.
Meine Geburtsstadt und es war schön, sie mal länger als nur für einen Satz in einer Geschichte zu haben.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Sexy Dirty Pleasure

Sexy Dirty Pleasure
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Band 2 der „Sexy Dirty“-Reihe.

Mason liebt Frauen und die Frauen ihn – er könnte ohne Probleme an jeden Finger 10 Damen haben, die ihm den Abend versüßen würden. Ihn stört das überhaupt nicht, auch wenn ...

Band 2 der „Sexy Dirty“-Reihe.

Mason liebt Frauen und die Frauen ihn – er könnte ohne Probleme an jeden Finger 10 Damen haben, die ihm den Abend versüßen würden. Ihn stört das überhaupt nicht, auch wenn seine Gedanken in letzter Zeit öfters bei seiner besten Freundin Katrina sind. Die gute benimmt sich seit Wochen äußerst komisch und er hat keinen blassen Schimmer, was ihr Problem ist. Vielleicht braucht sie einfach einen Mann…doch will Mason das wirklich? Auf dem Weg nach Las Vegas spricht er mit ihr und ermutigt sie, doch mit den Folgen seiner Aussage kommt er nicht klar…
Mason ist zu keiner Beziehung fähig, was für alle nichts neues ist. Katrina ist das einzige weibliche Wesen, das er für eine halbe Ewigkeit als Freundin an seiner Seite erträgt. Das sie sich in ihm verliebt hat, merkt er nicht, aber er weiß, das er selbst Gefühle für sie hat. Aber aus Angst nicht zulässt – sie könnte ihn ja verlassen und er stünde alleine da.
An sich scheint Mason, trotz seiner Art, ein netter Kerl zu sein, der sich halt nicht an jemanden binden möchte. Er will Sicherheit und Menschen um sich, die ihn nicht verlassen können, wenn er etwas Dummes sagt oder tut. Eine wirkliche Veränderung macht Mason nicht durch, außer das er sich etwas öffnet.

Katrina ist die beste Freundin von Mason und erträgt seine Marotten seit Jahren. Sie arbeiten sogar zusammen – er als Tattoowierer und sie als Mädchen für alles. Vom Anfertigen der Zeichnungen für die Tattoos bis hin zu dem Papierkram. Ohne sie wäre er verloren, nur scheint er das nicht zu wissen. Er sieht sie als selbstverständlich an. Auf dem Weg nach Las Vegas zeigt sie nochmal deutlich, das sie sich anscheinend auseinander gelebt haben. Sie ist zickig und er versucht mit dummen Sprüchen zu helfen – da bei liegt das Problem auf der Hand: sie ist in ihn verliebt und weiß nicht, wie es weitergehen soll….
Katrina klang im ersten Teil der Reihe nach einer starken und selbstbewussten Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Hier habe ich davon nichts mitbekommen. Sie wirkte nur noch wie ein Schatten ihrer selbst – unsicher und ohne Plan für die Zukunft. Sie hat sich in ihre Gefühle zu Mason reingesteigert und kommt nicht mehr mit einem klaren Kopf raus. Das hat mich ein wenig enttäuscht – von ihr hätte ich etwas anderes erwartet.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Mason und Katrina, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Nachdem ich den ersten Band der Reihe nicht ganz so toll fand, habe ich mich umso mehr auf Mason und Katrina gefreut. Die beiden boten im ersten Teil eine interessante Fortsetzung ihrer Geschichte – die mich in ihrem eigenen Buch allerdings ebenfalls nicht wirklich überzeugen konnte. Die Handlung war gleich null, der Versuch mit dem Jobangebot eine kleine Überraschung einzubringen, scheiterte, weil von Beginn an klar war, das Katrina ihn nicht verlassen wird, und ansonsten gab es nur Sexszenen.
Die Charaktere, die im ersten Band noch interessant und vielschichtig klangen, waren hier leider zu oberflächlich. Es war keine charakterliche Weiterentwicklung sichtbar.
Wie auch im Vorgänger bleibt Levi mein kleines Highlight und ich bin gespannt, was seine (Liebes-)Geschichte zu bieten hat.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Stronger: Mia & Josh

Stronger
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Band 2 der „Naples Pier“-Reihe.
(Kann ohne Vorkenntnisse vom ersten Band gelesen werden.)

Mia hätte nie gedacht, das sich Ethan von ihr trennt und dann aus diesem fadenscheinigen Grund. Nach einem Gespräch ...

Band 2 der „Naples Pier“-Reihe.
(Kann ohne Vorkenntnisse vom ersten Band gelesen werden.)

Mia hätte nie gedacht, das sich Ethan von ihr trennt und dann aus diesem fadenscheinigen Grund. Nach einem Gespräch mit ihrem Cousin kommt raus, das es einen ganz anderen Grund gibt. Sie flippt aus und macht sich auf den Weg zu ihrem Bruder, doch statt auf ihn trifft sie auf seinen Mitbewohner Josh, der sich von seinem Freund verabschiedet. In den nächsten Stunden wird er zu einen ihrer besten Freunde und die beiden verbringen endlos Zeit zusammen. Als es Zeit für die Rückkehr wird, bleiben die beiden in Kontakt und die Freundschaft wird immer tiefer. Nach einem Besuch entwickelt Mia tiefere Gefühle, die, wie sie glaubt, nicht erwidert werden…
Mia wandelt sich von kleinen Schulmädchen, das verlassen wird, zu einer jungen Erwachsenen, die eine unglaubliche Größe besitzt – sie kann mit den Enttäuschungen umgehen und lässt die Menschen, die sie verletzt haben, in ihrem Leben, damit die Clique bestehen bleibt. Ob sie damit den richtigen Weg gegangen ist, bleibt jedem selbst überlassen – ich hätte es anders gemacht, weil es keine kleinen Lügen waren und fast alle Mitglieder der Clique beteiligt waren. Und genau deshalb bin ich mit Mia nicht vollkommen warm geworden. Ihre Gutherzigkeit war mir zu groß und zu einfach verteilt.

Josh und sein guter Freund kennen sich seit Kindesbeinen und gehen vertraut miteinander um – kein Wunder, das Mia beim ersten Aufeinander treffen eine klare Botschaft zu sehen bekommt. Josh ist laut ihrer Auffassung schwul. Die Autorin schafft es geschickt diesen Eindruck zu festigen. Mit seinen Aussagen und Handlungen. Ich war mir auch nicht sicher, ob er sich nicht vielleicht zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt. Josh wird zum besten Freund von Mia und die beiden verbringen viele Stunden miteinander am Telefon oder schreiben Nachrichten hin und her – bis zu der einen Nacht, die alles verändert. Sie trinken an Silvester und landen in einem Bett. Josh erinnert sich an alles und Mia an nichts. Dort wird klar, was wirklich los ist…
Aus Josh wird man erst in seinem Teil der Geschichte schlau, was mir gut gefallen hat. Natürlich war einem von Anfang an klar, das er mit Mia zusammenkommen wird, aber welche Probleme auf dem Weg dorthin noch auftauchen, war ungewiss.
Er ist einem sofort sympathisch, weil er mit Mia sofort das richtige macht und ihr ein guter Freund ist. Zum Ausheulen, lachen und reden.

Miles ist der große Bruder von Mia und erst vor kurzem umgezogen. Als seine kleine Schwester unerwartet vor seiner Zimmertür steht, ist er wenig begeistert, doch er fängt sich schnell und überzeugt die Eltern sie für ein paar Tage bei sich zu lassen. Beide machen zusammen in der WG Party und verbringen Zeit zusammen. Aus der nervigen Geschwisterbeziehung wird ein Geschwisterpaar, das sich auf eine andere Weise kennenlernt. Er erkennt als erster was los ist und versucht beide zusammen zu bringen.

Ethan hat Mia betrogen und scheint sich dafür nicht zu schämen. Ohne einen den wahren Grund zu nennen trennt er sich von ihr und möchte danach immer noch ein Freund von ihr bleiben. Auch als alles rauskommt, möchte er mit ihr befreundet bleiben und Zeit mit der Clique verbringen. Ein äußerst unsympathischer Charakter,

Emily ist eine gute Freundin von Mia, der ich ihr falsches Spiel nie zugetraut hätte. Natürlich wird schnell klar, das sie was zu verbergen hat, aber das war unter aller Sau. Das Mia sie in ihrem Freundeskreis lässt, zeigt von einer unglaublichen Gutherzigkeit, die ich Mia nicht zugetraut hätte. Sie kümmert sich um Emily, obwohl diese es nicht will.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
Erzählt wird in der ersten Hälfte des Buches aus der Sicht von Mia und die zweite Hälfte erzählt Josh, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Mir hat die Liebesgeschichte von Mia und Josh gut gefallen und mich an vielen Stellen zum Schmunzeln gebracht. Die beiden brauchen einige Zeit, bis sie endlichen ihren Weg zueinander finden. Für meinen Geschmack wurde es zum Ende hin allerdings etwas zu langweilig, denn es dreht sich nur noch darum, wie Josh Mia weiß machen kann, das er Gefühle für sie hat und nicht schwul ist. Das wurde mir zu lang ausgeführt, da hätte ich mir eher einen längeren Ausblick in die Zukunft gewünscht.

Veröffentlicht am 28.08.2020

Ausgerechnet Alabama

Ausgerechnet Alabama
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Susan ist im St. Helen´s Kinderheim aufgewachsen und hat immer noch eine enge Beziehung zu diesem Ort, besonders Schwester Maria. Sie besucht die aktuellen Kinder und zwei haben die Frau sehr ins Herz ...


Susan ist im St. Helen´s Kinderheim aufgewachsen und hat immer noch eine enge Beziehung zu diesem Ort, besonders Schwester Maria. Sie besucht die aktuellen Kinder und zwei haben die Frau sehr ins Herz geschlossen: Matthew und Kathleen, die Susan gerne zur Mutter hätten. Doch das ist für Susan aktuell nicht möglich. Als selbstständige Innenarchitektin hat sie gut zu tun und könnte als Alleinstehende nicht genügend Zeit aufbringen. Ansonsten verbringt sie gerne viel Zeit mit ihren besten Freunden Danny und Bonnie…und dann kommt ganz plötzlich dieser Anruf, das Susan von ihrer unbekannten Großmutter ein Anwesen in Alabama geerbt hat. Kann und will sie sich auf diese unbekannte Sache einlassen? In ihre unbekannte Vergangenheit eintauchen und verstehen, warum ihre Mutter sie abgegeben hat?
Susan entscheidet sich für eine Reise in die Staaten und versucht sich in Taspering einen Eindruck von der Sachlage zu machen. Dabei kommt sie in regen Kontakt mit den Einheimischen und der Vergangenheit ihrer Familie…
Susan macht den Eindruck einer typischen Engländerin als sie in den Staaten ankommt und muss sich erstmal an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Das sie sich für ihren Standpunkt zu der Geschichte der Südstaaten standhaft gegen die Einheimischen zeigt, hat mir gefallen. Sie ist nicht wie ihre Familie und möchte eine andere Richtung mit ihrer Anwesenheit verkörpern. An sich macht Susan einen netten Eindruck, aber ich habe nicht wirklich eine Verbindung zu ihr gefunden. Viele ihrer Handlungen fand ich überzogen und konnte nicht nachvollziehen, warum sie so reagiert hat. Besonders in den vielen Situationen mit Jeff. Sagen wir es so, Susan hat mich als Charakter nicht überrascht.

Jeff hat dem Herrenhaus schon öfters unter die Arme gegriffen und unzählige Reparaturen durchgeführt. Passenderweise wohnt er auch gleich in einem Nebengebäude von Grayson House und ist schnell zur Stelle. Doch niemand weiß, wer er wirklich ist: ein Sportler, dem seine Schulter zu schaffen macht und nicht weiß, ob er jemals wieder zur alten Stärke zurückfinden kann oder ob er nicht besser in den „Ruhestand“ gehen sollte…
Ich konnte leider überhaupt nicht nachvollziehen, was Susan an Jeff gefunden hat. Er ist ein Macho und selbstverliebt, seine Sprüche machen ihn – in meinen Augen – wenig sympathisch und ich fand seine ganze „Anmacherei“ wenig anziehend. Seine Hintergrundgeschichte um den Sport fand ich am besten und brachte eine interessante kleine Nebengeschichte in das Buch.

Glenda und Tom sind die Angestellten der Großmutter von Susan und halten Grayson House am Leben. Sie helfen der Engländerin wo sie nur können – auch wenn sie manchmal nicht immer mit offenen Karten spielen. Siehe Südstaaten-Fest.
An sich machten die zwei einen netten Eindruck, aber wirklich warm bin ich mit ihnen nicht geworden.

Judy, die Enkelin von Glenda und Tom, spielt immer mal wieder eine kleine Nebenrolle und freundet sich mit Susan an. Diese gibt ihr auch mal Rat bei Jungs-Fragen. Judy ist ein typischer Teenager und war eine kleine Erfrischung zwischen den ganzen anderen Südstaatlern.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Susan und Jeff, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Mir hat die Perspektive aus der dritten Sicht leider nicht gefallen, da man dadurch kaum Sympathien zu den Charakteren aufbauen konnte. Aber das ist vermutlich auch Geschmackssache.

Es ist eine nette Familien- und Liebesgeschichte für Zwischendurch, die mich leider nicht vollkommen überzeugen konnte. Für mich blieben die zwei Hauptcharaktere Susan und Jeff zu unnahbar, einerseits wegen der Erzählperspektive und andererseits wegen ihrem Charakter an sich. Vom Familiengeheimnis hatte ich mir auch mehr erhofft als es am Ende tatsächlich war – man konnte recht schnell erahnen in welche Richtung sich alles entwickeln wird. Außerdem konnte mich auch die Lovestory zwischen Susan und Jeff nicht vollkommen packen – für mich fehlte es da an Gefühlen.
Alles blieb recht oberflächlich, klischeehaft und da waren für mich einfach keine Funken. Die Grundidee des Buches finde ich immer noch gut – deswegen wollte ich nach dem Lesen des Klappentextes die Geschichte auch lesen – aber mir fehlte es einfach etwas an Spannung und Tiefe. Vielleicht war mein größtes Problem auch einfach die Erzählperspektive, die für mich zu viel Distanz zum Buch einbrachte.

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Veröffentlicht am 31.03.2019

Fiona - Wo die Toten leben

Fiona: Wo die Toten leben
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Band 5 der „Fiona Griffiths“ – Reihe.
(Kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, ich würde aber empfehlen
die Reihenfolge einzuhalten.)

Fiona kommt bei ihren „April“ – Ermittlungen nicht wirklich weiter ...



Band 5 der „Fiona Griffiths“ – Reihe.
(Kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, ich würde aber empfehlen
die Reihenfolge einzuhalten.)

Fiona kommt bei ihren „April“ – Ermittlungen nicht wirklich weiter – die neuen Erkenntnisse bleiben aus. Der Verdächtige begeht keinen Fehler. Als Fiona mit ihrer Freundin nach dem Schwimmen auf zwei andere Polizisten trifft und schließlich in einer Bar landet, ahnt sie nicht, das sie wenig später wieder eine Tote finden wird. Erst spielt sie Chauffeur und dann schickt man aus Mangel an Polizisten vor Ort zu einem Fall, der Fiona nicht loslassen wird. Schnell findet sie eine Verbindung zu der Toten und will die ganze Geschichte kennen. Zusammenarbeiten muss sie dabei mit dem ortsansässigen Polizisten, die sich langsam aber sicher zu einem guten Team zusammenfügen…bis Fiona plötzlich verschwindet.
Im Laufe der Bücher schließt man Fiona ins Herz – auch wenn sie alles andere als das typische Bild einer Polizistin ist. Aber ihre Eigenarten findet man irgendwann einfach sympathisch – sie ist herrlich unperfekt und hat ihren eigenen Kopf. Ihre Verbundenheit zu den Leichen finde ich aber immer noch etwas gewöhnungsbedürftig. Das ihre Krankheit in diesem Buch keine Rolle spielt, fand ich schade – vielleicht taucht das ja wieder in dem nächsten Band auf.

Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Fiona, was einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Die Handlung rund um die Tote, ihre Familie und was ihr widerfahren ist, bzw. welches Verbrechen Fiona aufdeckt, war eine gelungene Geschichte. Fiona und ihr männlicher Kollege leisten gute Arbeit, aber besonders Fiona sticht wieder hervor – es ist immer wieder interessant, wie sie die losen Fäden zusammenfügt. Aber der größte Kritikpunkt war für mich die fehlende Spannung – es ist mit Abstand der langweiligste Teil der Reihe. Potenzial war von Beginn an da, aber es war eben leider auch zu schnell klar, wer seine Finger mit im Spiel haben könnte. Auch wenn das Drumherum nicht so schnell zu durchschauen war, war halt meine erste Vermutung richtig. Dass die Operation „April“ hier immer am Rande erwähnt wurde, fand ich etwas überflüssig, aber vielleicht war das auch eine Vorbereitung für den nächsten Band der Reihe. Auch wenn „Fiona – Wo die Toten leben“ nicht so ganz mein Buch war, freue ich mich schon auf ihre nächsten Abenteuer und bin gespannt, wie „April“ endet.