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Veröffentlicht am 21.02.2021

Ein Mystery Thriller der besonderen Art

Düstere Verkettung
0

1985
Blár Finkelstein würde alles tun, um seine Enkeltochter Caja zu beschützen. Da er sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, lässt er sich auf ein mysteriöses Angebot ein. Er liefert ein Päckchen ...

1985
Blár Finkelstein würde alles tun, um seine Enkeltochter Caja zu beschützen. Da er sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, lässt er sich auf ein mysteriöses Angebot ein. Er liefert ein Päckchen aus und erhält dafür 500 $.
Bedingungen: Liefer das Paket bei Nacht aus und lass dich von niemandem sehen.
Blár erfüllt die Aufgabe und für einen kurzen Moment scheint es, als wäre nun alles gut. Dann kommt Blár etwas zu Ohren. Eine Tragödie in der Familie des Belieferten. Um Gewissheit zu haben besucht er die Familie und tritt damit eine Kette von Ereignissen los. Ihm bleibt nur eine Wahl um seine Enkelin zu beschützen. Den mysteriösen "Freund" finden und das Problem aus der Welt schaffen.

Zeitgleich wird die alte Skadi Laaksonen vom Geist ihres verstorbenen Mannes heimgesucht. Es gibt nur einen Weg diesen loszuwerden.

Dies ist ein Mystery Thriller der es in sich hat. Zugegeben, anfangs war ich etwas ratlos. Es kam nicht sofort Spannung auf und ich konnte mit den ganzen Personen- und Ortsnamen nicht sehr viel anfangen. Also das Setting hat mich jetzt nicht so umgehauen. Aber als die Geschichte dann einmal in Fahrt war, kam die Spannung auch schnell dazu. Blár erlebt ein unglaubliches Abenteuer, bei dem nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr gerät. Der geheimnisvolle Gönner ist ein Charakter, den man so noch nicht gelesen hat. Und man sieht sein Haustier nach dem Buch erstmal mit anderen Augen.

Wer ab und zu gerne einen Mystery Thriller liest, der ist mit "Düstere Verkettung - Blár Finkelstein" sehr gut beraten. Und ich bin jetzt gespannt auf "Düstere Verkettung - Ingeborg"

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2021

Angenehm erfrischend

Simon Brand, Hüter der Welt
0

Kennt ihr schon Simon Brand? Er ist seit neuestem der Hüter der Welt. Jedenfalls sagt das der alte Mann, der ihn in der Bahn anquatscht. Und das passt ihm eigentlich so gar nicht in den Kram, hat er doch ...

Kennt ihr schon Simon Brand? Er ist seit neuestem der Hüter der Welt. Jedenfalls sagt das der alte Mann, der ihn in der Bahn anquatscht. Und das passt ihm eigentlich so gar nicht in den Kram, hat er doch genug eigene Probleme. Er hat gerade sein Outing hinter sich und sein bester Freund, scheint plötzlich nicht mehr sein bester Freund zu sein.
Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, ein ganzes Dorf scheint verrückt zu spielen und dann fängt auch noch sein Handy an mit ihm zu reden.
Ist an dieser Hüter der Welt- Sache eventuell doch was dran?

Dieses Jugendbuch liest sich super leicht, der Schreibstil ist sehr erfrischend und die Erzählweise von Simon haut einen einfach nur um.
Ich würde es jederzeit weiterempfehlen und freue mich schon darauf den 2. Teil zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2020

Jessica Niemi ermittelt....

Hexenjäger
3

Mittelalterliche Foltermethoden, Hexenjagd und ein Bestseller- Autor, dessen Bücher plötzlich erschreckend real sind.
Der erste Teil der Thriller-Reihe um Jessica Niemi, besticht durch Spannung, rasante ...

Mittelalterliche Foltermethoden, Hexenjagd und ein Bestseller- Autor, dessen Bücher plötzlich erschreckend real sind.
Der erste Teil der Thriller-Reihe um Jessica Niemi, besticht durch Spannung, rasante Entwicklung der Handlung und interessante Protagonisten.

Als erstes möchte ich gerne die Buchgestaltung erwähnen. Das Buch ist auf jeden Fall ein Hingucker. Das Cover mit dem roten X, gefällt mir schon sehr gut. Aber dann noch der rote Buchschnitt. Ein Traum...

Jessica Niemi und ihre Kollegen sind einem Killer auf der Spur, der Frauen grausam ermordet und ziemlich detailgetreu, einer Bestseller- Trilogie nachempfunden, in Szene setzt.
Und alle sehen Jessica sehr ähnlich. Hat es der Killer als nächstes auf sie abgesehen?

Was mich etwas irritiert hat, ist die Geschichte von Jessica aus vergangener Zeit. Der Wechsel der Zeitspur kam plötzlich und unerwartet, sodass man erstmal etwas orientierungslos war. Stellenweise war diese Geschichte zwar interessant und wir lernen Jessica ein wenig besser kennen.... aber für die Haupthandlung war sie doch gänzlich unwichtig und hat daher, für meinen Geschmack, etwas zu viel Raum eingenommen.
Raum, den der Autor gut und gerne in das Ende hätte stecken können. Dieses kam mir etwas zu plötzlich. Die Auflösung weist einige Löcher auf, es kam der Gedanke, es würde ein Kapitel fehlen.
Das fand ich sehr schade, da mir das Buch ansonsten sehr gut gefallen hat. Es hat Spannung, unerwartete Wendungen, man kann gut mitermitteln.... Zu Beginn wird sogar das Zeitalter der Hexenjagd und Verbrennung noch ein wenig unter die Lupe genommen. Das fand ich sehr interessant, davon hätte ich mir sogar etwas mehr gewünscht.

Aber alles in allem ist dem Autor hier ein guter Auftakt gelungen. Vielleicht werden ja ein paar Fragen, die wir hier leider noch haben, ja im zweiten Teil beantwortet.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer skandinavische Thriller mag, sollte diesen hier auf jeden Fall lesen.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2020

Ein würdiger Abschluss

Die Spiegelreisende
2

Achtung, kann evtl. etwas spoilern!

Was war ich doch aufgeregt, als ich mit dem 4. und leider auch letztem Band der Reihe begonnen habe. Ich habe mich so gefreut Ophelia und Thorn wiederzusehen, die in ...

Achtung, kann evtl. etwas spoilern!

Was war ich doch aufgeregt, als ich mit dem 4. und leider auch letztem Band der Reihe begonnen habe. Ich habe mich so gefreut Ophelia und Thorn wiederzusehen, die in diesem letzten Teil ein wunderbares Team bilden. Endlich.... endlich arbeiten die zwei zusamme, vertrauen und entdecken einander. In diesem Teil sehen wir super, wie sehr Ophelia sich verändert, weiterentwickelt hat. Ihre Schüchternheit hat sie fast komplett abgelegt. Sie hat nun eine Stimme. Und diese Stimme kämpft um ihre Welt. Gemeinsam mit Thorn, der auch eine große Wandlung durchmacht, begibt sich Ophelia in das Beobachtungsinstitut für Abweichungen. Dort geht die Suche nach "dem Anderen" weiter. Die Zeit drängt, "der Andere" muss gefunden werden. Denn immer mehr und größere Teile der Archen stürzen ab. Und mit ihnen, geliebte Menschen.

Ophelias Mut und Entschlossenheit hat mir sehr gut gefallen. Das die beiden nun endlich erkennen, was sie einander bedeuten.... darauf haben wir so lange warten müssen. Thorns weichere Seite und sein Beschützerinstinkt haben mir auch sehr gefallen.
Ich habe mich auch gefreut die altbekannten Charaktere wiederzusehen, auch wenn mir die einzelnen Auftritte etwas zu wenig waren. Reineke und Gwenael z.B. hätte ich gern intensiver wahrgenommen. Oder Dame Berenilde, spielt sie doch in den anderen Teilen eine ziemlich große Rolle.
Auch die Familiengeister kommen mir ein klein wenig zu kurz. Ich fand sie immer sehr interessant.
Den einen Stern Abzug gibt es, da die Handlung gegen Ende etwas verwirrend war. Teilweise konnt ich den Gedankengängen nicht mehr so ganz folgen.
Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt für eine ansonsten sehr stimmige Geschichte. Es ist ein würdiges Ende, auch wenn es uns ein klein wenig unbefriedigt zurück lässt. Aber so können wir noch etwas träumen und uns selbst Ophelias Zukunft ausmalen. Ich werde die Ophelias Welt vermissen, mit all den Wundern und tollen Personen.
Ich wünschte, ich hätte auch so einen tollen Schal! ^^

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2020

Willkommen auf der Arche Babel

Die Spiegelreisende
1

2 1/2 Jahre sind seit den Geschehnissen in Band 2 vergangen. Wir kehren zurück in Ophelias Welt, auf die Arche Anima. Dort verplempert Ophelia ihre Tage mit Nichtstun. Sie steckt in einer Art Depression ...

2 1/2 Jahre sind seit den Geschehnissen in Band 2 vergangen. Wir kehren zurück in Ophelias Welt, auf die Arche Anima. Dort verplempert Ophelia ihre Tage mit Nichtstun. Sie steckt in einer Art Depression fest. 2 1/2 Jahre hat sie Thorn weder gesehen, noch etwas von ihm gehört. Auch von Dame Berenilde scheint keine Nachricht anzukommen.
Und zu allem Überfluss, haben die Doyennen auch noch ein besonderes Auge auf Ophelia. Doch plötzlich... am Tag des Uhrenfestes auf Anima, hat ihr Großonkel endlich einen wichtigen Hinweis für sie. Eine alte Postkarte gibt ihr den Anstoß, den sie seit langem benötigt, um sich auf die Suche nach Thorn zu machen. Es verschlägt sie auf die Arche Babel, auf der gleich zwei Familiengeister herrschen. Pollux und Helene.
Hier sieht sich Ophelia vor strenge Regeln gesetzt. Angefangen bei der Kleidung bis hin zum Index vocabulorum prohibitorum, dem Wortindex.
Ihre Suche führt sie zum Konversatorium der Guten Familie, wo sie sich in eine Ausbildung zur Virtuosin stürzt, um auf der Spur Thorns zu bleiben. Doch auch hier lernt sie neue Feinde kennen und muss sich Geheimnissen, Rätseln und Gefahren stellen.
Wieder muss Ophelia erkennen, dass alles viel größer und gewaltiger ist, als sich sich hatte vorstellen können.

Auch der dritte Teil der Spiegelreisenden Saga, hat mich wieder voll und ganz abholen können. Wieder tauchen wir ein, in eine wundersame Welt, mit allerhand sonderbaren Gepflogenheiten. Die meiste Zeit befinden wir uns auf der Arche Babel, nur ein paar einzelne Kapitel entführen uns zu alten Bekannten. Wir lernen Viktoria kennen, Tochter Berenildes und Ophelias Patenkind. Sie kann weder sprechen noch laufen, hat aber dafür eine sehr interessante Fähigkeit. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Archibald, Gwenael und Reineke, auch wenn sie eher kleine Auftritte haben.

Die Umgangsweise zwischen Ophelia und Thorn fand ich wieder sehr amüsant. Wie schon in den ersten zwei Bänden, verhalten sie sich sehr förmlich und... nicht gerade intim. Aber genau das gefällt mir richtig gut und ich möchte es nicht missen. Eine richtig schmalzige Liebesromanze, kann ich mir bei den beiden gar nicht vorstellen. Die kleinen Fortschritte die sie in ihrer Beziehung machen, reizen den Leser viel mehr.

Von der Gestaltung her gefällt mir das Buch auch wieder sehr gut. Es fügt sich nahtlos an die anderen Teile und auch farblich sieht es einfach nur toll aus. Innen finden wir dann noch eine Karte mit den einzelnen Archen, den Windrosen und ihrer Verbindungen.

Es hat mir viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen und dank des offenen Endes, freu ich mich schon sehr auf den vierten, finalen Band der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere