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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2021

verwirrend

Madame le Commissaire und die panische Diva
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Ach ja, Südfrankreichkrimis haben immer dieses besondere Flair von Côte d'Azur und Savoir-vivre. Hierhin hat sich die Kommissarin Isabelle Bonnet hinversetzen lassen, nachdem sie in Paris einen traumatischen ...

Ach ja, Südfrankreichkrimis haben immer dieses besondere Flair von Côte d'Azur und Savoir-vivre. Hierhin hat sich die Kommissarin Isabelle Bonnet hinversetzen lassen, nachdem sie in Paris einen traumatischen Einsatz überlebt hat. So viel jedenfalls schließt man als Leser aus den Andeutungen im Text, denn dieser Krimi ist immerhin schon der 7. Fall für Bonnet. Trotzdem kommt man auch ohne Vorkenntnisse gut in das Geschehen in hinein.
Der Schauplatz wird sehr anschaulich beschrieben, auch mit den Personen wird man flott warm. Isabelle übernimmt den Personenschutz für eine bekannte Sängerin, die von einem fantasievollen Stalker aufs Hässlichste verfolgt wird.
So gut mir auch das Setting gefällt, so zu überladen und unrealistisch empfinde ich den Plot. Es gibt einfach zu viele Akteure, und der Sex-Appeal von Isabelle erscheint mir doch maßlos überzogen.
Das Buch war nett zu lesen, aber ich kann es nicht unbedingt weiterempfehlen. Deswegen nur 3 Lesesterne.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2021

Gärtnerin auf Spurensuche

Je tiefer man gräbt
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Wer schon mal in Cornwall war und dort die wunderbaren Landschaftsgärten gesehen hat, kann sich besonders gut in das Setting
der englischen Krimi-Reihe rund um die Gärtnerin Mags Blake hineindenken. "Je ...

Wer schon mal in Cornwall war und dort die wunderbaren Landschaftsgärten gesehen hat, kann sich besonders gut in das Setting
der englischen Krimi-Reihe rund um die Gärtnerin Mags Blake hineindenken. "Je tiefer man gräbt" ist der erste Band und dient vornehmlich dazu, den Leser mit den Protagonisten bekannt zu machen. In erster Linie geht es dabei natürlich um Mags selbst, die mit Spürsinn und gärtnerischem Wissen einen 5 Jahre alten Mordfall aufklären kann.

Bestimmt wird man einigen der sympathischen Personen in den Folgebänden wiederbegegnen. Allen voran Sam Hawthorn, mit dem sich schon eine Liebesbeziehung erahnen lässt.
Die Autorin hat sehr viel, eigentlich zu viel Energie in die Beschreibung der Gärten und der Gartenarbeit gesteckt. Durch die ausführliche Charakterisierung wird schnell eine Beziehung zu den handelnden Personen aufgebaut, doch zusammengenommen kommt dabei die eigentliche Kriminalhandlung viel zu kurz und ganz besonders die Aufklärung wird nur oberflächlich abgehandelt. Schade eigentlich, denn dieser Roman ist sehr charmant und lässt sich gut lesen.
Besonders gut gefallen hat mir die Sprecherin Demet Fey, die mit ihrem Lächeln in der Stimme noch eine eigene Note einbringt.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2021

Manchmal muss man sich einfach trauen

Mord auf Reisen - Tödliches St. Tropez
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Claire arbeitet in einem Reisebüro. Sie liebt ihren Job, sie liebt ferne Länder, aber sie steigt in kein Transportmittel. Deswegen ist ihr Radius eng begrenzt. Als ihre Kollegin nach einem Urlaub vermisst ...

Claire arbeitet in einem Reisebüro. Sie liebt ihren Job, sie liebt ferne Länder, aber sie steigt in kein Transportmittel. Deswegen ist ihr Radius eng begrenzt. Als ihre Kollegin nach einem Urlaub vermisst wird, wächst Claire über sich hinaus und schafft es bis nach Frankreich, um Leslie aufzuspüren. Mit von der Partie ist ein Privatdetektiv, der unter einer Krankenhausphobie leidet. Die beiden sind wirklich ein interessantes Gespann und sie geraten in eine merkwürdige Situation nach der anderen, kommen trotzdem dem Verbrechen auf die Spur.
Die Handlung ist zugegebenermaßen nicht sonderlich kunstvoll entworfen. Der Roman lebt von der Situationskomik, den liebenswert schrulligen Charakteren (nebst einem frechen Kakadu) und ein wenig auch von der netten Reisebeschreibung, die den Leser von England nach Frankreich führt. Man sollte den Inhalt mit viel Humor konsumieren. Ich hatte meinen Spaß damit und vergebe 4 Lesesterne.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2021

Gemütlicher Irlandkrimi

Der Tag beginnt mit Mord
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Das wunderschöne Cover mit einem Foto einer irischen Küstenlandschaft stimmt den Leser schon perfekt ein auf einen idyllischen Irlandkrimi.
Als Teenager musste Fiona O'Connor ihr kleines Heimatdorf in ...

Das wunderschöne Cover mit einem Foto einer irischen Küstenlandschaft stimmt den Leser schon perfekt ein auf einen idyllischen Irlandkrimi.
Als Teenager musste Fiona O'Connor ihr kleines Heimatdorf in Schande verlassen. Nun ist sie zurück. In Dublin hat sie beruflich Karriere gemacht. Sie hat genug Geld, das Haus ihrer verstorbenen Eltern in eine hübsche Fremdenpension umzubauen. Doch die Dorfgemeinschaft begegnet ihr reserviert bis feindselig. Und dann wird auch noch einer ihrer Übernachtungsgäste nachts erschossen.
Fiona, Pater Moran und Inspector Connolly sind nach anfänglichen Startschwierigkeiten ein gutes Detektivtrio.
Das irische Flair macht einen Großteil des Charmes dieses Cosy-Krimis aus. Die Personen sind stur, der Zusammenhalt im Dorf ist wichtig und alle bilden schon aus Prinzip Front gegen die Polizei.
Fiona, und nach besserem Kennenlernen Aidan Connolly ebenfalls, sind Sympathieträger. Allein die aufkeimende Romanze ist Grund genug, um auf einen Fortsetzungsband zu hoffen. Außerdem gibt es noch eine Intrige innerhalb des Polizeiapparates, die in diesem ersten Band nur angedeutet worden ist, aber noch viel Raum für eine weitere Folge bietet. 
Die Sprecherin der Hörbuchversion, Marylu Poolman, hat eine angenehme Stimme und liest sehr gut vor. Allerdings beginnt sie die meisten Sätze mit einer deutlichen Schnappatmung, was mich auf Dauer doch gestört hat.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2021

spannende Utopie

Die letzte Göttin
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In einer fernen Zeit ist die Welt zwar hoch technisiert, aber der Lebensraum nicht mehr ausreichend für die ganze Menschheit. Man hat eine Kryonik-Technologie sowie ein gigantisches Raumschiff entwickelt, ...

In einer fernen Zeit ist die Welt zwar hoch technisiert, aber der Lebensraum nicht mehr ausreichend für die ganze Menschheit. Man hat eine Kryonik-Technologie sowie ein gigantisches Raumschiff entwickelt, das unfassbar viele Menschen zur Rettung im eingefrorenen Tiefschlafzustand in eine ferne Galaxie bringt. Als Zeitraum sind eigentlich 100 Jahre vorgesehen, aber als Andra erwacht, sind sogar 1000 Jahre vergangen. Sie macht sich auf die Suche nach anderen Siedlern...
Die Grundidee ist klasse: eingefroren zu werden und dann in der Zukunft aufzuwachen. Als Göttin erwachen, eine neue Welt sehen und spannende Abenteuer erleben.
Andra erlebt all das. Sie wird in die politischen Intrigen hineingezogen und lernt schnell, die neuen Technologien zu gebrauchen. Aber für das Ende hat sich die Autorin einen ganz großen Clou ausgedacht, der eine völlig neue Sicht auf die Dinge wirft.
Die einzelnen Charaktere werden äußerlich und charakterlich gut beschrieben, ebenso die fremde Welt, die sich vor den Augen des Lesers auftut. Man kann sich wirklich alles gut vorstellen. Leider tauchen immer wieder Fantasiebezeichnungen auf, die sich erst im weiteren Verlauf aus dem Zusammenhang erklären und den Lesefluss abbremsen.
Doch generell ist dieser Roman absolut lesenswert.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere