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Veröffentlicht am 17.11.2020

Elfen für Anfänger

Lia Sturmgold – Die Macht der Kristalle
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Lia Sturmgold war ein Buch, was beim Lesen eine absolute Wohltat für meine Seele war. Ich bin entspannt durch die Geschichte marschiert, das Geschehen flog nur so dahin und ich hatte Spaß in rauen Mengen. ...

Lia Sturmgold war ein Buch, was beim Lesen eine absolute Wohltat für meine Seele war. Ich bin entspannt durch die Geschichte marschiert, das Geschehen flog nur so dahin und ich hatte Spaß in rauen Mengen. Kinderbücher haben natürlich häufig diese Wirkung, aber besonders bei Lia habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel.

Lia ist eine durch und durch sympathische Protagonistin. Sie ist lustig und mutig, doch was sie besonders macht, ist ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Wenn sie etwas als unfair empfindet, dann setzt sie sich mit vollem Herzen dafür ein, davon könnten sich einige andere Figuren eine gehörige Scheibe abschneiden.
Lias Clique in der Elfenschule könnte bunter zusammengewürfelt kaum sein, doch die Mädels harmonieren ganz hervorragend miteinander. Natürlich musste man sich gegenseitig erst an die Andersartigkeit und Eigenarten der anderen gewöhnen, keine Frage. Doch im Laufe der Geschichte wachsen die Mädels zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammen, die nichts zwischen sich kommen lassen.

Magie ist bei mir immer ein äußerst effektiver Köder. Feen, Elfen, Zauber, das lockt mich an wie das Licht die Motten. Und gerade hier, wo die Protagonistin eigentlich ein „echter“ Mensch ist, hat man als Leser den bestmöglichen Zugang zu all den außergewöhnlichen Dingen. Man kann sie auf die gleiche Weise neu kennenlernen wie Lia, die ja auch keine Ahnung von all dem hat, mit dem sie konfrontiert wird. Die Erzählung aus Lias Ich-Perspektive hat das Erlebnis perfekt abgerundet.

Für mich war auch das Setting ein Highlight, man konnte sich durch die detaillierten Beschreibungen alles bestens vorstellen und in die wundersame Welt eintauchen. Ich war tatsächlich wie verzaubert.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes Kinderbuch, mit dem ich ein paar zauberhafte Lesestunden hatte. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen, das letzte Quäntchen zur Perfektion hat mir noch gefehlt.

Veröffentlicht am 16.11.2020

Informativ und spannend

Wonderlands
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Auf die Wonderlands habe ich bereits im Vorfeld unglaublich lange gehibbelt. Aus dem selben Verlag habe ich bereits ein Buch über Karten aus Büchern und auf die Beschreibungen der Welten, in denen Geschichten ...

Auf die Wonderlands habe ich bereits im Vorfeld unglaublich lange gehibbelt. Aus dem selben Verlag habe ich bereits ein Buch über Karten aus Büchern und auf die Beschreibungen der Welten, in denen Geschichten spielen, war ich noch um ein Vielfaches gespannter. Ich muss gestehen, dass das Buch kompakter ist, als ich es mir vorgestellt habe, nicht so großformatig. Aber dennoch kommen alle Bilder bestens zur Geltung.

Ich muss gleich am Anfang gestehen, dass ich nicht jeden Beitrag über jede Geschichte gelesen habe. Und auch chronologisch bin ich nicht an die Sache rangegangen, sondern habe mir gleich zu Beginn die Rosinen rausgepickt und mich recht unkonventionell von Welt zu Welt tragen lassen, je nach dem woran ich gerade Interesse hatte. Insbesondere die Berichte über moderne Geschichten fand ich spannend, einfach weil ich viele der Bücher kenne im Gegensatz zu den Klassikern, mit denen ich mich zu meiner Schande bisher eher weniger auseinandergesetzt habe.
Dennoch hatte ich auch an den Berichten zu den älteren Büchern Spaß. Ich mochte die Kombination aus kurzer Einführung in das Werk inklusive Zusammenfassung, Infos zum Autor, Beschreibungen der Welt und passender Bebilderung. Das hat einen perfekten Überblick über die jeweiligen Geschichten gegeben.

Oft musste ich beim Lesen Pausen einlegen, weil irgendwann das Limit an Input für mich erreicht war. Aber es handelt sich auch immer noch um ein Sachbuch, daher ist das nicht verwunderlich gewesen. Mich hat schlicht und einfach begeistert, was für einen umfassenden Überblick über diverse große Universen man in diesem Buch erhält, ohne jedoch dafür jedes Werk selbst lesen zu „müssen“. Man erfährt einen Rundumschlag durch die Geschichte von alt bis hin zu gefühlt erst kürzlich erschienen und diese Vielfalt mochte ich sehr.

Mein Fazit:
Das Buch hat mich durch viele Welten gefühlt und ich mochte die Aufbereitung der Informationen. Alles hat mich nicht interessiert, aber ein Großteil der ausgewählten Geschichten war nach meinem Geschmack. Natürlich fallen einem beim Lesen bestimmt hunderte Welten ein, die ebenfalls eine Erwähnung wert gewesen wären. Aber irgendwo müssen halt Abstriche gemacht werden.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 27.10.2020

Ich bin erleuchtet

Lichterland 1. Die Suche nach dem magischen Amulett
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Lichterland hat mich absolut verzaubert. Es waren nicht nur die magische Stimmung in der Geschichte und die rundum sympathischen Protagonisten, sondern in erster Linie die süßen, liebevoll gestalteten ...

Lichterland hat mich absolut verzaubert. Es waren nicht nur die magische Stimmung in der Geschichte und die rundum sympathischen Protagonisten, sondern in erster Linie die süßen, liebevoll gestalteten Illustrationen, die mein Herz zum Schmelzen gebracht haben. Ich habe, glaube ich, mehr Zeit damit verbracht, die Bilder anzuschauen, als damit, den Text auf den illustrierten Seiten zu lesen. Da soll mal einer sagen, Erwachsene hätten keinen Spaß an bebilderten Kinderbüchern.

Karla und Frederik sind ein tolles Team. Die beiden Protagonisten sind, obwohl sie aus komplett verschiedenen Verhältnissen stammen, ähnlich neugierig, mutig und abenteuerlustig, selbst wenn Karla um einiges mehr Naturerfahrung hat als ihr Freund. Ich hatte jede Menge Spaß dabei, sie auf ihrer Reise zu begleiten und war stets gespannt, welche Wendung ihre kleine Jagd nach dem geheimnisvollen Amulett als nächstes nehmen wird.

Worüber ich mich ebenfalls sehr gefreut habe, waren die zahlreichen kleinen Zauberwesen. Der ein oder andere war vielleicht etwas anstrengend, doch jede neue Vorstellung eines kleinen Fabelwesens hat mich fasziniert. Wie sie aussehen, was sie können, wo sie leben, das war wahnsinnig interessant und manche Begleiter waren wirklich zum knuddeln.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, trotz dezenter Überschreitung des Zielgruppenalters einen Riesenspaß beim Lesen gehabt zu haben. Die Kiddies werden das Buch lieben, die Atmosphäre, die geschaffen wird, lädt zum bleiben und sich verzaubern lassen ein.

Mein Fazit:
Das Buch kann ich guten Gewissens an alle großen und kleinen Fans von leuchtender Magie weiterempfehlen. Zuckersüß, voller sympathischer Figuren und spannend!
4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 24.09.2020

Bin positiv überrascht

Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch
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Alben, Elben, Elfen, klingt für mich alles irgendwie ähnlich. Wo genau der Unterschied sein soll, erschließt sich mir auch jetzt nach dem Lesen diverser Geschichten über solche Wesen noch nicht ganz, aber ...

Alben, Elben, Elfen, klingt für mich alles irgendwie ähnlich. Wo genau der Unterschied sein soll, erschließt sich mir auch jetzt nach dem Lesen diverser Geschichten über solche Wesen noch nicht ganz, aber was soll's. Spannend sind sie dennoch, vor allem da jeder Autor den Wesen andere Eigenschaften andichtet.

In Sheeras Welt gibt es jede Menge Alben, der Großteil davon sind jedoch keine geächteten Nachtalben wie sie. Ihr Volk wird seit langem schon als eine niedere Art angesehen und als Sheera dann die Chance bekommt, ihren Ruf reinzuwaschen, ergreift sie sie natürlich.
Mir gefiel die junge Nachtalbe. Sie ist mutig, unglaublich klug, hat aber auch ein sehr hitziges Gemüt, was sie nicht selten in Schwierigkeiten bringt. Es war eine nette Abwechslung, mal von Anfang an ein taffes, kampfbereites Exemplar von einer Protagonistin vorgesetzt zu bekommen, anstatt eines schüchternen Blümchens, was seinen Schneid erst noch entdecken muss.

Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt. Einmal aus der Ich-Perspektive von Sheera und der Sicht auf den Kronprinzen der Menschen. Dadurch, dass Lysander „nur“ die Draufsicht beim Erzählen bekommt, nähert man sich ihm nicht so stark an wie Sheera, zumindest ging es mir so. Ich habe auch erst wesentlich später und zögerlicher zu ihm Sympathien aufgebaut, als es bei Sheera der Fall war. Ihr hing ich von der ersten Seite an an den Lippen und ihr über die Schulter zu schauen war unglaublich spannend, gerade weil sie so eine Kämpfernatur ist.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, fand ich faszinierend. Die Teilung von Menschen und Elben kannte ich bereits aus anderen Büchern, aber bisher war das ganze Drumherum nie so magisch wie hier. Ich war verzaubert von den Fähigkeiten der Hochalben, von der Düsternis der Wälder und der Andersartigkeit zwischen Menschen und Elben.
Die Story war durchweg spannend und ich wurde von vielen Wendungen überrascht. Gegen Ende schlug die Geschichte sogar eine düstere Richtung ein, die ich überhaupt nicht hatte kommen sehen.

Mein Fazit:
Hat mir wirklich gut gefallen! Ich mochte die Protagonistin sehr, viele der anderen Figuren konnten mich ebenfalls überraschen und das Setting fand ich großartig. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon auf den zweiten Band.
Eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy- und Jugendbuchfans.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Freue mich auf die Fortsetzung!

Drachentochter
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Momentan steht meine Leseliste im Zeichen der Drachen. So viele Bücher über diese faszinierenden Geschöpfe habe ich vermutlich noch nie in einer derart kurzen Zeit gelesen und ich liebe es einfach nur. ...

Momentan steht meine Leseliste im Zeichen der Drachen. So viele Bücher über diese faszinierenden Geschöpfe habe ich vermutlich noch nie in einer derart kurzen Zeit gelesen und ich liebe es einfach nur. Besonders die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist das, was mich an diesen Büchern beeindruckt, und hier ist sie besonders innig dargestellt.

Trotz dessen, dass man die Protagonistin Milla nicht aus ihrer Ich-Perspektive erzählen lässt, war ich überraschend vereinnahmt vom Geschehen und habe Seite um Seite gierig verschlungen. Zu dieser Hauptfigur hatte ich schnell einen Draht und sie wirkt erfreulich reif für ihr Alter, was dem Leser unnötige kindliche Dramen erspart. Ich habe direkt Sympathien für das junge, kluge Mädchen empfunden, was im Laufe der Geschichte Tapferkeit, Mut und ein unglaublich großes Herz beweist.

Auch die Nebenfiguren sind detailliert und liebevoll ausgearbeitet, besonders an Herz gewachsen sind mir Tayra, eine Freundin von Milla, und Vigo, der Sohn des Herzogs von Arcosi. Beide unterstützen Milla uneingeschränkt bei ihrer Mission um die Drachen und entpuppen sich als wertvolle Stütze für die Protagonistin.
Auf der anderen Seite gibt es auch Figuren, bei denen sich mir vor Unbehagen und Wut die Fußnägel hochgerollt haben. Sie sind zwar der Hass eines jeden Lesers, aber wichtig für die Geschichte sind sie leider auch und es ist schon eine Kunst für sich, als Autor solche abscheulichen Figuren mit derart schlechten Charakterzügen zu produzieren.

Was für mich noch hervorzuheben ist, ist das Setting. Die Beschreibungen der Schauplätze sind so detailliert, dass man sich alles perfekt vorstellen kann, und dennoch dominieren solche Landschaftsbeschreibungen nicht das Buch, wie es schnell mal passieren kann. Ich habe mich von Anfang an wohl in Arcosi gefühlt und mich jedes Mal gefreut wie ein Schneekönig, wenn wir mit Milla durch die Gassen und Straßen streifen und neue Orte kennenlernen konnten.

Die Drachen waren eine Klasse für sich. Ich fand sie echt beeindruckend und es hat mir riesigen Spaß gemacht, ihnen beim Aufwachsen zuzusehen. Auch ihre Beschreibungen haben dafür gesorgt, dass ich sie mir perfekt vorstellen konnte, doch hier waren manchmal die Größenverhältnisse der Tiere etwas verwirrend und nicht ganz stimmig über den Verlauf der Geschichte hinweg. Aber das hat mich nicht allzu sehr gestört.

Das Buch ist nicht perfekt. Es ist recht oft Gewalt im Spiel für ein Kinderbuch und hier und dort lief mir die Story etwas zu rund. Aber das sind für meine persönliche Bewertung Dinge, die nicht den Hauptausschlag geben, denn mir ist wichtiger, dass ich mich während des Lesens gut unterhalten fühle und mich auf das Buch und die Geschichte einlassen kann. Ich möchte gefesselt werden und mit den Figuren mitfiebern können, möchte in der Welt versinken und einfach abschalten, und genau das konnte ich.

Mein Fazit:
Ein Buch mit Ecken und Kanten, aber unglaublich liebevoll gestaltet, spannend geschrieben und mit einer großartigen Protagonistin, die man sofort ins Herz schließen muss.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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