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Veröffentlicht am 25.03.2019

Eher schwächerer Teil der Serie

Blutmale
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Klappentext
Heiligabend in Boston. Kurz nach der Mitternachtsmesse erhält Dr. Maura Isles einen Anruf von Detectice Jane Rizzoli, die die Pathologin an den Fundort einer grausam verstümmelten weiblichen ...

Klappentext
Heiligabend in Boston. Kurz nach der Mitternachtsmesse erhält Dr. Maura Isles einen Anruf von Detectice Jane Rizzoli, die die Pathologin an den Fundort einer grausam verstümmelten weiblichen Leiche bestellt. Allem Anschein nach wurde sie für ein satanistisches Ritual missbraucht. Bei der Obduktion entdeckt Maura ein weiteres grausiges Detail: Die abgetrennte Hand der Toten stammt von einer anderen Frau... Ein paar Tage später wird eine weitere Frauenleiche gefunden, auch sie ist entstellt und mit Satansmalen übersät. Es handelt sich um die junge Polizistin Eve Kassowitz aus Jane Rizzolis Ermittlungsteam. Eve observierte den Geschichtsprofessor Sansone. Dieser entstammt einer alten venezianischen Familie, deren enormer Reichtum auf einer obskuren Stiftung mit Namen "Mephisto" gründet. Der Professor behauptet, nichts über den Mord zu wissen. Doch Jane traut ihm nicht und glaubt vielmehr, dass er von einflussreichen Stellen beschützt wird. Denn weder beim FBI noch bei Interpol erhält sie Informationen über ihn. Als Maura von Sansone überraschend eine Einladung zum Essen erhält, überredet Jane ihre Kollegin, diese anzunehmen. Aber der Abend endet in einer Katastrophe ...

Einstieg ins Buch
Sie sahen aus wie die perfekte Familie. ...

Meine Meinung
Es ist Weihnachten und Detectice Jane Rizzoli freut sich auf das Fest inmitten ihrer Familie. Das erste Weihnachtsfest ihrer kleinen Tochter verläuft jedoch ganz anders, als Jane sich das vorgestellt hat. Die Stimmung zwischen ihren Eltern ist eiskalt und ihre Mutter reagiert bei jeder Kleinigkeit total über. Und dann sind da neben den privaten Problemen noch die toten Frauen, die total entstellt und verstümmelt aufgefunden werden. Eine von ihnen - die 28-jährige Lori-Ann Tucker - wird verstümmelt in ihrer Wohung aufgefunden, neben ihr die abgetrennte Hand einer anderen Frau. Jane Rizzoli weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Als Ermittlerin setzt sie alles daran, den Mörder zu finden und versucht in ihrer knappen Freizeit das Geheimnis ihres Vaters zu lüften. Als Janes Kollegin Eve Kassowitz das nächste Opfer des Mörders wird, schwört Rizzoli ihn zu finden und zur Strecke zu bringen. Doch er ist gar nicht so leicht zu finden. Am Ende findet er sie und kommt ihr näher als denkt.

Die Charaktere in diesem Teil der Rizzoli & Isles Reihe werden zu Beginn des Buches und während der Handlung vorgestellt und vertieft, sodass auch ein Leser, der die vorangegangenen fünf Teile nicht gelesen hat, mühelos ins Geschehen eintauchen kann. Die Hauptfiguren werden schnell menschlich und authentisch, die Nebenfiguren bleiben mir leider etwas zu oberflächlich.

Das Thema der Handlung ist kein Neues. Es geht um Sekten, Okulte, Satanisten und das Böse im Menschen. Jedoch gibt die Autorin tiefe Einblicke in biblische Mythen und Satanskult. Immer wenn der Kreis der Mephisto-Stiftung zusammentrifft, werden ausgiebig Theorien diskutiert und erläutert. Sicherlich ist das alles wichtig um das Thema rund zu machen, für mich war dieses Gerede jedoch oft zu langatmig. Erst im letzten Drittel nimmt das Buch an Fahrt auf und die aktive Suche nach dem Mörder beginnt. In diesem Teil habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Der leichte und flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen. Tess Gerritsen schafft es mühelos die Tatorte und die Opfer schonungslos und detailliert zu beschreiben. Das ist sicherlich nichts für zarte Gemüter.

Das Ende kam für mich nicht überraschend und hat mich leider nicht überzeugt. Es gab einen kurzen Aha-Effekt, aber zu viele Fragen blieben für mich unbeantwortet. Vielleicht lag es auch daran, dass ich untypisch viele Wochen gebraucht habe, um das Buch durchzulesen, denn Spannung baute sich während des Plots nur selten auf. Für mich ist dieser Teil der Serie kein Pageturner. Ein Cliffhanger zu Ende eines Kapitels, der mich veranlasst hätte, sofort das nächste Kapitel zu lesen, fehlte mir in diesem Buch fast immer.

Vielen Dank an das Team vom bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

Zitat
Jetzt lag ihr das Rührei schwer im Magen, und am liebsten hätte sie sich den Kittel vom Leib gerissen und wäre hinausgerannt in den kühlen, reinigenden Schnee. (Seite 61)

Fazit
Aus der Rizzoli & Isles Reihe ist dieser Thriller eher schwächer. Für alle Krimi-Fans, die gerne gut unterhalten werden möchten, aber keine Hochspannung erwarten. Von mir eine solide Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.11.2018

Vorsicht: Tränenalarm!

Das Wunder eines Augenblicks
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Klappentext
Jeremy Marsh war sich seiner Sache ganz sicher gewesen: Nie mehr würde er seinem Herzen folgen, nie New York verlassen - und vor allem niemals Vater werden. Doch nun sitzt er plötzlich mit ...

Klappentext
Jeremy Marsh war sich seiner Sache ganz sicher gewesen: Nie mehr würde er seinem Herzen folgen, nie New York verlassen - und vor allem niemals Vater werden. Doch nun sitzt er plötzlich mit Lexie, der Liebe seines Lebens, im abgeschiedenen Örtchen Boone Creek und freut sich auf die Geburt seiner Tochter. Er ist fest entschlossen, sich in der Provinz einzuleben, auch wenn es nicht leicht sein wird, dort Freunde zu finden. Das Wichtigste für ihn ist Lexie, und mit ihr scheint alles perfekt: Noch nie hat sich Jeremy so Hals über Kopf verliebt. Doch trotz seiner großen Gefühle nagen auch Zweifel an ihm: Für ihn war es Liebe auf den ersten Blick, aber kennt er Lexie denn wirklich? Und kann er sich ihrer Gefühle sicher sein, auch im grauen Alltag und in schlechten Zeiten? Wird sie ihn noch lieben, wenn sie erst all seine kleinen Fehler kennt? Da erhält Jeremy eine anonyme Nachricht, die ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Alle Sicherheiten sind plötzlich dahin und tiefe alte Wunden wieder aufgerissen. Sein ganzes Glück steht auf dem Spiel.

Einstieg ins Buch
Gibt es Liebe auf den ersten Blick? ...

Meine Meinung
Jeremy und Lexie sind gerade mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen. Und dann ist da noch das Haus, das immer noch mitten im Umbau steckt. Jeremy macht sich mittlerweile schon Gedanken, ob es überhaupt vor der Geburt ihrer kleinen Tochter fertig wird. Das Leben von Lexie und Jeremy wird auf eine harte Probe gestellt, denn dieser ganze Stress mit der Hochzeit, dem Haus und der Schwangerschaft bringt das Paar an seine Grenzen. Als nicht mal mehr Jeremys Freunde hinter ihm stehen und auch das Schreiben seiner Kolumne nicht mehr klappen will, droht sein Lebensgerüst zu zerbrechen. Er ist frustriert und fühlt sich allein. Das lässt er an Lexie aus, die plötzlich die Welt nicht mehr versteht. Jeremy muss lernen, dass eine Beziehung und vor allem eine Ehe auf Kompromissen und Vertrauen aufbaut und nur dann glücklich verlaufen kann, wenn beide Partner sich darüber im Klaren sind, welche Bedürfnisse der jeweils andere hat. Schafft Jeremy es rechtzeitig zur Besinnung zu kommen und seine Beziehung zu Lexie zu retten?

Dieser Roman ist der zweite Teil um Lexie und Jeremy und schließt direkt an "die Nähe des Himmels" an. Der erste Teil hatte mich nicht so sehr gepackt und war für mich ein eher mittelmäßiges Buch. Dafür hat es der zweite Teil aber in sich. Die Geschichte baut sich nach und nach auf und die Charaktere kennt der Leser ja bereits aus dem ersten Teil. Aber auch wer den ersten Teil nicht gelesen haben sollte: In kleinen Anekdoten wird die Geschichte aus dem ersten Teil noch einmal wiederholt, sodass es keine markanten Wissenslücken gibt, die den Leser davon abhalten die Geschichte zu verstehen. Am Ende gab es dann mal wieder einige Tränen, doch das kenne ich ja schon bei Nicholas Sparks.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht und ließ mich das Buch in wenigen Stunden durchlesen. Ich war ständig hin- und hergerissen, auf welche Seite ich mich schlagen sollte. Auf die Seite von Jeremy, der mit der Gesamtsituation völlig überfordert ist und mit seinen Selbstzweifeln kämpft oder auf die Seite der schwangeren Lexie, die versucht, immer das Richtige zu tun, dabei aber auch nicht immer ganz ehrlich sein kann. Ins Herz habe ich am Ende beide geschlossen und auch ihre impulsiven Überreaktionen konnte ich beiden schnell verzeihen.

Alles im allem ist dieses Buch wieder ein Sparks, wie man ihn sich wünscht: Liebevolle Figuren, Geschichten aus dem Leben und viel, viel Gefühl. Das Buch öffnet die Herzen der Leser und lässt kein Auge trocken. Als Nicholas-Sparks-Fan habe ich natürlich immer genau diese Erwartung an seine Bücher und dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Auch das Cover finde ich wieder sehr gelungen. Ich liebe jedes seiner Cover und finde sie immer passend. Das Meer spielt in "Das Wunder eines Augenblicks" eine wichtige Rolle, deshalb ist das Cover auch dieses mal wieder gut ausgesucht worden.

Zitat
Als es passierte, hatten sie nicht an ein "kleines Du oder Ich" gedacht, und das Kind war auch nicht die logische Fortsetzung ihrer Beziehung, weil sie ja in Wahrheit noch gar keine richtige Beziehung gehabt hatten. (Seite 48)

Fazit
Dieser Roman von Nicholas Sparks öffnet nicht nur Herzen, sondern auch Tränenkanäle. Von mir eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.11.2018

Thriller mit zähem Einstieg...

Wahllos
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Meine Meinung
Viele Menschen besuchen in dem beliebten Club Solitude Creek das Konzert einer Boy Band. Doch schnell verwandelt sich das musikalische Event in einem Kapmpf ums nackte Überleben. Es riecht ...

Meine Meinung
Viele Menschen besuchen in dem beliebten Club Solitude Creek das Konzert einer Boy Band. Doch schnell verwandelt sich das musikalische Event in einem Kapmpf ums nackte Überleben. Es riecht nach Rauch, das Clubhaus scheint zu brennen. Die Besucher geraten in Panik und wollen nur noch raus. Doch die Notausgänge sind blockiert. In ihrer Angst trampeln Leute andere Menschen nieder, einer Frau wird ein Arm abgerissen, drei Menschen sterben in der wildgewordenen Menge bis schließlich alle aus dem Gebäude entkommen können. Es stellt sich heraus, dass jemand die Panik absichtlich ausgelöst hat und niemand wirklich in Gefahr war. Der Täter entkommt ungesehen und plant weitere Massenpaniken. Dabei muss er äußerst geschickt vorgehen, denn Kathryn Dance ist ihm direkt auf den Fersen. Und sie wird ihn schnappen - koste es, was es wolle!

Dieses Buch hatte für mich einen sehr schleppenden Start. Der Leser landet direkt in dieser ausgelösten Massenpanik und danach passiert etwa 200 Seiten lang nichts. Die Ermittler kommen nicht weiter, der Täter löst keine Paniken mehr aus und irgendwie passiert auch sonst nichts, was mich zum Weiterlesen animiert hätte. Doch nachdem sich der Leser durch diesen ersten Teil des Buches gekämpft hat, nimmt der Plot tatsächlich an Fahrt auf und die restlichen 350 Seiten unterhalten dann recht gut. Das Ende hat mich dann tatsächlich überrascht - in vielerlei Hinsicht. Ich habe es nicht vorausgesehen.

Die Charaktere sind am Anfang eher unscheinbar und Jeffrey Deaver lässt sich viel Zeit damit, die Charaktere aufzubauen. Für meinen Geschmack etwas zu viel Zeit. Doch letztendlich werden gegen Ende alle Figuren authentisch und menschlich, jede Figur bekommt einen eigenen Charakter und ist im Laufe der Geschichte auf seine Weise gewachsen. Die Ermittlerin Kathryn Dance, die nach einem ersten Rückschlag lernen muss, ihren Instinkten wieder zu vertrauen. Ihr Partner Michael O'Neil, der mit sich und seinen Gefühlen gegenüber Kathryn kämpft. Der Killer, der den Ermittlern lange Zeit immer einen Schritt vorraus ist. Und auch die Randfiguren bekommen ihre Identität und tragen ihren Teil zur Geschichte bei.

Die parallel verlaufenden Fälle, die hier behandelt werden, mögen den Leser zuerst etwas verwirren, doch am Ende wird jeder einzelne Fall aufgelöst, sodass keine Fragen offenbleiben. Besonders gut fand ich hier die Verwicklung von Dances Sohn Wes, der sich einer Clique anschliesst, die  sich mit verschiedenen Mutproben strafbar macht. Wie oft habe ich dabei gedacht: "Guck an, auch der Sohn einer Polizistin ist vor solchen Aktionen nicht sicher und schlägt sich auf die falsche Seite". Das hat der ganzen Geschichte eine tolle Authentizität verliehen.

Richtig packen konnte mich das Buch dennoch nicht. Für mich waren die ersten 200 Seiten eine echte Überwindung und so habe ich Wochen gebraucht, bis ich das Buch endlich durchhatte. Letztendlich bin ich froh, dass ich es trotzdem zu Ende gelesen habe, denn der zweite Teil des Buches war gut.

Vielen Dank an das Team vom bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

Zitat
"Sie da, Sie nennen mir jetzt Ihren Namen. Sofort!" Er lachte verächtlich, riss ihr den Ausweis aus der Hand und schleuderte ihn weg. "Scheiß auf dich, du Miststück." (Seite 69)

Fazit
Ein Thriller, der Durchhaltevermögen des Lesers voraussetzt, dann aber gut unterhält. Von mir eine gute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Keine leichte Kost, aber dennoch sehr unterhaltsam

Totenmontag
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Meine Meinung
Temperance Brennan ist forensische Anthropologin und arbeitet zeitweise am Institut von Montreal. Sie hat immer viele Fälle zu bearbeiten, weil sie einfach eine der besten Anthropologinnen ...

Meine Meinung
Temperance Brennan ist forensische Anthropologin und arbeitet zeitweise am Institut von Montreal. Sie hat immer viele Fälle zu bearbeiten, weil sie einfach eine der besten Anthropologinnen des Landes ist. Doch das hat auch seine Schattenseiten: Sie pendelt regelmäßig zwischen Montreal und North Carolina, ihre Ehe mit ihrem Ex-Ehemann Peter ging in die Brüche und jahrelang hat sie versucht, ihre Sorgen im Alkohol zu ertränken. Seit einigen Jahren ist sie jetzt trocken und auch ihr Liebesleben scheint sich zu bessern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist sie jetzt mehr oder weniger mit Detective Andrew Ryan zusammen. Tempe wird zu einem Fundort gerufen, der die Skelette von drei Mädchen freigibt. Tempes Vorgesetzter Claudel ist sich sicher: Dieser Fall ist etwas für den Archäologen. Doch Tempe hat ein komisches Gefühl bei der Sache und findet ziemlich bald heraus, dass der Tod der drei Mädchen erst wenige Jahre her ist. Doch um die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen muss sie mehr als einmal über ihren Schatten springen und bringt nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen, die ihr nahe stehen in Gefahr...

Die Charaktere hat Kathy Reichs sehr authentisch dargestellt. Vor allem die Protagonistin Tempe und Detective Andrew Ryan. Kathy Reichs ist selbst forensische Anthropologin und daher hat Tempe viele autobiografische Züge von Kathy Reichs bekommen, was sie sehr realistisch und greifbar macht. Da sich der Plot hauptsächlich um diese beiden Figuren dreht, bleiben andere Charaktere, wie ihre Schwester oder andere Ermittler, eher unscheinbar und oberflächlich. Das finde ich auch vollkommen in Ordnung, denn so konnte ich mich ganz gezielt auf die beiden Haupt-Figuren konzentrieren und wurde nicht durch unnötige Beschreibungen und Personen verwirrt.

Kathy Reichs geht in diesem Buch wieder sehr detailliert auf die forensische Arbeit ein und kann natürlich alle Vorgänge von der Pike auf erläutern. Das macht sie dann auch und manchmal wird es dadurch etwas trocken und langatmig. Gleich darauf passiert aber sofort wieder etwas, sodass der Unterhaltungswert nicht beeinträchtigt wird. In diesem Buch widmet sich Kathy Reichs der Radiokarbonanalyse (C-14), um das Alter der Knochen zu bestimmen. Hier habe ich einige interessante Details aus der forensischen Arbeit erfahren. Besonders gut finde ich, dass die Autorin alles sehr bildlich und für Laien verständlich beschreibt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Jedes Kapitel endet typischerweise mit einem wunderbaren Cliffhanger, der mich jedesmal zum weiterlesen zwingt. Erst wenn die Augen wirklich nicht mehr auf bleiben wollen, lege ich das Buch aus der Hand. Mein Problem ist hier wahrscheinlich, dass ich die ganzen kleinen Hinweise auf den Mörder quasi aufsauge und ständig darüber nachdenke wer derjenige ist. Deshalb hat mich das Buch wahrscheinlich so gefesselt.

Der Plot entwickelt sich stetig weiter und auch der Spannungsbogen spannt sich von Kapitel zu Kapitel. Zwar nicht in einer steilen Kurve aber doch stetig. Etwa ab der Mitte des Buches spitzen sich die Ereignisse zu und enden in einem tollen Finale. Auch wenn es für mich keine großen Überraschungen gab, hat mich das Buch gut unterhalten.

Zitat
Man wirft mir oft vor, dass ich den Toten mehr Herzlichkeit entgegenbringe als den Lebenden. Doch dieser Vorwurf trifft nicht zu. Ja, ich trauere um diejenigen, die auf meinem Tisch landen. Ich bin mir aber auch schmerzlich des Kummers bewusst, der ihre Hinterbliebenen befällt. (Seite 44)

Fazit
"Totenmontag" ist auf Grund der detaillierten Beschreibungen von verwesenden Leichen und schrecklichen Tatorten keine leichte Kost, unterhält den Leser aber bis zum Ende. Für alle Leser, die spannende Thriller zum Mitdenken mögen. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Kurzweiliges Lesevergnügen

Du bist in meiner Hand
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Meine Meinung
Mit ihren 18 Jahren nutzt Kerry Dowling die Abwesenheit ihrer Eltern um mit ihren Freunden eine Poolparty zu feiern. Da es auch Alkohol auf der Feier gibt, hält es Kerry für keine gute Idee ...

Meine Meinung
Mit ihren 18 Jahren nutzt Kerry Dowling die Abwesenheit ihrer Eltern um mit ihren Freunden eine Poolparty zu feiern. Da es auch Alkohol auf der Feier gibt, hält es Kerry für keine gute Idee den Nachbarsjungen Jamie einzuladen, der zwar sehr nett ist, aber kein Geheimnis für sich behalten kann. Jamie ist wirklich traurig darüber und unglaublich enttäuscht. Während der Party kommt es zu einem lautstarken Streit zwischen Kerry und ihrem Freund Alan, der daraufhin die Party verlässt. Als alle Gäste schließlich die Party verlassen haben, beschließt Kerry das Party-Chaos noch ma gleichen Abend zu beseitigen. Als ihre Eltern und ihre Schwester Aline am nächsten Morgen zu Hause eintreffen, ist jedoch von der Party noch jede Menge zu sehen - und Kerry liegt tot im Pool. Alle sind schockiert, doch Aline ist wild entschlossen herauszufinden, was passiert ist und kommt dem Schuldigen gefährlich nahe dabei.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, die Seiten flogen nur so an mir vorbei. Die Kapitel sind teilweise nur 2 Seiten lang, was aber dem Wechsel zwischen den einzelnen Perspektiven geschuldet ist. Der Leser sie die Entwicklung des Plots aus der Sicht des Ermittlers Mike Wilson, aus der Sicht von Kerrys Schwester Aline oder auch aus der Sicht ihres Freundes Alan, der durch den Streit auf der Party ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerückt ist und als Hauptverdächtiger gilt. Das hat mir gut gefallen, denn so konnte ich mich direkt in jede Figur hineindenken und ihre Sicht auf die Geschehnisse sehr gut nachvollziehen. Etwas schade finde ich, dass so viele Seiten im Buch auf Grund von Kapitelenden oder Neubeginn eines Abschnittes leer waren. Sicherlich hat das Buch von den 319 Seiten effektiv nur etwa 290 Seiten. Da die Schrift relativ groß ist, liest es sich sehr schnell durch.

Die Handlung hat mich durchweg sehr gut unterhalten. Für einen Thriller gab es aber eindeutig zu wenig Action. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt und der Level wurde erzählerisch auch immer hoch gehalten, aber eine nervenaufreibende Spannung empfand ich leider nicht beim Lesen. Auch das Ende war für mich absolut nachvollziehbar und authentisch. Mein Verdacht auf den Täter hat sich allerdings schon ein paar Kapitel vor Ende gefestigt und letztendlich auch bestätigt. Das hat der Handlung allerdings nicht geschadet, es gab eben nur keine Überraschung am Ende für mich.

Die Charaktere sind vom Mary Hoggins Clark gut ausgearbeitet und entwickelt worden. Für mich wirken sowohl die Hauptfiguren als auch die Randfiguren menschlich und authentisch. Kerrys Schwester Aline, die alles daran setzt, den Mörder ihrer Schwester zu finden und darüber hinaus ihre eigene Trauer vergessen kann. Kerrys Eltern, die in ihrer Trauer fast ohnmächtig werde. Der Ermittler Mike Wilson, der sich Stück für Stück an den Mörder heranarbeitet. Alan, der vor lauter Angst nicht mehr klar denken kann. Jamie, der Kerry so sehr vermisst und mit seiner Trauer am meisten zu kämpfen hat. Besonders Jamie habe ich in diesem Buch sehr ins Herz geschlossen.

Vielen Dank an das Team vom bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

Zitat
Und ich werde auch keinem sagen, dass ich mir die Sneakers und die Hose und die Socken nass gemacht habe, und ich werde auch keinem sagen, dass der Große gekommen ist und Kerry geschlagen und in den Pool gestoßen hat. (Seite 51)

Fazit
Ein kurzweiliger Roman, der mit sympathischen Figuren und einer durchdachten Geschichte gut unterhält, aber nicht lange im Gedächtnis bleibt. von mir eine gute Leseempfehlung!