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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2019

Entführung in Wyoming

Das Verschwinden der Jamie Mason
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Inhalt übernommen:

Willow Anderson fällt aus allen Wolken, als sie nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Großvaters von dessen letztem Fall erfährt: Er wollte ein Baby ausfindig machen, das vor über 20 ...

Inhalt übernommen:

Willow Anderson fällt aus allen Wolken, als sie nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Großvaters von dessen letztem Fall erfährt: Er wollte ein Baby ausfindig machen, das vor über 20 Jahren aus dem Krankenhaus entführt wurde. Dabei sind sie in ihrer gemeinsamen Firma eigentlich auf Ahnenforschung und das Auffinden verschollener Erben spezialisiert.
Doch anscheinend hatte ihr Großvater bereits eine heiße Spur – eine so heiße Spur, dass auch Willow plötzlich in Lebensgefahr gerät. Nun bleibt ihr gar keine andere Wahl: Zusammen mit ihrem Exfreund, dem früheren FBI-Agenten Austin McKade, stürzt sie sich in die Ermittlungen. Und stößt in ein Wespennest aus Intrigen und Verrat …

Meinung:

Die Idee für die Story fand ich gut, es ist immer schrecklich wenn ein Kind, und in diesem Fall sogar ein Baby, entführt wird. Aber leider hat mich der Schreibstil nicht überzeugt. Die Dialoge fand ich ein bisschen eintönig und mit zu vielen Wiederholungen. Erst im letzten Drittel des Buches wurde Spannung aufgebaut. Allerdings kamen Gefühle in dieser Geschichte nicht zu kurz, es war schön beschrieben wie Willow und Austin sich wieder näher kommen. Die Handlungsabläufe hatten klitzekleine Lücken. Die Protagonisten waren hingegen gut dargestellt und sehr sympathisch.
Fazit:

Für ein Erstlingswerk ganz gut, aber ein wie angepriesen "atemberaubendes Debüt" ist es leider nicht. Für die nächsten Werke bitte mehr Tempo.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Mehr Beziehungsdrama als Thriller

Blood Orange - Was sie nicht wissen
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Im Zentrum des Erstlingswerkes von Harriet Tyce steht die Anwältin Alison Wood, die ein ziemlich
verkorkstes Leben führt, gestützt nur durch die Liebe zu ihrer Tochter Mathilde. Der Mordfall Smith,
in ...

Im Zentrum des Erstlingswerkes von Harriet Tyce steht die Anwältin Alison Wood, die ein ziemlich
verkorkstes Leben führt, gestützt nur durch die Liebe zu ihrer Tochter Mathilde. Der Mordfall Smith,
in dem sie die Verteidigung zusammen mit ihrem Arbeitskollegen Patrick führt, mit dem sie eine
Affäre verbindet, spielt in der Handlung zunächst eine untergeordnete Rolle. Vielmehr vermittelt
uns die Autorin in sehr eindringlicher Weise zunächst die Charaktere der Anwältin, ihrer Kollegen,
ihres Ehemanns sowie nach und nach auch der in das Tötungsdelikt involvierten Personen. Nur
schrittweise und geschickt inszeniert öffnen sich dem Leser Abgründe in den einzelnen Bezieh-
ungen. Die Ehe der alkoholsüchtigen Alison geht ebenso zu Bruch wie das Verhältnis zum gewalttätigen Liebhaber. Erst nach und nach entpuppt sich der Freitod des Liebhabers als
geschickter Schachzug eines eiskalten Psychopaten, der Alison um alles bringen will – ihre
Familie, ihre geliebte Tochter, ihren Ruf als Anwältin. In dieser schwierigen Situation gelingt es
Alison sowohl den Mordprozess zu einem versöhnlichen Ende zu bringen, als auch ihre persönliche
Situation zu bewältigen – wie, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Ein spannender Psycho-Thriller mit menschlichem Tiefgang, subtilem Spannungsaufbau, über-
raschenden Wendungen und einem gelungenen, absolut nicht vorhersehbaren Schlußszenario.
Weiter so, Harriet Tyce !

Veröffentlicht am 25.11.2019

Das Grauen in der Nachbarschaft

Sag, es tut dir leid
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Inhalt:

In der Kleinstadt Bingham in der Nähe von Oxford verschwinden Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos. Nach erfolglosen Ermittlungen wird die Such dann irgendwann eingestellt. Drei ...

Inhalt:

In der Kleinstadt Bingham in der Nähe von Oxford verschwinden Piper Hadley und ihre Freundin Tash McBain spurlos. Nach erfolglosen Ermittlungen wird die Such dann irgendwann eingestellt. Drei Jahre später kurz vor Weihnachten soll Joe O'Loughlin die Polizei bei den Ermittlungen zu einem grausamen Doppelmord unterstützen, als plötzlich eine weitere Leiche in einem zugefrorenen See gefunden wird. Es stellt sich schnell heraus, dass es sich hierbei um Tash handelt.

Meinung:

Ich kannte bereits ein paar Teile dieser Serie um den Psychologen Joe O'Loughlin und ich muss sagen, auch in diesem Teil versteht es Michael Robotham wieder dem Leser sehr bildlich die Charaktere zu beschreiben.

Die Story ist aufgeteilt in zwei Handlungsstränge, zum einen lernen wir den Fall aus Sicht des Ich-Erzählers O'Loughlin kennen, zum anderen das Leid der Gefangenen Piper Hadley in Form von Tagebuch-Eintragungen. So kann mitgefiebert werden, ob sie es am Ende schafft zu überleben.

Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Reise durch menschlisches Leid und durch Abgründe geprägt von Rache, leidenschaftlichen Hasses und Selbstgefälligkeit.
Fazit:

Ein Psychothriller auf ganz hohem Niveau, mit durchgehendem Spannungsbogen und einer unvorhersehbaren Auflösung des Falles.

Von mir hierfür hochverdiente 5 Sterne.


Veröffentlicht am 23.11.2019

Spannender Krimi in einem Gefängnis

Seelentot
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Inhalt:

Eva Hanssen ist Gefängnisärztin und arbeitet seit ca. einem Monat in der JVA München-Wiesheim. Als ein Inhaftierter im Duschraum erhängt aufgefunden wird, soll sie dies als Selbstmord bescheinigen. ...

Inhalt:

Eva Hanssen ist Gefängnisärztin und arbeitet seit ca. einem Monat in der JVA München-Wiesheim. Als ein Inhaftierter im Duschraum erhängt aufgefunden wird, soll sie dies als Selbstmord bescheinigen. Einige Spuren wiedersprechen allerdings diese Theorie doch Eva hat ihre Zweifel und sie schaltet deshalb die Kriminalpolizei ein. Lars Brüggemann und sein Team beginnen mit den Ermittlungen und stoßen schon bald auf eine Mauer des Schweigens. Niemand scheint ein Interesse daran zu haben den Mordfall zu klären, doch Eva Hanssen lässt nicht locker.

Meinung:

Seelentot ist der 2. Teil von Anna Simons Krimi-Reihe um die Gefängnisärztin Eva Hannsen. Obwohl ich den 1. Teil noch nicht kannte, lernte ich im Laufe des Krimis die Charaktere sehr gut kennen.

Anna Simons hat einen tollen Schreibstil, sodass der Leser sich sehr gut in die Story vertiefen kann. Sie hat den Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten, denn lange ist kein Motiv für den Mordfall erkennbar.

Außergewöhnlich finde ich die Idee als Schauplatz ein Gefängnis zu wählen und die Story hauptsächlich aus der Sich der Gefängnisärztin zu erleben. Auch wird der Leser hier zum Nachdenken gebracht, denn es ist erschreckend wie grausam manche Menschen sein können.

In diesem Krimi kommt auch das Privatleben der Protagonistin Eva nicht zu kurz und man darf gespannt sein, wie es im nächsten Teil weitergeht.

Fazit:

Eine tolle Story mit vielschichtigen spannenden Ermittlungen. Von mir eine klare Leseempfehlung für Krimi-Fans die nicht immer nur blutige Szenen lesen wollen.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Offline - Es kann gefährlich sein

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Inhalt:

Eine Gruppe wandert zum Watzmann, um dort an einem Seminar"Digital Detox" Fünf Tage ohne Internetverbindung teilzunehmen, und wird dort eingeschneit. Schon am nächsten Tag ist ein Teilnehmer verschwunden ...

Inhalt:

Eine Gruppe wandert zum Watzmann, um dort an einem Seminar"Digital Detox" Fünf Tage ohne Internetverbindung teilzunehmen, und wird dort eingeschneit. Schon am nächsten Tag ist ein Teilnehmer verschwunden und wird kurze Zeit schwer misshandelt aufgefunden. Wer ist der Täter?

Meinung:

Thriller mit dieser Story gibt es viele, verpackt allerdings in ein aktuelles Problem. Es ist schon erschreckend, wie abhängig manche Leute von ihren Handys sein können.

Arno Strobel hat5 den Spannungsbogen zum größten Teil hoch gehalten. Was mir nicht so gut gefallen hat, war das ständige Katz- und Maus-Spiel und die unterschiedlichen Verdächtigungen, die im nächsten Moment wieder zurückgenommen wurden. Der Schreibstil sorgt allerdings für gute Unterhaltung.

Fazit:

Durch das unvorhersehbare Ende ein guter, leicht und schnell zu lesender Thriller. Dafür 4 Sterne von mir.