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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2020

Der Hashtag-Killer

Der Fahrer
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Inhalt:

In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen, junge Frauen werden aus ihren Autos entführt und getötet. Auf ihren Autos wird ein leuchtendes Hashtag gefunden. Jens Kerner und sein Team stehen ...

Inhalt:

In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen, junge Frauen werden aus ihren Autos entführt und getötet. Auf ihren Autos wird ein leuchtendes Hashtag gefunden. Jens Kerner und sein Team stehen vor einem Rätsel. Was verbindet die Opfer? Immer mehr solcher Hashtags tauchen in Hamburg auf und bald wird klar, dass der Mörder es auf Jens Kerner abgesehen hat.

Meinung:

Ich bin ein absoluter Fan von Andreas Winkelmann und habe bisher alle Thriller von ihm gelesen. Dies ist der 3. Teil aus der Kerner und Oswald-Reihe.

Das Thema ist sehr modern gewählt und ich finde es sehr erschreckend in wie weit sich Menschen anhand der sozialen Medien manipulieren lassen.

Der Storyaufbau ist an sich stimmig, allerdings bricht in der Mitte die Spannung ein bisschen ein. Dafür nimmt sie zum Ende immer mehr Fahrt auf bis zur unerwarteten Auflösung des Falls. Auch die Geschichte mit dem Fahrdienst MyDriver fand ich nicht so gut erklärt und in die Story integriert.

Eingestreute Kapitel aus Sicht der Opfer, die über ihre Qualen berichten, sorgen zusätzlich für Nervenkitzel.

Jens Kerner ist ein Mann mit Ecken und Kanten und dadurch nie langweilig. Rebecca Oswald scheint ihn sehr gut zu kennen und weiß wie sie sich ihm gegenüber zu verhalten hat. Ich finde es sehr interessant ihre persönliche Beziehung zu verfolgen und hoffe auf weiter Fälle mit den beiden.

Fazit:

Ich hätte gerne 5 Sterne für diesen Thriller gegeben, allerdings war er nicht so fesselnd wie die anderen Werke von Winkelmann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Geheimnisvolles Golden Cove

Im grausamen Licht der Sonne
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Inhalt:

Vor acht Jahren hat Anahera ihrer Heimatstadt Golden Cove den Rücken gekehrt. Nachdem sie in London eine seelische Enttäuschung erlebt hat, ist sie nun wieder zurück. Zeitgleich verschwindet eine ...

Inhalt:

Vor acht Jahren hat Anahera ihrer Heimatstadt Golden Cove den Rücken gekehrt. Nachdem sie in London eine seelische Enttäuschung erlebt hat, ist sie nun wieder zurück. Zeitgleich verschwindet eine wunderschöne junge Frau. Auch früher schon sind zwei Frauen auf die gleiche Art und Weise verschwunden. Bei der Suche nach der aktuell Vermissten helfen alle mit und nach und nach treten immer mehr Geheimnisse zu Tage. Schnell wird klar, der Täter muss aus dem kleinen Städtchen stammen.

Meinung:

Dies ist das erste Werk von Nalini Singh aus dem Thriller-Genre. Die Geschichte um Anahera und den verschwundenen Frauen ist recht fesselnd geschrieben, aber teilweise langatmig mit einigen Wiederholungen.

Die Beschreibung des Settings ist detailreich und dem Leser öffnet sich die wunderschöne Kulisse von Neuseeland.

Den Aufbau der Story finde ich sehr gelungen. Es wird jeweils aus der Sichtweite von Anahera und Will berichtet, sodass der Leser nach und nach kennenlernt und von ihren Schicksalsschlägen erfährt.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Anahera und Will fließt zwar in die Story mit ein, ist aber nicht too much und geschickt eingewebt.

Das Ende und die Auflösung des Falls hat mich nicht ganz überzeugt. Auch kamen mir hier Erklärungen zu einigen Charakteren zu kurz.

Fazit:

Ein gut zu lesender atmosphärischer Thriller, allerdings fehlte mir hier der Aha-Effekt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2020

Neid und Missgunst

Neuschnee
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Inhalt:

Eine Clique verbringt Silvester in einem Cottage in den schottischen Highlands. Sie gehen auf Entdeckungstour, veranstalten eine Jagd und feiern ausgiebig zusamen. In der Silvesternacht kommt ...

Inhalt:

Eine Clique verbringt Silvester in einem Cottage in den schottischen Highlands. Sie gehen auf Entdeckungstour, veranstalten eine Jagd und feiern ausgiebig zusamen. In der Silvesternacht kommt es zu heftigem Schneefällen und die Fr4eunde werden von der Außenwelt abgeschnitten. Doch die fröhliche Stimmung droht nach und nach zu kippen. Als einer von ihnen tot aufgefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass es sich um Mord handelt.

Meinung:

Die Idee für diese Story ist sicherlich nicht neu, es gab schon mehrere Thriller in dieser Art. Trotdem habe ich mich aufgrund des angenehmen und fesselnden Schreibstils gut unterhalten gefühlt. Die Story springt aus der Gegenwart in die 3 Tage zurückliegende Vergangenheit, sie wird erzählt aus Sicht der einzelnen Protagonisten und der Leser erfährt hier ihre Lebensgeschichte, jeder scheint ein Geheimnis zu haben. Dadurch kristallisiert sich beim Leser immer wieder ein möglicher Verdächtiger heraus.

Interessant an diesem Aufbau des Thrillers finde ich, dass der Leser zwar früh erfährt, dass es eine Leiche gibt, aber erst spät um wen es ich handelt.

Das Ende war für mich unerwartet aber gut durchdacht.

Fazit:

Eine Story, die etwas Anlauf braucht um spannend zu werden, aber durchaus lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2020

Bludige Rituale in der Provence

Dunkles Lavandou
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Inhalt:

Der Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter wird zu einem tödlichen Unfall gerufen. Eine junge Frau wird von einen LKW überfahren. Der Polizeichef will dies als Selbstmord deklarien und so die Akte ...

Inhalt:

Der Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter wird zu einem tödlichen Unfall gerufen. Eine junge Frau wird von einen LKW überfahren. Der Polizeichef will dies als Selbstmord deklarien und so die Akte schnell schließen, doch Dr. Ritter glaubt nicht an Selbstmord und beginnt zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der stellvertretenden Polizeichefin nach Spuren zu suchen. Als dann auch noch die Tochter des Kultusministers und ihre Freundin verschwinden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Meinung:

Dunkles Lavandou ist der sechste Teil der Serie um den Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter. Für mich war es der erste Krimi, doch trotz der fehlenden Kenntnisse der Privatgeschichte hatte ich keine Schwierigkeiten mich in das Leben und Arbeiten der Protagonisten hineinzulesen.

Der Autor versteht es, den Handlungsstrang geschickt aufzubauen, sodass sich die Spannung stetig steigert. Die anschaulichen Beschreibungen der Verletzungen der Opfer und deren Qualen beschert dem Leser einige Gänsehautmomente.

Die einzelnen Charaktere wurden vielschichtig beschrieben und passen sehr gut in die beschauliche Küstenidylle.

Durch die vielen französischen Begriffe ist mein Lesefluss manchmal ins Stocken geraten, trotzdem habe ich mich sehr unterhalten gefühlt. Das Ende kam mir ein bisschen zu schnell und ich hätte mir mehr Informationen zum Motiv des Täters gewünscht.

Fazit:

Alles in allem ein gelungener Krimi und das Ganze vor der Kulisse der wunderschönen Provence.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2020

Morde auf dem Pilgerweg

Tödliche Algarve
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Inhalt:

Auf dem uralten Pilgerweg Via Algarviana an der Algarve verschwinden kurz hintereinander drei Wanderer. Als eine übel von Wildschweinen zugerichtete Leiche gefunden wird, beginnt Joao Almeida ...

Inhalt:

Auf dem uralten Pilgerweg Via Algarviana an der Algarve verschwinden kurz hintereinander drei Wanderer. Als eine übel von Wildschweinen zugerichtete Leiche gefunden wird, beginnt Joao Almeida mit den Ermittlungen. Als dann bekannt wird, dass ein deutscher Wanderer auch vermisst wird, bittet er seine Freundin, die deutsche Journalistin Anabela, um Unterstützung. Ihre Beziehung halten die beiden geheim, genauso die Information, dass es sich bei der dritten verschwundenen Person um Joao's Halbschwester handelt.

Meinung:

Dies ist der dritte Teil für Chefinspektor Joao Almeida. Obwohl ich die Vorgängerbände noch nicht kenne, bin ich schnell mit den Charakteren warmgeworden. Die lebendige Darstellung des Settings erzeugte bei mir sofort die Sehnsucht die Algarve zu besuchen.

Die humorvoll geschriebenen Passagen aus der Sicht von Anabela in der Ich-Form haben mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es aber trotzdem ernste Themen in der Story mit zu verarbeiten. Das Erzähltempo ist relativ ruhig, aber dank des flüssigen Schreibstils sehr angenehm zu lesen. Die Erklärung der eingeflochtenen portugiesischen Sprichwörter und Redewendungen kann der Leser am Ende des Buches nachlesen.

Zum Ende wird die Story nochmal richtig spannend und alle Fäden werden stimmig miteinander verknüpft.

Fazit:

Dies ist sicherlich nicht der letzte Krimi von der Autorin die ich gelesen habe.

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  • Handlung
  • Charaktere