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Veröffentlicht am 29.06.2021

Eine interessante und spannende Story

Feuer in der Hafenstadt
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Glückstadt im Jahre 1894. Der Kapitän Hauke Sötje kommt als einziger Überlebender eines Schiffunglücks nach Glückstadt um das Grab seiner Frau und seines Sohnen zu besuche und anschließend in den Freitod ...

Glückstadt im Jahre 1894. Der Kapitän Hauke Sötje kommt als einziger Überlebender eines Schiffunglücks nach Glückstadt um das Grab seiner Frau und seines Sohnen zu besuche und anschließend in den Freitod zu gehen. Doch bereits am Hafen gerät er in eine Verschwörung und wird in einen mysteriösen Mordfall verwickelt. Mit Hilfe der Fabrikantentochter Sophie, die auch von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wurde, versucht Hauke das Rätsel zu lösen.

In dieser historischen Story wurde das geschichtliche Wissen sehr gut verarbeitet und die Autorin nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach Glückstadt im Jahre 1894.

Die Charaktere wurden herrlich ausgearbeitet und die beiden Hauptprotagonisten Hauke und Sophie sind mir sehr sympathisch. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Obwohl mich die plattdeutschen Textpassagen manchmal beim Lesen stocken ließen, wurden diese nicht zu viel und passten wunderbar in die Story.

Am Anfang hatte ich ein klein wenig Schwierigkeiten in die Handlung hineinzufinden, dies änderte sich aber sehr schnell, denn der Spannungsbogen baute sich auf und zum Ende hin spitzten sich die Ereignisse zu.

Für mich war dies das erste Buch aus der Reihe um Hauke Sötje und ein wahres Lesevergnügen, gerne mehr davon.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2021

Egal welchen Weg du läufst, er schnappt dich

Die Karte
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Junge Frauen die ihre Jogging-Tou via Fitness-Tracker posten, werden brutal erdrosselt und ihr Sterben wird gefilmt. Jens Kerner und Rebecca Oswald läuft die Zeit davon, denn sie stehen vor einem Rätsel.

"Die ...

Junge Frauen die ihre Jogging-Tou via Fitness-Tracker posten, werden brutal erdrosselt und ihr Sterben wird gefilmt. Jens Kerner und Rebecca Oswald läuft die Zeit davon, denn sie stehen vor einem Rätsel.

"Die Karte" ist der 4. Teil in der Kerner+Oswald-Reihe, der wie alle anderen Teile unabhängig von den Vorgängern gelesen werden kann.

Die beiden Hauptprotagonisten bekommen es hier mit einem abgebrühten und eiskalten Mörder zu tun, dessen Identität und Mordmotiv trotz der von Winkelmann gelegten Fährten bis zum Schluss unklar bleibt.

Der Spannungsbogen wird gleich von Anfang an hoch gehalten, trotzdem brauchte ich etwas Zeit um in die Story hineinzukommen.

Das gewählte Thema zeigt den vom Autor hochgehaltenen Zeigefinger und weist so darauf hin, dass die Menschen nicht so leichtfertig mit ihren persönlichen Daten auf den Social Media-Plattformen umgehen sollten.

Die eingestreuten Kapitel aus der Vergangenheit eines kleinen Mädchens eignen sich hervorragend zum Mitermitteln und Raten der Zusammenhänge. Der bis zum Schluss anhaltende Nervenkitzel macht diesen Thriller zu einem wahren Lesevergnügen.

Jens Kerner ist in diesem Fall auch persönlich involviert und schien mir zum Schluss des Falls etwas ausgebrannt, ob es wohl noch einen nächsten Teil mit Jens und Rebecca gibt?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2021

Kampf um das Erbe

Der Nachlass
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Nach dem Tod von Hedda Laurent versammeln sich alle Familienmitglieder zur Eröffnung des Testaments. Alle sind geschockt, denn das millionenschwere Erbe soll derjenige erhalten, der nach 3 Tagen und 27 ...

Nach dem Tod von Hedda Laurent versammeln sich alle Familienmitglieder zur Eröffnung des Testaments. Alle sind geschockt, denn das millionenschwere Erbe soll derjenige erhalten, der nach 3 Tagen und 27 zu lösender Aufgaben die meisten Punkte für sich verzeichnen konnte. Anfangs sind diese Aufgaben noch einfach, doch der Wettkampf eskaliert.

Die Story wird spannen aufgebaut. Durch wechselnde Perspektiven konnte ich immer wieder durch Rückblicke in der Vergangenheit, die einzelnen Charaktere besser kennenlernen. Bei den Einblicken in die Familiengeschichte stellt sich heraus, dass jeder ein Geheimnis zu haben scheint.

Die perfiden, zu lösenden Aufgaben werden von Mal zu Mal grausamer und gefährlicher. Deren Auswirkungen sind vom Autor teilweise recht bildlich beschrieben und jagten mir Schauer über den Rücken.

Die Idee des Plots und das überraschende Ende hat mir sehr gute gefallen, allerdings haben mich die wild durcheinander gehenden Zeitsprünge etwas verwirrt. Ich vergebe deshalb für diesen Thriller 4 gute Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2021

Sommer-Krimi in den Schären

Gefährliche Mittsommernacht
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Nachdem Cilla Storm von ihrem Freund verlassen wurde, nimmt sie sich eine Auszeit auf der schwedischen Schäreninsel Bullholmen. Sie kauft sich einen Schrebergarten mit kleinem Häuschen und möchte dort ...

Nachdem Cilla Storm von ihrem Freund verlassen wurde, nimmt sie sich eine Auszeit auf der schwedischen Schäreninsel Bullholmen. Sie kauft sich einen Schrebergarten mit kleinem Häuschen und möchte dort in Ruhe die Trennung verarbeiten. Doch die Idylle trügt, denn am Morgen nach der Mittsommernacht entdeckt Cilla ein totes Mädchen und ihr Journalisten-Spürsinn ist geweckt. Zusammen mit ihrer Nachbarin Rosie geht sie auf Spurensuche.

"Gefährliche Mittsommernacht" ist der Auftakt einer Jahreszeiten-Krimi-Serie. Normalerweise verbinde ich mit skandinavischen Krimis meist eine düstere Atmosphäre, doch hierbei handelt es sich um eine schöne leichte Geschichte, gespickt mit Mordermittlungen und einem Schuss Romantik.

Durch den sehr angenehmen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin und die Geschichte hat mich auch ohne viel Blutvergießen gefesselt.

Der Autor hat seine Protagonisten schön bildlich gezeichnet. Besonders Rosie ist mir ans Herz gewachsen und ich hoffe sie im Herbst-Teil "Mörderischer Nordwind" der im August 2021 erscheint, noch weiter kennenzulernen.

Wer leichte Krimi-Kost mit herrlichem Setting und viel privater Geschichte drumherum mag, dem kann ich dies Buch sehr empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2021

Komplexe Story

Der Bruder
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In der Schweiz werden seit einiger Zeit Kinder vermisst, die nicht wieder aufgetaucht sind. Nachdem der Vater von der Rechtsmedizinerin Irena Jundt gestorben ist, fährt sie nach langen Jahren in ihr Heimatdorf. ...

In der Schweiz werden seit einiger Zeit Kinder vermisst, die nicht wieder aufgetaucht sind. Nachdem der Vater von der Rechtsmedizinerin Irena Jundt gestorben ist, fährt sie nach langen Jahren in ihr Heimatdorf. Dort wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn auch ihr Bruder Beni ist damals verschwunden. Und aktuell wird wieder ein kleiner Junge vermisst. Sandro Bandini von der Berner Polizei ermittelt unter Hochdruck und auch seine Freundin, die Journalistin Milla hat sich in den Fall verbissen.

Bei diesem Krimi handelt es sich um den 3. Teil der Sandro Bandini und Milla Nova-Reihe. Auch ohne Vorkenntnisse ist "Der Bruder" flüssig zu esen. Da ich sehr gerne auch über die private Geschichte der Protagonisten lese, fehlte mir hier allerdings doch ein bisschen Wissen zu einigen Charakteren.

Die Autorin versteht es meisterlich den Leser gleich von der ersten Seite zu fesseln und den Spannungsbogen bis zum Schluss hoch zu halten.

Die Handlung wurde aus unterschiedlichen Perspektiven aufgebaut und treibt den Leser auf die erschütternde Darstellung der Zusammenhänge hin.

Zum Ende hin fand ich die Story teilweise ein klitzekleines bisschen konstruiert, auch wurden nicht alle Fäden verknüpft, daher habe ich einen halben Stern abgezogen. 4,5 Sterne für diesen tollen Krimi.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere