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Veröffentlicht am 19.09.2020

Eine Story über Gammelhai und Eisbären auf Island

Kalmann
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Kalmann ist ein Spezialist für Gammelhai auf Island im kleinen Ort Raufarhövn und dort der selbsternannte Sheriff. Er ist anders als andere Menschen, alles muss seine Ordnung haben, sonst ist er nicht ...

Kalmann ist ein Spezialist für Gammelhai auf Island im kleinen Ort Raufarhövn und dort der selbsternannte Sheriff. Er ist anders als andere Menschen, alles muss seine Ordnung haben, sonst ist er nicht mehr er selbst und neigt zu Aggressionen.

Eines Tages findet er bei einem seiner Steifzüge in der Nähe des neugebauten Hotes eine Blutlache im Schnee. Kurz darauf stellt sich heraus, dass der Hotelbesitzer vermisst wird. Gibt es hier einen Zusammenhang?

Geschrieben ist der Roman aus Sicht von Kalmann als Ich-Erzähler in einem humorvollem Schreibstil.

Der Autor schafft in der Story eine ruhige entschleunigte Atmosphäre in einer sehr bildlich beschriebenen Landschaft. Er beschreibt seinen liebenswerten Protagonisten als einfache, teilweise naiven Menschen, den man allerdings nicht unterschätzen sollte. Auch alle anderen Charaktere sind toll dargestellt, sodass ich sie mir sehr gut bildlich vorstellen konnte.

Das Erzähltempo in diesem Roman, der teilweise auch Krimi-Elemente enthält ist eher ruhig. Er enthält im Mittelteil leider ein paar Längen. Bei manchen Situationen hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, ein paar Szenen liefen ins Leere bzw. wurden nur oberflächlich abgehandelt.

Hervorhebenswert finde ich aber die teilweise poetischen Lebensweisheiten, wie z.B. "Wissen ist ein Rucksack den man das ganze Leben lang mit sich herumträgt."

Ein warmherziger Roman, der defenitiv auch zum Nachdenken anregt und einem Protagonisten, den man nicht so schnell vergisst.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Absolute Kontrolle

Paradise City
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Die Autorin hat hier mit diesem interssanten Thema ein Szenario geschaffen wie es bei uns in naher Zukunft aussehen könnte.
Deutschland in der Zukunft: Kleine ruhige Ortschaften gibt es nicht mehr, das ...

Die Autorin hat hier mit diesem interssanten Thema ein Szenario geschaffen wie es bei uns in naher Zukunft aussehen könnte.
Deutschland in der Zukunft: Kleine ruhige Ortschaften gibt es nicht mehr, das Ruhrgebiet ist zu einer riesigen Stadt zusammengewachsen. Es herrscht die totale Überwachung durch digitale Medien und in Folge dessen Machtmissbrauch durch den Staat.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, sodass ich beim Lesen zügig vorankam, allerdings waren in der Story einige Stellen, die mir unrealistisch vorkamen und ich dadurch aus der Konzentration herausgerissen wurde.
Auch hätte ich mir mehr Details zum Deutschland im 22. Jahrhundert gewünscht.

Die Protagonisten fand ich sehr gut beschrieben, durch die Rückblenden in die Vergangenheit kommte man sich Liina`s Leben ganz gut vorstellen. Mir haben die Parallelen, eine Gruppe "aussortierter" Menschen mit Martha an der Spitze gefallen.

Schade fand ich, dass die Story mit ihren 280 Seiten etwas zu kurz geraten ist, da hätte ich mir etwas mehr Inhalt und dadurch mehr Tiefe gewünscht.

Dies ist mein erster dystopischer Roman den ich gelesen habe und ich muss leider sagen, dass dies nicht mein Fall ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2020

Fahrt in unbekannte Gefilde

Die Saga von Vinland
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Hier hält der Leser ein Buch mit einem wunderschönen Cover in den Händen, man schlägt es auf und findet gleich ein tolles Bild, welches den Leser gleich auf die Story einstimmt.

Der Jarl Eyvind Erlingarson ...

Hier hält der Leser ein Buch mit einem wunderschönen Cover in den Händen, man schlägt es auf und findet gleich ein tolles Bild, welches den Leser gleich auf die Story einstimmt.

Der Jarl Eyvind Erlingarson flieht nach den Thronfolgekämpfen aus Norwegen und will im sagenumwobenen Vinland mit seinen Gefolgsleuten siedeln. Er raubt auf seiner Flucht Sigrid, die Tochter des Fürsten Ulfar. Die zwei Sachsen Andreas und Ailmar die von Ulfar zur Hilfe gerufen worden sind, werden versklavt. Die lange, mit GEfahren gespickte Reise nach Vinland beginnt.

Der Leser lernt in diesem Roman sehr gut das Leben der Nordmänner kennen. Das Überleben ist allein schon durch die Witterungsbedingungen im hohen Norden nicht leicht, hinzu kommen noch die Gewaltbereitschaft und die Entbehrungen. Schokierend fand ich den Umgang mit den Frauen, die meist nicht als Person gesehen wurden, sondern oft nur als Sexobjekt ohne eigenen Willen.

Hervorhebenswert finde ich hier die Beschreibungen der Landschaften und die Darstellung der kräftezehrenden Wanderung auf Island.

Die Autorin versteht es die einzelnen unterschiedlichen Charaktere zu beschreiben und bei einzelnen Personen Neid, Missgunst und Hinterlist aufleben zu lassen. Obwohl Eyvind eigentlich zuerst als Bösewicht dargestellt wurde, ist er mir im Laufe der Story doch gand symphatisch geworden durch sein Bestreben es allen Recht zu machen und die Ansiedlung zu ermöglichen. Andere Charaktere, z.B. Sigrid, sind mir hier leider etwas zu blass geblieben. Auch war es schwierig für mich die vielen Personen mit den für mich fremdklingenden Namen auseinander zu halten.

Mir hat die Story trotz der Längen im Mittelteil gut gefallen. Durch die herrlich gestelzte Schreibweise habe ich mich gut in die damalige Zeit hineinversetzt gefühlt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2020

Ein Traum wird wahr

Zeiten des Sturms
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Nachdem ich bereits die beiden Teile um Sheridan Grant gelesen habe, die Cornelia "Nele" Neuhaus erst unter ihrem Mädchennamen Löwenberg veröffentlicht hat, war ich sehr neugierig auf Band 3. Leider konnte ...

Nachdem ich bereits die beiden Teile um Sheridan Grant gelesen habe, die Cornelia "Nele" Neuhaus erst unter ihrem Mädchennamen Löwenberg veröffentlicht hat, war ich sehr neugierig auf Band 3. Leider konnte mich der letzte Teil der Trilogie nicht so überzeugen. Nach vielen Schicksalsschlägen kehrt Sheridan wieder nach Hause zurück um sich selbst wieder zu finden und sich klar zu werden, wie ihr weiteres Leben aussehen soll. Sehr schnell beginnt ihre Karriere als gefeierte Sängerin, doch aller Ruhm kann sie nicht glücklich machen.

Doch gerade die Story um ihre Karriere fand ich etwas überzogen und ich habe mich beim Lesen dann irgendwann gelangweilt. Geschrieben wurde das Buch in einem sehr flüssigen und anschaulichem Schreibstil, im Wechsel zwischen allgemeiner Perspektive und der Ich-Form aus Sicht von Sheridan.

Für ein besseres Verständnis von Sheridan's Leben wäre es ratsam die Vorgängerbände zu lesen, ist aber nicht zwingend nötig. Die Story lebt von Sheridans vielen Erlebnissen und ihren Emotionen.

Die anderen Protagonisten sind meiner Meinung nach gut beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte. Das Ende ist stimmig geschrieben, nimmt aber leider weniger Raum ein als ich mir gewünscht hätte.

Wer bern eine Mischung aus Liebesgeschichte und Drama mag, dem kann ich das Buch empfehlen. Alles in allem reichte es für mich gerade so für 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Hass, Neid und uralte Feindschaft

Kalte Nacht
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Kalte Nacht ist der zwite Teil der Tom Skagen-Reihe. Obwohl ich den ersten Teil "Kater Strand" noch nicht kenne, haben mir hier keinerlei Vorkenntnisse gefehlt.

Die Story beginnt mit einem Autounfall ...

Kalte Nacht ist der zwite Teil der Tom Skagen-Reihe. Obwohl ich den ersten Teil "Kater Strand" noch nicht kenne, haben mir hier keinerlei Vorkenntnisse gefehlt.

Die Story beginnt mit einem Autounfall bei dem eine deutsche Familie ums Leben kommt, doch die auf dem Rücksitz liegende ältere Tochter war bereits vor dem Unfall tot, und wo ist die Ehefrau und Mutter?

Die Autorin schafft hier eine geheimnisvolle düstere Stimmung die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Die Geschichte wird aus wechselden Perspektiven erzählt und der Leser erfährt nach und nach was vor dem Unfall vorgefallen ist. Besonders grausam waren hier die Passagen als es um das Verschwinden der Mutter ging.

Die Protagonisten wurden sehr authentisch dargestellt, wobei die Dorfbewohner detailreich und mit ihrer Abneigung gegen alles Fremde herrlich beschrieben wurden, außerdem schien jeder ein Geheimnis zu haben.

Die Autorin lässt den Leser duch die ständig neu auftauchenden neuen Erkenntnisse miträtseln. Dieser Thriller ist defenitiv bis zum Schluss ein wahres Lesevergnügen. Obwohl ich schon sehr früh ahnte wer der Täter ist, gab das dennoch der Spannung keinen Abbruch.

Gern vergebe ich hier 4 bis 5 Sterne und freue mich schon auf einen eventuellen nächsten Teil.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere