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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Kanadischer Krimi

Der gute Cop
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Inhalt:

Im Hafen von Dundurn, eine Kleinstadt in Kanada, will der Bürgermeister ein Museumsprojekt durchsetzten. 1813 sind dort zwei Schiffe gesunken, die gehoben und restauriert werden soll. Dafür muss ...

Inhalt:

Im Hafen von Dundurn, eine Kleinstadt in Kanada, will der Bürgermeister ein Museumsprojekt durchsetzten. 1813 sind dort zwei Schiffe gesunken, die gehoben und restauriert werden soll. Dafür muss das Hafenbecken ausgebaggert werden, doch bei den Arbeiten werden mehrere Tote gefunden. Unter anderem auch nach Mafia-Art entsorgte Leichen, die erst vor kurzen dort abgelegt wurden. Superintendent MacNeice hat alle Hände voll zu tun, denn es häufen sich noch weitere Todesfälle. Gibt es hier einen Zusammenhang?

Meinung:

Ich bin erst schwer in die Story reingekommen, vielleicht lag es am Schreibstil oder am Aufbau der Geschichte. Die Protagonisten waren für mich nicht greifbar, ich fand die Darstellung der Personen etwas fade, so konnte ich die Charaktere nicht richtig kennenlernen.

Die anfangs interessante Story flachte zum Ende hin ab, wohl auch weil die unterschiedlichen Handlungsstränge zum Schluss nicht richtig stimmig zusammengeführt wurden.

Fazit:

Hier wollte der Autor wohl etwas zu viel des Guten, durch die vielen Morde war die ganze Story etwas verwirrend. Schade, denn die Idee der Geschichte war nicht schlecht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Gänsehaut-Feeling

Das Dorf der toten Seelen
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Inhalt:

Alice Lindstedt plant eine Dokumentation über das ausgestorbene Dorf Silvertjärn. Was ist hier vor 60 Jahren passiert. Alle Bewohner verschwanden plötzlich spurlos. Kaum ist Alice mit ihrem Team ...

Inhalt:

Alice Lindstedt plant eine Dokumentation über das ausgestorbene Dorf Silvertjärn. Was ist hier vor 60 Jahren passiert. Alle Bewohner verschwanden plötzlich spurlos. Kaum ist Alice mit ihrem Team in dem Dorf angekommen, passieren seltsame Dinge. Ihre Handys haben keine Empfang und aus den mitgebrachten Walkie Talkies ertönen seltsame Geräusche. Bald darauf ist der erste von ihnen tot. Sind sie nicht allein in Silvertjärn?

Meinung:

Dies ist das erste Buch der skandinavischen Autorin Camilla Sten. Die Story ist in zwei Handlungssträngen aufgebaut. Zum Einen das Geschehen von vor 60 Jahren und zum Anderen die Gegenwart, erzählt aus der Sicht von Alice als Ich-Erzähler.

Die Story braucht etwas Zeit um in Gang zu kommen, die Charaktere der Protagonisten werden gut beschrieben. Hervorhebenswert finde ich die Art und Weise wie die Autorin eine tolle mystische und unheimliche Atmosphäre erschafft.

Allerdings war es an manchen Stellen der Geschichte etwas unglaubwürdig. Meiner Meinung nach hätte das Ende noch etwas dramatischer ausfallen können.

Fazit:

Im Großen und Ganzen durchaus ein guter Thriller, der viel Potenzial für weitere Werke verspricht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Chaos und Leid

Opfer 2117
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Inhalt:

Ertrunkene Flüchtlinge werden in Ayia Napa an den Strand gespült. Das Foto eines Opfers geht weltweit durch die Presse. Als Assad dieses Bild in den Zeitungen sieht, ist dies für ihn ein Schock, ...

Inhalt:

Ertrunkene Flüchtlinge werden in Ayia Napa an den Strand gespült. Das Foto eines Opfers geht weltweit durch die Presse. Als Assad dieses Bild in den Zeitungen sieht, ist dies für ihn ein Schock, denn er kennt Opfer 2117. Es handelt sich um seine Ziehmutter, die nicht ertrunken ist, sondern ermordet wurde. Mit Hilfe von Carl Morck versucht er den Mörder zu finden. In der Zwischenzeit befasssen sich Rose und Gordon mit einem jungen psychisch kranken Mann, der das Foto vom Opfer 2117 zum Anlass nimmt, eine Bluttat anzukündigen, die er ausführen will sobald er in einem Computerspiel Level 2117 erreicht hat.

Meinung:

In dem achten Band von Jussi Adler-Olsen mit dem Sonderdezernat Q geht es um Flüchtlinge und der Terrormiliz aus dem Nahen Osten. Diesmal steht Assad mit seiner Vergangenheit im Mittelpunkt des Geschehens.

Der Schreibstil wechselt wie gewohnt von spannenden Passagen zu teilweise humorvollgen Dialogen, nur in der Mitte des Buches haben sich ein paar Längen eingeschlichen.

Die einzelnen Kapitel des Buches sind nummeriert wie ein Count-Down, die Überschrift ist der Name des Protagonisten um den es in dem jeweilen Kapitel geht.

Jussi Adler-Olsen versteht es auch diesmal, die Story genial aufzubauen und die einzelnen Handlungsstränge geschickt miteinander zu verknüpfen, sodass dabei am Ende eine stimmige Auflösung des Falls herauskommt.

Den Handlungsstrang um den psychisch Kranken Gamer fand ich irgendwie nicht passend. Zwar mussten hier Rose und Gordon irgendwie beschäftigt werden, aber meiner Meinung nach passte das Ganze nicht zum hauptsächlichen Handlungsstrang.

Fazit:

Wieder ein toller Fall mit dem Sonderdezernat Q mit definitiver Leseempfehlung

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2020

Südstaaten-Krimi mit einem wortgewaltigen Schreibstil

Sumpffieber
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Inhalt:

Die Fotografin Megan Flynn kehrt Jahre nach dem ungeklärtem Mord an ihrem Vater, dem Gewerkschafter Jack Flynn in ihre Heimat New Iberia zurück. Kurze Zeit später werden zwei Brüder ermordet nachdem ...

Inhalt:

Die Fotografin Megan Flynn kehrt Jahre nach dem ungeklärtem Mord an ihrem Vater, dem Gewerkschafter Jack Flynn in ihre Heimat New Iberia zurück. Kurze Zeit später werden zwei Brüder ermordet nachdem sie angeblich eine junge Schwarze vergewaltigt haben sollen. Dave Robicheaux ermittelt in diesem Mordfall und er scheint auch Spuren zu dem ungelösten Fall des Gewerkschafters Flynn gefunden zu haben.

Meinung:

Dieser Krimi erschien bereits vor 20 Jahren das erste Mal. Doch das Thema Rassismus in den USA ist leider auch noch heute aktuell.

Der Schreibstil von James Lee Burke ist sehr interessant, auf der einen Seite mega spannend und auf der anderen Seite die wortgewaltigen Beschreibungen des Settings.

Dieser Krimi zeichnet sich durch die verschiedenen Handlungsstränge aus, die Stückchen für Stückchen zusammen gesetzt werden.

Auch die Beschreibung von Dave's Privatleben kam hier nicht zu kurz, was mir gut gefallen hat.

Allerdings haben mich ein bisschen die krassen Gedankensprünge von Kapitel zu Kapitel gestört, dies war für mich anstrengend beim Lesen.

Fazit:

Ein actionreicher Krimi für anspruchsvolle Leser.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Ann Kathrin Klaasen unter Mordverdacht

Ostfriesentod
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Inhalt:

Kommissarin Ann Kathrin Klaasen gerät unter Mordverdacht als jemand mit ihrer Dienstwaffe ermordet wird. Vorausgehend soll sie eine Laptop beschlagnahmt und Betrügereien im Internet getätigt haben. ...

Inhalt:

Kommissarin Ann Kathrin Klaasen gerät unter Mordverdacht als jemand mit ihrer Dienstwaffe ermordet wird. Vorausgehend soll sie eine Laptop beschlagnahmt und Betrügereien im Internet getätigt haben. Wer will ihr so vehement etwas anhängen?

In der Nähe von Ann-Kathrins Zuhause brennt ein Haus ab. Gefunden wird die Leiche des Mieters, der sich angeblich vorher erhängt hat. Doch ist es wirklich Selbstmord?

Meinung:

Ostfriesentod ist mittlerweile der 11. Teil um das Ermittlerteam um Ann Kathrin Klaasen. Ich habe alle Vorgängerbände gelesen, doch leider muss ich sagen, dass mir dieser Krimi nicht besonders gefallen hat. Die Idee Ann Kathrin zum Opfer eines Identitätsdiebstahls werden zu lassen fand ich gut, allerdings hat mir die Umsetzung weniger gefallen. Die Story war etwas wirr und teilweise die Handlungen unglaubwürdig.

Am Charakter seines Protagonisten Ruppert, sollte Klaus Peter Wolf vielleicht mal ein bisschen arbeiten. In diesem Krimi fand ich ihn absolut albern. Aber das ist ja vielleicht Geschmackssache.

Sehr schön finde ich in dieser Krimi-Reihe immer wieder die Beschreibung der Landschaft rund um das Wattenmeer.

Die Auflösung des Falls war meiner Meinung etwas vorhersehbar.

Fazit:

Ostfriesentod war sicherlich nicht das beste Werk des Autors.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere