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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2025

Thriller mit raffinierter Plot-Twist

Der Freund – Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?
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Es geht um Sydney, die versucht, auf einer Dating-App den Mann fürs Leben zu finden.

Wir erfahren das Geschehen abwechselnd aus der Sicht von Sidney und Tom. Die Beiden haben sich nach einem gescheiterten ...


Es geht um Sydney, die versucht, auf einer Dating-App den Mann fürs Leben zu finden.

Wir erfahren das Geschehen abwechselnd aus der Sicht von Sidney und Tom. Die Beiden haben sich nach einem gescheiterten Date von Sidney kennengelernt. Tom hat sich als Retter in der Not entpuppt, als Sidney von ihrem Date körperlich bedroht wird. Für Sydney und Tom scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein. Sie tauschen jedoch keine Handynummern und Adressen aus und Sydney befürchtet, diesen attraktiven Mann nie wiederzusehen. Nachdem eine Freundin von Sydney brutal ermordet wird, kreuzen sich ihre Wege erneut.

Sydney leidet am Willebrand-Syndrom. Bei der kleinsten Verletzung blutet sie sehr stark und hat auch immer wieder Nasenbluten; besonders in Stresssituationen. Das wirkt bei einem Mann, den sie gedatet hat, sehr abstoßend, aber ein anderer scheint davon total fasziniert zu sein.

Ich habe diesen Thriller an einem Tag durchgelesen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und somit flüssig zu lesen. Die Figuren sind gut gezeichnet und konnten mich mehr wie einmal überraschen. Mit meinen Vermutungen lag ich vollkommen falsch und habe das raffinierte Ende so nicht kommen sehen. Der Autorin gelingt es, dem Leser falsche Fährten zu legen und mit den seelischen Abgründen ihrer Protagonisten große Spannung zu erzeugen, die sich kontinuierlich steigert.

Eine klare Empfehlung. Danke, Freida McFadden.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Verstörend, spannend und so genial

Mr. Mercedes
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Kurzmeinung zum Hörbuch


Ich habe das Hörbuch sehr genossen. Detailreich lässt uns King an dem puren Wahnsinn des Mr. Mercedes teilnehmen. Die Szene, in der er sämtliche Arbeitssuchende mit einem entwendeten ...

Kurzmeinung zum Hörbuch


Ich habe das Hörbuch sehr genossen. Detailreich lässt uns King an dem puren Wahnsinn des Mr. Mercedes teilnehmen. Die Szene, in der er sämtliche Arbeitssuchende mit einem entwendeten Mercedes überfährt, ist mir durch und durch gegangen.

Der pensionierte Detective Bill Hodges konnte den Fall Monate vorher nicht auflösen. Als der mysteriöse Mercedesfahrer Kontakt zu Bill aufnimmt, wird der Detective wieder aktiv. Der geheimnisvolle Todesfahrer schlägt wieder zu.

Ich frage mich, warum ich von diesem genialen Autor noch nicht allzu viele Bücher gelesen und Hörbücher gehört habe. King hat die Begabung den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und dort gefangenzuhalten, bis man den ganzen Wahnsinn miterlebt hat.

Alle Figuren wirken sehr lebendig und haben Erkennungswert. Als Bill die sensible Ermittlerin Holly Gibney, mit den besonderen Fähigkeiten, kennengelernt, bekommt die Geschichte etwas Humor eingehaucht. Ich fand Holly sehr rührend und bin jetzt ein richtiger Fan von ihr.

Für Mr. Mercedes empfand ich Mitleid. Warum das so ist, erkundet ihr am besten selbst. Für die seelischen Abgründe fehlen mir schlichtweg die Worte. Mit großer Liebe zum Detail hat mir King das Fürchten gelehrt. Besten Dank dafür.

Eine klare Empfehlung. Danke, Stephen King.

Danke, David Nathan. Sie haben die Geschichte sehr stimmungsvoll erzählt.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Selbstbestimmtes Sterben. Pro - Contra

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben
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Selbstbestimmtes Sterben. Pro - Contra!

Als ich den Klappentext gelesen habe, war sofort mein Interesse geweckt.

Es geht um Krebs, die Geißel der Menschheit. In diesem Roman lernen wir zwei beste Freundinnen ...

Selbstbestimmtes Sterben. Pro - Contra!

Als ich den Klappentext gelesen habe, war sofort mein Interesse geweckt.

Es geht um Krebs, die Geißel der Menschheit. In diesem Roman lernen wir zwei beste Freundinnen kennen, die sehr verschieden sind. Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin. Marlene findet berufliche Erfüllung als Wissenschaftsjournalistin. Der Versuch, nach dem Tod ihrer Eltern deren Apotheke weiterzuführen, ist gescheitert.

Während Helene ziemlich schnell den Mann fürs Leben findet und ein Kind bekommt, klappt es bei Marlene mit der Ehe erst beim zweiten Anlauf. Sie findet bei dem Lektor Julian ihre große Liebe.

Das Buch kommt anfangs wie ein schöner Roman über zwei Freundinnen daher, die sich nicht immer einig sind, aber dennoch nie den Kontakt zueinander verlieren.

Als Marlene an einer sehr aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt, bittet sie Helene ihr zu helfen, wenn die Krankheit ihr keinerlei Lebensqualität mehr lässt. Helene muss erkennen, dass ihrer Hilfsbereitschaft Grenzen gesetzt sind.

Die Thematik ist nicht neu und wird vielerorts diskutiert. Ob im Bekanntenkreis, Altenheimen oder Krankenhäuser; immer wieder bitten unheilbar erkrankte Menschen um assistierten Suizid. Man spürt bei jedem Wort, Lou Bihl weiß, wovon sie schreibt. Die ehemalige Klinikchefin und Ärztin hat bei dieser Geschichte den richtigen Ton getroffen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ich wünsche mir auch mehr Würde beim Sterben. Wie im Buch erwähnt, sollte kein unheilbar erkrankter Mensch, mit sehr starken Beschwerden gezwungen sein, sein Leben selbst zu beenden, indem er sich vor einen Zug schmeißt und einen Lokführer traumatisiert zurücklässt. Wir hatten tatsächlich einen traumatisierten Lokführer in der Verwandtschaft. Die Diskussionen zum Thema assistierten Suizid fand ich sehr interessant.

Von mir eine klare Empfehlung. Dieses Buch sollte wirklich jeder gelesen haben. Es betrifft uns alle.

Danke, Lou Bihl für ihre wertvollen Worte.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln zum vierten Mal gemeinsam

Lügennebel
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Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln zum vierten Mal gemeinsam

Auch der 4. Band der Åre-Morde - Reihe punktet wieder mit seiner eisigen und verschneiten Atmosphäre. Mit leisen Tönen führt uns ...

Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln zum vierten Mal gemeinsam

Auch der 4. Band der Åre-Morde - Reihe punktet wieder mit seiner eisigen und verschneiten Atmosphäre. Mit leisen Tönen führt uns die Autorin aufs Glatteis. Anfangs wähnt man sich an einem idyllischen Urlaubsort in dem schwedischen Bergdorf Åre; der sich jedoch schon bald zu einem richtigen Horrortrip entpuppt.

Ein Spieleabend in einer luxuriösen Berghütte artet unter sechs Studenten gewaltig aus. Sie sind zu laut und handeln sich damit den Zorn des unmittelbaren Nachbarn ein. Besonders das Verhalten einer betrunkenen Studentin ist sehr unverschämt dem Nachbarn gegenüber. Am nächsten Morgen liegt sie leicht bekleidet tot im Schnee.

Die Autorin hat sich lange Zeit nicht in die Karten schauen lassen und mich mehr wie einmal aufs Glatteis geführt. Wer lügt - wer sagt die Wahrheit? Wie immer zur Weihnachtszeit habe ich die Geschichte sehr genossen und viel gefroren und gerätselt. Die Figuren wirken wieder sehr lebendig. Die subtile Handlung konnte mich ab einem bestimmten Zeitpunkt an die Seiten fesseln und ließ mich erst am Ende wieder los.

Hanna Ahlander und Daniel Lindskog drehen sich gefühlsmäßig weiterhin im Kreis. Die Ermittlungen der Beiden überzeugen auch bei "Lügennebel" wieder.

Eisige Kälte, eine verschneite Berghütte und ein Mord haben mir eine spannende Lesezeit beschert. Ein Schweden-Krimi von Viveca Sten gehört für mich zur Weihnachtszeit.

Ich habe das Buch zusammen mit einer Freundin gelesen und wir hatten einen regen Austausch. Mit meinen Vermutungen lag ich fast richtig. Ich habe sie wieder verworfen, um sie etwas später wieder aufzunehmen.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Viveca Sten. Ich hoffe auf weitere Bände aus dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Was verbindet uns mit denen, die vor uns kamen? Viel! Wirklich viel!

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten
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Was für ein Titel für ein Buch. Das Cover mit den Zitronenscheiben macht zusätzlich neugierig und man fragt sich, was beide miteinander zu tun haben. Ersteres erschließt sich einem gleich am Anfang ...



Was für ein Titel für ein Buch. Das Cover mit den Zitronenscheiben macht zusätzlich neugierig und man fragt sich, was beide miteinander zu tun haben. Ersteres erschließt sich einem gleich am Anfang - zweiteres am Ende!

Über mehrere Generationen hinweg habe ich eine fantastische Geschichte erlebt, wie ich sie so noch nicht gelesen habe. Da werden heimlich Schafe geschlachtet, um den in den Krieg gezogenen Männern bei der Heimkehr nahrhafte Leckerbissen zukommen zu lassen. Schafe sterben leise. Schweine quieken zu laut.

Die Geburt und der Tod spielen eine tragende Rolle. Sie kommen oftmals Hand in Hand und lassen uns diese Begebenheiten in einem anderen Licht sehen. Selten zum Weinen; viel, viel öfter zum Schmunzeln.

An der Nordsee schuften die Urgroßeltern auf dem Hof. Die Urgroßmutter Henrike bringt einen Jungen zur Welt, der jahrelang schläft. Als junger Mann erwacht er endlich. Ohne körperliche und geistige Defizite! Er kann seinen beiden Geschwistern das Wasser reichen, aber irgendwas ging beim jahrelangen Schlaf doch verloren. Das merkt man aber erst später. Viel später.

Die Schwester lässt sich von einem österreichischen Soldaten schwängern. Er muss wieder in den Krieg und holt sie später zu sich nach Österreich. Viel später. Dort lebt sie mit ihrem Mann und Sohn; nebst Schwiegereltern, in einem Stadthaus. Es folgen ein weiterer Sohn und eine Tochter.

Die Geschichte brauchte nicht viel, um mich an die Seiten zu fesseln. Auf manchen Seiten waren nur wenige Worte, die mehr Aussagekraft haben, als manch seitenlange Beschreibungen. Manches kommt daher wie aus einer alten Sage. Wiederum anderes hat sich schon millionenfach wirklich so zugetragen.

In welcher Zeit befindet man sich gerade? Das erschloss sich mir nicht immer sofort. Aber später. Nicht viel später; eigentlich unmittelbar nach den ersten zwei bis drei Sätzen.

Das alles erfahren wir aus der Sicht von der Urenkelin Alma. Vieles wiederholt sich, da die Gene halt nicht anders können und sich von Generation zu Generation immer wieder durchsetzen.

Teilweise kommen die Mütter ziemlich herzlos daher. Der Schein trügt! Dahinter verbirgt sich sehr viel Herzenswärme und jede Menge Humor. Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und es beginnt alles mit einem Schaf, dessen Innereien uns durch die Innereien sämtlicher Familienmitglieder führt. Man bedenke den Vorgang einer Geburt.

Ich habe schon sehr viele Familienromane gelesen, die sich über mehrere Generationen erstrecken. Aber noch niemals zuvor wurde ich mit so einer Wucht in das Geschehen gezogen. Das Ende könnte wieder einer alten Sage entsprungen sein. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach eine gute Geschichte daraus. Eine klare Empfehlung.

Danke, Anna Maschik. Ich habe jedes Wort genossen.

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