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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2021

In Stettenkirchen ist allerhand los.

Waldstettener G`schichten
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Meine Meinung

Dies ist die erste Geschichte, die ich aus der Waldstettener Reihe gelesen habe. Es wird bestimmt nicht meine Letzte sein. Ich bin sofort gut in der Geschichte gelandet. Hatte das Gefühl, ...

Meine Meinung

Dies ist die erste Geschichte, die ich aus der Waldstettener Reihe gelesen habe. Es wird bestimmt nicht meine Letzte sein. Ich bin sofort gut in der Geschichte gelandet. Hatte das Gefühl, sämtliche Protagonisten persönlich zu kennen.

Die Traudel ist eigentlich gar nicht so zickig. Nur a wengal unzufrieden. Sie möchte halt endlich ihre beruflichen Fähigkeiten als Architektin ausleben dürfen. Da kommt ihr der Bau eines Altenheimes gerade richtig. Zumindest eine WG sollte es werden. Dazu muss das Erbe, in Form eines alten Gutshauses, herhalten. Wenn es klappt. Also ich sag dazu jetzt nix.

Der Bürgermeister Ludwig darf doch auch mal gerne zeigen, dass er einen Arsch in der Hose hat! Den soll er aber bitte nicht der intriganten Irma Duscher zeigen, die eh alle Pläne vereiteln will. Auch dann nicht, wenn seine Holde so gar nicht eifersüchtig werden möchte.

Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht, Stettenkirchen und ihre Bewohner zu erleben. Ich mag Geschichten sehr gerne, die aus der Feder österreichischer Autor*innen stammen. Noch dazu ist es sehr sehr wichtig, Altenheime zu bauen. Ich war sehr gespannt, was da auf die Stettenkirchner noch alles so zukommt. Besonders auf die Traudel. Die hat doch bestimmt auch mit den Wechseljahren zu kämpfen. Oder? Mit Anfang 50 ganz normal! ich bitte Euch!

Fazit

Ein humorvoller Gesellschaftsroman, der Lust auf mehr macht. A wengal Krimi, a wengal Altenheim haben mir amüsante Lesestunden beschert. Österreichischer Lokalkolorit vom Feinsten. Wie das Ganze geendet hat? Fahrt selbst nach Österreich. Im Moment auch per Buch möglich!

Servus Frau Teufl-Heimhilcher. Ich komme wieder.

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Veröffentlicht am 18.02.2021

Romantik aus der Ukraine

Liebeserklärungen
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Zum Inhalt

Ich durfte den Autor auf der LitLove 2019 live erleben. Schon da musste ich herzhaft lachen. In seinem Buch beleuchtet er die Liebe von sämtlichen Seiten. Stets mit einem lachenden Auge, erzählt ...

Zum Inhalt

Ich durfte den Autor auf der LitLove 2019 live erleben. Schon da musste ich herzhaft lachen. In seinem Buch beleuchtet er die Liebe von sämtlichen Seiten. Stets mit einem lachenden Auge, erzählt er auch ernstere Themen und entlockt dem Leser ein Grinsen. Die verschieden Arten, einen Partner kennen zu lernen, sind sehr vielfältig. Mit und ohne Happy End, ein wahrer Genuss. Dabei kommt eine sehr eigentümliche Romantik zu Tage, bei der ich mir nicht immer sicher war, ob ich sie so erleben hätte wollen. Ob Tanten, Freunde oder die Freundin der eigenen Tochter, alle erleben ein ganz spezielles Kennenlernen eines Partners.

Meine Meinung

Sehr originell fand ich die Szene in den Pyramiden. Dort kann man beim hindurchkriechen seine große Liebe entdecken. Da befindet sich doch tatsächlich nicht nur krabbelndes Kleingetier! Na und die Liebe auf französisch kann Leben retten. Wirklich wahr! Dass Yoga gesund ist, wissen wir. In diesem Buch wurde es mir besonders klar.

Viele kleine Kurzgeschichten haben mich bestens unterhalten. Der spritzige (bitte nicht wörtlich nehmen … oder doch?) Humor von Wladimir kommt groß zu tragen. Sie zeigen dass man menschliche Fehler mit Humor am besten nimmt. Man kann ja eh nichts daran ändern.

Fazit

Ich verschreibe dieses Buch jedem Menschen, der im Moment nichts zu lachen hat.

Danke Wladimir Kaminer für die Tipps. Ich bin schon verheiratet. An alle die solo sind: Entdecke die Möglichkeiten!

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Veröffentlicht am 18.02.2021

Nichts Neues, aber sehr gut neu verpackt.

Die Mitternachtsbibliothek
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Zum Inhalt



Mit Nora Seed erleben wir eine junge Frau, die von Selbstzweifeln geplagt ist. Ihren Job in einem Musikladen verliert sie. Ihr Bruder will mit ihr nichts mehr zu tun haben. Selbst der alte ...

Zum Inhalt



Mit Nora Seed erleben wir eine junge Frau, die von Selbstzweifeln geplagt ist. Ihren Job in einem Musikladen verliert sie. Ihr Bruder will mit ihr nichts mehr zu tun haben. Selbst der alte Nachbar nimmt ihre Dienste nicht mehr in Anspruch. Seine Medikamente bringt ihm nun eine Apotheke um die Ecke. Ihre Katze liegt tot auf der Straße. Nora beschließt ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie landet in der Mitternachtsbibliothek. Dort steht der Uhrzeiger stets auf Mitternacht. Sie kann nun per Bücher sämtliche ihrer möglichen Leben bereisen. Leben, bei denen sie eigentlich nur zu Gast ist …..

Meine Meinung


Das Leben besteht nicht nur aus dem was wir tun, sondern auch aus dem, was wir nicht tun. (Seite 130)


Die Geschichte verbreitet Anfangs eine sehr düstere Atmosphäre. Man spürt die Verzweiflung und Todessehnsucht von Nora. Sie hatte stets das Gefühl, falsche Entscheidungen zu treffen. Merkte irgendwie nicht, dass ihr Leben fremdbestimmt wird. Ihr Bruder will mit ihr nichts mehr zu tun haben, weil sie nicht mehr in seiner Band mitspielt. Ihre Eltern, vor allem ihr Vater, hatten auch andere Pläne mit IHREM Leben.

Nora sieht keinen Sinn mehr in ihrem Dasein. Ihre Depressionen können noch nicht mal mehr von ihren Medikamenten gelindert werden. So landet sie in der Mitternachtsbibliothek.

Die Thematik hat mich total interessiert. Parallelwelten haben mich schon von jeher fasziniert. Alleine der Gedanke, dass es mich zig mal in anderen in anderen Universen gibt, ist einfach unvorstellbar. Noch dazu sind manche Wissenschaftler der Meinung, dass dies nicht abwegig ist.

Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, Nora bei ihren verschiedenen Leben zu begleiten. Nora hatte somit die Gelegenheit zu erfahren, ob ihr Leben glücklicher verlaufen wäre, wenn sie andere Lebenswege eingeschlagen hätte. Sei es in der Liebe, beruflich oder in der Familie. Sie musste jedoch stets improvisieren, weil sie keine Vorkenntnisse zu den jeweiligen Leben hatte.

Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Ich habe mich schon öfter gefragt, wie mein Leben bisher verlaufen wäre, wenn ich andere Entscheidungen getroffen hätte. Vor allem wird in der Geschichte klar, wie unglücklich ein Mensch wird, wenn er sein Leben fremd bestimmt führt.

ich habe bei jedem Wort gespürt, dass Matt Haig weiß wovon er schreibt. Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau findet große Erwähnung.


Nicht was man betrachtet ist wichtig, sondern was man sieht. (Seite 269. Thoreau)


Der Schreibstil ist sehr bildlich. Viele wunderbare Zitate haben mich zum Nachdenken angeregt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses wertvolle Büchlein für viele Menschen hilfreich ist. Ein Ansporn, das eigene Leben zu überdenken. Mit seinen Entscheidungen nicht stets zu hadern. Sehr oft fällen wir Entscheidungen nach unserem Bauchgefühl. Das sind mit Sicherheit nicht immer falsche Entscheidungen. Eigentlich fühlen wir, was richtig für uns ist. Niemand sonst!

Fazit

Der flüssige Schreibstil und viele wunderbare Zitate haben mir wunderbare Lesestunden beschert. Das Ende macht Mut. Leben im Hier und Jetzt. Wir wissen alle selbst, was für uns gut ist. Warum daran zweifeln?

Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Matt Haig. Ich war sehr gerne in der Mitternachtsbibliothek.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Ein wahres Juwel. Für England-Fans ein Muss!

Was der Fluss erzählt
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Zum Inhalt

Ein wahres Juwel. Für England-Fans ein Muss!

Ich habe zu lesen begonnen und war gefangen, von der märchenhaften Atmosphäre, die die behagliche Gaststube Swan verbreitet. Die Bewohner von Radcot ...

Zum Inhalt

Ein wahres Juwel. Für England-Fans ein Muss!

Ich habe zu lesen begonnen und war gefangen, von der märchenhaften Atmosphäre, die die behagliche Gaststube Swan verbreitet. Die Bewohner von Radcot kennen sich. Sie trinken und plaudern zusammen. Lauschen den Geschichten, die der Wirt erzählt. Wenn keiner was sagt, erzählt das Rauschen des Flusses sein eigenen Geschichten. Als ein schwer verletzter Mann ein lebloses Mädchen in die Gaststube bringt, bekommen die Geschichten eine ganz andere Qualität. Die Krankenschwester wird gerufen. Sie verarztet den schwer verletzten Mann. Stellt den Tod des kleinen Mädchens fest. Eines toten Mädchens, das auf einmal wieder zu atmen beginnt.

Meine Meinung

Mit ihrem sprachgewaltigen Schreibstil verknüpft die Autorin den Lauf des Flusses und das Leben der Bewohner zu einem harmonischen Ganzen. Ich hatte stets das Gefühl, bei behaglicher Wärme, mit freundlichen Gästen spannenden Geschichten zu lauschen. Dabei war ich mir oftmals nicht sicher, was Legende und was der Wahrheit entspricht. Dies herauszufinden hat mich in das dunkle, mal verschneite, mal regnerische Radcot versetzt. Die Geschichte um das kleine Mädchen, welches die Sprache verloren hat, wirft viele Rätsel auf.

Besonders gut gefallen hat mir der Bezug zu Tieren, den so mancher in dieser Geschichte hat. Da ist ein Schwein nicht einfach nur ein Nahrungsmittel. Es ist vielmehr ein Lebewesen, welches die Sorgen und Nöte der Menschen versteht.

Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Fast alle haben ein gutes Herz. Jeder wäre bereit gewesen, das kleine Mädchen aufzunehmen. Bis auf ein paar Ausnahmen habe ich alle in mein Herz geschlossen. Die Geschichte erzählt von Tragödien und dem nicht Wahrhaben wollen. Sie zeigt, wie Menschen durch Lügen und Irrtümer jahrelang mit einer Schuld durchs Leben laufen, die sie an den Rand des Wahnsinns treibt. Vor allem zeigt sie, dass Blut dicker ist als Wasser. Nicht immer kommt man mit viel Liebe gegen verdorbene Gene an.

Das Setting spiegelt die nebelige, feuchtkalte und geheimnisvolle Flusslandschaft gekonnt wider. Mehr als einmal habe ich die Kälte gespürt. Einsam gelegene Cottages in Flussnähe erzeugen einen Gruselfaktor. Ich konnte mich gut in das England des späten 19. Jahrhunderts hineinversetzen.

Das Geheimnis um das kleine Mädchen zieht sich durch die ganze Geschichte. Die Auflösung ist intelligent und absolut originell. Die Legende um den Fuhrmann Quietly haucht der Geschichte Mystik ein. Soll er doch angeblich entscheiden, ob er Menschen, die er aus dem Wasser birgt, zu den Lebenden zurück oder in eine Zwischenwelt bringt.

Fazit

Ich habe diese wunderbare Geschichte komplett gelesen und gehört. Mit ihrer poetischen und märchenhaften Sprache hat mich die Story total verzaubert. Die raffinierten Krimi-Elemente komplementieren den absoluten Lese- und Hörgenuss.

Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung. Herzlichen Dank Diane Satterfield. Es ist mir schwer gefallen Abschied zu nehmen.

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Veröffentlicht am 08.02.2021

Diese wunderbare Trilogie sollte in keinem Bücherregal fehlen.

Das Buch der gelöschten Wörter - Die letzten Zeilen
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Zum Inhalt

Was gibt es eigentlich Schöneres, als eine magische Buchwelt für Leseratten? Hope fühlt sich in der Buchwelt mittlerweile richtig daheim. Obwohl sie vielen Gefahren ausgesetzt ist, möchte ...


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Zum Inhalt

Was gibt es eigentlich Schöneres, als eine magische Buchwelt für Leseratten? Hope fühlt sich in der Buchwelt mittlerweile richtig daheim. Obwohl sie vielen Gefahren ausgesetzt ist, möchte sie diese nicht mehr missen. Seitdem sie sich dem Bund und Romanfiguren angeschlossen hat, ist Einsamkeit ein Fremdwort für sie geworden. Mit ihren neu gewonnen Freunden sucht sie Quan Surt, um die gesamte (Buch) Welt zu schützen. Quan Surts Geschichte wurde nie beendet. Aber irgendwie ist es ihm gelungen, die Buchwelt zu verlassen. Kann wirklich nur der Autor seine unvollendete Geschichte vervollständigen?

Meine Meinung

Der dritte Band geht nahtlos weiter. Ich habe sämtliche Romanfiguren ins Herz geschlossen. Die verschiedenen Buchwelten würde ich wirklich gerne selber besuchen. Viele Missverständnisse verpassen der Story so richtig Power. Die Zeit läuft und der Bund versucht die Buch- und reale Welt zu retten.

In dieser Geschichte wird klar, wie sehr verletzte Gefühle das weitere Leben beeinflussen. Das nicht alles so ist, wie es einem oftmals scheinen mag. Meine große Sympathie für viele Buchfiguren ist ganz normal. Bei jedem intensiv gelesenen Buch bin ich wirklich in einer anderen Welt. Habe andere Freunde, als im realen Leben. Ärgere mich über miese Charaktere und bin gerührt bei emotionalen Szenen.

Mit Hope hat die Autorin eine wunderbare Protagonistin geschaffen. Gerade ihr oftmals geringes Selbstbewusstsein macht sie so sympathisch. Sie ist kein Superweib, aber dennoch sehr mutig. In der Buchwelt kommt ihr bescheidenes Wesen sehr gut an. Jeder erkennt ihre Fähigkeiten und arbeitet gerne mir ihr zusammen. Im Kampf gegen Quan Surt ziehen fast alle am gleichen Strang. Die Buchwelt steht auf wackeligen Füssen. Keiner aus der Buchwelt ist mehr sicher.

Wie schon bei den ersten zwei Bänden habe ich mich in den verschiedenen Buchwelten sehr heimisch gefühlt. Verspüre nun den Wunsch, sämtliche Klassiker (nochmal) zu lesen. Näher möchte ich nicht auf die Handlung eingehen. Da es sich um das Finale handelt, würde ich sämtlichen Lesern die Spannung nehmen. Und davon hat die Geschichte genug zu bieten. Viele dramatische Szenen haben mich um liebgewonnene Protagonisten bangen lassen.

Fazit

Die letzten Zeilen haben mir ausnehmend gut gefallen. Die gesamte Trilogie hat meinen Lesenerv getroffen. Viele ungeahnte Wendungen haben diese Fantasygeschichte zu einem Pageturner gemacht. Der Abschied war sehr emotional. Das Ende kann ein Ende, aber auch eine offene Tür bedeuten. Lassen wir uns überraschen! Hab ich schon erwähnt, dass Amor sämtliche Pfeile abgeschossen hat?

Danke Mary E. Garner. Ich habe die Buchwelt sehr genossen.

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  • Handlung
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