Platzhalter für Profilbild

giselasleselust

Lesejury Star
offline

giselasleselust ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit giselasleselust über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2020

Und am Ende kam das wahre Wunder …

Ein Weihnachtsmann fürs Leben
0

Meine Meinung



Die kleine Luisa belauscht ein Telefonat zwischen ihrer Mutter und Oma. Luisa hört heraus, dass die Mama schon gerne eine Schulter zum Anlehnen hätte. Also muss ein Mann her, denkt Luisa. ...

Meine Meinung



Die kleine Luisa belauscht ein Telefonat zwischen ihrer Mutter und Oma. Luisa hört heraus, dass die Mama schon gerne eine Schulter zum Anlehnen hätte. Also muss ein Mann her, denkt Luisa. Aber nicht irgendeiner. Ein Prinz sollte es schon sein. Klug, reich und wunderschön. Der hat in der kleinen Wohnung auch noch Platz. So entschließt sich Luisa, einen Prinzen im Kaufhaus „Wunder“ zu kaufen. Dort arbeitet ihrer Mutter in der unteren Etage als Fotografin. Alle Mitarbeiter kennen die kleine Luisa. Mit ihrem Wunsch der Mama einen Prinzen zu kaufen, rührt sie an den den Herzen der Wunder-Angestellten. Aber, was ist wenn die Mama schon einen Prinzen hat? Was ist, wenn Luisa diesen Mann nicht akzeptiert, weil er kein Prinz ist? Ob ihr der Besitzer des Kaufhauses Wunder hilft? Auf dem Foto lächelt er, der Herr Wunder.

Wie habe ich mich auf diese Weihnachtsgeschichte gefreut. Der Klappentext und das Cover haben mir richtig Lust auf dieses Büchlein gemacht. Die ersten Kapitel habe ich auch wirklich gerne gelesen. Ab einem bestimmten Punkt fand ich jedoch die Suche nach dem Prinzen übertrieben. Nach gefühlten 50 mal >>Ich will einen Prinzen für meine Mama<< wurde es mir aber zu viel. Vor allem spielt sich die Geschichte ausschließlich im Kaufhaus Wunder ab. So begleitet man als Leser Luisa in die verschiedenen Abteilungen. Der böse Geschäftsführer darf sie nicht zu lange am gleichen Ort sehen. Na und der Kaufhausdetektiv Daniel passt immer auf, dass sie schön brav von einer Abteilung zur anderen wandert. Stets sucht sie dabei nach einem Prinzen für ihre Mutter. Kann es sein, dass Daniel ein Auge auf ihre Mutter hat? Das darf nicht sein. Er ist ja keine Prinz. Luisa will einen Prinzen für ihre Mama.

Für mich ist die Geschichte zu konstruiert. Hier wollte die Autorin um jeden Preis ein kleines Mädchen putzig darstellen. Stellenweise ist ihr das auch gelungen. Viele Aktionen waren jedoch für mich nicht nachvollziehbar. Denkt eine 5jährige wirklich so?


Luisa war der Ansicht, dass Haare viel über einen Menschen aussagten. Seite 188


Kinder sind sehr clever. Bestimmt gibt es Kinder, die mit 5 Jahren schon solche Gedankengänge haben. Aber, geht ein so gescheites Kind wirklich los, um der Mama einen Prinzen zu kaufen? Sie weiß ja auch, wer die Geschenke wirklich kauft. Fast alles in der Geschichte war vorhersehbar. Die Zufälle am Ende nahmen überhand. Es war mir zu kitschig.

Fazit

Der Schreibstil liest sich wie Butter. Die Idee ist genial. Leider konnte mich die Umsetzung absolut nicht überzeugen. Es gibt bestimmt kleine Mädchen, die Prinzen lieben und für die Mama auch einen haben wollen. In dieser Geschichte fand ich es jedoch übertrieben.

Danke Angela Ochel

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2020

Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht
0

Meine Meinung


Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Diese Kurzgeschichte ist wahrlich irr und verstörend. Mit Ethan und Spiderweb bekommt man eine Geschichte serviert, die man entweder liebt ...

Meine Meinung


Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Diese Kurzgeschichte ist wahrlich irr und verstörend. Mit Ethan und Spiderweb bekommt man eine Geschichte serviert, die man entweder liebt oder nicht. Zweiteres trifft für mich zu. Da hat jedoch der Autor nichts falsch gemacht. Er hat lediglich meinen Geschmack nicht ganz getroffen. Zu Anfang fand ich die Geschichte noch ganz süß. Aber dann kam eine Brutalität zum Einsatz, die bei mir ein übles Gefühl im Magen hinterlassen hat. Unappetitliche Szenen haben noch eins daraufgesetzt. Das Ende fand ich irr ohne Grenzen. Ich denke mal, das ist Sinn und Zweck dieses Büchleins.

Fazit

Diese Story vom Festa Verlag erfüllt alle Anforderungen, die Liebhaber dieses Genres erwarten. Mir haben Klappentext und Cover gut gefallen. Daher habe ich mich mal auf dieses Genre eingelassen. Der Schreibstil ist flüssig und so habe ich diese Kurzgeschichte binnen einer Stunde durchgelesen. Für mich ein Versuch, den ich nicht durchgehend schlecht fand. Eins hat der Autor geschafft: Mein nächsten Besuch in der Eisdiele werde ich mit anderen Augen betrachten.

Danke Carlton Mellick III

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Der Absturz eines Mathematik Genies.

Die Erfindung der Null
0

Meine Meinung

Der Absturz eines Mathematik Genies.

Dieses Buch zu besprechen fällt mir sehr schwer. Die Idee ist genial. Der Schreibstil schlägt dem Einheitsbrei ein Schnippchen. Was ich jedoch noch ...

Meine Meinung

Der Absturz eines Mathematik Genies.

Dieses Buch zu besprechen fällt mir sehr schwer. Die Idee ist genial. Der Schreibstil schlägt dem Einheitsbrei ein Schnippchen. Was ich jedoch noch nie in einem Buch erlebt habe , dass mir kein einziger Protagonist sympathisch war. Die Atmosphäre in der Geschichte empfand ich kalt.

Martin Gödeler ist der Hauptprotagonist in diesem Roman. Aus seiner Sicht erleben wir das Geschehen. Der Doktor der Mathematik liebt Zahlen. Berechnet gerne das gesamte Leben. Gibt Nachhilfeunterricht. Zwei Jungen und ein Mädchen unterrichtet er. Sie scheinen von Zahlen ebenso begeistert wie er. Als Martin an einer Grippe erkrankt, kümmern sich die Drei um ihn. Sehen wie verwahrlost der Doktor lebt. Die Wohnung total verdreckt. Müll ohne Ende. Das Bett in dem er liegt eine wahre Keimschleuder. Die drei Nachhilfeschüler sind auf einmal wie umgewandelt. Zeigen sich von einer äußerst brutalen Seite. Ziemlich unappetitliche Szenen spielen sich ab.

Die unbekannte Susanne Melforsch erscheint einmal im Unterricht. Sie scheint von da an Martin zu verfolgen. Oder er sie? Diese Frau kommt sehr unscheinbar rüber.

Martin Gödeler wird an dem Mord an Susanne Melforsch verdächtigt. Sie war seine Urlaubsbegleitung, in Frankreich. Der Staatsanwalt kann ihm nichts nachweisen. Er wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Verschwindet spurlos. Überlässt dem jungen Staatsanwalt seine Geschichte.

Seelische Abgründe offenbaren sich dem Leser. Seien es die drei Nachhilfeschüler, die mysteriöse Susanne oder das Mathematik Genie Gödeler. Der heruntergekommene Gödeler wäscht sich nicht und lebt in einer verwahrlosten Wohnung. Seine Lebensgeschichte ist spannend, aber komplett emotionslos. Erotische Szenen haben mich kalt lassen. Ebenso das Drama um seine Ehe. Noch nicht mal die Tatsache, dass er das Leben seiner Tochter nicht mehr miterlebt, konnte mich berühren. Ich hatte stets das Gefühl, das ist vom Autor so gewollt. Das Ganze passiert jedoch in einer Sprache, die ich so noch nicht gelesen habe. Das hat mir gefallen. Gödeles Vorliebe für griechische Mythologie kommt groß zu tragen. Bei Martin war ich mir nie sicher, ob er zu wahren Gefühlen fähig ist. Zahlen! Ja, die kann er lieben. Da bin ich mir absolut sicher. Beim Tanz kann man ihn auch etwas menschlicher erleben. Sein Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Die Beziehungen zu Frauen waren für mich ungreifbar.



Ich empfinde die Nähe nicht nur als angenehm, sondern als entspannend. Keine Nervosität. Die Wärme des menschlichen Körpers. (Martin Gödeler)



Das klingt für mich wie die Berechnung der Null. Null Emotionen folgen diesem Zitat. Ich habe mehrmals überlegt, ob Frauen überhaupt einen Wert für ihn haben. Ob sie nur dazu dienen seine Bedürfnisse zu decken, oder ob er in ihnen Menschen aus Fleisch und Blut sieht, die auch eigene Bedürfnisse haben.



Die nummerologische Null ist der Kreis, das Rad des Lebens. Bestehend aus den vier Speichen des Seins: Wissen – Wollen – Wagen – Schweigen. (Martin Gödeler)



Das Ende hat das Rad dieser Geschichte für mich dann komplett umgedreht. Auf dieses Finale war ich nicht gefasst.

Fazit

Wenn mich diese Geschichte auch nicht richtig mitnehmen konnte, so möchte ich doch den den einzigartigen Schreibstil erwähnen. Etwas mehr Emotionen und Zugang zu den Protagonisten hätten diesem Roman gut getan. Mir blieben alle fremd. Die Frage ob er Susanne Melforsch umgebracht hat, wird erst ziemlich am Ende beantwortet. Das Finale hat mich fasziniert. Darauf wäre ich im Leben nicht gekommen. Ich vergebe knappe 3 Sterne.

Danke Michael Wildenhain

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2020

Diese Geschichte verfügt über sehr viel Potenzial, das leider nicht genutzt wurde.

Die Galerie am Potsdamer Platz
0



Meine Meinung



1930-1933

Alice Waldmann reist nach dem Tod ihrer Mutter nach Berlin, um ihre Großmutter Helena zur Rede zu stellen. Sie möchte von ihr wissen, warum sie den Kontakt zur eigenen Tochter ...



Meine Meinung



1930-1933

Alice Waldmann reist nach dem Tod ihrer Mutter nach Berlin, um ihre Großmutter Helena zur Rede zu stellen. Sie möchte von ihr wissen, warum sie den Kontakt zur eigenen Tochter abgebrochen hat. Helena zeigt gegenüber Alice keinerlei Gefühle. Nicht einmal der Tod ihrer Tochter scheint sie zu berühren. Bei ihrem Onkel Ludwig Waldmann und seiner Frau Rosa findet Alice eine neue Familie. Rosa ist eine patente Frau, die ihre Schwiegermutter Helena nicht leiden kann. Bei Familienfesten versuchen Helenas Söhne Ludwig und Johann stets Streitereien zu schlichten. Alices Vater Heinrich Lux genießt bei keinem Mitglied der Berliner Familie Sympathien. Alice versucht das Geheimnis um ihre Eltern zu lüften.

Die Kunststudentin Alice wird von Rosa und Ludwig unterstützt. Sie entdeckt die Leidenschaft zum Fotografieren. Rosa vermittelt ihr Kontakt zu der renommierten Fotografin Greta Bergner, die Alices Talent fördert. Ludwig möchte die familiäre Kunstgalerie Waldmann wieder zum Leben erwecken. Nach dem Tod des Vaters waren die Waldmann Brüder noch zu jung, um diese weiter zu führen. Das erweist sich für Alice als große berufliche Chance. Alice lernt den den Deutsch-Iren John Stevens kennen und lieben. John arbeitet für Johann Waldmann, der einen illegalen Nachtclub betreibt. Nebenbei kümmert er sich auch noch um einen Hunde-Racing-Club.

Das Jahr 1933 läutet das Ende der Weimarer Republik ein. Hitler bekommt immer mehr Macht. Der Nationalsozialismus hält Einzug. Das wird in der Geschichte sehr gut beschrieben. Alice reagiert auf das politische Geschehen ziemlich naiv. Freundet sich sogar mit dem Nationalsozialisten Erik Wolfferts an. Der wohlhabende Kunstliebhaber Wollferts erweist sich nützlich für die Kunstgalerie Waldmann. Der Klappentext und das schöne Cover versprechen eine spannende Story. Das trifft stellenweise auch zu. Leider konnte die Autorin den Protagonisten kein Leben einhauchen. Sie kamen alle ziemlich hölzern daher. Ich konnte mir keinen einzigen bildlich vorstellen. Sämtliche Szenen im Buch kamen mir total kurz abgehandelt vor. Sie muten an, wie bei einem schlechten Theaterstück. Auch die Wortstellung bei vielen Sätzen passte in meinen Augen nicht. ( Seite 38: Nachdenklich folgte sie dem aufsteigenden Rauch mit dem Blick und schüttelte den Kopf.) (Seite 170: In seiner Verzweiflung hat er mich gesehen und um eine Zigarette gebeten.) Solche Sätze tauchen immer wieder auf. Auch fehlende Worte stören den Lesefluss erheblich. Nach ca. 60 Seiten wollte ich das Buch abbrechen. Da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, habe ich weiter gelesen. Je weiter ich in die Geschichte eingetaucht bin, umso besser wurde sie. Ab der Hälfte ungefähr konnte mich die Geschichte dann doch noch mitnehmen. Die Fehler wurden etwas seltener und die Satzbildungen besser. Diese Geschichte verfügt über sehr viel Potenzial, das leider über weite Strecken nicht genutzt wurde. Die Autorin konnte keine Emotionen rüber bringen. Dennoch war sie stellenweise spannend. Ungeahnte Wendungen und ein fieser Cliffhanger konnten mich am Ende doch noch überzeugen.

Fazit

Bei „Die Galerie am Potsdamer Platz“ handelt es sich um das Debüt von Alexandra Cedrino. Die Idee des Buches gefällt mir sehr. Die Autorin stammt aus einer Kunsthändlerfamilie. Ihr Verständnis für Gemälde ist in der Handlung zu spüren. Der Schreibstil lässt über lange Strecken zu wünschen übrig. Ab der Mitte konnte mich die Geschichte dann doch noch fesseln. Wenn mich das Buch auch nicht vollkommen überzeugen konnte, so hat mich das Ende dennoch neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Ich vergebe für diesen Roman knappe 3 Sterne.

Danke Alexandra Cedrino.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Trotz Schwächen lesenswert!

Islandsommer
0


Wenn man entspannt auf dem Sonnenstuhl liegt, kommt einem so ein Drama, wie es Merit erlebt hat, nicht schlimm vor. Das sagt ihr Partner: >>Ich habe mich verliebt.>Erwartungsvoll bog sie sich wie eine ...


Wenn man entspannt auf dem Sonnenstuhl liegt, kommt einem so ein Drama, wie es Merit erlebt hat, nicht schlimm vor. Das sagt ihr Partner: >>Ich habe mich verliebt.<< Nur Merit war nicht gemeint. Ja, ich weiß. Etwas mehr Mitgefühl sollte man als Leserin schon haben. Das bringe ich aus diesen Gründen leider nicht auf: 1. Sie ist diesen treulosen Typen los. 2. Man sollte öfters ausmisten und Platz für Neues schaffen. 3. Ihr Weg führte sie nach Island!!! Versteht Ihr nun, warum mein Mitleid sich in Grenzen hält?

Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildlich. Man bekommt so richtige Reiselust. Diese Geschichte fängt sehr vielversprechend an. Eine Reise nach Island. Eine Protagonistin die natürlich rüberkommt. Die in einem fremden Land zu sich findet. Deren Stärken zum Vorschein kommen. Die Kuchen backen lieber bleiben lässt. Der Erzählstil ist flüssig und mit Humor gespickt. Das Haus in Reykjavík schürt den Wunsch, ein solches selber zu besitzen. Der nordische Flair ist sichtbar zwischen den Zeilen. Touristen die für ein Selfie ihr Leben auf’s Spiel setzen finden Erwähnung. Leider wusste ich jedoch schon nach ein paar Seiten, wie diese Geschichte weiter geht. Dass man manche Dinge schon im Vorfeld ahnt, ist ganz in Ordnung. In diesem Roman wusste ich wirklich fast alles vorher. Auf der Schiffsfahrt nach Island lernt Merit den attraktiven Kristján kennen. Ein paar Zufälle führen die beiden zusammen. Beide haben traumatische Erlebnisse hinter sich. Ich möchte nun nicht erwähnen, was ich alles vorher schon geahnt habe. Vor allem nicht, womit ich Recht hatte. Ich würde einfach zuviel verraten. Die Liebesszenen zwischen Kristján und Merit sind auch Geschmacksache. Zumindest die Formulierungen. Achtung Spoiler! >>Erwartungsvoll bog sie sich wie eine gespannte Feder zurück, wohl wissend, dass sie ihre Brüste auf diese Weise zum Verkosten feilbot.<< Spoiler Ende! Wie in allen Lebensbereichen ist das natürlich Ansichtssache.



Island! Ein Land mit Mythen und Sagen entfacht den Wunsch, den Inselstaat zu erkunden. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Die Protagonisten kann sich der Leser sehr gut vorstellen. Leider war mir diese Geschichte „zu“ vorhersehbar. Setting und Schreibstil sind dennoch eine Leseempfehlung wert.

Danke Kiri Johansson