Profilbild von hapedah

hapedah

Lesejury Star
offline

hapedah ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit hapedah über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2021

Spannender Abschlussband der magischen Trilogie

Die Chroniken von Mistle End 3: Der Untergang droht
0

Der dunkle Druide Crutch plant, mit seinem Gefolge aus Vampiren und Dornhexen, das Dorf Mistle End anzugreifen, das seit hunderten von Jahren ein Zufluchtsort für magische Wesen aller Art ist. Während ...

Der dunkle Druide Crutch plant, mit seinem Gefolge aus Vampiren und Dornhexen, das Dorf Mistle End anzugreifen, das seit hunderten von Jahren ein Zufluchtsort für magische Wesen aller Art ist. Während sich die Bewohner zum Kampf rüsten, begibt sich Cedrik mit seinen Freunden Emily und Elliot auf die Reise, zunächst suchen sie nach seiner Mutter, sie wollen die Nymphen und danach auch die alten Druiden, die angeblich auf der sagenumwobenen Insel Callanish leben, um Hilfe bitten. Doch Crutch ist immer ganz in ihrer Nähe, auch er hat vor, die Druiden auf seine Seite zu ziehen.

"Die Chroniken von Mistle End - Der Untergang droht" von Benedict Mirow ist der Abschluss einer fantastischen Trilogie, der mich genau so gefesselt und begeistert hat, wie die Vorgängerbände. Zum besseren Verständnis sollten die Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da die Handlung fortlaufend erzählt wird. Cedrik und seine Freunde waren mir schon seit dem ersten Band der Reihe ans Herz gewachsen, daher hat es mir viel Freude bereitet, sie jetzt wieder zu treffen. Die Figuren sind allesamt sehr umfassend und farbenfroh beschrieben, auch den Hintergrund hat Benedict Mirow liebevoll und mit viel Fantasie gestaltet.

Mir hat es gut gefallen, an Cedriks Seite neue magische Wesen kennen zu lernen, immer wieder gab es Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben und die Spannung des bevorstehenden Kampfes angenehm auflockern konnten. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, passend zum Alter der jungen Zielgruppe, aber auch für Erwachsene bietet diese Buchreihe wunderbare Unterhaltung. Einmal in die magische Welt von Mistle End eingetaucht, mochte ich den E-Book-Reader bis zum Schluss kaum noch zur Seite legen, für diese wunderbare Lektüre spreche ich gern eine Leseempfehlung an junge, aber auch an erwachsene Leser aus, lasst Euch von den Abenteuern des Druiden und seiner Freunde bezaubern!

Fazit: Magisch und spannend hat mich der Abschlussband bis zur letzten Seite hin fasziniert und bezaubert. Dieses Buch (und seine Vorgängerbände) empfehle ich ich nicht nur an Kinder weiter, Benedict Mirows fantasievoll dargestellte Welt ist auch ein unterhaltsames Lesevergnügen für Fantasyfreunde jeden Alters.

Veröffentlicht am 07.12.2021

Intensiv erzählte Fortsetzung der wunderbaren Liebesgeschichte

April & Storm - Weiter als der Ozean
2

Als April in ihre deutsche Heimat zurück kehrt, möchte sie eigentlich nur ihr gebrochenes Herz pflegen und sich auf das Hammerexamen vorbereiten. Ihr Körper macht ihr allerdings einen Strich durch die ...

Als April in ihre deutsche Heimat zurück kehrt, möchte sie eigentlich nur ihr gebrochenes Herz pflegen und sich auf das Hammerexamen vorbereiten. Ihr Körper macht ihr allerdings einen Strich durch die Rechnung und April landet im Krankenhaus - ist der überstanden geglaubte Krebs wieder da?

Storm kann es nicht fassen, dass April einfach abgereist ist - kurz entschlossen fliegt er nach Deutschland um sie zu überzeugen, der Beziehung noch eine Chance zu geben, denn ein Leben ohne sie kann er sich nicht mehr vorstellen.

"April & Storm - Weiter als der Ozean" von Karen Ashley ist der zweite Teil einer Trilogie und ich sehe es zum Verständnis als unabdingbar an, zunächst den ersten Band gelesen zu haben, da die Handlung über alle drei Teile hinweg fortlaufend erzählt wird. Wie schon der Vorgänger, hat mich auch dieser Roman schnell in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen. April und Storm sind sympathische Protagonisten, die mir schon im ersten Buch ans Herz gewachsen waren, so dass sich das Leseerlebnis für mich wie ein Wiedersehen mit guten Freunden angefühlt hat. Beide haben in der Vergangenheit schlimme Dinge erlebt und sind davon geprägt, doch gerade diese Ecken und Kanten machen die Figuren für mich so interessant. Ich habe sie als sehr authentisch und lebensecht wahr genommen und war dadurch emotional besonders in ihre Geschichte involviert.

Den Schreibstil habe ich wieder als sehr fesselnd empfunden, die Autorin verfasst ihren Handlungsverlauf auf eine sehr intensive Weise, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Wie schon beim ersten Band habe ich mit den Hauptfiguren mit gefiebert, gelitten und gebangt - ich war als Leser nicht nur "Beobachter" des Geschehens, sondern mit all meinen Gefühlen daran beteiligt. Lediglich im Mittelteil gab es ein paar Seiten, die ich etwas "ungeordnet" fand, mir schien, als ob die Autorin selbst in Aprils Gefühlschaos verstrickt war und das mit ein paar kurzen Zeitsprüngen gezeigt hat - dem positiven Gesamteindruck hat das für mich keinen Abbruch getan. Da es noch eine Fortsetzung geben wird, durfte der Cliffhanger am Ende natürlich nicht fehlen, so dass ich jetzt gespannt auf den Erscheinungstermin des dritten Bandes warte. Mit diesem wunderbaren Roman hatte ich einige vergnügliche Lesestunden, dafür spreche ich gern eine Empfehlung aus.

Fazit. Wie schon der erste Band hat mich auch dieses Buch wieder emotional in das Leben der Protagonisten hinein gezogen, den Schreibstil habe ich als äußerst fesselnd und intensiv empfunden, so dass ich für die wunderbare Lektüre gern eine Leseempfehlung ausspreche.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.12.2021

Emotional berührende Geschichte

Felix Ever After
0

Obwohl der siebzehnjährige Felix mit Nachnamen Love heißt, war er noch nie verliebt, was er gern ändern würde. Insgeheim ist er jedoch davon überzeugt, dass sich niemand je in ihn verlieben wird - trans, ...

Obwohl der siebzehnjährige Felix mit Nachnamen Love heißt, war er noch nie verliebt, was er gern ändern würde. Insgeheim ist er jedoch davon überzeugt, dass sich niemand je in ihn verlieben wird - trans, queer und PoC, wer sollte ihn schon wollen? Als im Foyer seiner Schule Bilder aufgehängt sind, die Felix vor seiner Transition zeigen, zusammen mit seinem Deadname und er dazu noch transfeindliche Nachrichten bekommt, erwacht sein Kampfgeist. Und während sein ganzes Denken darum kreist, wer ihm das angetan haben könnte, lernt Felix nicht nur die Menschen in seinem Umfeld, sondern auch sich selbst besser kennen.

"Felix Ever After" von Kacen Callender ist eine wunderbare Geschichte über Selbstfindung und Selbstwertgefühl. Wie jeder Jugendliche ist auch Felix auf der Suche nach der eigenen Identität, dabei schlägt er sich mit einer ganze Menge von Problemen herum. Kacen Callender hat in diesem Buch eigene Erfahrungen eingearbeitet und mit Felix einen Protagonisten geschaffen, den ich beim Lesen als äußerst authentisch, lebensecht und so liebenswert empfunden habe, dass ich ihn gern in den Arm genommen hätte, um zu sagen, dass er ganz wundervoll ist und sich für niemanden verbiegen soll.

Der Schreibstil war meiner Meinung nach angenehm locker, der Roman hat mich bis zur letzten Seite hin gefesselt und berührt, dabei hat es mir sehr gefallen, Felix auf seinem Weg zu begleiten und einige Schritte seiner Entwicklung mit zu erleben. Seine Art, sich nach dem zugefügten Schmerz des Mobbings mit allen Gedanken auf den Wunsch nach Rache zu konzentrieren, habe ich als recht alterstypisch empfunden, umso schöner war es dann, zu sehen, wie der Protagonist immer mehr zu sich selbst findet und auch die Erfahrung macht, dass es durchaus mehr als eine Person gibt, die ihn als liebenswert ansieht und gern eine Beziehung zu ihm eingehen möchte. Für diese emotional mitreißende Lektüre spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Sowohl die Handlung als auch der Protagonist haben mich schnell in ihren Bann gezogen, das Leseerlebnis hat mich gefesselt und emotional berührt, so dass ich es gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 29.11.2021

Spannender Abschluss der mystischen Trilogie

Nordstern - Der Zauber der freien Pferde
0

Erla ist es mit Hilfe von Flóki und Kadlin gelungen, durch die Zeit ins Jahr 1783 zu reisen, um ihre verletzte Stute Drifa zu retten. Allerdings steht der Ausbruch des Laki-Vulkans kurz bevor und Erla ...

Erla ist es mit Hilfe von Flóki und Kadlin gelungen, durch die Zeit ins Jahr 1783 zu reisen, um ihre verletzte Stute Drifa zu retten. Allerdings steht der Ausbruch des Laki-Vulkans kurz bevor und Erla sucht nach einem Weg, so viele Menschen und Pferde wie möglich vor den Folgen der Naturkatastrophe zu bewahren. Doch wie soll sie die sturköpfigen Isländer von der drohenden Gefahr überzeugen? Und wird sie eine Möglichkeit finden, in ihre eigene Zeit zurück zu kehren? Noch ahnt Erla nicht, welcher Widersacher auf ihrer Spur ist und ihr Vorhaben verhindern will....

"Nordstern - Der Zauber der freien Pferde" von Karin Müller ist der Abschlussband einer spannenden mystischen Trilogie. Zum Verständnis ist es unabdingbar, zunächst die beiden Vorgängerbücher gelesen zu haben, da die Geschichte über alle drei Bände fortlaufend erzählt wird. Für mich ist dieser Teil der krönende Abschluss der Reihe, der alle losen Fäden miteinander verknüpft und keine Fragen offen lässt. Erla ist eine sympathische Protagonistin, sie und ihre Freunde waren mir schon in den anderen Büchern ans Herz gewachsen. In diesem Band entwickelt sie sich deutlich weiter, durch das Übertreten in die Welt der Húldu wird sie einige Jahre älter und auch ihre Liebe zu Flóki wird erwachsener.

Dennoch passt die Geschichte inhaltlich und auch vom Schreibstil gut zum empfohlenen Lesealter (ab 12 Jahren) und lässt sich meiner Meinung nach leicht und unkompliziert erfassen. Erlas Liebe zu ihrer Stute Drifa, aber auch zu den Pferden allgemein wird für mich in diesem Band besonders deutlich dargestellt, so dass ich den Untertitel erstmals wirklich passend empfunden habe. Das mystische Abenteuer hat mich bis zum Ende hin gefesselt und nach einigen überraschenden Wendungen rundum zufrieden zurück gelassen. Für dieses spannende und magische Leseerlebnis spreche ich gern eine Empfehlung aus.

Fazit: Wer die Vorgängerbände mochte, wird dieses Buch lieben, die Fortsetzung von Erlas magischer Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und die Trilogie findet hier ein würdiges Ende, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 11.11.2021

Intensiv und bildgewaltig, der Leser sieht durch das Auge des Malers

Diebe des Lichts
0

Sander und sein kleiner Bruder Hugo müssen schon im Kindesalter mit ansehen, wie ihre Eltern von spanischen Eroberern aufgeknüpft werden. Dieses Erlebnis prägt die Brüder fürs Leben, Hugo hört auf zu sprechen ...

Sander und sein kleiner Bruder Hugo müssen schon im Kindesalter mit ansehen, wie ihre Eltern von spanischen Eroberern aufgeknüpft werden. Dieses Erlebnis prägt die Brüder fürs Leben, Hugo hört auf zu sprechen und auch Sander, der ihren Lebensunterhalt als Maler verdient, kann die schreckliche Vergangenheit nicht hinter sich lassen. In Rom findet er eine Anstellung bei einem renommierten Atelier, doch als er sich in die Tochter seines Meisters verliebt, nimmt sein Leben erneut eine überraschende Wendung.

"Diebe des Lichts" von Philipp Blom ist ein historischer Roman, der das Leben im Mittelalter so intensiv und bildgewaltig beschreibt, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, an Sanders und Hugos Seite durch die schmutzigen Straßen zu streifen und beinahe den Gestank in der Nase spüren konnte. Der Schreibstil ist so opulent, wie die Bilder, die Sander malt und so spannend, dass ich das Buch kaum zur Seite legen mochte. In jeder Leseminute war ich emotional an der Seite der Protagonisten und habe mit Sander Freude und Leid hautnah empfunden. Neben seinen fiktiven Figuren streift der Autor auch reale historische Gestalten, die jene Zeit maßgeblich mit geprägt haben.

Immer wieder war ich fasziniert, wie tiefgründig nicht nur die Personen charakterisiert sind, sondern auch jedes Detail des Hintergrundes beschrieben wird, ohne das die ausschweifenden Darstellungen für den Leser langweilig werden. Im Gegenteil, ich war gefesselt und habe die Menschen und ihre Umgebung lebendig vor meinem geistigen Auge gesehen - der Autor lässt seine Leser an der Sichtweise des begabten Malers, der im Mittelpunkt der Geschichte steht, teilhaben. Selten habe ich in Buch auf diese umfassende Weise erleben dürfen und spreche daher eine unbedingte Leseempfehlung an alle Freunde historischer Literatur aus.

Fazit: Selten habe ich einen Roman in derartig opulenten Bildern erlebt, in jeder Leseminute ist das Mittelalter für mich lebendig gewesen und ich habe jede einzelne Figur als greifbar und lebensecht empfunden. Dem Autor ist es auf wundervolle Weise gelungen, seine Geschichte so bildintensiv darzustellen, dass der Leser den Eindruck gewinnt, die Ereignisse durch das Auge eines Malers zu sehen. Für die spannende historische Lektüre spreche ich gern eine Empfehlung aus.