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Veröffentlicht am 15.10.2020

Eine Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen – interessantes Buch für Zwischendurch

Der Moment zwischen den Zeiten
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Zunächst zum Cover und Schreibstil:

Das Cover ist wunderschön, die hervorgehobenen Blumen auf dem etwas rauen Hintergrund sind wirklich schön erarbeitet. Der Schreibstil ist sehr poetisch, allerdings ...

Zunächst zum Cover und Schreibstil:

Das Cover ist wunderschön, die hervorgehobenen Blumen auf dem etwas rauen Hintergrund sind wirklich schön erarbeitet. Der Schreibstil ist sehr poetisch, allerdings brauchte ich ca. die 100 Seiten um in die Geschichte zu finden und zu verstehen worum es genau geht. Der nicht so flüssige Schreibstil und Satzbau führten bei mir dazu, dass es die Geschichte sehr abgehackt gemacht hat.

Zu den Charakteren und der Handlung:

Paula, die Hauptprotagonistin hat ihren geliebten Mann verloren, der ihr kurz vorher verkündete, dass es eine andere Frau in seinem Leben gibt. In dem Buch wird dieser Verlust aus Paulas Sicht aufgearbeitet. Anfangs ist sie sehr niedergeschlagen und sieht keinen Sinn mehr. Im Verlaufe des Buches entwickelt sie sich zu einer starken Frau, die versucht wieder Freude am Leben zu fassen.
Die anderen Charaktere lernt man dazu sehr oberflächlich kennen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Verlust ihres geliebten Freundes tiefer aufgegriffen und behandelt wird. Dazu wäre es meines Erachtens gut gewesen, die Gedanken von Paula transparenter und öfter darzustellen. So konnte ich leider keine emotionale Bindung zu Paula aufbauen und war etwas distanziert die ganze Geschichte über. Ich fand es interessant und mal etwas ganz anderes eine Geschichte über den Tod, Aufarbeitung, Entwicklung und Verlust zu lesen, allerdings fand ich es leider zu allgemein gehalten. Die Szenen im Krankenhaus (Paulas Arbeit) und mit Quim (einem Schreiner den sie kennengelernt hat) fand ich hingegen sehr gut.

Alles in allem war es ein guter Roman für Zwischendurch, der allerdings meiner Meinung nach mehr Potenzial gehabt hätte. Trotz alledem werden wichtige Themen behandelt, die jedem wahrscheinlich im Leben mal begegnen werden. Vielleicht habe ich das Buch in einem falschen Moment gelesen, sodass er mir nicht zugänglich genug war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2020

Interessante Geschichte, die an den Bachelor erinnert – positiv!

Selection
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Genau aus dem obigen Grund, wollte ich das Buch unbedingt lesen und war in der perfekten Stimmung dazu. Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht, nicht zuletzt durch den sehr flüssigen und lockeren ...

Genau aus dem obigen Grund, wollte ich das Buch unbedingt lesen und war in der perfekten Stimmung dazu. Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht, nicht zuletzt durch den sehr flüssigen und lockeren Schreibstil. Man war sehr schnell in der Geschichte drin. Die Gefühle der Protagonistin America Singer waren zu jeder Zeit zugänglich und nachvollziehbar. Anfangs war sie zwar nicht begeistert an dem Casting teilzunehmen, man merkt aber zunehmend, dass sie sich im Laufe der Zeit an der Seite des Prinzen Maxon sehr wohl fühlt und sich etwas zwischen den beiden entwickelt. Ich habe mit einer Bachelor-Story gerechnet und wurde dabei nicht enttäuscht. Ich fand allerdings gut, dass es keine „Nacht der Rosen“ gab, sondern der Prinz selbst zu jeder Zeit jemanden nach Hause schicken kann. Neben der Auswahl der zukünftigen Prinzessin, geht es zudem um so viel mehr. Ich fand es toll, wie America dem Prinzen erklärt wie das Leben in den niedrigeren Kasten ist und ebenso wie er daraufhin eingreift und versucht den Betroffenen ein besseres Leben zu bescheren.

Zu den Charakteren: Besonders America fand ich sehr detailliert und authentisch beschrieben. Eine starke Frau, die ihren Prinzipien treu bleibt. Sie ist zudem sehr familiär. Während sie im Schloss ist, merkt man wie gut ihr die Umstände tun (durch das Preisgeld und die höhere Kaste), da sie ihrer Familie so unterstützen kann. Wie offen und ehrlich sie ihre Intension dem Prinzen preisgibt ist wirklich bemerkenswert. Eigentlich will sie ja nur wegen dem Geld dableiben, wäre da nicht dieses Kribbeln. Auch der Prinz Maxon ist wirklich sehr sympathisch und auch empathisch. Ich finde es echt toll, wie hilfsbereit und aufrichtig er mit den Auserwählten umgeht. Ihre Beste Freundin fand ich ebenfalls sehr sympathisch, wohingegen natürlich auch die ein oder andere Zicke dabei ist, die perfekt zur Story passt.

Die ganze Story war echt mal was anderes und sehr interessant. Zwischendurch wurde es auch wirklich spannend. Grade auf Americas Entscheidungen war ich sehr gespannt, da ihr doch einige Steine in den Weg gelegt wurden. Ich habe mir direkt den nächsten Band bestellt, da ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Gegen Ende habe ich eigentlich mit einem Cliffhanger gerechnet, der leider nicht eintraf. Dadurch und dass mir zwischendurch ein wenig Tiefe gefehlt hat, ziehe ich einen halben - ganzen Stern bei der Bewertung ab.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Knifflig, Überraschend und Mysteriös! Ich mag es!

Die Bucht, die im Mondlicht versank
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Das Cover dieses Buches spricht einfach für sich, es ist eins der schönsten Cover, das mir je begegnet ist. Dazu kommt der großartige Schreibstil der Autorin, der das Buch zu etwas Besonderem macht. Obwohl ...

Das Cover dieses Buches spricht einfach für sich, es ist eins der schönsten Cover, das mir je begegnet ist. Dazu kommt der großartige Schreibstil der Autorin, der das Buch zu etwas Besonderem macht. Obwohl es ein „Thriller§ ist, ist es irgendwie ein Wohlfühlbuch, was sich zunächst paradox anhört, aber gar nicht so ist. Das Buch spielt auf einer Sandbank und durch die perfekt gewählte Beschreibung dieses Settings und die vielen kleinen Häuser hat es einfach das gewisse Urlaubsfeeling.
Jacob verwindet an seinem Geburtstag und man weiß nicht was passiert ist. Zusammen mit Sarah (seiner Mutter) begibt man sich auf die Suche nach Antworten. Auf dem Weg dahin treffen wir auf einige Geheimnisse und schockierende Ereignisse. Ich fand es großartig, dass man der Auflösung Schritt für Schritt näherkam und sich dabei so viele eigene Theorien bilden konnte. Es war wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend und man wollte jederzeit wissen, wie es weitergeht und was an dem Abend des Verschwindens passiert ist. Ebenfalls fand ich toll, dass das Buch neben Kapiteln aus Sarahs Sicht, auch die Perspektive ihrer besten Freundin Isla zeigte, die beschrieb, wie sie sich kennenlernten und was nach dem Verschwinden von Islas Sohn passierte. Schade war allerdings, dass ich zu den Hauptprotagonisten Sarah und Isla keine Bindung aufbauen konnte und sie größtenteils echt nervig fand. Meine liebsten Charaktere waren dafür Nick (Jacobs Vater) und Jacob selbst. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte wirklich sehr gelungen und mal was Anderes.
Es waren echt wunderschöne Momente dabei, die ich mir sehr gut bildlich vorstellen konnte, aber auch sehr traurige. Das Buch wird auf jeden Fall nicht mein letztes der Autorin gewesen sein, denn dieses ist ihr echt mehr als gelungen, ich kann es nur jedem ans Herz legen, diesem Buch eine Chance zu geben! Macht euch zusammen mit Sarah auf den holprigen Weg auf der Suche nach Jacob die mit sehr viel Intrigen und Geheimnissen verbunden ist. Doch wer der Bewohner der Sandbank sagt die Wahrheit und wer verschweigt etwas?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Erschreckend, Faszinierend, Grandios. Ein Jahreshighlight!

After the Fire
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Ich weiß nicht ob ich die richtigen Worte für dieses Buch finden werde, aber eins kann ich vorwegnehmen:
Wow, wow und nochmals wow! Es ist ein Meisterwerk! Die Idee des Buches wurde einfach grandios umgesetzt. ...

Ich weiß nicht ob ich die richtigen Worte für dieses Buch finden werde, aber eins kann ich vorwegnehmen:
Wow, wow und nochmals wow! Es ist ein Meisterwerk! Die Idee des Buches wurde einfach grandios umgesetzt.

Im Buch geht es um die 17-Jährige Moonbeam, die in einer Sekte großgeworden ist und in deren Legion (Lager) lebt. Dieses Lager wird von dem „Propheten“ Father John angeführt. Dort wird sie Opfer von Machtspielen, Korruption und Manipulation des eigenen Glaubens. Die Geschichte beginnt, als die Legion in Feuer stand und Moonbeam ums Überleben kämpfen muss. Sie hörte Schüsse, sah Menschen sterben und hatte dabei nur eines im Kopf: ihre jüngeren Brüder und Schwestern zu retten. Als sie im Krankenhaus schwerverletzt aufwacht und anschließend in eine psychiatrische Klinik gebracht wird muss Moonbeam sich entscheiden: Höre ich auf die Stimme von Father John oder sind die Personen außerhalb der Legion diejenigen, denen ich trauen sollte?

Gemeinsam durchleben wir Moonbeams Zwiespalt und begeben uns auf eine Reise durch ihren Aufenthalt in der Legion. Dieser wird besonders in den Davor Kapiteln dargestellt, wohingegen alles nach dem Brand in den „Danach“ Kapiteln stattfindet. In der Klinik spricht Moonbeam mit einem Psychologen und FBI Agent über das was ihr in der Legion zugestoßen ist, indem sie versucht sich zu öffnen und ihnen zu vertrauen.
Man merkt sofort, dass es ihr ganz und gar nicht leicht fällt sich direkt zu öffnen, da sie die Stimme des Propheten hört, der ihr befiehlt, mit niemandem zu sprechen. Durch ihre Art der Offenbarung – wie es in der Sekte abgelaufen ist – lernen wir mehr und mehr über die Abläufe, Bestrafungen und Straftaten, die dort stattfanden und können uns zusätzlich durch die Gedanken von Moonbeam sehr gut in sie hineinversetzen. Es ist wirklich erschreckend was dort passiert ist und die Menschen durchmachen mussten, durch eine Person, die die eigene Macht ausnutzte. Ebenso erschreckend ist, dass die Personen nicht gemerkt haben, dass alles eine ganz große Lüge ist und sie für ihren Glauben sogar Bestrafungen hinnehmen, die nicht ansatzweise gerechtfertigt sind. Die Hälfte der Zeit war ich einfach nur entsetzt und fassungslos. Besonders das Ende hat mich emotional sehr mitgenommen und ich habe durch die Anmerkungen des Autors am Ende des Buches überhaupt noch mal richtig realisiert, dass die Geschichte gar nicht so fiktiv ist wie sie vorgibt.

Besonders Moonbeam als Charakter fand ich einfach super! Sie hat eine sehr große Veränderung und Entwicklung hingelegt und ist einfach so stark geblieben, trotz der vielen schlimmen Dinge, die ihr widerfahren sind.

Ich kann nur meinen Hut vor dem Autor für dieses Meisterwerk ziehen! Es war so spannend und erschreckend zu gleich, dass es mich einfach umgehauen hat. Ich bin einfach nur entsetzt und fasziniert zugleich. Es war so interessant und außergewöhnlich, ein klares Jahreshightlight!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.07.2020

Rachefeldzug mit fatalen Folgen

Wozu wir fähig sind
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Zunächst zum Cover:
Dies ist wirklich mehr als gelungen, die knallige orangene Schrift auf dem eher tristen grauen Hintergrund ist wirklich ein Eyecatcher. Hinzu kommt die tolle, raue Oberfläche. Besonders ...

Zunächst zum Cover:
Dies ist wirklich mehr als gelungen, die knallige orangene Schrift auf dem eher tristen grauen Hintergrund ist wirklich ein Eyecatcher. Hinzu kommt die tolle, raue Oberfläche. Besonders gefallen mir die Beschriftungen an den Personen, die Interesse wecken und Vorfreude auf das Buch machen.

Inhalt:
Der Prolog hat zunächst nichts mit den ersten Kapiteln zu tun, wodurch man sich direkt fragt, wie das ganze zur Geschichte passt und zusätzlich sehr mysteriös wirkt. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten die vielen Personen voneinander zu unterscheiden, welches sich allerdings durch den angenehmen Schreibstil schnell lösen konnte. Es wird nicht so viel drum herum beschrieben, wodurch man sich voll und ganz auf die Interaktionen und Handlungen der Charaktere konzentrieren kann.
Oftmals merkte ich, dass ich rätselte, wie es weitergehen könnte und versucht habe meine Gedanken zu sortieren und die einzelnen Anhaltspunkte zusammenzuführen. In manchen Punkten hatte ich mit meinen Vermutungen Recht, in anderen lag ich dafür daneben. Durch diese Art des Erzählstils hat man sich selbst wie ein Detektiv oder Ermittler gefühlt, was ich sehr gelungen fand.
Die Charaktere wurden leider eher blass dargestellt, sodass ich keine tiefe Bindung zu ihnen aufbauen konnte, allerdings war dies auch meines Erachtens gar nicht gewünscht. Ich denke der Fokus sollte eher auf dem Mitdenken des Lesers liegen.
Das angesprochene Thema wurde gut umgesetzt und die Intension wurde deutlich.
An manchen Stellen waren mir allerdings die wichtigen Handlungen zu schnell abgehandelt und daher gesagt, als wären sie nur eine Nebensache. Außerdem standen teilweise auch wichtige Inhalte in Nebensätzen, die man bei schnellem Lesefluss überlesen könnte. Die Intensionen von Leonora und Alexander fand ich nachvollziehbar, allerdings fand ich einige Dinge doch etwas übertrieben, nur damit es am Ende passte. Auch wenn einige Vorfälle vorhersehbar waren oder in früheren Kapiteln angedeutet wurden, hat das Buch keineswegs an Spannung verloren.


Fazit:
Spannendes Jugendbuch mit einer wirklich wichtigen Story! Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass man die Charaktere nicht besonders gut kennenlernt. Die vielen Perspektivwechsel führen trotzdem den Leser gut durch die Geschichte und machen die Handlungen der Charaktere nachvollziehbarer. Das Ende hat es wirklich in sich und regt zum Nachdenken an!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere