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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2021

Mysteriöse und interessante Story mit etwas mehr Potenzial nach oben

Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind?
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„Glück ist… einen Menschen zu haben, mit dem man durch dick und dünn gehen kann, den man an miesen Tagen oder in schlechten Momenten vielleicht von sich schiebt, der aber dennoch immer zurückkehrt.“
Anfangs ...

„Glück ist… einen Menschen zu haben, mit dem man durch dick und dünn gehen kann, den man an miesen Tagen oder in schlechten Momenten vielleicht von sich schiebt, der aber dennoch immer zurückkehrt.“
Anfangs bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen, auch wenn die Handlung direkt beginnt, ohne großes Vorwissen. Der Schreibstil von Stefanie Hasse ist locker, humorvoll, leicht und flüssig. Man kommt sehr schnell in dem Buch voran. Sehr positiv überrascht hat mich die Idee der Matching Night und allem drum herum. Ich finde es war wirklich neuartig und sehr interessant diese Einblicke zu erlangen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, Caras Weg zu begleiten und mit ihr mit zu fiebern. Die mysteriöse Atmosphäre und das Setting haben mir sehr gut gefallen, sodass dem Leser viel Raum für Spekulationen geboten wurde. Josh mochte ich von Anfang an sehr, er hat so eine ruhige Art und ist sehr zielstrebig. Cara hingegen konnte ich zwischenzeitlich nicht ganz nachvollziehen, sodass sie manchmal ziemlich anstrengend war. Sie wurde als zielstrebig beschrieben, hat allerdings nicht oft so gehandelt. Ebenfalls konnte mich die langjährige Freundschaft zwischen Hannah und ihr nicht überzeugen. Tyler mochte ich sehr wenig, da er mir zu aufdringlich war.
Ich fand die Idee mit dem Glückstagebuch sehr gelungen und habe mir dadurch auch einige dieser Zitate markiert. Gegen Ende nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf und man möchte unbedingt weiterlesen. Dies hat mir im Verlauf immer besser gefallen und der Geschichte Spannung verliehen. Der Cliffhanger hat mich dann schlussendlich allerdings nicht ganz so überzeugen können, weil ich ihn schon vorher erahnen konnte.
Nichtsdestotrotz ist es eine tolle, interessante und einzigartige Geschichte mit Interessanten Intrigen, Wendungen und Offenbarungen mit mehr Potenzial nach oben. Ich mochte insbesondere die Idee, das Setting und die Atmosphäre. Obwohl mich die Charaktere nicht ganz für sich überzeugen konnten, ist es eine gelungene Geschichte und ich werde Band 2 definitiv lesen/hören, da ich schon erfahren würde, wie es weitergeht. Insgesamt bekommt die Geschichte von mir 3,5-4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2020

Schöne Zwischendurchlektüre mit Potenzial nach oben

Dreams of Yesterday
7

Der Schreibstil der Autorin konnte mich wirklich begeistern. Ich konnte mir jede einzelne Szene genau vorstellen, als wäre ich mit dabei. Das Buch ist durch die humorvollen, aber auch tiefgründigen Dialoge ...

Der Schreibstil der Autorin konnte mich wirklich begeistern. Ich konnte mir jede einzelne Szene genau vorstellen, als wäre ich mit dabei. Das Buch ist durch die humorvollen, aber auch tiefgründigen Dialoge sehr facettenreich. Besonders gut haben mir die philosophischen Passagen gefallen. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr leicht und locker, was über den Verlauf des Buches auch so bleibt. Mir gefällt außerdem, dass das Buch in Dublin spielt, wo ich persönlich auch unbedingt mal hin möchte.

Die Charaktere sind so gut ausgearbeitet, Hut ab! Ich finde, dass jeder Charakter seine eigene Persönlichkeit hat, die sich durch Eigenschaften unterscheiden, die nicht 0815 sind. Jeder hat seine eigenen Vorlieben und kann so sein, wie er ist, ohne dafür verurteilt zu werden, wodurch die Clique, obwohl jeder Einzelne so unterschiedlich ist, perfekt harmoniert. Besonders gefallen hat mir Sam, der mich durch seine offene, forsche, positive und humorvolle Art begeistern konnte. Bei ihm wird Optimismus und der Glauben an das Gute großgeschrieben. Aber auch Yvonne war eine echt tolle Persönlichkeit! Evelyn und Dylan mochte ich durch ihre einzigartigen Vorlieben und wie die beiden miteinander umgegangen sind. Ich mochte seine poetische Seite sehr gerne.

Die Liebesgeschichte zwischen Evelyn und Dylan entwickelt sich zunächst langsam und nimmt dann schnell an Fahrt auf, was mich etwas verwundert hat. Zunächst habe ich das Kribbeln und Knistern zwischen den beiden gespürt, dieses konnte bei mir allerdings bis zum Ende nicht anhalten. Zum Ende hin, hat mich die Geschichte eher kalt gelassen, anstatt mich emotional mitzureißen.

Der Klappentext nimmt leider sehr viel Inhalt vorweg und basiert teilweise auf falschen Informationen, was ich echt sehr schade finde. Dadurch habe ich das Buch über die ganze Zeit auf etwas gewartet und konnte somit nicht 100 Prozent in das Buch abtauchen, was auch meine emotionale Kälte zum Ende des Buches hin erklären könnte. Es werden sowohl traurige Themen wie Trauer, Verlust, Verantwortung und Ungerechtigkeit aufgegriffen, aber auch positive wie Träume, Zusammenhalt, Familie und Freunde. Die Kombination fand ich sehr angenehm und ausgeglichen.

Abschließende Meinung:
Das Buch ist durch einen wunderschönen Schreibstil, tolle Konversationen und außergewöhnliche Charaktere geprägt, bringt einen zum Lachen und regt zum Nachdenken an. Allerdings fehlten am Ende etwas Tiefe und Emotionalität, an manchen Stellen waren Dinge anders dargestellt als auf dem Klappentext beschrieben und einzelne wichtige Themen wurden meines Erachtens entweder zu schnell abgearbeitet (besonders am Ende) oder ein falsches Bild vermittelt.
Daher ist das Buch für mich leider nur eine gute Lektüre (zum Wohlfühlen) für zwischendurch, aber kein Highlight.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.07.2020

Rachefeldzug mit fatalen Folgen

Wozu wir fähig sind
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Zunächst zum Cover:
Dies ist wirklich mehr als gelungen, die knallige orangene Schrift auf dem eher tristen grauen Hintergrund ist wirklich ein Eyecatcher. Hinzu kommt die tolle, raue Oberfläche. Besonders ...

Zunächst zum Cover:
Dies ist wirklich mehr als gelungen, die knallige orangene Schrift auf dem eher tristen grauen Hintergrund ist wirklich ein Eyecatcher. Hinzu kommt die tolle, raue Oberfläche. Besonders gefallen mir die Beschriftungen an den Personen, die Interesse wecken und Vorfreude auf das Buch machen.

Inhalt:
Der Prolog hat zunächst nichts mit den ersten Kapiteln zu tun, wodurch man sich direkt fragt, wie das ganze zur Geschichte passt und zusätzlich sehr mysteriös wirkt. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten die vielen Personen voneinander zu unterscheiden, welches sich allerdings durch den angenehmen Schreibstil schnell lösen konnte. Es wird nicht so viel drum herum beschrieben, wodurch man sich voll und ganz auf die Interaktionen und Handlungen der Charaktere konzentrieren kann.
Oftmals merkte ich, dass ich rätselte, wie es weitergehen könnte und versucht habe meine Gedanken zu sortieren und die einzelnen Anhaltspunkte zusammenzuführen. In manchen Punkten hatte ich mit meinen Vermutungen Recht, in anderen lag ich dafür daneben. Durch diese Art des Erzählstils hat man sich selbst wie ein Detektiv oder Ermittler gefühlt, was ich sehr gelungen fand.
Die Charaktere wurden leider eher blass dargestellt, sodass ich keine tiefe Bindung zu ihnen aufbauen konnte, allerdings war dies auch meines Erachtens gar nicht gewünscht. Ich denke der Fokus sollte eher auf dem Mitdenken des Lesers liegen.
Das angesprochene Thema wurde gut umgesetzt und die Intension wurde deutlich.
An manchen Stellen waren mir allerdings die wichtigen Handlungen zu schnell abgehandelt und daher gesagt, als wären sie nur eine Nebensache. Außerdem standen teilweise auch wichtige Inhalte in Nebensätzen, die man bei schnellem Lesefluss überlesen könnte. Die Intensionen von Leonora und Alexander fand ich nachvollziehbar, allerdings fand ich einige Dinge doch etwas übertrieben, nur damit es am Ende passte. Auch wenn einige Vorfälle vorhersehbar waren oder in früheren Kapiteln angedeutet wurden, hat das Buch keineswegs an Spannung verloren.


Fazit:
Spannendes Jugendbuch mit einer wirklich wichtigen Story! Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass man die Charaktere nicht besonders gut kennenlernt. Die vielen Perspektivwechsel führen trotzdem den Leser gut durch die Geschichte und machen die Handlungen der Charaktere nachvollziehbarer. Das Ende hat es wirklich in sich und regt zum Nachdenken an!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2020

Eine Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen – interessantes Buch für Zwischendurch

Der Moment zwischen den Zeiten
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Zunächst zum Cover und Schreibstil:

Das Cover ist wunderschön, die hervorgehobenen Blumen auf dem etwas rauen Hintergrund sind wirklich schön erarbeitet. Der Schreibstil ist sehr poetisch, allerdings ...

Zunächst zum Cover und Schreibstil:

Das Cover ist wunderschön, die hervorgehobenen Blumen auf dem etwas rauen Hintergrund sind wirklich schön erarbeitet. Der Schreibstil ist sehr poetisch, allerdings brauchte ich ca. die 100 Seiten um in die Geschichte zu finden und zu verstehen worum es genau geht. Der nicht so flüssige Schreibstil und Satzbau führten bei mir dazu, dass es die Geschichte sehr abgehackt gemacht hat.

Zu den Charakteren und der Handlung:

Paula, die Hauptprotagonistin hat ihren geliebten Mann verloren, der ihr kurz vorher verkündete, dass es eine andere Frau in seinem Leben gibt. In dem Buch wird dieser Verlust aus Paulas Sicht aufgearbeitet. Anfangs ist sie sehr niedergeschlagen und sieht keinen Sinn mehr. Im Verlaufe des Buches entwickelt sie sich zu einer starken Frau, die versucht wieder Freude am Leben zu fassen.
Die anderen Charaktere lernt man dazu sehr oberflächlich kennen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Verlust ihres geliebten Freundes tiefer aufgegriffen und behandelt wird. Dazu wäre es meines Erachtens gut gewesen, die Gedanken von Paula transparenter und öfter darzustellen. So konnte ich leider keine emotionale Bindung zu Paula aufbauen und war etwas distanziert die ganze Geschichte über. Ich fand es interessant und mal etwas ganz anderes eine Geschichte über den Tod, Aufarbeitung, Entwicklung und Verlust zu lesen, allerdings fand ich es leider zu allgemein gehalten. Die Szenen im Krankenhaus (Paulas Arbeit) und mit Quim (einem Schreiner den sie kennengelernt hat) fand ich hingegen sehr gut.

Alles in allem war es ein guter Roman für Zwischendurch, der allerdings meiner Meinung nach mehr Potenzial gehabt hätte. Trotz alledem werden wichtige Themen behandelt, die jedem wahrscheinlich im Leben mal begegnen werden. Vielleicht habe ich das Buch in einem falschen Moment gelesen, sodass er mir nicht zugänglich genug war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere