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Veröffentlicht am 06.10.2021

Wichtiges Thema, aber leider sehr langatmig

Wie ein Schatten im Sommer
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Vio zieht mit ihren Eltern in ein kleines Dorf und hofft dort auf einen Neuanfang. Dort angekommen lernt sie direkt Konny kennen und freundet sich schnell mit ihm und seinen Freunden an. Doch leider wird ...

Vio zieht mit ihren Eltern in ein kleines Dorf und hofft dort auf einen Neuanfang. Dort angekommen lernt sie direkt Konny kennen und freundet sich schnell mit ihm und seinen Freunden an. Doch leider wird sie von anderen mit fremdenfeindlichen Sprüchen begrüßt, welche sich schnell aufbauschen. Der Rassismus entwickelt sich rasant und es passieren schlimme Dinge. Doch wer steckt dahinter?

Das Buch handelt hauptsächlich von Rassismus. Dieser wird hier sowohl physisch als auch psychisch ausgeübt und das wirklich auf eine sehr abartige Weise. Es ist traurig, dass es das leider auch im wahren Leben gibt. Die Autorin hat ihre eigenen schrecklichen Erfahrungen mit einfließen lassen und das merkt man auch. Diese schlimmen Szenen sind sehr intensiv. Leider war das ganze ernste Thema für mich im Buch zu prägnant. Ich kam einfach nicht in die Story rein und habe auch keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen können. Ich persönlich hätte ein paar freudigere Szenen gebraucht es war zu viel negativ. Ja das Thema ist schlimm, wurde im Buch auch mehr als deutlich, aber dennoch gibt es ja auch tolles im Leben. Hier und da wurden schöne Dinge angekratzt, aber für mich einfach nicht genug. Erst die letzten ca. 50 Seiten konnten mich richtig packen. Vorher war alles für mich eher langatmig, aber der Schluss war interessant und spannend. Hier sind auch endlich mal Dinge passiert, die mich richtig gefreut haben. Leider kam das nur viel zu spät.

Die Story wird aus den beiden Sichten der Protagonisten Konny und Vio geschrieben. Vio ist eine Teenagerin mit Migrationshintergrund und andere Menschen lassen sie das auch spüren. Rassismus ist für sie kein Fremdwort, da sie schon mit vielen Beleidigungen beworfen wurde. Konny ist eher ein stiller Typ, sagt selten seine Meinung und hält sich im Hintergrund. Leider gerät er durch die falschen Kontakte auf eine sehr schiefe Bahn. Vio hat in dem Buch keinen großen Wandel erlebt, brauchte sie aber auch nicht. Sie steht zu ihren Meinungen und bleibt sich treu. Konny dahingegen hat ziemlich zu kämpfen. Er versucht sich selbst zu finden und gerät dabei in ziemlich großen Ärger.
Gerade wegen Konny und dessen Kontakte habe ich mich fast durchweg beim lesen des Buches unwohl gefühlt, habe mich stark aufgeregt und war auch leider oft genervt. Genervt, weil Konny einfach so schrecklich handelt und aufgeregt, weil das ganze Thema wirklich ein schlimmes und ernstes Thema ist.

Das Buch zeigt ein sehr wichtiges Thema auf, dieses wird auch gut umgesetzt, aber mir fehlte drumherum einfach was. Daher kann ich es nur eingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 23.08.2021

Tolle Idee, aber zu vorhersehbar

Der Junge, der ans Meer glaubte
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Marco fühlt sich magisch vom Turmspringen angezogen. Beim Flug ins Wasser fühlt er sich frei und wie berauscht. Doch durch einen unglücklichen Unfall verliert er den Mut. Den Mut nochmal zu springen, den ...

Marco fühlt sich magisch vom Turmspringen angezogen. Beim Flug ins Wasser fühlt er sich frei und wie berauscht. Doch durch einen unglücklichen Unfall verliert er den Mut. Den Mut nochmal zu springen, den Mut für sein weiteres Leben. Durch seine Physiotherapeutin Lara kehrt er allerdings Schritt für Schritt in sein Leben zurück und dabei erfährt er Dinge, die sein Leben auch noch gehörig auf den Kopf stellen.

Am Schreibstil selbst habe ich absolut nichts auszusetzen. Er ist sehr weich an beim Lesen und dadurch kam ich doch recht gut voran. Die Story selbst hat mich nämlich leider etwas ausgebremst. Für mich war sehr schnell klar was passieren wird und wie der weitere Verlauf sein wird. Dadurch wurde dem Buch viel Spannung genommen. Lediglich die Umsetzung zum Ziel war nicht bekannt, aber auch die konnte mich leider einfach nicht recht packen. Sie kam dann sehr plötzlich und war super schnell abgehandelt. Was ich aber schön fand war das Ende. Es lässt noch Platz für seine eigene Fantasie.

Das Meer spielt, wie der Titel schon vermuten lässt, eine entscheidende Rolle in dem Buch. Durch dessen Weite und Tiefe werden viele Gefühle hervorgebracht. Liebe, Trauer, Hass, Wut, Angst… Diesen roten Faden des Buches fand ich sehr schön.

Die Charaktere werden sehr gut dargestellt. Um nicht zu sehr zu spoilern erwähne ich jetzt nur Lara und Marco, aber es gibt noch einige mehr. Bei allen wird die Gefühlswelt sehr gut beschrieben und nähergebracht. Ich konnte sie alle durchaus greifen, ihre Emotionen nachempfinden oder zumindest verstehen und ihre Handlungen meist nachvollziehen. Durch jeden einzelnen wurden wichtige Themen im Buch transportiert. Manche davon ganz nebenbei und manche tiefgehender, aber dennoch kam dabei nichts zu kurz.
Sowohl Lara als auch Marco haben eine sehr schmerzvolle Vergangenheit hinter sich. Er wurde von seinen Eltern verlassen und kämpft sich seitdem irgendwie durchs Leben. Sie trägt eine große Last auf ihren Schultern und wird von einem tiefen Liebenskummer geplagt. Durch das Zusammentreffen der beiden müssen sie sich allerdings beide mit ihren aktuellen und derzeitigen Problemen befassen. Die Entwicklung der beiden ist sehr schön mitanzusehen und durch und durch plausibel dargestellt.

Also zusammenfassend fand ich die Charaktere echt toll und die Idee des Buches auch. Leider fand ich die Umsetzung dann insgesamt doch etwas zu trocken und schwach, wodurch es mich nicht richtig packen konnte.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Für mich alles sehr Wirr

Die Liebesbriefe von Abelard und Lily
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Lily hat ADHS und hat immer den Drang Dinge zu zerstören. Dagegen nimmt sie Tabletten, aber diese verändern sie so sehr, dass sie nicht mehr sie selbst ist. Abelard dahingegen will Dinge lieber reparieren. ...

Lily hat ADHS und hat immer den Drang Dinge zu zerstören. Dagegen nimmt sie Tabletten, aber diese verändern sie so sehr, dass sie nicht mehr sie selbst ist. Abelard dahingegen will Dinge lieber reparieren. Er hat das Asperger-Syndrom und regiert daher sehr stark auf äußere Reize. Die beiden könnten von außen betrachtet nicht unterschiedlicher sein und doch nähern sie sich immer mehr an und teilen eine ganz bestimmte Begeisterung, und zwar die zu literarischen Klassikern.

Ich kam nicht sehr gut in das Buch rein. Ich habe den Schreibstil sehr oft als verwirrend wahrgenommen, was mit Sicherheit auch an den verwirrenden Gedankengängen von Lily der Protagonistin liegt. Auch im weiteren Verlauf wurde es insgesamt nicht besser, nur abschnittsweise. Die Story selbst fand ich auch eher langatmig. Es passiert nicht wirklich viel und das was passiert hat mich jetzt nie sonderlich stark umgehauen oder erstaunt.
Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und die Meinungen waren stets sehr durchwachsen. Vor allem über das Ende wurde stark diskutiert, da es für dieses viele Für und Wider gab.

Ich konnte mich mit den beiden Charakteren Lily und Abelard nicht richtig identifizieren, da ich selbst nicht von diesen Krankheiten betroffen bin und auch noch nie Kontakt mit diesen hatte. Dennoch konnte ich sie stückweit verstehen, da die Gefühle der beiden sehr gut rübergebracht wurden. Aber andererseits konnte ich auch oft die Handlungen einfach nicht nachvollziehen. Mir schien es so, dass es den Nebencharakteren des Buches da genauso ging wie mir. Auch sie scheinen sehr unbeholfen und wissen oft nicht was sie tun sollen, aber wollen immer nur das Beste für die beiden. Dabei handeln sie oft auch nicht immer logisch und gehen sogar ziemlich weit mit gewissen Dingen (siehe das Ende des Buches).

Also insgesamt war das Buch nicht so richtig was für mich. Einige Dinge werden zwar schön und gut beschrieben, aber doch war ich zu oft verwirrt. Es fiel mir jetzt auch echt schwer die Rezi zu schreiben, weil auch meine Gedanken zu dem Buch jetzt sehr Wirr sind.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Krasser Plottwist, sonst leider eher langatmig

All This Time – Lieben heißt unendlich sein
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Ein Autounfall verändert Kyles Leben komplett. Er verliert nicht nur seine große Liebe Kim, sondern auch seine Lust zu leben. Er schanzt sich in seinem Zimmer ein und hat auf nichts mehr Lust. Außerdem ...

Ein Autounfall verändert Kyles Leben komplett. Er verliert nicht nur seine große Liebe Kim, sondern auch seine Lust zu leben. Er schanzt sich in seinem Zimmer ein und hat auf nichts mehr Lust. Außerdem klagen in Schuldgefühle, weil er lebt und Kim nicht. Doch als er Marley trifft ändert sich alles Stück für Stück. Kyle findet wieder Freude daran zu leben. Bis etwas unvorhersehbare passiert.

Ich muss leider sagen, dass ich doch etwas enttäuscht bin von dem Buch. Ich habe eine tief emotionale Geschichte erwartet. Auch wenn viel Schmerz und Leid in dem Buch vorkommen, sind die Gefühle einfach nicht auf mich übergesprungen. Ich kam nur sehr schleppend voran und das obwohl der Schreibstil wirklich ganz wunderbar ist. Geschehnisse, Personen und die Szenerie wurden äußerlich allesamt wundervoll beschrieben, sodass ich mir alles sehr bildlich vorstellen konnte. Doch bei den Gefühlen hat mir auf jeden Fall was gefehlt, sie waren zu oberflächlich, zu schnell abgehandelt, nicht tiefgreifend genug nähergebracht.

Die Story selbst plätscherte für mich nur so dahin. Für mich hat sich keine Spannung aufgebaut. Es gab nicht viel Interessantes zu lesen. Es hat sich komplett so angefühlt als würde ich nur Nebeninformationen lesen. DOCH DANN kam der Plottwist, der das Buch für mich dann doch noch stückweise retten konnte. Natürlich erzähle ich nicht was passiert. Aber DAS habe ich absolut nicht kommen sehen und war für mich ein riesiger Schock! Nachdem man das aber verdaut hatte, ging es leider weiter wie davor. Es hat die Tiefe gefehlt um Mitfühlen zu können. Denn eigentlich gäbe es jede Menge Momente, die ein großes Potential für Herzschmerz usw. gehabt hätten.

Ohne den krassen Plottwist würde ich das Buch wohl eher nicht empfehlen. Doch da er vorhanden ist, lohnt es sich dann durchaus doch es zu lesen. Die Seiten davor und danach waren ja jetzt auch nicht schrecklich total schrecklich, nur halt nicht ganz so meins.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Leider konnte es mich nicht fesseln

Dein erster Blick für immer
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Der Schreibstil an sich ist ganz angenehm zu lesen. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, die leider nicht immer direkt so ersichtlich sind. Ansonsten ist das Buch in Zeitabschnitte ...

Der Schreibstil an sich ist ganz angenehm zu lesen. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, die leider nicht immer direkt so ersichtlich sind. Ansonsten ist das Buch in Zeitabschnitte gegliedert, wodurch man hierbei wenigstens den Überblick behalten kann.

An Spannung bzw. interessanten Themen fehlt es dem Buch meiner Meinung nach insgesamt. Hier und da gibt es mal tolle Szenen, oder auch traurige, herzerwärmende oder witzige, aber alles im allem doch einfach zu selten. Stellenweise musste ich mich sehr zwingen weiterzulesen. Habe das Buch öfters mal zur Seite gelegt, weil es sich doch gezogen hat. Es werden viele Aspekte angeschnitten, aber leider auch wirklich nur angeschnitten. Einzig die Themen „mutig sein“ und „Job“ ziehen sich doch durch das ganze Buch. Aber Dinge wie „Freundschaft“, „Familie“, „Betrug“, blieben für ich entweder sehr auf der Strecke, oder sie haben sich so schnell abgehandelt angefühlt. Auch der Verlust von einem geliebten Menschen ist irgendwie so „Schwups“ vorbei. Sehr schade auf jeden Fall.

Bei den Charakteren ist aber dafür wirklich alles dabei. Von herzallerliebst, zu durch und durch chaotisch bis hin zu wirklich widerlich. Mein liebster weiblicher Charakter ist auf jeden Fall Velma, eine ältere Frau, die sich nie zu schade für ein neues Abenteuer ist. Die Protagonisten selbst, ist sehr mutig, aber insgesamt hat mir zu viel von ihr gefehlt um mit ihr warm zu werden. Es wurde nur an der Oberfläche gekratzt, die tiefen Gefühle und Gedanken kamen nie richtig zum Vorschein. James Gefühlswelt kam dabei schon mehr zu mir durch und auch insgesamt konnte ich mich besser in ihn hineinversetzen. Was ich sehr merkwürdig fand, waren Szenen aus den Perspektiven von Charakteren, die eigentlich nicht so eine große Rolle gespielt haben. Durch die eine hat sich das ganze Buch zwar mehr oder weniger gewandelt, aber von ihr selbst wusste man so gut wie nichts. Daher verstehe ich die Szenen einfach nicht, bzw. verstehe nicht warum sie geschrieben wurden.

Hier und da zwar ganz nett, aber insgesamt hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

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