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Veröffentlicht am 25.01.2021

Mal wieder eine richtig gute Mystery-Jugendbuchreihe

The Woods 1
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Inhalt: Alle Wege führen zurück zu ihr
Ein Zwillingspaar. Einst waren sie Ivana. Heute haben sich Ira und Vanjo auseinandergelebt.
Eine verlassene Lungenheilanstalt. Seit Jahren lebt hier niemand mehr. ...

Inhalt: Alle Wege führen zurück zu ihr
Ein Zwillingspaar. Einst waren sie Ivana. Heute haben sich Ira und Vanjo auseinandergelebt.
Eine verlassene Lungenheilanstalt. Seit Jahren lebt hier niemand mehr. Denken sie.
Zwei Gruppen. Im Wald treffen sie aufeinander. Keiner kennt den anderen wirklich.
Aufkeimende Gefühle. Ist es möglich, im absoluten Finster sein Herz zu verlieren?
Keuchen in der Nacht. Es nähert sich.
Ein Ort. Ein Geheimnis. Kein Entkommen.

Cover: Düster und geheimnisvoll. Das Cover zeigt genau die Stimmung, die im Buch zu erwarten ist. Vielleicht nicht auf den ersten Blick ein Hingucker, aber es passt sehr gut.

Meine Meinung: Das Klappentext klingt sehr mysteriös und scheint nicht viel zu verraten. Aber er vermittelt ein Gefühl. Gänsehaut, die in einem hochkriecht. Herzklopfen vor Spannung. Ein ungutes Grummeln in der Magengrube. Und genau diese Stimmung kann man in "The Woods – Die vergessene Anstalt" erwarten.

Die Zwillinge Ira und Vanjo sind zwei der Jugendlichen, die sich im Wald verirren und auf ein verlassenes Gebäude, eine alte Lungenheilanstalt, treffen. Alle Versuche diesen Ort zu verlassen scheitern, denn einmal gefangen auf dem Gelände der Anstalt scheint es kein Entkommen mehr zu geben. Der Wald ist undurchdringlich und je länger die Jugendlichen dort sind, desto mehr übernatürliche Dinge passieren. Geräusche und Gestalten, die auftauchen und verschwinden. Wicca-Symbole auf den Mauern des Gebäudes. Während der Hunger immer größer wird, müssen sich die Protagonist:innen fragen, ob sie einander überhaupt trauen können - oder sich selbst.

Erzählt wird die Geschichte dabei aus ganz verschiedenen Perspektiven, wodurch die Zweifel an den Geschehnissen immer mehr wachsen und man sich als Leser:in niemals ganz sicher sein kann, welchen Aussagen man trauen kann. Im rasanten Tempo werden immer neue, gruselige Entdeckungen gemacht und ich muss sagen, dass diese Geschichte einfach unheimlich war. Aber genau das macht dieses Buch für mich aus. Es war spannend bis zur letzten Seite und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Zum Ende bleiben zwar die meisten Fragen offen, aber der zweite Band steht quasi schon vor der Tür und kann bestimmt ein paar davon auflösen.

Fazit: Für mich war "The Woods - Die vergessen Anstalt" eine Überraschung. Jugendlicher Thrill haut mich heutzutage kaum mehr vom Hocker, doch dieses Buch war da anders! Durch das rasante Erzähltempo und die Perspektivwechsel hat Nove Hill eine überaus spannende und unheimliche Geschichte geschaffen, die sehr viel Spaß beim Lesen gemacht hat. Ich freue mich schon auf Band 2.

Mehr Rezensionen & Buchtipps findet ihr auf https://liebedeinbuch.blogspot.de/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Mystische Märchenadaption, mit einem Hauch zu viel Geheimniskrämerei

Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz
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Inhalt: Christopher und Adrian haben sich geschworen: Nie wieder soll ein Mädchen zwischen sie kommen. Denn in Adrian schlummert ein Monster, das darauf lauert, seinen Bruder zu verletzen. Doch dann betritt ...

Inhalt: Christopher und Adrian haben sich geschworen: Nie wieder soll ein Mädchen zwischen sie kommen. Denn in Adrian schlummert ein Monster, das darauf lauert, seinen Bruder zu verletzen. Doch dann betritt Jessa High Moor Grange …
Jessa würde alles tun, um ihre Schwester Alice zu finden, die seit fünf Jahren als vermisst gilt. High Moor Grange ist der erste Hinweis, den sie nach all der Zeit erhalten hat – aber außer einer Ruine im Nebel findet sie dort nur die Besitzer des heruntergekommenen Herrenhauses. Jessa ahnt, dass die beiden mehr über Alice‘ Verschwinden wissen, als sie zugeben. Christopher will sie unbedingt loswerden und treibt sie mit seiner Arroganz ständig auf die Palme – und selbst sein warmherziger Bruder Adrian scheint Geheimnisse zu haben. Jessa weiß, sie sollte sich von den Zwillingsbrüdern fernhalten, denn anstatt auf High Moor Grange Antworten zu finden, droht sie plötzlich, ihr Herz im Kampf gegen einen jahrhundertealten Fluch zu verlieren …

Cover: Die mystische Stimmung des Buches wird auf dem Cover aufgegriffen. Dunkle Schatten, Nebel und das geheimnisvolle Anwesen von High Moor Grange. Ergänzt durch wunderschöne goldene Applikationen und Rosen, die dem Cover einen romantischen Hauch verpassen. Auch die Kapitelanfänge greifen dieses Motiv auf. Ein wahrer Hingucker mit Liebe gestaltet!

Meine Meinung: Das Buch hatte mich schon vor dem Lesen in seinen Bann gezogen, denn optisch ist es ein wahrer Hingucker. Der Inhalt konnte ebenfalls gut unterhalten, auch wenn er nicht vollkommen begeistert hat.

Kathrin Lange liefert mit ihrem Titel "Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz" eine neue Märchenadaption von "Die Schöne und das Biest". Jessa, eine Waise aus London, wird auf der Suche nach ihrer vermissten Schwester Alice nach High Moor Grange geführt. Ein mysteriöses, altes Herrenhaus mitten in den Nebeln von Yorkshire. Auf dem Anwesen trifft sie Christopher und Adrian. Zwei Brüder, die geheimnisvoller nicht sein könnten. Denn auf ihnen lastet ein alter Fluch von Branwell Brontë: "Liebe wird Hass gebären."

Die Epoche der Brontë-Geschwister spielt in der Erzählung immer wieder eine Rolle und unterstreicht damit die mystische Stimmung. Genauso wie die dichten Nebel, die stets das gesamte Anwesen umgeben. Alles an der Geschichte scheint irgendwie mysteriös sein, als ob stets mehr dahinterstecken würde, als es anfangs scheint. Und genau das ist auch bei vielen Dingen der Fall. Die Protagonistin Jessa lässt auf ihrer Suche niemals locker und kommt so nach und nach hinter das Geheimnis der beiden Brüder.

Die Autorin weiß dabei ganz genau, wie sie ihre Leser*innen lange im Dunkeln lässt. Für meinen Geschmack etwas zu lange. Eine Geschichte kann auch zu geheimnisvoll sein. Denn irgendwann geht immer mehr die Spannung abhanden, je länger die Auflösung hinauszögert wird. Der Mittelteil war für mich deshalb etwas zäh. Zum Ende nimmt das Buch dann wieder an Fahrt auf, was vieles rausholt. Die "Lösung" des Fluches war mir zwar schon länger ersichtlich als den Charakteren, aber das Mitlesen und -fiebern hat trotzdem Spaß gemacht.

Fazit: Eine schöne Märchenadaption, die allerdings nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird, weil sie so begeistert hat. Insgesamt hätte es der Geschichte gut getan, wenn um das Geheimnis der beiden Brüder nicht ganz so lange herumgeschlichen wäre. Dennoch: Ein manchmal romantisches, stets mysteriöses und alles in allem unterhaltsames Jugendbuch.

Mehr Rezensionen & Buchtipps findet ihr auf https://liebedeinbuch.blogspot.de/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2021

Unterhaltsam, aber nichts, was mich umgeworfen hat

The Play – Spiel mit dem Feuer
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Inhalt: Nach einer katastrophalen letzten Saison fasst Hunter Davenport, der neue Kapitän des Briar-Eishockeyteams, einen klaren Entschluss: Keine Niederlagen mehr, keine Ablenkungen – und vor allem: keine ...

Inhalt: Nach einer katastrophalen letzten Saison fasst Hunter Davenport, der neue Kapitän des Briar-Eishockeyteams, einen klaren Entschluss: Keine Niederlagen mehr, keine Ablenkungen – und vor allem: keine Frauen. Ab sofort lebt er offiziell im Zölibat. Doch seine Kommilitonin Demi Davis stellt seine guten Vorsätze auf eine harte Probe. Denn nach der Trennung von ihrem Freund ist sie auf der Suche nach Ablenkung und genießt es, mit Hunter zu spielen. Obwohl er fest entschlossen ist, Demi zu widerstehen, fällt es Hunter immer schwerer, auch seinen Körper davon zu überzeugen – und sein Herz …

Cover: Ein wiedererkennbares, süßes Cover, das typisch für dieses Genre ist. Bringt eine schöne Atmosphäre rüber und harmoniert mit seinen Vorgängern.

Meine Meinung: "The Play - Spiel mit dem Feuer" ist zwar der dritte Band der Briar-U-Reihe, aber tatsächlich mein erstes Buch von Elle Kennedy, daher kann ich definitiv gut beurteilen, dass die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. An der Geschichte von Hunter und Demi hatte ich zwar ein paar Kritikpunkte, aber ich möchte definitiv die anderen Protagonist:innen der anderen Bände noch kennenlernen.

Der Einstieg in die Erzählung geschieht sehr direkt. Elle Kennedys Schreibstil gleicht dabei einer direkten Gedankenwiedergabe, wodurch ein sehr leichter Schreibstil entsteht, der eine große Nähe zu den Charakteren erzeugt. Die Perspektive wechselt zwischen Hunter Davenport, dem gut aussehenden, beliebten Kapitän des Eishockeyteams und Demi Davis, eine Kommilitonin von Hunter aus dem Psychologiekurs.

Die beiden Protagonisten müssen zusammen an einem großen Psychologie-Projekt arbeiten und kommen sich dabei immer näher. Das Problem dabei ist: Demi ist in einer Beziehung und Hunter hat sich in ein selbst auferlegtes Zölibat begeben, um den Erfolg seiner Mannschaft zu garantieren. Die Geschichte braucht daher ein wenig, um sich weiterzuentwickeln.

Währenddessen scheint auf dem Briar-U-Campus nur ein Thema vorzuherrschen: SEX. Gefühlt von jedem Studenten ist das liebste Gesprächsthema heiße Frauen*Männer und Sex. Ich fand diesen Fokus übertrieben dargestellt und teilweise auch "augenverdreh-würdig". Etwas tiefer gehende Handlung stattdessen wäre schön gewesen. Ab der Hälfte entwickelt sich zum Glück aber immer mehr ein humorvolles, unterhaltsames Knistern zwischen Hunter und Demi. Dadurch wurde ich sehr gut unterhalten und hatte insgesamt Spaß mit der Geschichte.

Fazit: "The Play – Spiel mit dem Feuer" ist eine unterhaltsame College-Geschichte. Hunter und Demi sorgen für ein humorvolles Knistern, drumherum gibt es aber eine zu übertriebene Darstellung des Sexlebens am Campus. Nichts Besonderes, aber das Buch bietet gute Unterhaltung. Auch unabhängig lesbar.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2021

Eine frische, interessante Idee und eine Geschichte, die einfach Spaß macht

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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Inhalt: Wenn die 17-jährige Emilia eines liebt, dann sind es Rätsel. Als sie bei einem Museumsbesuch das sagenumwobene Voynich-Manuskript lesen kann, spürt sie, dass sie einem unglaublichen Mysterium auf ...

Inhalt: Wenn die 17-jährige Emilia eines liebt, dann sind es Rätsel. Als sie bei einem Museumsbesuch das sagenumwobene Voynich-Manuskript lesen kann, spürt sie, dass sie einem unglaublichen Mysterium auf der Spur ist – denn das Dokument gilt als eines der größten, nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit. Dann trifft sie auf den attraktiven, aber sehr verschlossenen Goldalchemisten Ben, und die Ereignisse überschlagen sich: Emilia ist eine Nachfahrin des uralten Silberordens! Schnell gerät sie ins Kreuzfeuer rivalisierender Geheimlogen, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

Cover & Gestaltung: Wenn man das Buch in der Hand hält, fühlt man direkt die hochwertige Gestaltung. Es wirkt sehr edel, fühlt sich gut an und schimmert so schön golden. Ich könnte es stundenlang angucken.

Meine Meinung: Bücher, in denen die Protagonist*innen chemische Elemente kontrollieren können, habe ich noch nicht gelesen. Daher war "Kaleidra - Wer das Dunkel ruft" nicht nur überaus interessant und aufregend für mich, sondern auch erfrischend neuartig.

Die Fähigkeiten der Gold-, Silber- und Quecksilberalchemisten in dieser Geschichte gehen weit über die "normale" Alchemie (die Lehre der Eigenschaften der Stoffe) hinaus. Neben dem umfassenden Wissen über die Elemente, die sehr viel Recherche von Kira Licht benötigt haben müssen, können die Charaktere diese Stoffe formen und zu ihren Zwecken einsetzen.

In diese faszinierende Welt fällt die Protagonistin, Erzählerin und Silberalchemistin Emilia und ab diesem Moment herrscht kein Stillstand mehr in ihrem Leben. Eine uraltes Manuskript, das so schnell wie möglich entschlüsselt werden muss und der rivalisierende Quecksilberorden sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Es werden Rätsel gelöst, geschichtsträchtige Orte bereist und Kämpfe mit chemischen Elementen geführt. Die 560 Seiten sind wie im Fluge vergangen und ich war jedes Mal ein wenig traurig, wenn ich das Buch aus der Hand legen musste.

Gefühlstechnisch ist für mich noch ein wenig Luft nach oben in der Geschichte. Aber ich habe dafür schon Potenzial entdeckt und ans Herz gewachsen sind mir Emilia, Ben und die anderen Mitglieder der Goldloge bereits sehr. Ich liebe das Zusammenspiel der verschiedenen Persönlichkeiten und hatte am Ende des Buches einen richtigen Book-Hangover. Ich kann es kaum erwarten im zweiten Teil, mehr von Rom zu entdecken und zu sehen wie es mit Ben und Emilia weitergeht. Vor allem, da das Buch mit einem gemeinen Cliffhanger endet …

Fazit: Der Auftakt der Kaleidra-Trilogie überzeugt mit einer erfrischenden, interessanten Idee und einem spannenden Plot voller Rätsel und Action. Eine Geschichte, die einfach Spaß macht!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2021

Zu viel Drama und zu wenig Farbe

Wenn du bei mir bist
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Inhalt: Die junge Journalistin Kate wittert ihre große Chance, als der geheimnisvolle, öffentlichkeitsscheue Multimillionär R.J. Lawson endlich einem Interview zustimmt. Kaum auf seinem idyllischen Weingut ...

Inhalt: Die junge Journalistin Kate wittert ihre große Chance, als der geheimnisvolle, öffentlichkeitsscheue Multimillionär R.J. Lawson endlich einem Interview zustimmt. Kaum auf seinem idyllischen Weingut in Napa Valley angekommen, lernt sie den attraktiven Arbeiter Jamie kennen, und die beiden verlieben sich Hals über Kopf. Doch nach einer märchenhaft romantischen Woche ist Jamie plötzlich verschwunden, und Kate muss sich fragen, wer der Mann, der ihr Herz stahl, eigentlich wirklich ist.

Cover: Das Cover ist stimmungsvoll und romantisch. Vielleicht hätte man noch ein bisschen mehr die Gegend, in der das Buch es spielt, zeigen können.

Meine Meinung: "Wenn du bei mir bist" hatte die besten Voraussetzungen eine richtig schöne, romantische Liebesgeschichte zu werden. Das Setting hat mir auch sehr gut gefallen. Das Weingut in Napa Valley, Ausflüge ins faszinierende San Francisco, Segeln in der Bucht. Wie gerne wäre ich auch einmal an diesem Ort und würde solche Aktivitäten unternehmen.

Leider hat mir viel ums Setting herum nicht so gut gefallen. Kate, die Journalistin, erzählt uns Leser*innen diese Geschichte. Nachdem sie einige Rückschläge und Verluste in ihrem Leben hinnehmen musste, hat sie sich sehr zurückgezogen und sich wenig Mühe bei ihrer Arbeit gegeben. Doch ihr Chef gibt ihr noch eine Chance mit dem Exklusivinterview mit R. J. Lawson. Dem Technik-Genie, das nun ein Weingut in Napa Valley führt.

Kate lebt zwar zurückgezogen, aber im Puncto Drama dreht sie voll auf. Die allermeisten Handlungen von ihr sind sehr überspitzt. Bei Kleinigkeiten geht sie an die Decke und schwankt bei ihren Meinungen stärker hin und her als bei einem Herbststurm. Passenderweise lernt sie den männlichen Protagonisten Jamie kennen, als sie ihm ins Auto fährt.

Jamie arbeitet auf dem Weingut und sieht natürlich umwerfend aus. Sein Verhalten ist etwas grenzwertig, da er anfangs denkt, dass Kate in einer Beziehung ist. Die beiden kommen sich sehr schnell näher und genauso schnell dreht sich vieles nur noch um das Körperliche. Tiefe konnte die Autorin für mich leider nicht erzeugen. Auch den Charakteren selbst fehlte es an Farbe und Authentizität. Besonders die Diabetes-Erkrankung von Jamie war für mich extrem unglaubwürdig dargestellt.

Für noch mehr Drama (und vermeintliche Spannung) hat Reneé Carlino noch ein (großes)Geheimnis eingebaut, das leider von Anfang an offensichtlich war. Als dieses herauskommt gibt es zwischen den Charakteren einen gehörigen Knall. Überraschender Weise haben mich diese Szenen, vermutlich aufgrund des vielen Dramas, doch sehr mitgenommen und ich musste sogar ein wenig weinen.

Fazit: Insgesamt fand ich "Wenn du bei mir bist" ganz nett für zwischendurch, aber überzeugen konnte mich diese Geschichte nicht. Das viele Drama hat mich zwar für einen kleinen Part sehr stark mitgenommen, die größte Zeit musste ich deswegen aber die Augen verdrehen. Man langweilt sich mit diesem Buch sicherlich nicht, aber es wird einen auch nicht schmachten lassen.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere