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Veröffentlicht am 28.01.2021

Gute Unterhaltung, aber die Chemie war nicht spürbar

Park Avenue Player
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Inhalt: Er glaubt nicht mehr an die Liebe. Bis er sie trifft ...
Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch passiert es: Elodie erwischt mit ihrem alten Jeep den glänzenden Mercedes eines reichen Schnösels. ...

Inhalt: Er glaubt nicht mehr an die Liebe. Bis er sie trifft ...
Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch passiert es: Elodie erwischt mit ihrem alten Jeep den glänzenden Mercedes eines reichen Schnösels. Es ist Abneigung auf den ersten Blick, als ihr der arrogante – wenn auch leider attraktive – Geschäftsmann die alleinige Schuld an dem Unfall gibt. Nach einem hitzigen Wortgefecht muss die temperamentvolle New Yorkerin sich sputen, um noch pünktlich zu ihrem Termin zu erscheinen – und staunt nicht schlecht, als sich ihr Unfallgegner als ihr zukünftiger Chef entpuppt ...

Cover: Das Cover wirkt edel, warm und sexy zugleich. Außerdem harmonieren die Farben sehr schön miteinander.

Meine Meinung: Nachdem mich die letzten zwei Romane des Autorenduos Vi Keeland und Penelope Ward so gut unterhalten haben, muss ich sagen, dass ihr neustes Buch "Park Avenue Player" da nicht ganz mithalten konnte. Trotzdem war das Buch eine schöne Lektüre mit Höhepunkten, aber auch schwächeren Momenten.

Lange Zeit, bestimmt 2/3 der Geschichte, hat es mir sehr gut gefallen und ich hatte Spaß beim Lesen. Ich mochte den Humor der Protagonistin Elodie sehr gerne. Eine fröhliche, selbstbewusste Person, die trotz aller Gegenschläge den Mut behält und die sich nicht scheut, Emotionen zu zeigen. Auch die Nichte des männlichen Hauptcharakters Hollis, für die Elodie als Nanny eingestellt wird, war mir direkt sympathisch. Ein aufgewecktes Kind, das auf der Suche nach einem richtigen Zuhause, einem "Heimathafen", ist. Zu wem ich schwer Zugang finden konnte, war Hollis.

Wie Elodie hat auch er eine Beziehung hinter sich, die unschön geendet hat. Bindungsängste existieren bei beiden, aber Hollis hat seine recht "normale" Trennung nie überwunden und verschließt sich komplett vor der Liebe.
Vielleicht hatte ich dieses Gefühl aber auch nur, weil mir der Tiefgang gefehlt hat. Die Charaktere lernen sich für mein Empfinden nur recht oberflächlich und vor allem körperlich kennen. Die Entwicklung der Beziehung war deshalb etwas unauthentisch bzw. schnell, gepaart mit zu viel besitzergreifendem Verhalten und plötzlichen großen Zukunftsplänen.

Leider kam auch die Chemie zwischen Hollis und Elodie nicht richtig bei mir an. Zwischendurch gab es durchaus sexy Szenen, aber die Art der Annährung, bei der viel Elodies Unterwäsche eine Rolle gespielt hat, war nicht meins. Das ist allerdings Geschmackssache! Insgesamt gesehen waren die beiden ein süßes Paar, das mich gut unterhalten konnte. Nur zum Ende hin flachte die Story zu sehr ab.

Allerdings – und das sollte unbedingt noch erwähnt werden – war die Nebenstory sehr emotional. Ich kann nicht wirklich sagen, ob ich die Verbindung zur Hauptstory am Ende schlüssig fand, aber sie hat starke Gefühle und Tränen bei mir hervorgerufen. Etwas, das Elodie und Hollis nicht geschafft hatten.

Fazit: Der neuste Roman vom Autorenduo Keeland und Ward kann auf weiten Teilen der Strecke gut unterhalten. Die Protagonistin und die Nebencharaktere sind sympathisch und haben Humor. Allerdings hat mir persönlich die Chemie und das tiefergehende Kennenlernen gefehlt, um mich wirklich von diesem Paar und ihrer Geschichte zu überzeugen.

Mehr Rezensionen & Buchtipps findet ihr auf https://liebedeinbuch.blogspot.de/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2021

Düstere, historisch angehauchte High Fantasy mit gut ausgearbeiteten Plottwist

Die Mächte der Moria (Die Mächte der Moria 1)
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Inhalt: Renata besitzt die am meisten gefürchtete Gabe der magischen Moria: Sie kann Erinnerungen stehlen. Als Kind wurde sie deshalb an den Hof des Königs gebracht, um politische Gegner auszuschalten. ...

Inhalt: Renata besitzt die am meisten gefürchtete Gabe der magischen Moria: Sie kann Erinnerungen stehlen. Als Kind wurde sie deshalb an den Hof des Königs gebracht, um politische Gegner auszuschalten. Jetzt kämpft sie selbst in den Reihen der Rebellen gegen die Krone.
Kann Renata sich von der Schuld ihrer Vergangenheit befreien?
Als der Anführer der Moria und Renatas Geliebter Dez vom Prinzen entführt wird, muss sie an den Hof zurückkehren und Dez' Mission beenden. Doch je tiefer sie dort in die Machenschaften verstrickt wird, desto mehr erfährt sie über ihre eigene Vergangenheit – und deckt ein Geheimnis auf, mit dem sie das Schicksal des Königreichs verändern kann.

Cover: Das Cover ist düster, aber wirklich bildgewaltig. Magisch und gleichzeitig mit einer sehr hohen Anziehungskraft. Mir gefällt es sehr gut und es passt genauso gut zur Geschichte.

Meine Meinung: Wer mal wieder Lust auf eine düstere High-Fantasy-Geschichte für Jugendliche hat, ist bei "Die Mächte der Moria" genau richtig. Die Auftakt der Dilogie war beim Einstieg zwar etwas schwergängig, hat dann aber an Fahrt aufgenommen und richtig Spaß gemacht.

Man taucht beim Lesen in eine historisch angehauchte Fantasywelt ein, in der magisch Begabte, die Moria, verfolgt und ermordet werden. Die Protagonistin Renata Convida selbst besitzt die gefürchtetste Gabe aller Moria, denn sie kann anderen Menschen ihre Erinnerungen nehmen. In der Vergangenheit wurde sie deshalb vom König als Waffe benutzt, in der Gegenwart kämpft sie zwar an der Seite der Rebellen, wird aber auch dort geächtet. Nur Dez, ihr Freund und der Anführer ihrer Gruppe, sieht die Person hinter der "bösen" Magie. Als er entführt wird, kehrt Renata in den Palast zurück, um seine Mission zu beenden und ihn zu retten.

Romantasy-Leser:innen könnten an dieser Stelle kurz aufgehorcht haben, doch umsonst. Es gibt höchstens einen Hauch an Gefühlen. Im Vordergrund stehen eher Einsamkeit, Furcht und die Magie. Außerdem gibt es die eine oder andere schockierende Szene, die die Erzählung erst so richtig belebt haben. Lange Zeit war das Buch zwar interessant, aber nicht mehr. Doch dann gab es diese eine Entwicklung, mit der ich gar nicht gerechnet hatte und ab diesem Zeitpunkt hat die Geschichte richtig an Fahrt aufgenommen.

Es wurde noch einmal sehr spannend und mitreißend. Renata musste sich ständig fragen, wem sie trauen kann, wer ein Verbündeter ist und wer nur so tut. Sie musste tierisch auf der Hut sein und sich gleichzeitig in höchste Gefahr begeben, um Dez Mission weiterzuführen. Dabei nimmt die Geschichte immer neue Wendungen und endet mit einem ausgeklügelten Plottwist. Dieser überrascht nicht unbedingt, denn ich persönlich fand ihn schon länger offensichtlich. Aber er war gut ausgearbeitet und unterhaltsam. Ich freue mich schon auf die weiteren Entwicklungen im zweiten Teil!

Fazit: Die Geschichte der jungen Rebellin Renata ist keine leichte Kost, da sie wenig Wärme gibt. Doch für jene Leser:innen, die historisch angehauchte, magische Settings lieben, bietet die Autorin genau das richtige. Eine spannende, mitreißende Geschichte, leicht schockierende Szenen und einen ausgeklügelten Plottwist.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2021

Eine tolle, emotionale, sexy und romantische Kurzgeschichte zu Weihnachten

Christmas Deal
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Inhalt: Riley Kennedy ist genervt. Immer wieder landen ihre E-Mails bei ihrem Kollegen Kennedy Riley. Doch statt sie einfach weiterzuleiten, gibt dieser stets auch noch seine unpassenden Kommentare dazu ...

Inhalt: Riley Kennedy ist genervt. Immer wieder landen ihre E-Mails bei ihrem Kollegen Kennedy Riley. Doch statt sie einfach weiterzuleiten, gibt dieser stets auch noch seine unpassenden Kommentare dazu ab. Als sie sich auf der Weihnachtsparty dann gegenüber stehen, will Riley die Gelegenheit nutzen, ihm endlich ordentlich die Meinung zu sagen. Doch ehe sie sich versieht, hat sie der attraktive Kennedy zu einem Weihnachtdeal überredet: Er spielt ihren Freund auf der Weihnachtsparty ihrer Mutter, dafür begleitet sie ihn auf eine Hochzeit. Doch was, wenn aus dem Deal auf einmal etwas Echtes wird?

Cover: Warme Farben, ein gut aussehender Mann, dezente winterliche Akzente. Mir gefällt das Cover sehr gut.

Meine Meinung: Ach, was war das schön! Das Autorenduo Vi Keeland und Penelope Ward haben mit der Weihnachtsnovella "Christmas Deal" ein kurzweiliges Vergnügen und vor allem eine wirklich schöne Geschichte geschaffen. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war sie auch schon wieder vorbei.

Das Buch scheint nur so an einem vorbeizufliegen, da die Story so viel Spaß macht und sich sehr gut lesen lässt. Riley Kennedy und Kennedy Riley bringen ordentlich Stimmung in die Geschichte. Anfangs beginnt es vor allem lustig und in aufgeladener Atmosphäre. Kennedy erhält durch die Namensverwechslung oft die Arbeitsmails von Riley, aber anstatt sie einfach weiterzuleiten, versieht er sie noch mit persönlichen, bissigen Kommentaren. Riley ist deswegen auf 180. Bis sich die beiden auf der Weihnachtsparty ihres Konzerns begegnen und einen Deal abschließen: Sie werden bei der Familie des jeweils Anderen ein Paar spielen.

Aus dem Spiel wird aber schnell mehr, die Funken beginnen zu fliegen. Der Plot bietet dabei die volle Bandbreite der Gefühle. Es ist humorvoll und sexy. Aber auch romantisch und emotional. Obwohl das Buch mit 172 Seiten nicht dick ist, wurde erstaunlich viel Tiefgang untergebracht. Und ich habe ich sogar ein paar Tränchen verdrückt. Am Ende war ich vor allem traurig, dass die Geschichte zu Ende war und die beiden Autorinnen keine längere Story daraus gemacht haben.

Fazit: Eine wirklich schöne Weihnachtsnovella, die ich nur empfehlen kann. Ich hatte sehr viel Spaß mit Riley und Kennedy. Die Geschichte der beiden war emotional, sexy und romantisch und das trotz der wenigen Seiten.

Mehr Rezensionen & Buchtipps findet ihr auf https://liebedeinbuch.blogspot.de/

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Mal wieder eine richtig gute Mystery-Jugendbuchreihe

The Woods 1
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Inhalt: Alle Wege führen zurück zu ihr
Ein Zwillingspaar. Einst waren sie Ivana. Heute haben sich Ira und Vanjo auseinandergelebt.
Eine verlassene Lungenheilanstalt. Seit Jahren lebt hier niemand mehr. ...

Inhalt: Alle Wege führen zurück zu ihr
Ein Zwillingspaar. Einst waren sie Ivana. Heute haben sich Ira und Vanjo auseinandergelebt.
Eine verlassene Lungenheilanstalt. Seit Jahren lebt hier niemand mehr. Denken sie.
Zwei Gruppen. Im Wald treffen sie aufeinander. Keiner kennt den anderen wirklich.
Aufkeimende Gefühle. Ist es möglich, im absoluten Finster sein Herz zu verlieren?
Keuchen in der Nacht. Es nähert sich.
Ein Ort. Ein Geheimnis. Kein Entkommen.

Cover: Düster und geheimnisvoll. Das Cover zeigt genau die Stimmung, die im Buch zu erwarten ist. Vielleicht nicht auf den ersten Blick ein Hingucker, aber es passt sehr gut.

Meine Meinung: Das Klappentext klingt sehr mysteriös und scheint nicht viel zu verraten. Aber er vermittelt ein Gefühl. Gänsehaut, die in einem hochkriecht. Herzklopfen vor Spannung. Ein ungutes Grummeln in der Magengrube. Und genau diese Stimmung kann man in "The Woods – Die vergessene Anstalt" erwarten.

Die Zwillinge Ira und Vanjo sind zwei der Jugendlichen, die sich im Wald verirren und auf ein verlassenes Gebäude, eine alte Lungenheilanstalt, treffen. Alle Versuche diesen Ort zu verlassen scheitern, denn einmal gefangen auf dem Gelände der Anstalt scheint es kein Entkommen mehr zu geben. Der Wald ist undurchdringlich und je länger die Jugendlichen dort sind, desto mehr übernatürliche Dinge passieren. Geräusche und Gestalten, die auftauchen und verschwinden. Wicca-Symbole auf den Mauern des Gebäudes. Während der Hunger immer größer wird, müssen sich die Protagonist:innen fragen, ob sie einander überhaupt trauen können - oder sich selbst.

Erzählt wird die Geschichte dabei aus ganz verschiedenen Perspektiven, wodurch die Zweifel an den Geschehnissen immer mehr wachsen und man sich als Leser:in niemals ganz sicher sein kann, welchen Aussagen man trauen kann. Im rasanten Tempo werden immer neue, gruselige Entdeckungen gemacht und ich muss sagen, dass diese Geschichte einfach unheimlich war. Aber genau das macht dieses Buch für mich aus. Es war spannend bis zur letzten Seite und ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. Zum Ende bleiben zwar die meisten Fragen offen, aber der zweite Band steht quasi schon vor der Tür und kann bestimmt ein paar davon auflösen.

Fazit: Für mich war "The Woods - Die vergessen Anstalt" eine Überraschung. Jugendlicher Thrill haut mich heutzutage kaum mehr vom Hocker, doch dieses Buch war da anders! Durch das rasante Erzähltempo und die Perspektivwechsel hat Nove Hill eine überaus spannende und unheimliche Geschichte geschaffen, die sehr viel Spaß beim Lesen gemacht hat. Ich freue mich schon auf Band 2.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Mystische Märchenadaption, mit einem Hauch zu viel Geheimniskrämerei

Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz
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Inhalt: Christopher und Adrian haben sich geschworen: Nie wieder soll ein Mädchen zwischen sie kommen. Denn in Adrian schlummert ein Monster, das darauf lauert, seinen Bruder zu verletzen. Doch dann betritt ...

Inhalt: Christopher und Adrian haben sich geschworen: Nie wieder soll ein Mädchen zwischen sie kommen. Denn in Adrian schlummert ein Monster, das darauf lauert, seinen Bruder zu verletzen. Doch dann betritt Jessa High Moor Grange …
Jessa würde alles tun, um ihre Schwester Alice zu finden, die seit fünf Jahren als vermisst gilt. High Moor Grange ist der erste Hinweis, den sie nach all der Zeit erhalten hat – aber außer einer Ruine im Nebel findet sie dort nur die Besitzer des heruntergekommenen Herrenhauses. Jessa ahnt, dass die beiden mehr über Alice‘ Verschwinden wissen, als sie zugeben. Christopher will sie unbedingt loswerden und treibt sie mit seiner Arroganz ständig auf die Palme – und selbst sein warmherziger Bruder Adrian scheint Geheimnisse zu haben. Jessa weiß, sie sollte sich von den Zwillingsbrüdern fernhalten, denn anstatt auf High Moor Grange Antworten zu finden, droht sie plötzlich, ihr Herz im Kampf gegen einen jahrhundertealten Fluch zu verlieren …

Cover: Die mystische Stimmung des Buches wird auf dem Cover aufgegriffen. Dunkle Schatten, Nebel und das geheimnisvolle Anwesen von High Moor Grange. Ergänzt durch wunderschöne goldene Applikationen und Rosen, die dem Cover einen romantischen Hauch verpassen. Auch die Kapitelanfänge greifen dieses Motiv auf. Ein wahrer Hingucker mit Liebe gestaltet!

Meine Meinung: Das Buch hatte mich schon vor dem Lesen in seinen Bann gezogen, denn optisch ist es ein wahrer Hingucker. Der Inhalt konnte ebenfalls gut unterhalten, auch wenn er nicht vollkommen begeistert hat.

Kathrin Lange liefert mit ihrem Titel "Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz" eine neue Märchenadaption von "Die Schöne und das Biest". Jessa, eine Waise aus London, wird auf der Suche nach ihrer vermissten Schwester Alice nach High Moor Grange geführt. Ein mysteriöses, altes Herrenhaus mitten in den Nebeln von Yorkshire. Auf dem Anwesen trifft sie Christopher und Adrian. Zwei Brüder, die geheimnisvoller nicht sein könnten. Denn auf ihnen lastet ein alter Fluch von Branwell Brontë: "Liebe wird Hass gebären."

Die Epoche der Brontë-Geschwister spielt in der Erzählung immer wieder eine Rolle und unterstreicht damit die mystische Stimmung. Genauso wie die dichten Nebel, die stets das gesamte Anwesen umgeben. Alles an der Geschichte scheint irgendwie mysteriös sein, als ob stets mehr dahinterstecken würde, als es anfangs scheint. Und genau das ist auch bei vielen Dingen der Fall. Die Protagonistin Jessa lässt auf ihrer Suche niemals locker und kommt so nach und nach hinter das Geheimnis der beiden Brüder.

Die Autorin weiß dabei ganz genau, wie sie ihre Leser*innen lange im Dunkeln lässt. Für meinen Geschmack etwas zu lange. Eine Geschichte kann auch zu geheimnisvoll sein. Denn irgendwann geht immer mehr die Spannung abhanden, je länger die Auflösung hinauszögert wird. Der Mittelteil war für mich deshalb etwas zäh. Zum Ende nimmt das Buch dann wieder an Fahrt auf, was vieles rausholt. Die "Lösung" des Fluches war mir zwar schon länger ersichtlich als den Charakteren, aber das Mitlesen und -fiebern hat trotzdem Spaß gemacht.

Fazit: Eine schöne Märchenadaption, die allerdings nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird, weil sie so begeistert hat. Insgesamt hätte es der Geschichte gut getan, wenn um das Geheimnis der beiden Brüder nicht ganz so lange herumgeschlichen wäre. Dennoch: Ein manchmal romantisches, stets mysteriöses und alles in allem unterhaltsames Jugendbuch.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere