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Veröffentlicht am 12.08.2020

Gelesen und geliebt

Beat it up
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ummer steht kurz vor der Aufnahme ins New York-Orchestra. Sie lebt für das Klavier spielen, denn viele soziale Kontakte hat sie nicht. Durch ihr absolutes Gehör ist sie empfindlich und wird deshalb missverstanden. ...

ummer steht kurz vor der Aufnahme ins New York-Orchestra. Sie lebt für das Klavier spielen, denn viele soziale Kontakte hat sie nicht. Durch ihr absolutes Gehör ist sie empfindlich und wird deshalb missverstanden. Nur ihr bester Freund Ethan, der seit ihrer Kindheit an ihrer Seite ist, versteht sie. Summer liebt die Musik und was keiner weis, für ihren Zwillingsbruder Xander, einen erfolgreichen DJ, hat Summer schon den ein oder anderen Song geschrieben. Als Summers Welt sich dann zu verändern droht, beschließt sie ihren Bruder mit auf das Beat It Up Festival zu begleitet. Dort lernt sie den arroganten Gabriel kennen, der Xanders größter Konkurrent ist, dennoch kommen sich die beiden näher. Aber kann Summer ihm vertrauen?
Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, denn der Schreibstil ist flüssig zu lesen und wie gewohnt sehr witzig geschrieben. Die Autorin hat für mich durch ihre Art einen einmaligen Schreibstil, der einen auf die eine Weise zum lachen bringt , auf eine andere Weise aber auch mitfühlen lässt.
Zuerst lernen wir Summer und Ethan kennen, und wie deren Verhältnis zueinander ist. Die Vertrautheit zwischen den beiden war toll, denn Ethan stand zu ihr und hat sie versucht bei seinen Freunden zu integrieren. Die Probleme die Summer durch ihr absolutes Gehör hat, waren für mich gut rüber gebracht. Als außenstehender ist es schwer dies zu beurteilen, aber in den Situationen in denen Summer große Probleme damit hatte, wurde es von der Autorin gut erklärt, sodass man mit ihr mitgefühlt hat.
Ich habe einige Stimmen gelesen und gehört, die Summers Bruder, Xander nicht besonders mochten, da er sie so unter Druck setzt. Ich muss sagen ich mochte ihn von Begin an. Wenn man sich in seine Lage versetzt, ist seine Art nachvollziehbar, denn auch er ist in der Musikbranche einem großen Druck ausgesetzt. Dennoch versucht er Summer aus ihrer Sicheren Welt zu helfen und sie neue Erfahrungen machen zu lassen, was positiv für Ihre Entwicklung ist.
Generell haben mir die Nebencharaktere, auch Peter und Payton sehr gut gefallen. Sie waren authentisch und haben gut zu den Hauptfiguren gepasst. Die Geschichte wurde gerade durch sie vollständig.
Dann gab es ja noch Gabriel. Anfangs war er mir nicht sonderlich symphytisch und ich hatte ein wenig Angst das es sich im Laufe des Buches nicht ändern wird. Doch nach einigen Seiten, in denen man mehr von ihm gelesen hatte, mochte ich ihn gerne. Rückblickend war er am Anfangs gar nicht so schlimm wie ich dacht, denn auch er spielt nur seine Rolle und versucht sein inneres zu verstecken.
Die Harmonie die sich im Laufe des Buches zwischen Summer und Gabriel entwickelt war toll. Gabriel hilft ihr neue Erfahrungen zu machen und zeigt ihr seine Welt. Er nimmt sie mit und öffnet sich ihr.
Der Plot Twist des Buches war für mich vorhersehbar, was mich im Endeffekt aber nicht gestört hat. Die Entwicklung deutet sich schon nach einigen Seiten ab, aber ich habe dennoch mit Summer gelitten und Gabriel verflucht.
Das Setting des Beat It up Festivals in den verschiedenen Städten von Amerika wurde richtig gut umgesetzt. Die Locations waren toll beschrieben und etwas besonderes. Da mein Herz für die Electro Musik schlägt, gefiel mir die Umsetzung der DJs auch gut.
Ich ziehe einen halben Stern hab, da mir das Ende etwas zu aprubt kam und ich mir noch ein letztes Abschließendes Kapitel oder einen Epilog gewünscht hätte.
Ich kann euch das Buch ans Herz legen und hoffe euch gefällt es genauso gut.
#burnthesofa

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Paris, die Stadt der Götter

Gold und Schatten
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Rezensionsexemplar

Die 16-Jährige Livia ist gerade erst mit ihren Eltern nach Paris gezogen und schon entdeckt sie Kräfte, die sie denken lassen sie wäre verrückt geworden. Plötzlich kann sie Bäume und ...

Rezensionsexemplar

Die 16-Jährige Livia ist gerade erst mit ihren Eltern nach Paris gezogen und schon entdeckt sie Kräfte, die sie denken lassen sie wäre verrückt geworden. Plötzlich kann sie Bäume und Pflanzen mit sich reden hören und mit ihnen kommunizieren. Als sie dann auch noch auf den geheimnisvollen Mael trifft, der sie immer wieder auf Abstand hält, gelingt es ihr irgendwann alle Fäden zusammen zuknüpfen und hinter ihre Gabe und Mael's Geheimnis zu blicken.

Wir begleiten Livia mit in die Katakomben von Paris, wo sie an einer Führung teilnimmt und direkt auf Mael trifft. schon zu beginnt, vermittelt die Autorin durch ihren Schreibstil eine tolle Atmosphäre und bringt einem Paris nahe. Das ganze zog sich über das komplette Buch und hat mir Lust gemacht einmal nach Paris zu reisen, die Stadt zu entdecken und besonders gerne einen Ausflug in die Katakomben zu wagen.

Schon nach dem ersten aufeinander Treffen von Livia und Mael herrscht eine Vertrautheit zwischen den beiden. Generell war die Stimmung und das gegenseitige Miteinander der beiden toll. Sie haben zusammen gut funktioniert und auch das gewisse Maß an Sarkasmus gefiel mir gut. Ich musste mich selbst immer wieder daran erinnern, dass unsere Protagonistin erst 16 Jahre alt ist. Teilweise waren ihre Handlungen reifer als ihr Alter vermuten lies, aber immer wieder merkte man ihr ihr Alter an. Das ganze hat Livia authentisch wirken lassen und besonders für die Zielgruppe des Buches sympathisch. Immer wieder stellte sie sich Mael entgegen um mit einbezogen zu werden, trotz den Unsicherheiten die sie durch blicken lies. Zwar war sie das ein oder andere mal etwas zu nachlässig, hat mir aber in allem gut gefallen.

Auch Mael mochte ich mit seiner teilweise überheblichen und selbstbewussten Art gerne. Er war verschlossen aber das machte die Geschichte spannender und man erfuhr alles Stückchenweise. Als Hadessohn hat man bestimmte Vorurteile im gegenüber die sich nicht ganz bewahrheitet haben. Er hat einen großen Beschützerinstinkt und versucht die die er liebt zu beschützen. Er selbst will den Menschen helfen und nicht wie sein Vater Hades werden.

An dem Buch hat mir die Einbringung der griechischen Mythologie gefallen. Verschiedene Götter wurden mit eingebunden und die Mythologie an sich wurde dem Leser gut vermittelt. Sagen und die speziellen Götter wurden erklärt und durch die verschiedenen Handlungen auch lebendig. Besonders gerne mochte ich vor allem Hermes und Hephaistos.

Leider hat mich die Länge der Kapitel etwas gestört. Mir waren die Kapitellängen doch etwas zu lang. Beispielsweise ging das 11. Kapitel knapp hundert Seiten. Zwar waren verschiedenen Abschnitte in den Kapiteln unterteilt aber die Länge hat meinen Lesefluss doch gestört. Das ist natürlich etwas, was jeder anders sieht, für mich persönlich aber ein Kritikpunkt ist.

Der Schreibstil der Autorin hingegen war sehr flüssig und lässt sich auch relativ schnell lesen. Der Einstieg in das Buch war mir hingegen etwas zu Lange. Zum eigentlichen Kern kommen wir erst etwa ab Seite 180. Ab da gibt für mich das Buch erst richtig los. Dann jedoch war der Verlauf wirklich gut und spannend. Das Buch nahm Fahrt auf, wir erfuhren immer wieder neue Dinge und alles fügte sich dann zusammen.

Das Ende lässt einen gespannt auf Band zwei hin fiebern und deshalb freue ich mich auch schon diesen zu lesen.

Das Buch ist etwas der gerne Fantasy oder über die griechische Mythologie liest. Ebenso ist es für jedes Alter geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Tolles Setting und angenehme Story

Wildflower Summer – In diesem Moment
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Amy kann es nicht fassen, wie ihr Leben dermaßen außer Kontrolle geraten war. Sie wurde von ihrem Ehemann geschlagen und ihr wertvollster Besitzt, ihre Kameraausrüstung wurde von ihm zerstört. Nun wohnt ...

Amy kann es nicht fassen, wie ihr Leben dermaßen außer Kontrolle geraten war. Sie wurde von ihrem Ehemann geschlagen und ihr wertvollster Besitzt, ihre Kameraausrüstung wurde von ihm zerstört. Nun wohnt sie in einem Zimmer bei ihrer Freundin Olivia und hilft auf der Wildflower Ranch, um sich nicht völlig nutzlos zu fühlen. Auch Nakos, der Vorarbeiter auf der Ranch und Amys bester Freund, kann den Anblick einfach nicht vergessen. Amy lag blutend und völlig fertig vor ihm. Sie war eine starke und herausfordernde Frau, doch seit diesem Vorfall ist sie nicht mehr sie selbst. Nakos will alles daran setzten, die alte Amy wieder zurück zu bekommen.

Meinung:

Mit dem Schreibstil hatte ich wie in Band eins auch schon, ein wenig meine Probleme. Ich finde es störend das am Kapitelanfang nicht gekennzeichnet ist aus welcher Sicht man liest. Teilweise musste ich überlegene und das hat meinen Lesefluss gestört. Sonst konnte man das Buch aber schnell lesen. Die Beschreibungen des Settings waren wirklich toll.

Mit der Protagonistin Amy wurde ich leider nicht direkt warm. Sie hat viel durchmachen müssen und musste dementsprechend auch oft zurückstecken, doch trotzdem war ihr Verhalten nicht immer nach vollziehbar und ein wenig anstrengend. Gegen Ende des Buches wurde ich aber immer mehr warm mit ihr und konnte ein besseres Gefühl für ihre Handlungen entwickeln. Amy ist eine starke Frau die sich das nicht selbst eingestehen kann und lernen muss liebe zu zulassen. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches hat mir schlussendlich gefallen.

Der männliche Gegenpart Nakos hat mir hin gegen von Anfang an gefallen. Bevor er handelt beobachtet er und handelt schließlich bewusst. Nakos hat eine tolle Menschenkenntnis und seine unterstützende Art war total symphytisch. Er hilft Amy über Ihre Erlebnisse hinweg und ist für sie da, sobald sie ihn braucht. Ein paar tolle Eigenschaften die jeder haben sollte. Schade fand ich nur, dass man trotzdem über ihn recht wenig erfahren hat. Zwar wurden immer wieder Szenen mit eingebaut in der er über die vergangenen Zeiten mit Amy und Olivia sprach, aber leider doch zu wenig. Mehr über sein Leben im Reservat oder seine Eltern wären toll gewesen

Die Anziehung zwischen den beiden und deren Entwicklung mochte ich super gerne. Nakos hat alles dafür gegeben, Amy zu verstehen und ihr Halt zu geben. Ein oder zwei Sexszenen weniger wären auch in Ordnung gewesen, aber alles in allem hat die Entwicklung deren Liebe gepasst. Ich konnte richtig mit Nakos mitfühlen und verstehen warum er in bestimmten Situationen so handelt, und dass er Amy die Zeit gegeben hat, die sie gebraucht hat, war einfach nur schön.

Die Einbringung der Nebencharaktere hat die Autorin ebenfalls super hinbekommen. Gerade Nate hat auch in diesem Buch eine große und wichtige Rolle bekommen, in die er super gepasst hat.

Mein letzter Kritikpunkt zu dem Buch beinhaltet *Spoiler! Falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt, überspringt am besten den letzten Absatz.

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Als Amys Geheimnis am Ende enthüllt wurde und wir über die damalige Vergewaltigung lesen, wurden mir persönlich die Dinge etwas zu schnell abgehakt. Schön fand ich, dass sie auch hier mit Nate ein tolles Gespräch führt, um sich selbst Mut zu geben, aber das Gespräch anschließend mit Nakos war mir etwas zu oberflächlich. Auch das es Amy danach wieder toll ging, war eher unrealistisch. Bei diesem Thema hätten es gerne noch ein paar mehr Seiten sein können. Es wäre auch hilfreich gewesen zu erfahren wie man als Mensch am besten mit diesem sensiblen Thema umgeht und betroffenen Menschen am besten hilft. So hätte man noch einiges mehr aus dem Buch mitnehmen können. Das der Onkel am Ende aber angeklagt und verurteilt wurde, zeigt das man mit den Menschen an seiner Seite, die man liebt, alles schaffen kann und man nur dem Mut aufbringen muss.
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Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch gefallen hat. Es konnte mich leider nicht so begeistern, wie andere Bücher der Autorin, trotzdem hatte ich aber Spaß beim Lesen.

Wenn ihr Fans der Redwood-Reihe seit und die tolle Atmosphäre vermisst, dann kann ich euch das Buch ans Herz legen und es würde mich freuen wenn ihr diesem Buch ebenfalls eine Chance gebt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2020

Intrigen und Dramen

Everything I Didn't Say
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Am ersten Tag ihres Praktika als Dramaturgieassistentin lernt Jamie den Star der Serie Carter kennen. Dieser will sich nach und nach eine Karriere aufbauen, um von seinen Eltern los zu kommen und seinen ...

Am ersten Tag ihres Praktika als Dramaturgieassistentin lernt Jamie den Star der Serie Carter kennen. Dieser will sich nach und nach eine Karriere aufbauen, um von seinen Eltern los zu kommen und seinen Traum als Schauspieler zu verwirklichen. Jamie dagegen will im Hintergrund bleiben und hat mehrere Jobs um sich über Wasser zu halten. Die beiden laufen sich immer wieder über den Weg und es knistert gewaltig zwischen ihnen, doch das ist etwas das nicht sein darf. Denn Carter darf laut seinem Vertrag mit keiner Frau in der Öffentlichkeit gesehen werden, um sein Image zu wahren. Dennoch verbringen die beiden Zeit miteinander, bis ein Ereignis die Welt der beiden erschüttert.
Im ersten Teil des Buches gibt es immer wieder Zeitsprünge zwischen den Jahren 2015 und 2019 und wir lesen aus der Sicht beider Charaktere. Teilweise waren es mir etwas zu viele Sprünge, da auch innerhalb der Kapitel zwischen den Sichten der beiden gewechselt wurde und ich immer wieder überlegen musste wer denn gerade erzählt.
Im zweiten Teil des Buches lesen wir dann nur noch aus dem Jahr 2019 und trotzdem noch aus beiden Sichten. Das war schon viel besser und flüssiger zu lesen. Dementsprechend hat mir der Schreibstil der Autorin recht gut gefallen. Es war locker geschrieben.
Mit unserer Protagonistin Jamie hatte ich teilweise etwas Probleme. Anfangs hat sie mir mit ihrer willensstarken Art gut gefallen, aber im Laufe des Buches war sie stellenweise durch ihre Starrköpfigkeit unsympathisch. Sie behauptet immer wieder erwachsen geworden zu sein, verhält sich aber manchmal wie ein Teenager.
Cater hat mir dagegen im kompletten Buch gefallen. Anfangs war er etwas arrogant aber die Wandlung die er durchgemacht hat war toll. Er hat gelernt Verantwortung zu übernehmen und ist definitiv an den Geschnissen gewachsen.
Der Plot der nach dem ersten teil kam, war meiner Meinung nach vorhersehbar aber trotzdem gut und hat den Verlauf der Geschichte zu etwas gemacht, dass ich so noch nicht gelesen hatte. Der Klappentext lässt nicht darauf schließen, dass das Buch tiefgründiger ist als man denkt.
Die Umsetzung der Idee war mir teilweise zu lückenhaft, da Jamies Traum im Theater zu arbeiten irgendwann keine Beachtung mehr geschenkt bekommen wurde und über ihre Arbeit am Set auch kaum etwas erzählt wurde.
Die Nebencharaktere waren mir stellenweise auch etwas zu oberflächlich. Zwar wurde ihr Bruder immer wieder erwähnt aber richtig was erfahren hat man auch nicht. Auch Freunde oder die restliche Familie waren mir leider zu flach.
Trotzdem konnte mich das Buch durch die Intrigen und Dramen gut unterhalten und ich hatte Spaß beim Lesen. Es war kein Highlight aber empfehlen kann ich es euch trotzdem.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 20.07.2020

Gefühlvoller LGBTQ-Roman

Festivalsommer
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Zufällig stolpert der 18-jährige Florentin im Garten seines Onkels über ein rotes Kajak und über Jonas, der genau das Gegenteil des schüchternen Flos ist. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und ...

Zufällig stolpert der 18-jährige Florentin im Garten seines Onkels über ein rotes Kajak und über Jonas, der genau das Gegenteil des schüchternen Flos ist. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und zwischen ihnen knistert es. Doch die gemeinsame Zeit hat ein Ablaufdatum, da Jonas diesen Sommer alles vergessen will und von Festival zu Festival reisen möchte. Da sich die beiden nicht trennen wollen und mehr Zeit miteinander verbringen wollen, beschließt Flo, Jonas auf seiner Reise zu begleiten.
Das Buch beinhaltet eine Triggerwarnung, da es möglicherweise Auslösereize beinhaltet
Wir lesen das Buch aus beiden Sichten der Protagonisten Flo und Jonas, was uns ermöglicht hinter die beiden Fassaden zu blicken und mit beiden mit zu fühlen. Der Schreibstil beider Autorinnen ist flüssig und super leicht zu lesen. Man fliegt nur so durch die Seiten des Buchs und will mehr über die beiden Jungs wissen. Auch das Setting, dass zuerst in Mannheim und auf dem Maifeld Derby spielt und anschließend auf dem Southside Festival ist mega. Die Festival Stimmung kommt super rüber und gerade für Festival Fans, die sich gerne an diese zeit zurück erinnern, ist das ein tolles Feeling.
Unser Protagonist Flo, der sehr zurückhaltend ist, taut bei Jonas immer wieder auf und lernt mehr und mehr aus sich raus zu gehen. Die Wandlung die er im Buch macht gefällt mir. Er behält sein Wesen, traut sich aber immer wieder etwas und das er Jonas auf die Tour begleitet lässt ihn aus seiner Komfortzone raus treten.
Auch Jonas der unter Panikattacken, seit dem Tod seines Vater leidet zeigt zuerst nur seine lässige und aufgeschlossene Seite um nicht über ernste Dinge nach denken zu müssen und alles hinter sich zu lassen um diesen Sommer einfach nur Spaß zu haben. Das er dabei Flo trifft und merkt das er sich zu diesem hingezogen fühlt, passt daher eigentlich nicht in seinen Plan. Trotzdem will er weiter mit ihm Zeit verbringen, bis er endlich einsieht das zwischen den beiden mehr ist. Jonas lernt auch nach und nach über ernste Dinge zu sprechen, auch wenn er immer wieder davor weg laufen möchte.
Das sich die beiden nicht offiziell geoutet haben, hat auch gut zur Geschichte gepasst und zeigt gut mit welchen Vorurteilen und Kommentare homosexuell orientiert Paare immer noch zu kämpfen haben, obwohl dies eigentlich genauso normal sein sollte. Das diese Dinge ebenfalls in dem Buch angesprochen werde, hat mir gut gefallen, da es leider noch viel zu oft vorkommt das diese Paare verurteilt werden. Das bringt den ein oder anderen Leser bestimmt zum nach denken und ebenso zum Überdenken des vielleicht eigenen Verhaltens.
Ich kann es kaum abwarten bis der zweite Band der Geschichte von Jonas und Flos raus kommt, da mir das Ende das Herz gebrochen hat.
An dem Buch habe ich nicht auszusetzen und kann es euch wirklich ans Herz legen. Ich hoffe das Buch bekommt mehr Aufmerksamkeit, den die hat es meiner Meinung nach verdient.

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