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Veröffentlicht am 03.08.2021

Zwei Türen, eine Entscheidung

Ausweglos
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Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen: Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich es lesen möchte. Und ich bereue es nicht.

Denn „Ausweglos“ ist super spannend und überrascht ...

Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen: Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dass ich es lesen möchte. Und ich bereue es nicht.

Denn „Ausweglos“ ist super spannend und überrascht mit vielen Wendungen, mit denen man als Leser nicht rechnet.

Es ist auch kein klassischer Thriller (wenn es so etwas wie einen klassischen Thriller überhaupt gibt), weil doch so viel mehr hinter allem steckt als ein „normaler“ Serienmörder.

Die Spannung wird gleich zu Anfang aufgebaut. Es gibt die im Klappentext geschilderte Situation, man hat eine Leiche und die Ermittlungen beginnen.

Gelungen ist, dass die Geschichte in unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Dadurch lernt man nicht nur die einzelnen Figuren besser kennen, sondern man erfährt auch die unterschiedlichen Hintergründe und Ziele. Außerdem gibt es immer wieder kleine Cliffhanger. Aus der Hand legen kann man das Buch wirklich nicht.

Es ist flüssig geschrieben, man kommt gut mit und es gibt so gut wie keine Längen. Allerdings gibt es in der ersten Hälfte einige Passagen, bei denen ich mich beim Lesen gefragt habe, wozu wir Leser diese Infos jetzt bekommen, da ich sie als unnötig für die Story empfand. Das war zwar dann nicht der Fall, aber es hätte etwas kürzer gefasst werden können.

Ein kleiner Hinweis: In dem Buch geht es unter anderem auch um einen unerfüllten Kinderwunsch und die damit verbundenen Emotionen. Wer sich gerade in einer solchen Situation befindet, sollte das Buch nicht lesen. Auch wenn es nicht der Mittelpunkt der Geschichte ist, ist es dennoch sehr präsent.

Was mich aber wirklich abgeholt und den Thriller zu einem 5-Sterne-Buch gemacht hat, war das Ende und die Auflösung. Damit konnte man als Leser einfach nicht rechnen. Und trotzdem hat sich dann alles so gut ineinander gefügt. Super!

Ich bin wirklich gespannt auf das nächste Buch von Henri Faber und vergebe - wie erwähnt - 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Erfolgreich, schön, tot

Perfect Woman – Was weißt du wirklich über sie? -
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Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch. Das Cover toll, die Plotidee spannend und mal etwas anderes - also habe ich mich nur so auf das Buch gestürzt.

Leider - und das nehme ich hier jetzt mal vorweg ...

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch. Das Cover toll, die Plotidee spannend und mal etwas anderes - also habe ich mich nur so auf das Buch gestürzt.

Leider - und das nehme ich hier jetzt mal vorweg - wurde ich etwas enttäuscht. Das Buch ist auf keinen Fall schlecht, aber meiner Meinung nach etwas unter seinen Möglichkeiten geblieben.

Aber von Anfang an: Im Mittelpunkt stehen die Freundinnen Eleanor, Hana und Katie, wobei das meiste aus Katies Sicht geschildert wird. Ab und zu wird aber auch die Perspektive gewechselt, zum Beispiel zu ihrer Schwester Hana, sodass man auch Einblicke in die Freundschaft und die Vergangenheit der Frauen bekommt. Das hat mir ganz gut gefallen, da man so die Beziehungen der Figuren untereinander gut verstanden hat und es abwechslungsreich war.

Allerdings fand ich es schade, dass „The Herd“ relativ stiefmütterlich behandelt wurde. Gerade, weil der Co-Working-Space im Klappentext so betont wurde, hätte ich mir hier tiefere Einblicke in den Ort an sich aber auch in die Strukturen gewünscht. Das wäre für den Verlauf der Story zwar nicht nötig gewesen, aber es hätte die Besonderheit des Buches noch betont.

Spannend war natürlich, das nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, vor allem in Bezug auf die Freundschaft. Das hat aber auch nicht wirklich überrascht, denn es wurde ja sogar im Titel angedeutet. Ich fand es fast sogar etwas schade, da gerade in Bezug auf Eleanor das Vorurteil der Stutenbissigkeit bei erfolgreichen Frauen mehr als bedient wurde.

Sehr gelungen war für mich das Ende. Wie alles aufgelöst wurde, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Und wenn ich überrascht werde, dann mag ich das. Es wurde nochmal richtig spannend, es gab eine sehr überraschende Wendung und alles hat sich so gut ineinander gefügt, dass ich mich gefragt habe, warum ich die Anzeichen nicht früher gesehen habe.

Alles in allem ist das Buch gut, das Thema ist interessant und es fehlt nicht an Spannung. Trotzdem hatte ich einige Kritikpunkte. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Das letzte Buch der Queen of Crime

So schweige denn still
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Was ich an den Büchern von Mary Higgins Clark so mag, ist ihr übersichtlicher und nachvollziehbarer Aufbau. Im Klappentext erfährt man schon, worum es geht und in etwa hier steigt auch der Leser in das ...

Was ich an den Büchern von Mary Higgins Clark so mag, ist ihr übersichtlicher und nachvollziehbarer Aufbau. Im Klappentext erfährt man schon, worum es geht und in etwa hier steigt auch der Leser in das Geschehen ein. Dass ein bisschen was vorweggenommen wird, hat mich nicht gestört.

Die Geschichte wird chronologisch erzählt. Dabei steht die Journalistin Gina Kane im Mittelpunkt. Man begleitet sie bei ihren Recherchen, die oft in einer Sackgasse stecken, dann gibt es aber wieder einen Hinweis und die Ermittlungen gehen weiter. Obwohl sie die Protagonistin ist und man ihr die meiste Zeit folgt, lässt sie genug Raum für die eigentliche Story. Nach und nach erfährt man auch etwas über ihre Vergangenheit, was meiner Meinung nach aber nur bedingt wichtig für die eigentliche Story ist.

Auch wenn der Plot sehr klar aufgebaut ist, hatte ich an der ein oder anderen Stelle doch meine Probleme. Denn es kommen vor allem am Anfang sehr viele Personen mit unterschiedlichen Aufgaben vor, die ich erst einmal sortieren musste. Gerade bei den vielen „weißen, alten Männern“ bin ich öfter durcheinander gekommen. Nicht, wenn dieser Person agiert hat, sondern wenn über sie gesprochen wurde. Das fand ich etwas schade, denn es hat etwas den Lesegenuss genommen.

Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch sehr gut lesen. Wie man es von Mary Higgins Clark kennt, ist der Schreibstil sehr flüssig und anschaulich, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Es gibt unterschiedliche Perspektiven, die für Abwechslung sorgen und die Story auf unterschiedliche Art und Weise beleuchten.

Allerdings war das Ende etwas vorhersehbar. Auch wenn es Wendungen gibt, weiß man als geübter Krimi und Thriller-Leser doch recht schnell, auf was alles herauslaufen wird. Deshalb ist der Schluss keine große Überraschung und sogar fast ein wenig kitschig.

Von mir gibt es alles in allem 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Tödliches Norderney

Inselduell
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Leben auf einer Ostfriesischen Insel - das wäre mein Traum. Aber nach dem Lesen des neuen Buches von Anja Eichbaum bleibt ein bisschen ein mulmiges Gefühl zurück. Denn so heimelig und idyllisch wie es ...

Leben auf einer Ostfriesischen Insel - das wäre mein Traum. Aber nach dem Lesen des neuen Buches von Anja Eichbaum bleibt ein bisschen ein mulmiges Gefühl zurück. Denn so heimelig und idyllisch wie es auf den ersten Blick scheint, ist es wohl doch nicht.

Der Krimi ist chronologisch aufgebaut. Man lernt sehr kurz Petra Mertens kennen, die aber ziemlich schnell als die im Klappentext angekündigte Leiche endet. Ich finde es gut, wenn es kein langes Vorgeplänkel gibt, sondern es gleich zur Sache geht. Auch wenn ich es in diesem Fall etwas schade fand, denn Petra Mertens war mir eigentlich sehr sympathisch.

Aber ein Krimi wäre nichts, ohne eine Leiche - und natürlich ohne die passenden Ermittler. In diesem Fall sind es der Inselpolizist und Martin Ziegler und die Polizeipsychologin Ruth Keiser, wobei letztere hier eine etwas ungeordnete Rolle spielt.

„Inselduell“ ist bereits der vierte Fall für die Beiden. Für mich war es allerdings das erste Buch. Für den Fall an sich war es kein Problem, dass ich keine Vorkenntnisse hatte, denn die braucht man nicht. Allerdings hatte ich manchmal schon das Gefühl, dass mir gerade was das Zwischenmenschliche angeht, etwas fehlt. Es wird zwar aufgegriffen, wie die einzelnen Personen und vor allem die Inselbewohner zueinander stehen, aber ich denke, der Lesegenuss wäre noch größer gewesen, wenn ich die anderen drei Bände auch kennen würde. Ich werde das definitiv nachholen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Martin Ziegler als Inselpolizist ist ein toller Protagonist und Ermittler. Er gibt einem ein gutes Gefühl, denn er liebt seine Insel, deren Bewohner und er hat das Herz am rechten Fleck. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und Fairness ist ihm sehr wichtig. Von Ruth hat man zu Beginn vor allem viel von ihrem Privatleben mitbekommen, was ich jetzt nicht unbedingt gebraucht hätte. Ansonsten blieb sie eher im Hintergrund, was aber gut gepasst hat.

Der Fall an sich ist spannend. Es gibt mehrere Verdächtige, man kann miträtseln, es gibt Hinweise und falsche Fährten, Wendungen und alles was das Herz eines Krimi-Lesers begehrt. Dafür Daumen hoch.

Ich wurde von Anfang an gut unterhalten. Mir gefallen die Inselbewohner, hier sind einige sehr interessante Charaktere dabei, die dem Buch nochmal eine besondere Note geben. Deshalb habe ich die Reihe auch ins Herz geschlossen.

Von mir gibt es 4 Sterne. Es ist ein schöner Krimi für spannende Lesestunden - und perfekt für den Urlaub!

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Mords-Freunde?

Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du
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Was mir bei Claire Douglas auf jeden Fall gefällt, ist der sehr ansprechende Schreibstil. Sie schreibt sehr flüssig und anschaulich, sodass man hier einen perfekten, leichten Sommer-Thriller hat.

Das ...

Was mir bei Claire Douglas auf jeden Fall gefällt, ist der sehr ansprechende Schreibstil. Sie schreibt sehr flüssig und anschaulich, sodass man hier einen perfekten, leichten Sommer-Thriller hat.

Das Thema ist durch den Klappentext schon sehr klar: Im Mittelpunkt stehen Jess und Heather, die vor langer Zeit mal Freundinnen waren, dann aber etwas passierte, was bis heute zwischen ihnen steht. Herauszufinden, was das ist, darauf darf sich der Leser freuen, denn nicht nur der Doppelmord, der bereits am Anfang geschieht, sorgt für Spannung.

Da die Vergangenheit eine große Rolle spielt, gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit. Hier erfährt man, wie die Freundschaft der beiden Frauen entstand und auch wie die jeweiligen Familienverhältnisse waren. Anfangs haben mich diese Einschübe etwas gestört, da sie natürlich die Handlung in der Gegenwart verzögern. Andererseits sind sie aber sehr wichtig - eben auch für das, was aktuell passiert.

Denn die Vergangenheit trifft auf die Gegenwart. Auch wenn die beiden Frauen keine Freundinnen mehr sind, möchte Jess an die Unschuld von Heather glauben - und versucht herauszufinden, was geschehen ist. Super fand ich, dass man ihr als Leser einen Schritt voraus ist. Durch den Prolog weiß man einfach, was geschehen ist. Nichtsdestotrotz fehlen einem - genau wie der Protagonistin - die Hintergründe.

Und das macht das Buch wirklich aus. Man überlegt hin und her, was passiert sein könnte, man überlegt sich Lösungen, die dann doch wieder hinfällig sind und letztendlich weiß man gar nicht mehr, was man glauben soll. Dass das Buch einen so abholt, ist einfach super.

Aber genau deswegen fand ich dann das Ende etwas enttäuschend. Nicht, weil es nicht passend wäre, sondern weil man kaum selbst darauf kommen kann. Denn was damals passiert ist, das kann man auch durch super aufmerksames Lesen nicht wissen. Außerdem ist es mir ein bisschen too much, hier hätte ich kein Happy End dieser Art gebraucht.

Weil ich am Ende doch einige Kritikpunkte habe, gibt es von mir 4 Sterne.

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