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Veröffentlicht am 04.05.2021

Guter Krimi

Trauma - Kein Entkommen
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Katja Sand, eine taffe Mordermittlerin, und ihr Kollege Rudi Dorfmüller haben es hier mit 2 Toten zu tun. Der eine im Baggersee ertrunken, der andere kurze Zeit später im Kühlschrank erstickt. Nach der ...

Katja Sand, eine taffe Mordermittlerin, und ihr Kollege Rudi Dorfmüller haben es hier mit 2 Toten zu tun. Der eine im Baggersee ertrunken, der andere kurze Zeit später im Kühlschrank erstickt. Nach der Obduktion deutet alles auf Suizid hin. Doch erste Parallelen werden zwischen den Toten sichtbar. Beide Opfer waren traumatisiert. Dies wird auch durch den behandelnden Psychoanalytiker Dr. Alexander Hanning bestätigt. Entgegen den Anordnungen ihres Chefs ermittelt Katja weiter. Je tiefer sie gräbt, desto klarer werden die Zusammenhänge, doch dabei wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt.

Das Buch ist aufgeteilt in drei Teile. Am Anfang eines jeden Teils wird vom Trauma eines Kindes erzählt. Sehr brutal, verstörend, lässt Raum für Spekulationen wer dieses Kind ist.

Guter flüssiger Schreibstil. Die Protagonisten sind exzellente Ermittler. Katja ist in ihrer Art manchmal abweisend und auch mal ungerecht. Rudi ist der immer gutgelaunte, schlagfertige Kollege, der sie bei allem unterstützt. Die Ermittlungsarbeit wird leider durch das Privatleben von Katja oft unterbrochen. Ihre eigene unaufgearbeitete Vergangenheit steht ihr und dem Leser öfters im Weg.

Eine unterhaltsame Lektüre, die erst im zweiten Drittel an Spannung aufnimmt. Für mich eher ein guter Krimi als ein Thriller.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Geheimnisvolles Vermächtnis

Enriettas Vermächtnis
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Nach dem Tod der 85-jährigen Enrietta da Silva, einer weltberühmten argentinischen Schriftstellerin, die bereits in jungen Jahren in die Schweiz ausgewandert ist, werden die Erben von dem Testamentsvollstrecker ...

Nach dem Tod der 85-jährigen Enrietta da Silva, einer weltberühmten argentinischen Schriftstellerin, die bereits in jungen Jahren in die Schweiz ausgewandert ist, werden die Erben von dem Testamentsvollstrecker Andreas Leuthard nach Zürich eingeladen. Zum einen ist da der aus Buenos Aires stammende Schönheitschirurg Emilio Volpe und zum anderen die Schauspielerin Jana Horwarth, die Ziehtochter der Verstorbenen, aus Salzburg. Emilios Verbindung zu Enrietta reicht weit in seine Kindheit zurück. Doch plötzlich taucht Armando da Silva in Zürich auf, um den rechtmäßigen Anteil seines Erbes zu beanspruchen. Er ist Enriettas todgeschwiegener, leiblicher Sohn. Diese unerwartete Situation gestaltet die Erbschaft etwas kompliziert, denn Emilio hat von Armandos Existenz gewusst und es verheimlicht.

Hier nehmen die Wendungen rund um Enriettas Vermächtnis ihren Lauf, was anfangs noch ganz interessant und spannend war, wird im Laufe der Geschichte etwas langatmig. Der Schreibstil ist flüssig, so dass der Leser gut in die Geschichte reinkommt. Die drei Hauptprotagonisten sind sehr plastisch beschrieben, doch mir blieben sie emotional sehr fern. Emilios Charakter, eigentlich ein sehr intelligenter Mensch, hat seine Erfahrungen und Meinungen aus seiner Kindheit und späteren Lebens nie hinterfragt. Für ihn war Armando immer der Aufsässige, ein Krimineller mit viel Geld. Ich sehe das mal als Hinweis, dass man grundsätzlich Menschen nicht verurteilen sollte, ohne alle Fakten zu kennen.

Ich hätte von dem Buch mehr erwartet und es lässt mich etwas enttäuscht zurück.

Das Cover mit der Wahl der Farben und dem kleinen Lesebändchen gefällt mir sehr, passt aber eher zu einem romantischen Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere